Im Januar/Februar wurde das allererste TrackMania Nations Turnier von MiniTechNet in Kooperation mit Acerdurchgeführt. Nun geht der Spass in die zweite Runde, an der CeBIT Computermesse in Hannover.
Während der gesamten CeBIT vom 2.-6. März können nun Spieler versuchen, die Bestzeit aus den 3 Maps herauszuholen, um damit ein brandneues Acer Aspire one 532 Netbook mit NVIDIA Ion 2 Technologie zu gewinnen. Ausserdem werden auch noch einige Freikarten für die CeBIT hier verlost. Also mitmachen, die Reifen zum Glühen bringen und richtig Gas geben!
Casual Gamer und Pro Gamer haben erstmals auf der CeBIT die Chance, sich gegeneinander in einem unterhaltungsreichen Rennspiel zu messen. Doch auch Spieler, die es nicht zur CeBIT schaffen, können von zu Hause aus beim Turnier teilnehmen.Gespielt wird das kostenlose Rennspiel TrackMania Nations Forever auf 3 experimentelle Strecken vom Profimapper Kryw im Time Attack Modus.
Die Teilnahme ist für alle Spieler möglich, die Acer in der 600 m² großen eSport Arena auf der CeBIT besuchen. Also in Halle 22 vorbeischauen und sich dort live gegen andere Fahrer behaupten! Übrigens findet am Freitag den 5. März dort auch die TrackMania WCG (World Cyber Games) Qualifikation für das WCG Grand Final 2010 in Los Angeles statt.
Wer nicht selbst die CeBIT und Acer besuchen kann, hat dennoch während der ganzen CeBIT Woche die Möglichkeit, sich auf dem Acer TrackMania Server einzuloggen und beim Turnier mitzumachen.
Die offizielle Acer TrackMania Turnierwebseite kann auf www.MiniTechNet.de aufgerufen werden. Die Registrierung erfolgt Online auf YouTube unter dem Weblink http://bit.ly/ad2EdF (Acer TrackMania Promo Video). Einfach im Kommentar unter dem Video seinen TrackMania Login und persönliche Daten (in Abgekürzter Form) eingeben und dann auf den "Acer TrackMania MiniCup @ CeBIT" Server direkt von TrackMania aus einsteigen und die Bestzeit fahren.
Anmeldung zum Turnier
» Über den Weblink http://bit.ly/ad2EdF erreichst Du das Acer TrackMania Video (bzw klicke unten 2x auf das Video) » Melde Dich auf YouTube an oder erstelle einen Account (wenn Du keinen hast) » Abboniere den MiniTechNet YouTube Channel » Schreibe unter dem Video einen Kommentar mit Deinem TM Login und Kontaktdaten
Intro „Ladies and Gentlemen in der ersten Reihe, bitte die Beine nicht kreuzen – es gibt nichts schlimmeres, als Schuhsohlen auf einem Foto!“ Der Fotograf an der New Yorker Couture 2009 Fashion Show scheint zu wissen, von was er spricht. Die Armada seiner Kollegen nickt zustimmend. Wir setzen uns also brav hin, wie damals auf der Schulbank.
Rückblende Am Samstag erhielt ich die Einladung, an der Modeschau im Waldorf Astoria teilzunehmen. Was ich mir nicht entgehen lassen wollte, obwohl ich mich bereits anderweitig zum polnischen Pierogi machen angemeldet habe. Nun, Mann muss Prioritäten setzen: zum Essen werde ich auf jeden Fall dabei sein.
Modeschauen aus der ersten Reihe zu geniessen war bis anhin nicht meine Welt, aber versprach eine interessante Erfahrung zu werden. Oder wie meine Kollegin Kim zu sagen pflegt: „Do it, just for the experience!“
Und Action! Der Bass dröhnt. Der DJ legt saftige Hausmusik auf. Und dann kamen die ersten Models angetrippelt, mit gaaaaanz langen Beinen und viel zu wenig Speck auf den Rippen. Die Kleider glitzerten im Scheinwerfer- und Blitzlichtgewitter. Ich stelle mir die Designerin hinter der Bühne vor, sicher flüstert sie den Hübschen ein „Cool bleiben, Girls“ zu. Energisch beschreiten diese den Laufsteg, mit wehenden Fahnen oder auch wie ein Neoprenanzug enganliegenden Kleidern. Assoziationen flackern in meinem Kopf, Zuckerwatte, Barbarella, Gardinenstoff. Und Märchenhochzeit, hier das Video.
Vorhang fällt Pause. Zeit genug, um sich den Kunstwerken und Leuten in der Lobby zu widmen. Ich bleibe bei David Datuna hängen. Seine Installation kostet etwas über 100 000 Dollar, die große.
Neben mir stehen Rollerena und Augustino, das wunderbarste Paar des Tages. Ich frage, ob ich ein Foto machen darf. Aber sicher! Rollerena, eine stadtbekannte Drag Queen wie ich später recherchiere, kritzelt mir ihre Adresse auf die Visitenkarte. Damit ich ihr das Foto schicken kann. No Email. I will.
Die kleinere Installation mit den zusammengeklebten Brillengläsern von David Datuna gefällt auch, diese ist ab 60 000$ und ein paar Zerquetschten zu haben. Ein Kamerateam dreht gerade eine Dokumentation über den Künstler, ich darf ein Statement abgeben.
Danach will Esperanza Tielbaard mit mir plaudern und steckt mir ein schönes selbstbemaltes Buchzeichen als Andenken zu. Hoffentlich verkauft Sie einige ihrer ansprechenden Arbeiten. Bemerkenswert ein paar Schritte weiter die 11 jährige Victoria Yin. In surrealistischer Manier nach Max Ernst, Joan Miró, Salvador Dali und Konsorten pinselt sie, und hat die ersten Schritte schon gemacht, bevor sie laufen konnte.
Weiter zu Otis J Guy, der seine Azad Luxusuhren zur Schau stellt. Die an seinem Handgelenk kostet 110. Hundertzehntausend Dollar. Sind ja auch alles echte Diamanten und „Made in the USA“ – genauer gesagt im Diamanten District in New York. Bei dem Kamerateam, das ihn interviewt, komme ich nicht zu Wort, werde aber gebeten interessiert in die Vitrine linsen. Klar, ein Lächeln gibt’s umsonst dazu.
Es stinkt, nach Geld. Und man sieht, wer es hat und wer noch daran arbeitet. Und wer sich einen Dreck darum schert und einfach sich selbst ist. Diesen Menschen zuzusehen hat etwas Beruhigendes, es gibt viel zu wenige davon. Auch abseits des Laufstegs wird genau hingekuckt. Die Frauen mustern alles, was vorbeiläuft - von zuoberst bis zuunterst – und die Männer sowieso, Evolutionsbedingt halt.
Über die Designerin Nedret Taciroglu Nedret Taciroglu hat eine langjährige kreative Karriere hinter sich. Nachdem sie einen Abschluss in Innenarchitektur an der Mimar Sinan Universität in Istanbul gemacht hat, kam Nedret zum ersten mal 1976 als Model direkt mit der Mode-Industrie in Berührung. Sie gründet das Label Nedo Leather, wo sie gleichzeitig designt, produziert und exportiert hat.
Tausende Kunden in Paris, New York, Dallas und Houston kauften ihre feinen Ledergewänder, und sie konnte eine 18-teilige Kollektion für die frühere First Lady Nancy Reagan entwerfen. Im Frühjahr 2002 startete Taciroglu die „Nedo Collection“ mit der Unterstützung ihrer Freunde aus dem Modebusiness. Nedo Collection machte sich schnell einen Namen bei der internationalen Käuferschaft, vor allem wegen der besonderen Stoffe und Accessoires.
Über den Designer Walid Atallah Nach seinem High School Abschluss in seiner Geburtsstadt Beirut ging Walid Atallah nach Amerika und studierte an der Universität von Chicago Modedesign. Nach seinem Abschluss liess er sich in der schnell wachsenden Stadt Dubai nieder, von wo aus er seine Designkarriere startete.
Seine einzigartigen Designs fanden schnell Zuspruch von anspruchsvollen Modeliebhabern. Atallah hatte seine erste Modenschau 1996 in Dubai, mit prominenten Gästen, wie etwa der berühmten libanesischen Sängerin Najwa Karam und dem internationalen Topmodel Nathalie Fadlallah. Die Kollektion wurde enthusiastisch von der Industrie aufgenommen. Seine nächste Fashionshow wurde im weltbekannten Buj Al Arab Hotel abgehalten, wo er dem anspruchsvollen Publikum - dem Adel eingeschlossen - eine opulente Kollektion präsentierte. Seitdem hat Walid seine erinnerungswürdigen Kollektionen auf dutzenden Modeveranstaltungen in der arabischen Welt ebenso wie den Modehauptstädten Frankreichs und Italiens präsentiert. Von der französischen Gesellschaft der Modedesigner erhielt er einen internationalen Designaward.
Er ist für seine exquisiten Abend- & Brautkleider bekannt, sowie für seinen gekonnten Umgang mit Diamanten, echten Swarovski Kristallen und anderen kostbaren Steinen. Im Jahr 2005 brachte er seine erste Schmuckkollektion heraus, deren Stücke mit Diamanten, Rubinen, Saphiren, Smaragden und Perlen aus Tahiti verziert sind. Der talentierte und versierte Designer veröffentlichte vor kurzem auch eine Kollektion mit dem Titel „W“, in der trendige Jeans und Tops für die modebewusste Frau von heute vorgestellt wurden.
I had the chance to attend at the DM Days 09, a conference for direct marketers. Kim offered to lend me her company pass, and I was glad to accept and to pretended for 1 day to be someone else.
John Greco, the Director of the DMA (Direct Marketing Association), hits the stage. He starts the session by wishing his 84year old father a happy birthday. That is a good intro!
He emphasizes that the world has changed, and will continue to change. The marketers have to keep pace with the change, which produces new and unfamiliar opportunities. Therefore this present conference has a strong focus on digital education. Greco believes that the best of traditional and digital shall come together, on every channel, online and offline. I agree, and I could clearly see that there is a lot of potential in the digital world for some of the participants I talked to.
The economic downturn led to reduced marketing budgets at 75% (ANA), the overall advertising spending in the 1st quarter of 2009 had gone down by 12-14%, according to Nielsen. Another proof of the saying “Flat is the new up”.
I was impressed to hear that direct marketing activities generate for each dollar spent approximately 11.63 dollars on return on investment - which is way more than unpersonalized mass marketing achieves.
But between the lines the message sounded clear to me: the industry has to make the most out of the little which is left. Hope is expected from the digital market, but to be honest: that won't be the cure, marketing budgets have to be stretched as long as the recession is around. Why? Because the cut down of the marketing budget is what executives often do, if they have to reduce costs.
To summarize, this was a day well spent. I enjoyed the keynote of the smart and good looking Ivanka Trump, daughter of tycoon Donald Trump. She is a very bright minded person, who hit the stage and shared personal thoughts and experiences with the audience - without any Powerpoint slides.
I made a lot of notes, and with one expression I couldn't agree more: "Marketing is key - no matter what!" You can have the best product or service, if no one knows about it you wont sell a piece.
In the afternoon I learned a lot about Search Engine Optimization in a Bootcamp with Matt Bailey, President, SiteLogic Marketing - now I only have to apply what I've learned on my own websites. Which happens, will happen, soon.
Der Mann ist Hahn im Korb mit seinen sieben "guilty women". Und geniesst das schamlos, recht hat er. Wir hatten das Vergnügen, gestern Abend diesem Spektakel beizuwohnen. Dave Alvin, der Frontmann dieser Combo, begleitet mich schon eine Weile mit seiner Musik.
Dank www.livekick.com wurde ich rechtzeitig informiert, dass der Kalifornier hier Zwischenhalt macht. Livekick ist eine cleveren Lösung, die meine Musikprofile von Last.fm, Pandora, iTunes etc. mit den lokalen Konzerten abgleicht und Event Vorschläge bringt, wenn meine Lieblingsinterpreten oder ähnliche Künstler die Gegend unsicher machen. So besorgte ich rechtzeitig Tickets und stand an besagten Abend auch pünktlich zur Türöffnung im Highline Ballroom um 18 Uhr da.
Meine Begleitung hatte sich den Fuss lädiert und humpelte tapfer heran. Ich besorgte im Supermarkt nebenan eine Tube "Bengay" Gel, und wir bestellten mal einen Kelch Cabarnet - auf dass der Fuss bald wieder heil, respektive der Schmerz betäubt werde. Die Vorgruppe von Clarence Bucaro startet kurz nach 20 Uhr mit den ersten Songs. Warm, melancholisch, tiefgründig - die Art von Musik, die man auf dem Bärenfell beim Knistern des Kaminfeuers geniesst.
Nach einem kurzen Intro ging es dann zügig los mit dem Hauptact. Die Ladies Cindy Cashdollar, Nina Gerber, Laurie Lewis, Christy McWilson, Sarah Brown, Amy Farris und Lisa Pankratz stürmten auf die Bühne, gefolgt vom "Meister".
Grammy Gewinner Alvin und seine Mädels wussten die New Yorker richtig zu nehmen, kantige Sprüche, offensichtlicher Spass an der Musik, Interaktion mit der Band und eine gut gemischte Playlist führten zu massiven Applaussalven. Wir sassen in der vordersten Reihe, und natürlich liess ich die Kamera mitlaufen. Hier ein paar Eindrücke, yihaa!
"Google's not a real company. It's a house of cards." Steve Ballmer sagt solche Dinge, und der Mann in Action ist nicht nur wegen kantiger Aussagen ein Erlebnis. Man kann sich seine eigene Meinung über den Microsoft Boss bilden, meinen Respekt hat er sich verdient.
Die letzten 2 Jahre habe ich ihn an den Microsoft Worldwide Partner Conferences in Denver und Houston hautnah erlebt und etwas mitnehmen können, und auch seine Zürcher Stippvisite bleibt in Erinnerung. Dieses Jahr steht New Orleans als Bühne für die weltweiten Microsoft Jünger auf der Agenda, doch leider ohne meine physische Präsenz.
Wer die Konferenz von nächsten Dienstag bis Freitag aber online verfolgen will, der schaue unter http://www.digitalwpc.com rein. Und die Fragen an den grossen Mann Steve können hier oder auf Facebook gestellt werden.
Hunderte von E-Mails habe ich erhalten. Hunderte. Aber nicht dass ich mich darüber beklagen möchte, im Gegenteil. Als Neuankömmling in New York habe ich zwar eine Handvoll Kontakte aus Schweizer Zeiten gehabt, bin aber immer neugierig auf neue Menschen.
Ich habe mich aus diesem Grund bei Meetup.com registriert, einer Plattform welche Menschen mit gleichen Interessen nach dem Motto "Do something • Learn something Share something • Change something" zusammen bringt - weltweit. Auch um Bern herum gibt es immerhin 16 verschiedene Gruppen.
Aufgrund anderer Aktivitäten habe ich die örtlichen MeetUp's der für mich interessanten Gebiete die letzten 2 Monate nur virtuell verfolgt. Bis gestern. Meine Outlook Kalender-Notifikation poppte auf, und ich entschloss mich, kurzfristig am Zirkel der Schweizer Expats in New York teilzunehmen.
Die New York City Swiss Expats Group traf sich im Lokal "Gstaad", 43 W 26th Street, rund 20 Minuten Fussmarsch von meinem Zuhause entfernt. Auf 18 30 Uhr angesagt ging ich davon aus, dass wie hier üblich und trotz Schweizer Pünktlichkeit die wenigsten um diese Zeit dort sein würden. Ich traf kurz vor sieben ein und traf auf eine Handvoll aufgestellter Exilschweizer, die es sich bereits gemütlich gemacht hatte.
Leider musste ich als erstes Urs enttäuschen, der am Liebsten einen Jass mit uns geklopft hätte. Laufend stiessen neue Leute dazu, und wir waren wohl so um die 12 Personen im ausgewogenen Geschlechterverhältnis, mit frankophonem und mundart Hintergrund - wobei aber Züritüütsch schon dominierte ;-). Ich bekam interessante Tips und Kontakte, die mir weiterhelfen werden. Wie so oft bewährt sich das Motto: "Go out and play!", und das werde ich nächsten Monat auch wieder tun.
Recession! Yes, everyone knows that. But still, New York has a lot of free stuff to offer - check out the following links.
And there is one place, which is definitely worth to check out: the Rodeo Bar, free live music every night (and as everybody asks me: no, there is no bull to ride)!
Ein gelungener Auftritt hat Urs Wälchli hingelegt, so viel vorne weg! Da kommt der junge Profax, gerade 30 Lenze, und erzählt uns dass Unternehmen auf die ewige Jugend hoffen, sich zur lahmen Ente entwickeln und einen (plötzlichen) Tod sterben – nicht immer, aber fast.
Als positive Beispiele seien Nokia (vom Zellstofflieferanten 1885 zum Handyhersteller) und 3M genannt (ursprünglich Betreiber einer Amarylmine im Jahre 1902), die sich weiterentwickeln konnten. Von den Forbes 100 Unternehmen aus dem Jahre 1917 überlebten aber nur 39 die nächsten 70 Jahre, nur 2 davon waren besser als der Markt (Kodakt und General Electric).
Die anekdotische Evidenz zu diesem Beispiel: das Buch „Visionary Companies - Built to last“, gebaut für die Ewigkeit, zeigt dass bereits 10 Jahre nach Erscheinen des Buchs die Hälfte dieser Unternehmen dramatisch an Ruf und Performance eingebüsst hat. Mit zunehmendem Alter lernen Unternehmen, ihre Aufgaben besser zu erfüllen. Gleichzeitig nimmt aber auch ihre Flexibilität ab und ihre Ausstattung verliert an Wert. Eine Spezialisierung wirkt sich positiv auf die Performance aus, die Unternehmensgrösse hingegen nicht.
Fazit: Ewige Jugend ist leichter gesagt als getan - Nur wenige Unternehmen schaffen eine Verjüngung - Nur wenige Unternehmen werden wirklich alt - Wirklich alte Unternehmen sind meist in alten (geschützten) