Mittwoch, April 18, 2007

ITIL Crashkurs - Was die ISO 20000 Zertifizierung wirklich bringt

Im Dezember 2005 hat die International Organization for Standardization (ISO) und die International Electrotechnical Commission (IEC) den internationalen ISO/IEC 20000 IT Service Management Standard aus der Taufe gehoben, welcher den BS 15000 ablöst.

Der BS 15000 war der erste weltweite Standard, der sich speziell auf das IT Service Management bezieht und ermöglicht, eine erfolgreiche Implementierung objektiv zu messen und zu zertifizieren. Die ITIL Zertifizierung einer IT-Organisation ist hingegen nicht möglich, da ITIL als solches kein Standard ist.

ITIL bietet keinerlei Messkriterien an, der ISO 20000 Standard hingegen ermöglicht das Benchmarking des IT-Service-Managements. Er definiert spezifische Kriterien, die sich messen und beurteilen lassen und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser umfasst folgende Aspekte:

  • Anforderung an ein umfassendes Management System, welches die Planung, Implementierung, Monitoring, Reporting und Verbesserung von IT-Dienstleistungen aufzeigt
  • Prozesse, welche die Kundenzufriedenheit messen und auf das Relationship Management zwischen Business und Lieferanten Wert legen
    Dokumentierte Unterstützung des Managements für die Verbesserung der IT-Dienstleistungen
  • Dokumentation, welche die Planung und Kontrolle der IT-Dienstleistungen aufzeigt
    Demonstrierte Kompetenzen sowie Awareness für das Training der Organisation und weiteren wichtigen Anspruchsgruppen (Business, Management, Lieferanten,…)

Dieser Ansatz wird in zwei Teilen des Standards untergebracht:

  1. Specifications. Teil 1 gibt die formelle Spezifikation an das IT Service Management vor und dokumentiert die Vorgaben, die eine Organisation einhalten, sicherstellen und nachweisen muss, um eine Zertifizierung zu erhalten. Die ISO 20000-1 enthält die „Muss-Kriterien“ des Standards. Die ISO 20000 Zertifizierung ist 3 Jahre international gültig.
  2. Codes of practice. Teil 2 gibt Leitlinien für interne Auditoren vor und unterstützt IT-Service Provider bei der Planung von Service Verbesserungen oder für die Vorbereitung auf ISO/IEC 20000-1:2005 Audit. Die Anforderungen des ersten Teils werden damit ergänzt.

Der ISO 20000 Standard hinter dem bisherigen „Best practice“ Ansatz ITIL führt früher oder später von den Kunden und vom Markt her zu einer Anforderung, sich einer Zertifizierung zu unterziehen. Wichtig bei diesen Überlegungen ist dass man bei der Fokussierung auf das Ziel „ISO 20000“ den Weg nicht aus den Augen verliert – im Zentrum steht nämlich eine kontinuierliche Verbesserung des IT Service Management und damit verbunden der Weg vom Prozesssystem zum „Service Champion“, wie folgende Grafik veranschaulicht.


In der internationalen IT-Szene gilt ISO 20000 als grosser Trend, ich rechne damit dass dies in wenigen Jahren bei Ausschreibungen eine obligate Anforderung sein wird und genau so gang und gäbe ist wie heute eine ISO 9001 Zertifizierung.

Im heutigen Umfeld der Globalisierung ist der Wettbewerb weltweit eröffnet. Wer den ISO 20000 Audit besteht erhält einen Fetzen Papier – der es aber in sich hat! Es ist ein unabhängiges Gütesiegel dass die IT Organisation effektiv und effizient IT Dienstleistungen erbringt.

ITIL Crashkurs - Grundsätzliche Empfehlungen zur erfolgreichen Einführung

Die folgende Zusammenstellung gibt grundsätzliche Empfehlungen für die erfolgreiche Implementierung von ITIL ab:

  • Das Top Management muss ganz klar hinter der ITIL Adaption stehen und einen Sponsor festlegen. Am besten erfolgt diese Kommunikation durch eine interne Meldung.
  • Der Sponsor muss wichtige Persönlichkeiten gewinnen um die Implementierung weiter voranzutreiben - profundes ITIL Know How und Leidenschaft sind Voraussetzungen.
  • Die Adaption der ITIL „Best practices“ ist kein einmaliges IT-Projekt, sondern ein konstanter Wandel und eine Verbesserung der Organisation.
  • Es muss klar kommuniziert werden, warum ITIL benötigt wird und was der Mehrwert für das Unternehmen und seine Kunden ist.
  • Die bereits gut etablierten ITIL-Mechanismen sollen herausgehoben werden. Für die weitere Umsetzung müssen die gesteckten Ziele realistisch, eindeutig und messbar sein.
  • „Quick Wins“ müssen umgesetzt, kommuniziert und entsprechend gefeiert werden. Diese schaffen Erfolgserlebnisse und helfen dabei, dass der „Schnauf“ auf dem Weg zum langfristigen strategischen Ziel nicht ausgeht.
  • Die Umsetzung muss fokussiert erfolgen - Schritt für Schritt vorgehen verspricht mehr Erfolg als alles auf einmal umsetzen zu wollen.
  • Die Prozess Maturität ist wichtig, aber bei der Messung der Fortschritte muss immer auch der Kunde im Mittelpunkt stehen.
  • Tools sind nur Mittel zum Zweck, helfen aber dabei die ITIL Prozesse abzubilden.
  • In schwierigen Situationen um Hilfe und Unterstützung zu fragen sollte sich keiner scheuen, denn dies kein Zeichen von Schwäche sondern von Intelligenz!

ITIL Crashkurs - wichtigste Aufgaben von IT-Manager werden mit ITIL klar adressiert!

Die zehn wichtigsten Aufgaben von IT Managern sind:

1. Aligning IT strategy with business strategy
2. Meeting business and user needs
3. Coping with change
4. Dealing with senior management
5. Managing costs, budgets and resources
6. Keeping up with technology
7. Recruiting and retaining staff
8. Time and resource management
9. Infrastructure management
10. Maintaining skills and knowledge


Diese Übersicht schärft den Blick fürs Ganze – und dabei geht klar hervor, dass insbesondere die Punkte 2, 5, 8, 9 und 10 der Aufgaben eines IT Managers mittels ITIL adressiert werden können!

ITIL Crashkurs - wie verkaufe ich's dem Chef?

Folgende Argumente helfen dabei, ITIL intern zu "verkaufen":
  • Internationaler „State of the Art Best practice“ Ansatz, welcher laufend weiterentwickelt wird, was zu weniger Aufwand bei der Entwicklung von eigenen Prozessen etc. führt
  • Standardisierte Abläufe und Schnittstellen
  • Einheitliche Terminologie und dadurch weniger Missverständnisse, Konflikte und Erklärungsbedarf
  • Mittelfristig Vergleichsmöglichkeiten betr. Qualität und Preis
  • Zielt auf hohe Servicequalität ab
  • Hilft die interne Kultur zu ändern, von der Technologieorientierung hin zum Service Gedanken
  • Legt den Fokus auf die Anforderungen des Kunden und weniger auf interne Aspekte, was schlussendlich zu einer höheren Kundenzufriedenheit führt
  • Bessere Kommunikation und Information zwischen IT-Provider, dem Benutzer und dem Kunden
  • Höhere Produktivität durch gezielten Einsatz von Know-How und Erfahrung
  • Grundlage für ein Qualitätsmanagement im IT-Service-Management
  • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit durch klare Prozesse und weniger Konfliktpotential, dadurch niedrigere Personalfluktuation
  • Verringert den Overhead und Doppelspurigkeiten in der Organisation

ITIL Crashkurs - Finanzielle Betrachtungen um zu messen, dass sich eine ITIL Adaption lohnt

Die Adaption von ITIL fokussiert nicht unbedingt auf Kosteneinsparungen (diese sind ein angenehmer Nebeneffekt), sondern primär auf die Verbesserung der Service Qualität. Doch die Implementierung von ITIL fordert auch ihren finanziellen Tribut, das ist unbestritten. Wie kann ein IT-Provider "beweisen", dass sich diese Kosten rechtfertigen? Dafür eignen sich verschiedene Ansätze.

  • Prozesskostenrechnung: Dieser Ansatz wird als sehr erfolgsversprechend taxiert, da die Entwicklung von Prozess(schritt)input zu Prozess(schritt)output auf der Zeitachse beobachtet werden kann.
  • Key Performance Indicators (KPIs): Für jeden Prozess sollten sinnvolle KPIs definiert werden und regelmässig gemessen werden.
  • Versicherungsansatz: Ein IT-Provider kann es sich oft gar nicht leisten, nicht effizient zu funktionieren. Nach dem „Versicherungsansatz“ ist die ITIL Adaption die „Versicherung“ des Providers und somit eminent wichtig, um sich vor Schadenersatzforderungen von Kunden zu schützen. Ein gutes Argument also, um alles daran zu setzen dass klare Prozesse dafür sorgen dass es nicht so weit kommt.
  • Benchmarking: Der Vergleich mit anderen Unternehmen im Sinne eines Benchmarking von Kennzahlen wäre ebenfalls ein passables Instrument für eine Standortbestimmung. Dafür sollte jedoch eine Zertifizierung nach den an ITIL angelehnten BS 15000 / ISO 20000 Standards vorhanden sein. Ein „neutrales“ Benchmarking hätte somit mangels fehlender Grundlagen die Erstellung eines dedizierten Fragebogens mit einer nachfolgenden Umfrage bei verschiedenen Unternehmen zur Folge.

Dienstag, April 17, 2007

ITIL Crashkurs - SWOT Analyse, Part IV: Risiken

ITIL birg auch Risiken:
  • Nur wenige Zertifizierungsinstitutionen
  • Adaption von ITIL erfordert unermüdliche Arbeit und dauert lange, Frustration nicht auszuschliessen
  • Interne Widerstände bei Veränderung bestehender Prozesse
  • Ziele werden zu hoch gesteckt und nicht erreicht
  • Prozesse können durch falsche Anreize, Tool Fixierung und Performance Indikatoren bürokratisch werden, wodurch das Ziel der Kundenausrichtung nicht mehr gegeben ist
  • Verbesserungen in der Service Bereitstellung und Kostenreduktionen werden nicht sichtbar
  • Fehlende oder zu wenig visible Management Unterstützung
  • Die neuen Prozesse führen zu unklaren Verantwortungen, die Rollen sind nicht definiert
  • Eine Kostenwahrheit zu erreichen ist komplex
  • Mangelnde Kontrolle der Ziele
  • Mangelhafte ITIL Kenntnisse und fehlende Informationen bei den Mitarbeitenden

ITIL Crashkurs - SWOT Analyse, Part III: Chancen

ITIL bringt folgende Chancen mit sich:

  • IT-Dienstleistungen sind kundenorientiert ausgerichtet und die Kommunikation mit der IT-Organisation verbessert sich durch klaren Kontaktpunkt Service Desk
  • Ermöglicht Abstimmung interner Prozesse
  • Standardisierte Prozesse stellen ein Framework für das Outsourcing von IT-Dienstleistungen zur Verfügung
  • ITIL Orientierung ermöglicht einen internen Kulturwandel., weil der Kunde im Zentrum der Aktivitäten steht
  • Die IT-Dienstleistungen werden transparent, detailliert und mit Service Levels beschrieben
  • Die Qualität und die Kosten werden besser gemanagt, wodurch die Rentabilität steigt
  • Effizienter und effektiver Einsatz von Personal, Prozessen und Produkten steigert Produktivität
  • Kundenzufriedenheit kann verbessert werden
  • Wissen und Erfahrung wird besser genutzt
  • Zuverlässigkeit der Services kann gesteigert werden, was eine höhere Nachfrage bewirkt
  • Internationale ISO 20000 Zertifizierung auf Basis von ITIL setzt Standard und erlaubt Benchmarking für Unternehmen

ITIL Crashkurs - SWOT Analyse, Part II: Schwächen

ITIL hat folgende Schwächen:
  • Unterschiedlicher Reifegrad der einzelnen ITIL-Prozesse
  • Unzureichende Strukturierung aus nicht technischer Sicht
  • Nicht zu vernachlässigenden Verwaltungsaufwand (Overhead)
  • Schwerpunkt liegt auf IT-Betrieb, Softwareentwicklung und (IT-)Projektmanagement wird nicht abgedeckt
  • Verkauf, Einkauf und Beschaffungsabwicklung sind unzureichend integriert
  • Detaillierte Empfehlungen für die Umsetzung fehlen
  • Modellelemente wie Aufgaben, Rollenträger, Dokumente, Methoden oder Inputs/Outputs, werden nicht adressiertkeine Hinweise für den Einsatz von Kommunikationsinstrumenten für Kunden oder Segmente

ITIL Crashkurs - SWOT Analyse, Part I: Stärken

ITIL hat folgende Stärken:

  • Umfassendes Rahmenwerk mit ausgeprägtem Prozessansatz
  • Einheitliche Terminologie schafft gemeinsames Verständnis in der Kommunikation zwischen Kunden und Service Provider
  • Kostenreduktion wird integral adressiert
  • Praxis- und umsetzungsorientierter Ansatz
  • Ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung
  • Weltweit breite Akzeptanz im IT-Bereich
  • Prozesse sind auf stabilen Betrieb ausgerichtet
  • Fokus liegt auf Prozessoptimierung und Qualitätsbewusstsein, Maturität der Prozesse wird mittels Plan-Do-Check-Act Ansatz gefördert
  • Zukünftige „State of the Art“ Anforderungen werden durch laufende Weiterentwicklung berücksichtigt
  • IT-Services werden für Kunden und Benutzer visibler

ITIL Crashkurs - Was Service Support & Service Delivery bedeutet

ITIL gliedert sich im Wesentlichen in die zwei Hauptelemente Service Support, welches die für den Kunden direkt spürbaren Prozesse abdeckt sowie den Bereich Service Delivery, welcher eher die technologienahen Prozesse adressiert. Dazu kommt die zentrale Funktion Service Desk als Anlaufstelle für die Benutzer. Dies ist in folgender Grafik (Quelle: Security Focus) veranschaulicht.

  • Service Support umfasst den laufenden operativen Support der IT-Dienstleistungen
  • Service Delivery ist die langfristige Planung und Verbesserung der Service Bereitstellung
  • Service Desk ist die Anlaufstelle für die Benutzer
Die Service Delivery Prozesse sind das Fundament für die Erbringung von IT-Dienstleistungen. Sie bestehen aus planenden und steuernden Prozessen und befassen sich mit Fragen wie „Was wäre wenn …“. Die Service Delivery Aktivitäten stellen den Kunden (bezahlt für IT Dienstleistungen) und die Benutzer (konsumieren IT Dienstleistungen) in den Mittelpunkt.

Diese Prozesse befassen sich mit den vereinbarten Dienstleistungen, stellen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung, setzen realistische Erwartungshaltungen an die Service Qualität und sorgen für kontinuierliche Messung und Verbesserung der Leistungen.

Der Service Support hingegen unterstützt die operativen Tätigkeiten im laufenden Betrieb und fokussiert darauf, was wie und in welcher Abfolge zu tun ist.

Montag, April 16, 2007

ITIL Crashkurs - Effizienz versus Effektivität

Die Grafik veranschaulicht die ITIL Adaption im Kontext der W-Fragen und zeigt auf, wie dabei die Effizienz und Effektivität adressiert wird.
  • ITIL gibt die Prozesse (WAS) vor und sichert deren effektives Zusammenspiel.
  • Die für jedes Unternehmen spezifische Adaption von ITIL definiert dann das WIE, das WER sowie das WOMIT und hat ein effizientes System Management zum Ziel.

Wichtig ist dabei zu sehen dass nur das WAS vorgegeben wird und ITIL die Ausgestaltung der anderen Aspekte dem Unternehmen selbst überlässt.

ITIL Crashkurs - Was ITIL (nicht) ist

Was ITIL ist

  • Ein Framework und Leitfaden mit verschiedenen Modulen, um IT Ressourcen effizient einzusetze
  • Ein de facto Standard für IT-Service Management, über 65% der Firmen die ein Framework für das IT Service Management nutzen, setzen auf ITIL
  • Ein „Best practice“ Ansatz und Implementierungsvorschlag für den IT-Provider als Unterstützung des Business
  • Eine Diskussionsgrundlage für die Bewertung und Integration (oder eben bewusst nicht!) der Prozesse in der eigenen Organisation
  • Eine Empfehlung und Erfahrungssammlung
  • Ein eingetragenes Warenzeichen und Copyright geschützt, aber die Prozesse und die beschriebenen „Best practices“ können genutzt werden

Was ITIL nicht ist

  • Kein Norm oder zwingendes Regelwerk ohne Freiräume
  • Kein Tool, welches einfach eingeführt werden kann
  • Keine Patentlösung für IT-Probleme
  • Kein „Alles oder gar nichts“ Ansatz
  • Keine Definition der Rollen und Organisation, ITIL gibt nur vor dass es einen Prozessowner geben muss
  • Kein Rezeptbuch für die Einführung von Prozessen in ein Unternehmen
  • Kein Prozessmodell, welches alle Anforderungen abdeckt
  • Keine Projektmanagement Methode für die Einführung einer IT-Infrastruktur
  • Nicht mit einem spezifischen Anbieter IT-Anbieter oder einer IT-Firma assoziiert
  • Nicht der einzige Ansatz zum IT-Service Management (aber der populärste)

ITIL Crashkurs - Grundlagen und Geschichte

Der Kunde muss im Mittelpunkt stehen, dies ist der Schlüssel zum Erfolg – auch im IT-Service Management!

„Die IT Infrastructure Library, kurz ITIL, beschreibt die für den Betrieb einer IT-Infrastruktur notwendigen Prozesse. Die Prozesse orientieren sich bei ITIL nicht an der Technik, sondern an den durch den IT-Betrieb erbrachten Services bzw. den Dienstleistungen. Daher bildet ITIL eine mögliche Grundlage für ein IT-Service-Management.“, sagt Wikipedia.

ITIL gibt den IT-Organisationen ein Instrument an die Hand, um den Betrieb von IT-Dienstleistungen managen zu können. Es ist keine Universallösung für alle IT-Probleme, aber ein tausendfach erprobtes Konzept um den Betrieb einer IT-Infrastruktur effizient und effektiv zu führen.

Eine endgültige und umfassende Standardisierung entwirft ITIL nicht, sondern begnügt sich damit in der Praxis erfolgreiche Modelle Organisationsneutral darzustellen. Damit lassen sich diese beliebig adaptieren und auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Dies ist sicherlich ein Erfolgsgeheimnis und erklärt, warum immer mehr Firmen diesen Ansatz adaptiert haben.
ITIL beschreibt nicht, WIE etwas getan werden muss, sondern nur WAS getan werden sollte.

Diese Flexibilität hat den Preis, dass bei Umsetzung meist konkretisierende Sekundärliteratur oder das Know-How erfahrener Berater hinzugezogen werden muss. ITIL produziert auch nichts direkt, sondern gewährleistet eine gleichbleibend hohe Qualität der Leistungserbringung (gemäss Service Level Agreement SLA) und umfasst die Kontrolle, Steuerung und Planung der Leistungen. Das führt zu einer Steigerung der Effizienz und wirkt positiv auf die dadurch angestrebten Ziele Kostensenkung, Qualitätssteigerung, Prozesssicherheit und Kundenorientierung.

