Sonntag, Januar 23, 2011
15 Gadget Blogs und Websites
Mehr Gadget Blogs in der internationalen Top 100 Liste.
Sonntag, Januar 18, 2009
4th European Futurists Conference: Präsentationen und Videos online
Ich habe vor einiger Zeit die 4th European Futurists Conference in Luzern besucht, die Beiträge dazu hier.
In der Zwischenzeit sind auch die Referate und Videos online, was ich dem an der Zukunft interessierten Leser sehr ans Herz legen möchte.
Meine persönlichen Highlights dieser 2 Tage:
- The Global Illicit Economy
Nils GilmanMonitor Group / Global Business Network (TOP!) - The Futurist's Paradox
Matthias Horx, Zukunftsinstitut (TOP!) - The Water Crisis
Anders Berntell, Executive Director Stockholm International Water Institute - Global Framework, Future Prospects and Strategies
Prof. Jerome Glenn, Director Millennium Project - Europe 2030 - What Europeans Expect from the Future
Dr. Ulrich Reinhardt, B.A.T. Stiftung für Zukunftsfragen - India 2018
Padma Rao, India Correspondent "Der Spiegel"
Dienstag, Dezember 16, 2008
PHW Days 2008 Bern: Vortrag Finanzierungskrise und Ökopolitik von Prof. Dr. Friedrich „Bio“ Schmidt-Bleek
Die Laudatio von unserem Studienleiter Peter Link zeigt seine Wertschätzung vor der Koryphäe Prof. Dr. Friedrich „Bio“ Schmidt-Bleek. Die Vorschusslorbeeren sind mehr als berechtigt, wie ich rasch feststelle – der ältere Mann betritt die Bühne und legt energisch los.
Wer dem Club of Rome vorwerfe, seine Voraussagen aus dem Jahre 1973 seien falsch wird eines besseren belehrt – dem sei nicht so, diese waren genauer als alle Wirtschaftsvoraussagen der Wirtschaftsweisen!
Doch sei die aktuelle Öko Diskussion einseitig, früher hätte man Asbest, Blei etc. verteufelt, nun hat das CO2 die Schwarz-Peter Karte. Es sei eine singuläre politische Diskussion gegen den CO2 Ausstoss der Autos, diese 110 jährige Fossiltechnik. Wir optimieren mit dieser Diskussion die eigene Mausefalle – anstatt den ökologischen Gesamtkontext anzuerkennen und integral anzugehen! Es werde deshalb mit dem World Resource Forum eine Gegenveranstaltung zum World Economic Forum aufgebaut.
Der Grundfehler der Menschheit liegt im „Selling of nature“, die Natur kann zum Nulltarif „verkauft“ werden ohne einen Beitrag an die Ökologie leisten zu müssen! Logischerweise spart niemand dort, wo er nichts bezahlen muss. Ein Markt, der politische Gegebenheiten nicht beinhaltet, wird zwangsläufig nach unten optimieren - es muss sich schliesslich lohnen für das Individuum!
Doch das notwendige Systemwissen dieser Zusammenhänge wird heute nicht verbreitet an den Schulen, dafür macht man aufgrund der Resultate der PISA Studie auf Panik. Ein lesenswertes Buch schlägt Bio den lauschenden Studenten vor: Bernd Meyer, Fischer Verlag „Wie die Wirtschaft umgebaut werden muss“.
Wir müssen versuchen, eine Wirtschaft so einzurichten dass die (Dienst)leistung der Natur geschützt wird. Der Umweltschutz ist eben nicht ein Gesundheitsschutz für die Menschen! Wir erkennen ein Problem, und dieses wird dann bekämpft – wie das Beispiel CO2. Der Wohlstand wird antiökologisch produziert (ein Neugeborenes in Sambia braucht einen 40igstel weniger Ressourcen als ein Single in Köln), der Kernfehler dabei ist der übermässige Ressourcenbedarf um Wohlstand zu schaffen. Für alles was produziert wird, wird viel zu viel Natur verbraucht!
Doch was kann der Einzelne dafür oder dagegen tun? Nebst dem bewussten Umgang mit den Ressourcen fällt es schwer, wirklich einen signifikanten Einfluss nehmen zu können, denn: Das Entscheidende muss die Politik tun, nicht die Verbraucher. Oder um es mit den Worten von Peer Steinbrück zu sagen: wenn es in der Finanzwelt brennt müssen wir löschen – egal ob das Feuer gelegt wurde oder nicht. Die wichtigen Zusammenhänge können nur durch Massenmedien transportiert werden.
Was soll nun angepackt werden?
