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Donnerstag, April 20, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Unser Auto samt Gepäck verschwindet in Santa Monica…

Hello Los Angeles! Angesichts dieser ausufernden, ungezähmten Metropole mit all Ihren Facetten fühlte ich mich doch leicht unwohl. Nichtsdestotrotz hatten wir einen guten Start und brachten die Fahrt in den Vorort Santa Monica gut über die Runden. Unterwegs konnten wir in einem riesigen Flohmarkt zwei schattenspendende Cowboy Hüte erstehen - ich dachte, es sei ein Supermarkt und wollte Wasser kaufen...

Danach haben wir bei einem Zwischenstopp in einem Subway Restaurant unsere Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt uns sind weiter Richtung Santa Monica. Wir konnten der Rushhour knapp entkommen und landeten in einem Travelodge Hotel drei Meilen vom Venice Beach entfernt. Also gleich ab an den Strand, wo wir einen der raren Parkplätze ergattern konnten - was sich nicht wirklich als ein Vorteil herausstellen sollte, wie sich später zeigte. Wir genossen den gemütlichen Spaziergang, machten tolle Fotos und liessen die Sonne ins Meer versinken.



Gegen 19 Uhr kehrten wir zu unserem Auto zurück, resp. besser gesagt: Zu dem dazugehörigen Parkplatz, denn das Auto ward nicht mehr gesehen. Oh my gosh, what happend?

Wir hatten unser Auto vor einem gemütlichen Café abgestellt, und die Kellner dort teilten uns nun mit dass die Polizei das Auto abgeschleppt hatte. Warum? Ganz einfach, die zum Parkplatz gehörigen Schilder sagten folgendes:

  • 3 bis 5 Uhr nachts nicht parkieren
  • 9 Uhr morgens bis 6 Uhr abends parkieren ok
  • 6 Uhr abends bis 2 Uhr nachts von Dienstag bis Samstag werden Autos abgeschleppt…

In der Hitze des Gefechts hatten wir den untersten Passus übersehen und steckten nun im Schlamassel!

Wir liefen zum nächst gelegenen Hotel, einem echten Luxusschuppen, und fragten wo denn die nächste Telefonkabine sei, damit wir der Polizei telefonieren könnten. Der Concierge, freundlich und zuvorkommend wie die meisten Amerikaner die wir trafen, rief gleich selbst an. Wir müssten zur Polizeistation, dort würden wir weitere Details erhalten. Er druckte uns einen Plan aus damit wir uns nicht verlaufen und wünschte uns viel Glück. Das werden wir brauchen, drückt uns die Daumen!

Sonntag, April 06, 2008

Florida: Der Arm des Gesetzes schlägt zu

Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück im "Green Iguana" machten wir uns auf Richtung Ybor Street.



Dort parkierte ich das Auto in der weissen Zone und schauten uns in den Geschäften um. Nicht unbedingt viel Spannendes zu entdecken, das Viertel hat seine besten Zeiten wohl hinter sich, bot aber zumindest ein paar attraktive Fotosujets.






Als wir zurückkamen stand das Auto zwar noch da, aber war mit einem orangen Umschlag verschönert worden. Die Hüter des Gesetzes sind unerbittlich, obwohl mir bis heute nicht klar ist, gegen welche Vorschrift ich verstossen habe. Naja, wenigstens wurde uns dieses mal nicht wieder das Auto abgeschleppt...



Im Walmart erkundigte ich mich bei der Suntrust Bank wie ich die Busse nun bezahlen soll (man darf kein Bargeld schicken), und Charlie war so nett und stellte mir gegen bar einen entsprechenden Check aus.

Nachdem wir uns mit den wichtigsten Sachen eingedeckt hatten flitzten wir los an die Küste, um dem Feierabendverkehr noch ein Schnippchen zu schlagen.


Donnerstag, April 20, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Falsch parkieren reisst ein Loch ins Portemonnaie

Nachdem unser Mietwagen wegen Falschparkierens abgeschleppt wurde machten wir uns auf zur Polizeistation, welche wir glücklicherweise in einem 5 Minuten Fussmarsch erreichen konnten. Die Polizistin teilte uns mit, dass Sie den Vertrag mit der Mietwagenfirma benötige um das Auto auszulösen. Wo hatten wir den bloss verstaut, entweder im Handschuhfach oder im Hotel… Da der Abschleppdienst gerade in Beverly Hills zu weiteren Schandtaten unterwegs war konnte niemand im Handschuhfach nachsehen, sprich: wir sollten später nochmals vorbei kommen. Der Abend war inzwischen schon recht fortgeschritten, und wir machten uns auf etwas zwischen die Zähne zu bekommen.

Eine Stunde später waren wir zurück auf dem Polizeiposten, genau rechtzeitig. Der Abschleppdienst knackte gerade unser Auto und fand den Vertrag leider nicht im Handschuhfach, sprich er war im Hotel… Die Polizistin ersparte uns den Weg ins Hotel und liess sich von der Autovermietung Alamo das Dokument durchfaxen. Wir erhielten nun, in the middle of the night, die Erlaubnis unser Auto wieder auszulösen. 70$ kostete der Spass – so dachten wir zumindest.

Wir schnappten uns ein Taxi zu dem Abschleppdienst, und dort erwartete uns die nächste Überraschung: über 200 $ sollte es kosten, wenn wir das Auto noch diese Nacht auslösten (Nachtzuschlag)!!! Also liessen wir uns zurück ins Hotel chauffieren und genehmigten uns auf den Schreck erstmal eine Margarita.

Am nächsten Morgen früh fuhren wir mit dem Taxi gleich nochmals zum Abschleppdienst und konnten das Auto für 173$ definitiv wieder zurück erhalten. Falsch Parkieren in den Staaten kann teuer werden, in unserem Fall kostete der Spass über 300 Stutz, gopferdelli!

Der Himmel wie auch unsere Stimmung war eher wolkig als heiter. Am Abend zuvor hatten wir uns für eine Sightseeing Tour in Los Angeles angemeldet, und so absolvierten wir in einem halben Tag das „Pflichtprogamm“ für Touristen: in Beverly Hills die Häuser der Stars ankucken („Letzte Woche war Ben Affleck im Auto neben uns“), am Rodeo Drive die Nasen an den sündhaft teueren Geschäften platt drücken, auf dem Walk of Fame laufen (dort wo wir ausstiegen war Bugs Bunny mir die einzige bekannte Showgrösse), die Melrose Avenue abfahren (wobei das Haus aus der TV Serie „Melrose Place“ einige Meilen weiter liegt), den Sunset Strip, vom Mullholland Drive das Hollywood Signet am Berg bestaunen (welches beim Papstbesuch in Holywood „verunstaltet“ wurde und in den Siebzigern als "Hollyweed" herhalten musste) und zum Schluss noch ein Halt bei den Universal Studios.

Der Regen an diesem Tag hatte auch sein Gutes: Wir sahen L.A. in seinen vollen Dimensionen, da der ganze Smog runtergewaschen worden war. Unser Hotel lag auf dem Heimweg von Jesse, dem Busfahrer, und somit hatten wir noch eine kurzweilige Fahrt mit lustigen Anekdoten von seinen Sightseeingtours. Trotzdem war unser Aufenthalt nicht das Gelbe vom Ei gewesen, und wir waren nicht unglücklich als wir uns von Santa Monica aus dem Staub machten in Richtung … Long Beach!