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Freitag, Juni 25, 2010

Business Case Study – Kundennähe von Küchen Quelle als Beispiel für Erfolg trotz Krise

Wirtschaftskrise – das Aus für den deutschen Quelle Versandhandel

Das Jahr 2009 war heftig. Die Immobilienblase aus den USA hat den globalen Finanzmarkt in eine tiefe Depression gestürzt, nebst den monetären Verlusten wurden auch viele Firmen schmerzlich durchgeschüttelt. Dazu gehörte auch das deutsche Versandhaus Quelle, welches zur Primondo Gruppe gehört. Ende letzten Jahres musste dieses die Segel streichen und Insolvenz anmelden. Das Inventar wurde verhökert, und die Marke wurde vom Versandhaus Otto übernommen.

Küchen-Quelle findet neue Investoren und bleibt erhalten

Doch ein Teil des Unternehmens bleibt operativ: Als Phönix aus der Asche stieg Ende November letzten Jahres die Küchen-Quelle hervor. Der Küchengerätehersteller Fackelmann, ein regionaler Baustoffmarktbetreiber aus Fürth, ein Investor aus Zirndorf sowie Bernd Warnick, der frühere Quelle-Bereichsleiter von Küchen-Quelle, machten es möglich. Damit wurden rund 150 Arbeitsplätze bei Küchen-Quelle und weitere 250 Jobs bei Zulieferern gerettet. In diesem Jahr will man 60-70 Millionen Euro Umsatz generieren, mittelfristig sollen es sogar 100 Millionen Euro sein.

Anschauungsbeispiel: Erfolgsfaktor Kundennähe und Service

Dem Leser stellt sich die Frage, warum dass Küchenquelle überlebt hat und die anderen Teile des Unternehmens eingestampft wurden. Es wird Wert auf persönliche Beratung gelegt, der Servicegedanke steht im Vordergrund. Über eine halbe Million Küchen wurden bereits geplant in den letzten 30 Jahren. Das Unternehmen hat nach der Wiederauferstehung auch einiges vor: 600.000 Kataloge, jeweils 116 Seite stark, werden an potenzielle Kunden verteilt, 100.000 haben diesen bereits erhalten – was zu einer Sogwirkung und verstärkter Nachfrage geführt hat. Es mussten sogar neue Planer eingestellt werden.


Attraktive Küchen in großer Vielfalt im Angebot

Wenn man nun die Makrosicht verlässt und das im eigenen Mikrokosmos unter die Lupe nimmt, sticht mir Folgendes ins Auge: Die Webseite lädt zum Erkunden ein, auch barrierefreie Küchen gibt es im Angebot. Wenn ich mir dann das breit gefächerte Sortiment von Trend-Küchen, Classic-Küchen und Landhaus-Küchen anschaue stehe ich vor der Qual der Wahl.




Und hier kommt der Erfolgsfaktor von Küchen Quelle zum Tragen: Der kostenlose Planungsservice hilft direkt zu Hause bei der Auswahl der Einbauküchen und bietet ein breites Spektrum an Mustern. So können Farben, Oberflächenbeschaffenheit und Griffe in den eigenen vier Wänden getestet und ausgewählt werden. Auf der anderen Seite können die erfahrenen Berater wiederum die räumlichen Möglichkeiten der neuen Küche optimal berücksichtigen.

Aus meiner Warte hat Küchen-Quelle die Voraussetzungen, im immer noch rauen deutschen Klima wieder Halt zu finden und auf der 30 jährigen Erfolgsgeschichte aufzubauen.

Samstag, Juli 25, 2009

"Häsch mer en Stutz?" - 9 ways to get money in the free falling economy

A friend of a friend is running a little bookstore in Mississippi. Things are not going well, even though the place is a hidden gem. Let's blame the economy, and maybe there are other parts of the business which can be improved. We'll be working on those.

The most important thing right now is to keep the store up and running for the next months, to get enough time for the turnaround. Friends already invested in the business, and I was doing some research to find other options. (Sidenote: If you have a couple hundred or thousand bucks to invest, feel free to drop me a line and I'll be more than happy to connect you with the owner.)

I stumbled across P2P Lending, which spells "People-to-People lending". This sounds fancy, but it is a not so new concept. Actually it's one of the oldest foundations of our society - I would even call it the ancestor of the present fucked up banks.