- Technik, um mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen
- Subvention vom Staat, mit aktuellen Leitplanken in der Wirtschaft wird es nicht gehen
- Ökologie muss besser in Ausbildung, Bildung integriert werden
Alternativ könnte auch Gentechnik dabei helfen, dass wir alle 30cm klein sind und weniger Ressourcenbedarf haben.
Und wie wird die Welt im Jahre 2050 aussehen?
- Generell muss die Gesellschaft mit weniger Ressourcen betrieben werden können als heute (heute 5-6 Tonnen CO2 Ausstoss pro Jahr und Person, in Zukunft nicht mehr als 2 Tonnen)
- Flüsse müssen zurückgebaut, die Zersiedelung muss reduziert werden (Folge davon: Kapitalvernichtung) um Transportwege zu minimieren. Damit steht mehr Land für natürliche Entwicklung zur Verfügung.
- Natürliche Ressourcen sind teurer.
- Arbeit und Freizeit wird anders gestaltet sein, die Menschen werden weniger Arbeiten und mehr Freizeit haben
- Arbeit wird auch billiger, das Steuersystem wir anders aussehen (Warum wird bspw. Arbeit besteuert und nicht Ressourcen?!)
- Erziehung wird ein anderes Niveau haben und viel internationaler sein.
- Die Bevölkerungszahlen nehmen ab Ende dieses Jahrhunderts ab – der Ausbildungszustand des Individuums muss höher werden.
Mehr unter http://www.factor10-institute.org/.
Donnerstag, Oktober 30, 2008
4th European Futurists Conference: Russland lässt die Muskeln spielen
Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt rund 12 500 US$, und das Bruttosozialprodukt zeigt eine jährliche Wachstumsrate von rund 7%, die Kapital Investitionen nehmen um 13% zu - und auch die Arbeitskraft wird teurer. Früher wurde viel Consumer Goods importiert, heute vermehrt High Tech Anlagen. Der Export wird von Öl und Rohmaterialien bestimmt.
So viel zu den Zahlen. Die Regierung hat viele Strategien für die verschiedenen Sektoren gemacht, um eine Vision für die Zukunft zu haben. Dabei steht die Lebensqualität, der Status von Russland als ein Leader in der Welt, Kompetitivität und Innovations-getrieben im Vordergrund.
Die globalen Megatrends wirken sich auch im Einzelnen auf die Länder aus.
- Schneller Technologie Trend, konvergente Technologien wie Nano- und Biotechnologie
- Weitere Globalisierung
- Wichtigere Rolle der menschlichen Ressourcen
- Innovations-basiertes Wachstum
- Nicht voraussehbare disruptive Innovationen
Russlands Stärken wie die natürliche Ressourcen, das grosse Territorium, das "Human Capital" und die multikulturelle und multinationale Ko-Existenz eröffnen neue Möglichkeiten:
- Nutzung der strategischen Ressourcen
- Vorteilhafte Lage: Transit von Gütern zwischen Europa und Asien
- Aufschliessen durch Imitationen
- Energie und Material Einsparungen durch Technologie, besseres Management und Kosteneffizienz
Doch es gibt auch Gefahren, welche diese Potentiale einschränken:
- Korruption, von Polizei über Regierung bis zur Wirtschaft
- Ineffiziente Institutionen
- Steigende soziale Kluft
- Uneinheitliche regionale Entwicklung
- Isolation von entwickelten Ländern
- Globale Wirtschaftskrise
- Tiefe Öl und Gas-Preise
- Alternative Energie Quellen (im Sinne von "Konkurrenz")
- Geringe Innovationsaktivitäten
4th European Futurists Conference: Brasilien hat mehr als Samba und Karneval zu bieten!
Die Verschiedenheit wird hier nicht als Problem wahrgenommen, sondern als Lösung. Ein Land der Paradoxe!
Brasilien bietet die vier F's als wichtige Rohstoffe:
- Food (Essen)
- Feed (Futter)
- Fiber (Fasern)
- Fuel (Treibstoff)
Daneben hat Brasilien 14% des weltweiten Frischwassers und 22% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche weltweit auf seinem Territorium. Interessant: 8 of 10 Brasilianer leben in der Stadt, es gibt viele nicht besiedelte Flecken.
Was in Brasilien aktuell passiert und in der Zukunft einen "Footprint" hinterlassen wird.
