Montag, April 21, 2008
Florida: Sehen wir uns bald wieder?
In der Tat sind uns viele Menschen begegnet, die braungebrannt (ausser den Hautfalten) vom Geld und manchmal auch vom Wohlstand um die Hüften gekennzeichnet sind. Bei den amerikanischen Touristen herrscht der Rotstich vor, damit unterscheiden sie sich auch nicht gross von den deutschen Touristen. Doch auch mich hat es, trotz Vorsichtsmassnahmen, einmal erwischt.
Hmm, ich könnte eigentlich ein Business mit einem Computer Training für diese "Silver surfer" aufziehen und mir damit auch ein Leben unter Palmen, Strand und Sonne ermöglichen. Und in der Freizeit einen Bestseller schreiben.
Sonntag, April 20, 2008
Florida: Heulen hilft nicht weiter...
In weiser Voraussicht hatte ich in jedem Gepäckstück eine Tasche platziert, die wir notfalls mit ins Flugzeug nehmen konnten. Unser Mann am Check In plauderte mit uns und meinte zum Schluss, wir hätten ja doch etwas viel Gepäck - aber das spiele heute keine Rolle. Er drückte beide Augen zu und verabschiedete uns mit einem "God bless you". Dem dankten wir, denn das Übergewicht hätte uns locker 100$ gekostet.
Der Rückflug war eine Sache für sich, to keep a long story short: wir flogen mit 90 Minuten Verspätung von Orlando nach Newark, da das Flugzeug hoffnungslos überbucht war und Freiwillige gesucht wurden die auf den nächsten Flug warteten. Wir hätten uns fast gemeldet, als "Goodie" gab es 600$ pro Person.
Leider hatte es im Anschlussflug am nächsten Tag in Newark keine Plätze mehr gehabt... Aufgrund der Verspätung kalkulierte ich, dass es auch an diesem Tag mehr als knapp mit dem Umsteigen wurde. Und tatsächlich: wir kamen genau dann an, als unser Anschlussflug Richtung Zürich los legte - ohne uns an Board.
Die Dame am Schalter von Continental buchte uns auf einen Flug nach Zürich via Paris um. Nach der Stadt der Liebe war uns in dem Moment weniger zu Mute, wir waren sauer auf den miserablen Kundenservice. Mal schauen ob uns wenigstens die Flugmeilen nachträglich gutgeschrieben werden...
Zurück in Zürich nahmen wir übermüdet unser Gepäck in Empfang - und planten bereits unsere nächsten Ferien, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Florida: Was bei den Amis auffällt im Gegensatz zu uns
- Radiowerbung: die Leute haben's drauf, jedes kleine KMU hat die Selbstpräsentation besser im Griff als manche unserer Grossunternehmen in der Schweiz. Da werden beispielsweise kurzerhand die verhassten "Car Trolls" angeschossen, damit der Kunde auch ja nicht von denselben veräppelt wird beim Gebrauchtwagenkauf.
- Dicke Leute: ist halt immer noch so und auch nicht unbedingt ein Wunder bei den Riesenportionen (Ankedote: ich bestellte einen Salat und erhielt eine RIESENSCHÜSSEL. Auf meine Frage ob das überhaupt jemand essen könne antwortete die Serviererin dass EINMAL ein Mann das verdrückt habe. Sie glaube aber stark, dass ihn seine Frau unterstützt hat...). Auf jeden Fall kann man sich immer die Resten in den "Doggy bag" einpacken lassen.
- Abwechslungsreiche Küche: Ja, auch die Italiener, Mexikaner, Griechen, Chinesen, Inder etc. haben sich in den USA niedergelassen und bilden mit dem verdammten (und manchmal doch sehr leckeren) Fastfood eine gute Mischung. Wo die Amis definitv noch am Anfang stehen ist beim Brot und Käse - das Brot ist weiss und pappig, der Käse fad und gummig.
- Trinken: Im Restaurant gibt es immer Wasser vom Hahn ("tap water"), welches fürchterlich nach Chlor schmeckt. Auch ungewohnt für uns Europäer sind die Eiswürfel in allen Getränken. Der Umgang mit Alkohol ist sicherlich bekannt, sprich: in der Öffentlichkeit darf nicht offensichtlich getrunken werden, deshalb packen auch die Penner ihren Schnaps in die sogenannten "Brown bags". Es gibt ausserdem Lokale, welche zwar Wein und Bier ausschenken, jedoch keine harten Sachen ("Liquor").
- Zuvorkommende Freundlichkeit: Der Umgang ist angenehm freundlich, auch wenn das bei uns oft als "aufgesetzt und oberflächlich" taxiert wird. Aber hey, man kommt schnell mit Leuten in Kontakt und erfährt einiges. Auf der Suche nach einem AT&T Laden um (m)ein iPhone zu kaufen hat man für mich rumtelefoniert und mir dann eine Karte gemalt. Das passt mir hundertmal besser als die verbitterten Gesichter morgens in der Bahn bei uns. Auch das Autofahren ist übrigens sehr entspannt.
- Diversity: Die Vielfalt wird gefördert, jedes Jahr verlosen die USA 50'000 Greencards die zum Aufenthalt und Arbeitsbewilligung dienen. Seit jeher ein Einwandererland haben es die vereinigten Staaten geschafft, bei den Einwanderern einen kollektiven Nationalstolz zu etablieren (nirgends auf der Welt habe ich so viele Flaggen mit dem Landeswappen gesehen) ohne dabei trotzdem die eigene Kultur nicht zu verlieren. Für Behinderte gibt es vor jedem Geschäft extra einen entsprechend gekennzeichneten Parkplatz nahe dem Eingang sowie meist eine entsprechende Toilette und natürlich auch ein speziell eingerichtetes Hotelzimmer.
Florida: Muschelsammler im Paradies
Was man gesehen haben muss ist der Shop "Antiques at Sanibel" - ein Sammelsurium an alten Sachen, wunderbar arrangiert.
Und natürlich Bowmans Beach, wo jeder Muschelsammler seine Droge in Hülle und Fülle kriegt.
Wir gönnten uns eine Nacht in einem tollen Hotel - von begehbarem Kühlschrank, Dusche mit 2 Brausen, Playstation, Bibliothek,... war alles vorhanden, ein Appartment das zum Verweilen einlädt.
Plötzlich brach Hektik aus - zwei Jungs waren verschwunden, und das halbe Resort suchte nach ihnen. Des Rätsels Lösung: die zwei hatten sich auf gemacht, den Leuchtturm der Insel zu besichtigen... Dass Sie Ihre Erkundungspläne das nächste Mal ihren Erzeugern kund tun sollten haben Sie glaub' ich nun verstanden. Das nächste Mal könnten Sie ja Sandburgen bauen.
Um unser Budget nicht noch mehr zu schröpfen war nach einer Nacht direkt auf Sanibel Schluss und wir siedelten am nächsten Tag nach der Konsultation unseres Hotel Gutscheinhefts RoomSaver ins "La Quinta Inn" um. Dieses war neu renoviert und wenige Minuten ausserhalb der Insel Sanibel gelegen - sehr zu empfehlen, nicht nur wegen dem für amerikanische Verhältnisse reichhaltigen Frühstücksbuffet.Nach der ersten Nacht verlängerten wir, und dafür kam trotz Wochenende die reduzierte Rate zum Tragen. Wir sparten also in den zwei Nächten gegen 150$, verglichen mit dem regulären Preis. In der zweiten Nacht hatten sich auf unserem Stock eine Hochzeitsgesellschaft sowie zwei kläffende Köter eingenistet, welche allesamt um die Wette Radau machten.
Als wir dies am folgenden Morgenan der Reception mokierten erhielten wir die Hälfte der Übernachtungskosten gutgeschrieben - das nenne ich Kundendienst.
Wir fuhren nach Orlando - und quartierten uns aufgrund der guten Erfahrungen (und weil es, ehrlich gesagt, auch keine anderen freien Zimmer mehr hatte ;-) ) erneut in einem "La Quinta Inn" ein.
Florida: Was man in den USA einmal getan haben sollte um sich die Zeit zu vertreiben
- Shopping: Food bei Walmart, Kleider bei ROSS - dress for less, iPhone bei AT&T, Krimskrams an einem grossen Flohmarkt - so geht das!
- Country Concert: Gut, ich bin da emotional aufgrund meines Musikgeschmacks vorbelastet - aber ein Country Concert zieht eine breite Masse an, da lässt sich Amerika pur erleben.
- Sport Event: Wem das Country Music Konzert zu riskant ist sollte sich wenigstens einen Baseball, Basketball oder American Football Event reinziehen.
- Ins Kino gehen: Wer weder auf Country Musik noch auf Sport steht kann ab 1.50$ pro Person den Tag im Kino verbringen. Und unter Kino versteht man hier einen Komplex mit mehr als nur einem Saal.
- Watch TV: Das TV Programm bietet viel - viel Schmarren und Banales, der köstlich anzusehen ist. Vom Nachrichtensender zum religiösen Priester bis zu Cops auf Achse ist alles zu haben, notabene nur alle 5 Minuten von einer 10 minütigen Werbepause unterbrochen.
Florida: GPS Pannen
Florida: Flugzeugbekanntschaften
Gesagt, getan. Und siehe da, wir waren in Erinnerung geblieben und trafen uns eine Stunde später im "Café l'Europe", um von dort in einen Country Club zu fahren und uns über Amerika und die Schweiz zu unterhalten. Dies machten wir mit Blick aufs Meer und einem reichhaltigen Buffet. Ja, da verstehen wir Peter: so lässt es sich leben.
Samstag, April 19, 2008
Florida: Maria Island ist eine Reise wert
Die Insel konnte sich trotz Tourismus ihre Natürlichkeit bewahren und verzichtete auf Hotelburgen am Strand. Statt dessen Privatunterkünfte, kleine Motels und Hotels. Alles in allem eine Trauminsel zum Entspannen mit leeren Stränden, typischen Insel Restaurants ..." heisst es im Internet.
Am nächsten Tag im "Beach House" unterhielten wir uns angeregt mit einer jungen Mutter über Florida und Kindererziehung. Florida roules (nicht nur wegen dem Wetter), und Vitamin B und "Baby Einstein" helfen dem Nachwuchs sich zu bewähren. Schliesslich verordnen auch Angelina Jolie und Brad Pitt ihrem Nachwuchs den Unterricht von "Baby Einstein", heisst es in den einschlägigen Klatschpostillen.
Florida: Relax heisst die Maxime - nicht einfach bei dem tiefen Shopping-Dollarkurs
Das mit dem "kein Stress" liess sich nur bedingt vermeiden, wenn auf 10 Hotels nur eines ein Zimmer für 290$ (ohne Taxen) übrig hat. Das ist der Preis der Flexibilität, und meist fanden wir auch eine Alternative.
Der tiefe Dollar lädt zum Shoppen ein und hat uns unvermeidlich in die Klauen der Warenhäuser gedrängt - da war es nicht einfach "relaxed" zu bleiben ;-).
Irgendwo habe ich gelesen dass deshalb bei den Schweizern die Reisen in die USA über 10% zugenommen haben. Wir schlagen bei den Kleidern zu, und auch ein iPhone ist nun in meinen Besitz übergegangen ;-).
Eigentlich hätte ich mir auch noch einen neuen Laptop und digitale Fotorahmen als Geschenk posten sollen, aber der Platz in unseren Koffern war leider bereits komplett ausgenutzt. Nächstes Mal dann.
Montag, April 14, 2008
Florida: Himmel und Erde treffen sich an der Swigwam Bar
Florida: Hungrig in Tarpon Springs und müde in Treasure Island
Von Tarpon Springs fuhren wir weiter nach Treasure Island. Es war nicht trivial noch ein Zimmer zu finden, im "Sea Jay" wurden wir dann doch noch willkommen und erhielten das letzte Logis.
Wir machten uns auf in eine mexikanische Bar und genehmigten uns dort einen Margerita und mexikanische Küche - was genau wir bestellten lässt sich im Nachhinein nicht mehr eruieren, der Margarita hielt mehr als er versprach... Unser Hotel war in Laufdistanz, weshalb wir das Auto "zu Hause" gelassen hatten, was sich als eine weise Entscheidung herausstellte ;-).
Am nächsten Tag suchten wir ein Zimmer, das etwas näher am Strand lag und wurden in der "Travelodge" fündig.
Auch hier wartete das letzte Zimmer auf uns, welches wir für 2 Übernachtungen buchten.
Wir sassen am Meer in einer lauschigen Bar und liessen uns von zwei Musikanten den Abend einläuten.
Wir legten uns zu Bett, jedoch an Schlafen nicht zu denken. Das Zimmer in der Travelodge bestach durch seine Ringhörigkeit, und die "Springbreaker's" taten ihr bestes die Nacht zum Tage werden zu lassen...
Als die Erschöpfung einkehrte freuten wir uns auf ein paar Stunden Schlaf, doch leider hatten die Gäste über uns wohl senile Bettflucht und begannen um halb fünf Uhr morgens unentwegt im Zimmer auf und ab zu gehen. Habe ich die knirschenden Dielen bereits erwähnt?
Anyway, um 7 Uhr früh cancelten wir unsere zweite Nacht und machten uns auf den Weg - schliesslich will man ja noch was vom Tag haben wenn einem schon die Nacht gestohlen wurde.
Dienstag, April 08, 2008
Florida: Schiffparkplatz, Traumvilla inklusive
Wir machten Halt in Tarpon Springs, berühmt-berüchtigt für seine Schwammtaucher, und suchten uns ein Hotel. Während wir das Zimmer besichtigten trafen wir auf einen älteren Mann mit einem Coupon Heft. Er kramte eine Schere hervor und schnitt uns einen seiner übrigen Coupons für eine verbilligte Übernachtung in diesem Hotel aus.
Diese nette Geste finanzierte uns dann das halbe Abendessen beim Griechen (abgesehen vom Wein, der mit 7$ pro Glas völlig überteuert zu Buche schlägt). Da schätze ich die Freundlichkeit der Amis doch umso mehr ;-).
Sonntag, April 06, 2008
Florida: Der Arm des Gesetzes schlägt zu
Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück im "Green Iguana" machten wir uns auf Richtung Ybor Street.

Dort parkierte ich das Auto in der weissen Zone und schauten uns in den Geschäften um. Nicht unbedingt viel Spannendes zu entdecken, das Viertel hat seine besten Zeiten wohl hinter sich, bot aber zumindest ein paar attraktive Fotosujets.





Als wir zurückkamen stand das Auto zwar noch da, aber war mit einem orangen Umschlag verschönert worden. Die Hüter des Gesetzes sind unerbittlich, obwohl mir bis heute nicht klar ist, gegen welche Vorschrift ich verstossen habe. Naja, wenigstens wurde uns dieses mal nicht wieder das Auto abgeschleppt...

Im Walmart erkundigte ich mich bei der Suntrust Bank wie ich die Busse nun bezahlen soll (man darf kein Bargeld schicken), und Charlie war so nett und stellte mir gegen bar einen entsprechenden Check aus.
Nachdem wir uns mit den wichtigsten Sachen eingedeckt hatten flitzten wir los an die Küste, um dem Feierabendverkehr noch ein Schnippchen zu schlagen.