Basically, one person lends money to another person and get's it back after a certain time with a little interest. In my opinion this upcoming concept has (again) a lot of potential for the future, as it cuts out the middleman (almost) and let people decide where to invest.

I put a list of the sites together, where you can either raise money for your business or lend money to a business owner. Many of them focus on developing countries, where a little investment can make a huge difference in the life of a family.

Have you already done your good deed today? If you don't, it's just a click away.

  1. http://www.virginmoney.com
  2. http://www.lendingclub.com
  3. http://www.prosper.com
  4. http://www.zopa.com
  5. http://www.myc4.com
  6. http://www.kiva.org
  7. http://www.microplace.com
  8. https://www.greennote.com
  9. http://www.rangde.org

Mittwoch, Juli 08, 2009

Facebook Fan Page - How to ... und warum es sich für Dich lohnt

Es ist an der Zeit, aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen! Ja, genau DU bist angesprochen. Hast Du schon eine Facebook Fan Page eingerichtet? (Falls Dir der Begriff Facebook nichts sagt oder Spanisch vorkommt, bitte zuerst hier reinschauen). Ich wette dies ist nicht der Fall. Für was auch, magst Du denken. Nun, darauf komme ich gleich zu sprechen. Wenn Du meine Überzeugungsversuche nicht abwarten kannst, hier gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung und los geht's.

Facebook Fan Seite - Bringe Deine Botschaft unter die Leute und schaffe Interaktionen
Eine Facebook Fanseite eignet sich für alle diejenigen, welche irgendetwas online publizieren möchten und mit ihrem Umfeld in Interaktion treten wollen. Also annähernd jedermann.

Damit kann man eine umfassendere Online Präsenz, bessere Suchengine Rankings, virales Marketing, Mund zu Mund Propaganda, höherer Bekanntheitsgrad, eine verstärkte Interaktion mit der Zielgruppe, ja sogar mehr Umsatz und ein besseres Image erreichen.

Es gibt unzählige Anwendungsbeispiele, von was man Fan werden kann, hier ein paar Ideen:

Sobald jemand ein Fan der Seite wird, erscheint einerseits diese Information im Netzwerk des neuen Fans, und damit erhöhst Du die Chance, weitere Mitglieder aus dessen Netzwerk zu gewinnen.

„Content is king“, sprich nur wer etwas sagt wird auch gehört
Die Facebook Fan Seite sollte als Ausgangspunkt und Sammlung für Verweise auf weitere Inhalte dienen (bspw. Link auf Website, Fotos, Logos, Diskussionen, Events, ...). Und genauso wichtig wie die Präsenz auf Facebook selbst ist die Verlinkung von bestehenden Plattformen wie der eigenen Webseite zur Facebook Fan Seite!

Wenn Du beispielsweise einen Event planst, kannst Du diesen auf Deiner Fanseite veröffentlichen. Sobald sich jemand für die Teilnahme am Event registriert, wird das automatisch auch bei dessen Freunden angezeigt, und Du kannst die Reichweite erhöhen. Ein Event kann eine Party sein, aber auch einfach ein bestimmter Termin, den es vorzumerken gilt - wie der Brüno Kinostart diesen Freitag.


Wer Budget für Promotionen hat, der kann seine Seite auch mit spezifischer Werbung bekannt machen. Als Beispiel könnte eine Facebook Fanseite zum Thema „Lubex Anti Aging“ gezielt bei kaufkräftigen Frauen zwischen 30 und 45 Jahren in Ballungsgebieten promotet werden.

„Wenn man Spass an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.“ Gerhard Uhlenbruck
Menschen wollen spielen und Spass haben. Wenn Du Deine Facebook Fan Page erstellst und pflegst also ruhig einen Wettbewerb einbauen, ein kleines Quiz, eine Verlosung mit Preisen.

Und genauso wichtig ist der Dialog mit den Leuten auf der Facebook Fanpage. Wenn jemand einen Kommentar macht oder eine Frage stellt, gilt es darauf einzugehen. Um das Eis zu brechen dürfen ruhig eigene Mitarbeiter oder Freunde motiviert werden, einen Kommentar abzugeben.$

Auf was wartest Du? Einfach hier klicken und loslegen.