Eine Organisation kann sich übrigens nicht nach ITIL zertifizieren lassen, sondern nach dem an ITIL angelehnten ISO 20000 Standard (Nachfolger des BS 15000), welcher später detailliert erläutert wird. Jedoch ist eine Zertifizierung der Mitarbeitenden in den Kategorien ITIL Foundation, ITIL Practitioner und ITIL Manager möglich – und erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit.

Die Wurzeln von ITIL liegen in den Bestrebungen der britischen Regierung. Diese wollte ihre eigenen Service Levels verbessern und die Kosten senken und hat deshalb in den 80er Jahren die Regierungsabteilung CCTA (Central Computer and Telecommunications Agency) in Zusammenarbeit mit Vertretern namhafter IT-Unternehmen beauftragt, dafür eine Lösung zu finden. Heute ist die OGC (Office of Government Commerce) für ITIL verantwortlich. Im Jahre 1989 erschienen die ersten Elemente der „Best practices“ für das IT-Service Management. Bis heute wurden sieben Hauptbücher zusammengestellt, welche generelle Umsetzungsmöglichkeiten für die wesentlichen Prozesse im Rahmen des IT-Service und Infrastructure-Managements aufzeigen.

ITIL ist aus dem IT Service Management nicht mehr wegzudenken, die ITIL Version 3 wird im Mai 2007 publiziert. Die grösste Änderung ist dabei die Ausrichtung am Lebenszyklus der IT Services anstelle der heutigen Prozessorientierung auf spezifische Aspekte.

ITIL Crashkurs - um was geht's eigentlich bei der IT Infrastructure Library?

Was läuft schief? Das fragt sich manch einer meiner Kollegen im IT-Umfeld, wenn wieder mal ein Termin nicht gehalten werden konnte, der Kunde sich lautstark beschwert, der Deckungsbeitrag ins Bodenlose sinkt, die Mitarbeiter meutern, die linke Hand nicht weiss was die Rechte tut, die Ressourcen nicht wie vereinbart zur Verfügung stehen, der Benutzer über die IT-Abteilung flucht,… Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen.

Doch es geht auch anders! Wer sich an den „Best practice“ Ansatz der IT Infrastructure Library (ITIL) halte werde mit einem effizienten und effektiven IT Service Management sowie zufriedenen Kunden und Benutzern belohnt, so die Meinung der Experten. ITIL bietet praxiserprobte Prozesse für die Erbringung von IT-Dienstleistungen, welche von der britischen Regierung in den 80er Jahren veröffentlicht und laufend weiter entwickelt wurden. Heutzutage ist ITIL ein anerkannter „Best practice“ Ansatz für das Management von IT-Dienstleistungen und weltweit verbreitet. Zentral ist bei ITIL die Ausrichtung der IT-Dienstleistungen auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Kunden, eine Qualitätsorientierung und eine laufende Verbesserung der erbrachten Services sowie langfristige Kosteneinsparungen bei der Servicebereitstellung.

Der Exkurs der folgenden Beiträge gibt eine Einführung und Übersicht zu ITIL. Und falls Euch diese Grafik irgendwie kryptisch vorkommt solltet ihr am Ball bleiben und die folgenden Beiträge verinnerlichen!

Endlich geschafft!

Heute ist der Tag, auf den ich lange warten musste - die Abgabe der Diplomarbeit meines Nachdiplomstudiums Betriebswirtschaft/Unternehmensführung! Zwei harte Jahre neigen sich dem Ende zu, jetzt steht nur noch die Abschlusspräsentation am 9. Mai an.

Und ich muss gestehen, unzählige Ideen was ich mit der neu gewonnenen Freizeit anstellen kann purzeln in meinem Kopf herum. Als erstes gibt es nun für Euch einen Crashkurs zum Thema "IT Infrastructure Library ITIL", dem spannenden Thema meiner Abschlussarbeit. Viel Spass ;-)!