- Landwirtschaftliche Technologien
- Ergiebige natürliche Ressourcen
- Erweiterte Bio-Treibstoff Technologien
- Öl Selbstversorgung möglich
- Informelle Märkte als Opporutnität
- Wachsende Mittelklasse
Brasilien hat einige Vorteile gegenüber anderen (Produktions)standorten zu bieten:
- Stabile Wirtschaft
- Kulturelle Vielfalt
- Einheitliche Sprache (Portugiesisch)
- Starke Währungsreservern
- Mehr als 80% der Firmen sind profitabel
- Inflation sinkt auf 5-6%
- Tiefste Arbeitslosenquote (7.6%)
- Regierungsprogramme zur sozialen Entwicklung
- 400 Millionen Hektaren unbenutztes Land
- Riesige Süsswasser Vorkommen - das blaue Gold
- Amazonas - die grüne Lunge der Welt
Aber es gibt auch Unsicherheiten:
- Das wirtschaftliche Wachstum ist tiefer als in China und Indien
- Der Protektionismus in entwickelten Ländern steigt
- Fehlende Investition in die Infrastruktur
- Aufforstung
- Hohe Inflation
- Hohe Steuern, wenig Leistungen dafür
Die brasilianische Rednerin hat einen ganz wichtigen Aspekt aufgeführt, welcher in den vorherrschenden Diskussionen zum Thema Zukunft gerne ausgeklammert wird - Lebensqualität, Zufriedenheit, Spiritualität! Dies fördert die Entwicklung des Individums und des Landes, bringt Kreativität in die Ökonomie und führt zu einer "besseren" Gesellschaft.
Dienstag, Oktober 28, 2008
4th European Futurists Conference: Mittelfristige Herausforderungen für Indien und China
Starten wir mit einigen Aussagen zu China, gemeinhin auch als "die globale Herstellungsfabrik" bezeichnet.
- in den nächsten 10 Jahren im Durchschnitt 7-8% Wachstum des Brutto Sozialprodukts.
- 250 Millionen Internet User und 440 Millionen Mobiltelefonnutzer.
- Ein wichtiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft.
- Hochqualifizierte Talente.
Dies zeigt auf, dass China in Bewegung ist. Doch das bringt auch Schattenseiten mit sich.
- Die soziale Entwicklung steht hinter der ökonomischen Entwicklung zurück.
- Die Umwelt wird in Mitleidenschaft gezogen (Pollution).
- Es gibt Issues im Bereich der natürlichen Ressourcen (Wasserbedarf) und des Energiebedarfs.
- 700 Millionen Farmers in ländlichen Gegenden sind immer noch weit hinter den chinesischen Städten zurück und kämpfen mit Problemen wie Nahrungssicherheit und Arbeit.
Nehmen wir Indien genauer unter die Lupe, denn: Alles was man über Indien sagt stimmt - und das genaue Gegenteil trifft auch zu.
- Eine wichtige Errungenschaft von Indien ist die Demokratie, es gab 15 Wahlen seit 1951, mit einer höheren Wahlbeteiligung.
- NGOs sind gut vertreten und decken die Bereiche ab, welche die Regierung nicht adressiert.
- Die Presse bietet ein breites Spektrum an Meinungen, jedoch nimmt der "sell out" der Medien zu.
- Die grosse Population von 1.1 Milliarden, was einem Sechstel der Menschheit entspricht, bringt eine stetige Arbeitskraft.
- Die Inder haben die so genannte "ability to adjust", sprich: wenn nötig werden auch 12 Inder in einem Auto versorgt, obwohl dieses nur für 4 gemacht ist.
- Indien hat 27 Sprachen mit über 700 Dialekten! Es gibt rund 315 Millionen Personen in Indien, die nicht lesen können. Vielerorts wird gelesen, doch oft bei Mondlicht oder bei Kerosin Lampen.
Die Schwächen von Indien sollen nicht verschwiegen werden:
- Aufgrund der alten Tradition wird die Zukunft zu wenig gestaltet.
- Vorhandener Chauvinismus, regional und religiös - oft begleitet von Vandalismus und Gewalt.
- Das Frauen-Männer Verhältnis ist nicht ausgeglichen.
- Die öffentliche Versorgung ist oft unzureichend.
- Fast 40% der Inder leben unterhalb der Armutsgrenze! Der Graben zwischen Arm und Reich wird nicht kleiner.
- Es besteht hoher Abstimmungsbedarf zwischen Polizei und Behörden.
- Neue Politiker werfen alles über den Haufen, was die vorherige Regierung gemacht hat - auch die guten Dinge.
Mehr über die Perspektive von Indien in einer Studie der deutschen Bank (pdf).
4th European Futurists Conference: Jerome C. Glenn's Global Framwork für eine bessere Zukunft (Millenium Project)
Let's face it: Auch wenn die Welt sich laufend verbessert ist immer noch die Hälfte davon potentiell instabil. Wir müssen deshalb wichtige Transitionen oder zumindest deren Voraussetzungen dafür schaffen.
Einige Beispiele dazu:
- Von Frischwasser Landwirtschaft zu Salzwasser entlang der Küstenlinien
- Von Benzin Antrieb zu elektrischen Batterien
- Anstatt Tiere für Fleischbedarf zu züchten könnten diese direkt aus genetischem Material hergestellt werden - wir brauchen nicht das ganze Tier, sondern nur Teile davon - "In vitro meat" als Alternative.
- Von lokaler Tag/Nacht Elekterizitäts Produktion zu einem orbitalen solaren Satelliten System umschalten, um die Energie Grundlast der Welt zu managen
- Von lokalen Entscheiden zu globaler Ethik für Entscheidungsfindungen
Das Framework beinhaltet folgende Elemente, mehr dazu auf Youtube.

Pasted from <http://www.millennium-project.org/millennium/challeng.html>
- Wie kann nachhaltige Entwicklung für alle von uns erreicht werden?
- Wie kann jedermann genug sauberes Wasser ohne Konflikt haben?
- Wie kann das Wachstum und die Ressourcen ins Gleichgewicht gebracht werden?
- Wie kann Demokratie bei autoritären Regimes entstehen?
- Wie können Policies sensitiver auf globale Langzeit Perspektiven ausgerichtet werden?
- Wie kann die globale Konvergenz der Information und Kommunikationstechnologien für jedermann funktionieren?
- Wie können ethische Marktökonomien dafür genutzt werden, den Graben zwischen Arm und Reich zu überbrücken?
- Wie kann die Bedrohung von neuen und wiederaufkommenden Krankheiten und immunen Mikroorganismen reduziert werden?
- Wie kann die Entscheidungskapazität verbesserst wenn die Art der Arbeit und Institutionen sich ändern?
- Wie können gemeinsame werte und neue Sicherheitsstrategien ethnische Konflikte, Terrorismus, Einsatz von Massenvernichtungswaffen reduzieren?
- Wie kann der sich verändernde Status der Frau den menschlichen Zustand verbessern?
- Wie kann das transnationale organisierte Verbrechen gestoppt werden, ein mächtiges und entwickeltes globales Unternehmensnetzwerk zu werden?
- Wie kann der wachsende Energiebedarf sicher und effizient
- Wie können die Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie genutzt werden, den Zustand der Menschen zu verbessern.
- Wie können ethische Überlegungen routiniert in globale Entscheidungen integriert werden?

Fragen, auf die wir Antworten finden müssen!
4th European Futurists Conference: food for thought!
Die letzten zwei Tage habe ich mich mit unserer Zukunft beschäftigt. Ich konnte eine der beschränkten Studentenplätze für die "4th European Futurists Conference" in Luzern ergattern, der reguläre Preis von 1900 CHF hätte mein Budget dann doch gesprengt ;-).
Zwei sehr spannende Tage, die sich mit dem Ausblick der BRIC Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) ins 2018, der Zukunft der Energie- und Wasserversorgung, Krieg, Kriminalität sowie den Erwartungen für Europa beschäftigen.
Konferenzen sind aber auch sehr anstrengend, den ganzen Tag zuhören, schreiben, diskutieren, mitdenken und verstehen fordert einen wachen Geist. In den folgenden Beiträgen werde ich die Referate kurz darstellen und das gehörte nochmals reflektieren und verarbeiten.
The future is bright, but the future is now!
Samstag, Mai 12, 2007
Location based services - zentrales Element in naher Zukunft
Location based services, die Verbindung von Standortdaten mit lokalen Informationen, sind ja nichts Neues, werden aber zunehmend wichtiger.
Ich habe unsere Amerika Reise mit all den im Internet verfügbaren Google Maps und Mashups geplant:
- von Hotels und Restaurants (natürlich mit Bewertungen von früheren Kunden),
- Kinos mit dem aktuellen Programm,
- Sehenswürdigkeiten,
- günstigsten Benzinpreisen,
- Gratis WLAN Zugang,
- schönste Sonnenuntergänge in San Francisco,
- Subway Verbindungen in New York,
- aktuelle Verkehrsmeldungen und Behinderungen durch Strassenumbau,
- Fitnesscenter,
- Gang Territory,
- aktuelle Events,
- Newsmeldungen und Wetter
- bis zu den Celebrities in Beverly Hills!
Und ganz ehrlich: ich habe auf alles eine Antwort gefunden! Dies macht die offene Schnittstelle der Google Maps möglich, welche sich einfach mit Informationen aus anderen Systemen verbinden lässt.
Soweit so gut, aber wirklich brauchbar wird das erst wenn ich diese Informationen über EINE zentrale Oberfläche aufrufen kann und nota bene dann, wenn ich vor Ort bin! Telekommunikationsfirmen sind Gatekeeper für die wichtigsten Wegweiser der location based services, den Handys. Und ich hoffe, dass auch Swisscom diesen Trend erkannt hat und bald solche Dienste anbieten wird!
Eben, da sagt mir doch der Google-Style mehr zu!