Experten Runde im Social Media Strategie Kuchen
Nebst den Facebook Fanseiten gibt es auch die Facebook Gruppen, hier ein Vergleich der Kommunikationskanäle Facebook Groups und Facebook Fan Page auf Englisch. $

Wer sich im Social Media Kuchen tummelt, der sollte auch prüfen ob er auf MySpace, Twitter, LinkedIn, XING etc. aktiv sein will.

Mein Tipp: klein starten, laufend wachsen und die Plattform nutzen wo man sich zu Hause fühlt und den grössten Teil der Community erreichen kann. Im deutschsprachigen Business Umfeld ist dies vielleicht XING, für den internationalen Musiker MySpace etc.

...und wie gesagt, die BIDIREKTIONALE Verlinkung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, sprich dass man von Seiten ausserhalb der Facebook Seite auf Eure Fanpage aufmerksam wird. Dafür lassen sich solche Badges erstellen und einbinden, mit einem Klick ist man dann "drin" :-).

Webonomy's Facebook Page
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Reto Stuber's Profile
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MyDeals.ch's Facebook Page
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Sonntag, Mai 17, 2009

Buch: What would Google do? (Jeff Jarvis)

Rumblättern hier oder besser gleich die Präsentation auf Youtube reinziehen (1 Stunde). Lerne von den Besten, lautet das Credo.

Take aways:
  • Unternehmen stehen immer öfters vor der Identitätskrise: Welchen Mehrwert bieten sie wirklich und was ist der Erlös dahinter?
  • Beta! Prototyp! V0.x! Wer erwartet heute denn schon, dass alles im ersten Wurf perfekt ist? Google News war 3 Jahre lang im Beta Test unterwegs.
  • Get small. Think big.
  • Schöpfe das Minimum an Ertrag ab, um die maximale Grösse und den maximalen Mehrwert zu erreichen.
  • Die Netzwerke existieren bereits, finde das zu Deinem Business passende.

Montag, Mai 11, 2009

Buch: Awakening the Entrepreneur within – how ordinary people can create extraordinary companies (Michael E. Gerber)

Diese Buch hat mich angelacht. Aufgemacht in bester Ratgeber Manier schrie es mir aus dem Regal zu: „Nimm mich, lass die alten abgegriffenen Klassiker links liegen!“ Ich sollte bald merken dass dies eine gute Wahl war. Hier geht's zum Schmökern.


Michael E. Gerber war mir kein Begriff. Ich las, dass er die „E-Myth“ Bücher, Entrepreneurship Märchen sozusagen, geschrieben hatte und eine weltweit anerkannte Koryphäe hinsichtlich Unternehmertums ist. Davon zeugten die 14 (!!!) einleitenden Seiten, wo er sich von seinen Kunden und Buddies bauchpinseln lässt.

Doch was er selbst zu sagen hat zeugt von seine Kompetenz. Ein Unternehmer ist aus seiner Warte eine gespaltene Persönlichkeit, die folgende Charaktere in sich vereint (oder die notwendige Unterstützung zur Komplettierung dieser Rollen anschafft).
  • Der Träumer
  • Der Denker
  • Der Erzähler
  • Der Leader
Der Traum des Träumers kommt zu uns als Licht, in welches wir nicht wagen, direkt hineinzuschauen – aus Angst, dass wir ihm nicht standhalten mögen. Und doch wissen wir, dass sich etwas Grosses dahinter verbirgt. Zu esoterisch? Genau deshalb übernimmt nun der Denker die Arbeit. Herauszufinden wie der Traum laufen lernen kann ist seine Aufgabe. Mission acomplished, früher oder später, und der Erzähler muss die frohe Botschaft unter das Volk bringen. Und wenn der Karren ins Rollen gebracht worden ist braucht es den Leader, der diesen steuert und die Verantwortung für den Erfolg des Unterfangens trägt.

Der Traum des eigenen Unternehmens muss genährt werden, dream big! Ein Blatt mit den vier Dimensionen Visualisierung, Emotionalität, Funktion und Finanzen sollte immer im Hosensack platz haben – um Notizen zu machen, falls die Kreativität wieder mal zuschlägt und einen Geistesblitz hinzaubert.

Das Unternehmen selbst wird durch die sieben Zentren der Management Attention gesteuert:
  • Leadership
  • Marketing
  • Money
  • Management
  • Client Fulfilment
  • Lead Generation
  • Lead Conversion
Die Aufgabe ist nun ganz einfach: der Unternehmen muss wissen was er will, die vier Charaktere nehmen ihre Aufgabe wahr und steuern mit den 7 Zentren der Management Attention im Sinne von Werkzeugen den Erfolg des Business.

Sonntag, Mai 10, 2009

Buch: All Marketers are Liars – The power of telling authentic stories in a low trust world (Seth Godin)

Marketing fasziniert mich, immer wie mehr. Deshalb habe ich mir Seth Godin's Buch näher angeschaut. Das hier ist keine Rezension und Zusammenfassung, aber ein paar wichtige Erkenntisse habe ich mir notiert. Schmökern ist hier erlaubt.

Some quotes:
  • People stick to their initial judgments
  • Don't try to change peoples world views
  • All have different worldviews – find one you want to address
  • Tell stories – but tell them to yourself first, to see if they are compelling
  • Stories have to offer something (e.g. shortcut, miracle, money, social success, safety, ego, fun, pleasure, belonging,…)
  • Stories don’t feature good quality or a better price!
In a nutshell:
  1. Which world view are you addressing?
  2. Which frame are you using?
  3. What’s the story that’s worth noticing?
  4. How will you live your story?
  5. What hard decisions are you willing to make in order to keep your story real and pure and authentic? Compromise is the enemy of authenticity.
  6. What are the shortcuts your fans can use to tell the story to their friends? How can you help them frame that story?
  7. How can you radically change your product and service so that the story is natural and obvious and easy to tell?
  8. What’s the value of your permission asset?

Samstag, September 06, 2008

The long tail - anschaulich erklärt

Ich hatte das Vergnügen, anfangs Jahr an einem Workshop von Alex Osterwalder teilzunehmen. Eine tolle Erfahrung, und seit kurzem befasse ich mich auch intensiver mit dem Thema "Business Modell Design".

Den Blog von Alex kann ich vorbehaltlos empfehlen, und seine Präsentation zum Thema "Long tail" zeigt das Phänomen anschaulich auf.

Long Tail Business Models
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Montag, August 18, 2008

Mittwoch, August 06, 2008

Ich bin reich!

So eine genial-doofe Geschäftsidee, eine iPhone Applikation, die viel kostet und nix bringt - ausser Status.

"Not for everyone! The red icon on your iPhone or iPod touch always reminds you (and others when you show it to them) that you were able to afford this. It's a work of art with no hidden function at all. After pressing the (i) on the main page, a secret mantra will be shown. This may help you to to stay rich, healthy and successful." Kostenpunkt 999 $, resp. 1099 CHF.

Sonntag, Juli 20, 2008

Business Lesson learned: Begnadige nicht nach Sibieren

Im Rahmen eines Projekts musste ich eine Bestellung von grösserem Umfang freigeben lassen. Mit dem Lieferanten war alles geklärt, die Verträge aufgesetzt, Preise verhandelt, Service Level vereinbart, Konditionen geklärt, etc. Dem erfolgreichen Abschluss sollte somit nichts mehr im Wege stehen - dachten ich und meine Kollegen.

Bei der internen Freigabe lernte ich aber nochmals eine Lesson. Die Klausel über die Kündigungsmodalitäten hatte Interpretationsspielraum in sich. Folgende Analogie zeigt diesen Spielraum gut auf: Heisst es nun „Begnadige, nicht nach Sibirien.“ oder „Begnadige nicht, nach Sibirien.“ Nur eine Frage der Interpunktion, aber ein gewichtiger Unterschied für den Betroffenen der es Aussitzen muss.

Nun ist auch dies für meine „Nachfolger“, die in ein paar Jahren den Vertrag neu verhandeln, klar und nachvollziehbar definiert.

Donnerstag, Juli 10, 2008

Microsoft WPC08: Question based selling

"Wer fragt, führt", sagt eine alte Managerweisheit. Was passiert wenn Dich jemand am Abend, nach einem langen Tag anruft, und etwas verkaufen will? Genau, der Gedanke "bitte verschone mich" schiesst blitzschnell durch den Kopf. Dabei ist es für den Verkäufer natürlich schwierig, mit jemanden der nichts über sich sagen will und das Gegenüber auf Armlänge entfernt hält eine produktive Diskussion zu führen.


Da hat er recht, der Thomas A. Freese! Seit 17 Jahren in Sales und Management tätig, die Sales Ziele sieben Jahre in Folge um mehr als 200% überschossen. Etwas musste er somit richtig machen, also entwickelte er das http://www.qbsresearch.com/ Verkaufskonzept.


Das erste Buch von Tom heisst "Secrets of Question based selling - How the most powerful tool in business can double your sales results". Es folgte "It only takes 1% to have a competitive edge in $ales - Top performers aren't a 100% better in any once area, they're better in hundreds of areas 1%". Der dritte Streich heisst "The new era of salesmanship - bringing the art of selling into the 21st century", und das vierte Buch hatte dann mit Verkaufen weniger zu tun, dafür mit dem wichtigsten Mittel des Verkäufers umso mehr, der zwischenmenschlichen Kommunikation - Titel: "The question based parent" ;-).


Das Handwerk des Verkaufens ist die eine Sache (Leads generieren, Opportunities qualifizieren, Abschlüsse machen,...) - die andere ist, wie sich der Verkäufer damit von der Konkurrenz abhebt. Was ist die Strategie, um jemanden dazu zu bewegen, etwas mit Dir zu teilen? Wenn der Kunde kein Bedürfnis hat kann der Verkäufer auch keinen Mehrwert bringen. Der klassische Verkaufsansatz ist es, die Lösung für das eine Problem anzuwenden. Tom's Ansatz: Auf Basis des offensichtlichen Problems des Kunden weitere Issues gemeinsam "entwickeln" und zum "trusted advisor" zu werden. Erfolg im Geschäft hat mit guten Beziehungen zu tun!


Es ist wichtig, eine gute (Verkaufs)Story zu haben. Die Frage ist, wie man die Leute dazu bringt, diese zu hören. Wenn ein Verkäufer eine Nachricht auf der Voicemail hinterlässt ist dir Rückrufrate michkrige 2-5%. Grund: Generische Voicemails mit altbekannten Buzzwords sind öde.


Wie macht man es besser? Die Leute reagieren dann auf Voicemails, wenn es eine Verpflichtung gibt (wenn der Chef eine Nachricht hinterlässt) oder sie neugierig gemacht wurden.


Hier ein Beispiel: Guten Tag, mein Name ist XY von der Firma Z. Ich hatte gestern eine Diskussion zum Thema 1 mit meinem Kollegen. Dabei kam ihr Name und der Issue sowieso auf. Deshalb wollte ich sie proaktiv anrufen, wir werden am Freitag eine Telefonkonferenz dazu haben und ich wäre um ihre Meinung dazu froh...

Mehr Artikel dazu gibt es hier.

Donnerstag, Mai 15, 2008

Der Microsoft-Yahoo Deal geht in die nächste Runde

Yahoo hat Microsoft die kalte Schulter gezeigt, als diese eine Übernahme anstrebten. Meiner Meinung nach ein kausaler Fehler, denn die Durschlagskraft der zwei zusammen hätte die Industrie ganz schön durchgeschüttelt.

Der Milliardär Carl Icahn, bisheriger Member of the board, sieht das auch so und hat heute seine Absicht unterstrichen, den bisherigen Verwaltungsrat von Yahoo abzusetzen und ein neues Board einzusetzen, um den Deal doch noch durch zu bringen. Good luck, mehr hier.

Donnerstag, November 29, 2007

Dwight E., mein Held - Selbstmanagement mit "Wichtig vs. Dringlich"

Der frühere US Präsident Dwight Eisenhower hat ein System zur Priorisierung von Aufgaben entwickelt. Ich habe mir dieses verinnerlicht und im praktischen Einsatz durchs Band weg positive Erfahrungen gemacht.

Mich begleitet ständig ein Blatt Papier, wo ich die anstehenden Aufgaben priorisiere, ohne den Draht zu den langfristigen Zielen zu verlieren.

Kern ist, dass Aufgaben in den Dimensionen "Wichtig" und "Dringlich" priorisiert werden. Mehr Details dazu hier.

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Danke, "Heute" von gestern!

Im „Heute“ vom 16.10.2007 auf Seite 27,
die Beiträge zu Betty Bossi gibt's hier.

Montag, Oktober 15, 2007

Betty Bossi rockt - oder warum eine Roadmap wichtig für den Erfolg ist - Part III

Der frische Wind bei Betty Bossi hat den Staub aus den Regalen gefegt. Dafür brauchte es Folgendes:

  • Wechsel im Management im 2000, seit 2001 jedoch kein Wechsel mehr
  • Wechsel im Aktionariat
  • Wechsel im Verwaltungsrat
  • Neue Unternehmenskultur
  • Veränderung der Kundenstruktur (Kooperation mit Coop führte zu Kündigungen von Abonnementen der Printprodukte)
Ein Vergleich der Kennzahlen von 2000 und 2006 zeigt, dass dies der richtige Entscheid war. Der Fisch fängt bekanntlich am Kopf an zu stinken ;-). Der Erfolg kann sich sehen lassen, die erfolgreiche Geschichte setzt sich fort.
  • Anzahl Mitarbeitende verdreifacht (plus 200%)
  • Reine Ideenfabrik, alles andere outgesourct (Fokus auf Schnittstellenmanagement)
  • Umsatz +60% (Convenience Produkte laufen direkt über Coop, Betty Bossi erhält Lizenzgebühr)
  • Gewinn +100%
  • Rendite +50%
  • In allen Aktivitäten ist Betty Bossi die Nr. 1 im jeweiligen Segment.
  • Der Marketingpreis der "Gesellschaft für Marketing" ging im 2006 an Betty Bossi (Vorgänger waren Nespresso und Swatch)

Die Beteiligung an Betty Bossi ist nun zu 50% bei Coop (war Bedingung bei der Zusammenarbeit) und 50% bei Ringier.

Als Konsequenz des Erfolgs ist Betty Bossi nun nicht mehr nur beim Kochen nach Rezept am Wochenende ein Thema, sondern dank Convenience Food wieder zu jeder Zeit!

Sobald ein Segment profitabel ist will Betty Bossi noch weitere (Sub)Zielgruppen erschliessen, so stehen Vegetarier, Allergiker und Liebhaber asiatischer Produkte auf der Watchlist.

Erfolgsfaktoren in diesem spezifischen Fall waren die Folgenden:

  • Marke Betty Bossi
  • Fokus auf Kulinarik
  • Mitarbeiter / Kulturwandel (Lust auf Veränderung)
  • Einfache Strategie, die immer verständlich für Mitarbeitende ist (7 Tage in der Woche
  • Essen die Menschen - Betty Bossi will immer dabei sein)
  • Marketing Approach (wie wurden Produkte lanciert)
  • Outsourcing (nur Ideenfabrik, HR, Finance, Logistik etc. ist outgesourct)
  • Gelinggarantie der Produkte
  • Exzellenz (Produkt fertig entwickelt und zufrieden -> was könnte noch besser gemacht werden?)

So macht man das!

Betty Bossi rockt - oder warum eine Roadmap wichtig für den Erfolg ist - Part I

Wie im letzten Beitrag ausgeführt stand Betty Bossi vor der Entscheidung, langsam dahinzusiechen oder nochmals mit einem Ruck den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Im Rahmen der strategischen Zukunftsoptionen wurden verschiedene Projekte definiert, die eins gemeinsam hatte: der Payback muss innert 3 Jahren erfolgen.

Ein Vergleich des Leistungsmix aus dem Jahr 2000 mit dem vom 2006 gibt einen Eindruck:

2000: Betty Bossi Zeitung, Kochbücher, Spezial-Artikel, Kochschule, kulinarische Beratung

2006: alles was es im 2000 auch bereits gab,

  • plus Internet (heute eine der grössten eCommerce Plattformen der Schweiz),
  • al dente (TV Sendung - 500-800'000 Zuschauer am Montag Abend um 20 Uhr plus Magazin 4x Jahr als Beilage in der Schweizer Illustrierte),
  • Idee Betty Bossi mit Coop (Frisch-Convenience Food, ready to eat-heat-cook - 600 Mio Umsatz, über 50% Marktanteil in diesem Bereich in der Schweiz),
  • bossi (Crossmedia - Printausgabe mit online Plattform für "Fast casual" Zielgruppe),
  • kulinarische Fabrik,
  • Contentservice für Dritte (bspw. für Ringier Verlag, Rezepte, Kochbücher für Dritte),
  • Lizenzvermarktung (Betty Bossi in China unter "Betty's Kitchen", Tupperware vertreibt Produkte, Bodum Kooperation)

So diversifiziert man!

Betty Bossi rockt - oder warum eine Roadmap wichtig für den Erfolg ist - Part I

Betty Bossi kannte ich schon als Kind und heute ist der Bekanntheitsgrad nochmals sprunghaft gestiegen. Der CEO, Walter Lüthi, gab mir am Microsoft Partner Executive Event die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und die Entwicklung der letzten 7 Jahre dieser Marke aus der Nähe zu sehen.

Doch alles schön der Reihe nach: Früher wurde jeden Tag das Mittag- und Nachtessen nach Rezepten gekocht - heute ist dies nur noch am Wochenende der Fall. Viele andere Firmen haben zur Jahrtausendwende die Betty Bossi Rezepte konkurriert, nicht zuletzt das Internet.

Der traditionellen Zielgruppe gehören1.4 Millionen Schweizer an - doch diese nimmt stetig ab. Dazu kommen weitere 1.4 Millionen in der wachsenden "Fast Casual" Kategorie - wenig Zeit, aber hohe Ansprüche.

Betty Bossi will die Menschen mit der Vision "Betty Bossi ist jederzeit für alle (Familie, Freunde und Bekannte) die Nummer 1 beim Kochen und Geniessen" ansprechen. Doch mit den klassischen Rezepten war das nicht mehr möglich.

Auf der Lebenszykluskurve stand Betty Bossi im Jahr 2000 auf dem absteigenden Ast. Es gab zwei Möglichkeiten: Optimieren um den Abschwung zu verlangsamen - oder eben Innovationen rein bringen. Nach einem Wechsel im Management war klar, dass Innovationen das Rezept sind.
Doch wie wurden diese nun umgesetzt? Dazu mehr in Kürze ;-).

Sonntag, Oktober 14, 2007

Der Mensch im Chef

Jochen Mai hat ein paar ganz interessante Aussagen aus diversen Umfragen zusammen gestellt, wovon ich hier ein paar rauszupfe.

  • Vier von fünf deutschen Managern arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche, 96 Prozent arbeiten auch am Wochenende.
  • 87 Prozent setzen auf den Ausgleich durch Familienleben und Partnerschaft, 70 Prozent dagegen auf Schlaf.
  • 75 Prozent der Manager geben zu, mit Hilfe von E-Mails ihre Geschäftspartner oder Kollegen zu belügen.
  • Rund 76 Prozent der deutschen Manager ist ihre persönliche Reputation im Internet wichtig bis sehr wichtig. 15 Prozent gestalten sie bereits aktiv mit.
  • 80 Prozent der deutschen Chefs aus der mittleren Führungsebene sind Duckmäuser und Anpasser. Nur jeder Fünfte traut sich, eindeutig Position zu beziehen.
  • Promovierte Führungskräfte verdienen jährlich rund 13.000 Euro mehr als solche, die keinen Doktortitel besitzen.
  • Die Frauenquote im Management von Grossunternehmen liegt bei knapp 12 Prozent, bei mittelständischen Unternehmen sind es 17 Prozent.
  • 36 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen geht ihr Boss vor allem montags auf die Nerven.

Wollen wir nun über sie richten, die arbeitswütigen, Familien-vernachlässigenden, taktierenden, nicht immer alle Karten auf den Tisch legenden, duckmäuserischen, übergebildeten, machomässigen Chefs? Und etwa noch behaupten wir würden es besser machen?

Mitnichten, schliesslich sind das in vielen Fällen auch nur Menschen mit Stärken und Schwächen - denen man halt ein bisschen genauer auf die Finger schaut als Leuten mit weniger Rampenlichtpräsenz. Jeder ist für sein Verhalten und Leben grundsätzlich selbst verantwortlich und muss herausfinden, was wirklich für ihn zählt (Karriere vs. Geld vs. Familie vs. Mitarbeiter vs. Ausbildung vs. Hobby vs. Sport vs. Nichtstun vs. ...) - über alle Hierarchiestufen hinweg!