Samstag, April 07, 2007

Gratis Englisch lernen mit Podcasts

Englisch, Weltsprache par excellence, fällt einem nicht einfach in den Schoss. Folgende Podcasts helfen mir dabei, besser parlieren zu können:

15 Tools - Musik allüberall und jederzeit

Musik erfreut Geist und Seele, kein Wunder dass man immer mehr Leute unterwegs mit den Kopfhörern im Ohr sieht. Um neue Interpreten auszukundschaften, welche dem eigenen Musikgeschmack entsprechen, helfen folgende Sites (mein Favorit: www.pandora.com):



  1. www.pandora.com (für den Desktop: http://openpandora.googlepages.com/)

  2. www.last.fm (...oder Pandora und last.fm zusammen: http://pandorafm.real-ity.com)
  3. www.musicovery.com
  4. www.finetune.com
  5. www.owlmm.com
  6. www.ilike.com
  7. www.musicip.com
  8. http://soundtransit.nl
  9. http://mog.com
  10. www.foxytunes.com/planet
  11. www.ijigg.com
  12. www.mystrands.com
  13. www.ijigg.com
  14. www.radioblogclub.com
  15. http://cchits.ning.com/hits/

Oder wer von überall her auf seine Musik zugreifen will sollte mal das Tool Bitlocker unter http://www.mp3tunes.com/ versuchen, oder halt alternativ dem Internet Radio frönen.

Nokia N91 - Tipps & Tricks

Endlich habe ich mich dazu durchgerungen, ein neues Handy zu beschaffen. Die Wahl ist auf das Nokia N91 gefallen, welches ich bei einer Mitarbeiteraktion ergattern konnte.
Als erstes war für mich wichtig, meine Business E-Mails damit auch unterwegs synchronisieren zu können. Doch wie? "Nicht verzagen, Kollege Fritze fragen!" heisst die Antwort. Und tatsächlich, er konnte mir dabei weiterhelfen und hat mir noch weitere Tipps geben.
Hier also kurz zusammengefasst die wichtigsten Kniffe.
  1. Um Mails mit der Exchange Umgebung zu synchronisieren muss die alte Version 1.3 der Software Mail for Exchange genutzt werden. Voraussetzung ist natürlich dass der Exchange Server das unterstützt.

  2. Das Handy kann auch als IPod genutzt werden oder mit dem Media Player synchronisiert werden.

  3. Das Klickgeräusch beim Aufnehmen eines Bildes kann nicht ausgeschaltet werden. Um das zu umgehen kann man aber gleichzeitig mit der Bildaufnahme einen "Dummy Call" machen (bspw. auf die eigene Mailbox), das Headset montieren (dann klickt es dort und nicht via Lautsprecher) oder Sound abspielen und dann pausieren lassen. Eine Alternative könnte auch sein, eine andere Kamerasoftware zu nutzen - nur habe ich bis jetzt noch keine gefunden.

  4. Mehr Software zum N91 gibt es unter My Symbian oder unter Aikon - wichtig ist dabei, die Software für die Series60 3rd Edition zu nehmen.

Für weitere Tipps oder "must have" Tools bin ich immer zu haben!

Freitag, April 06, 2007

Webonomy is dead, long live Webonome!

In letzter Zeit war ich wirklich kein fleissiger Blogger mehr und habe das Blog-Motto "All about e-Communications" auch aussen vor gelassen. Aber das Steckenpferd an den Nagel hängen will ich auch nicht, und so habe ich mich entschlossen den Themenblog neu als Feld, Wald und Wiesen Sammelsurium für Themen zu nutzen, welche mich persönlich interessieren, beschäftigen oder sonst grad über den Weg laufen. Das Spektrum wird bunter und vielfältiger werden, darauf freue ich mich. Und übrigens: schöne Ostern und viel Erfolg beim Nest suchen!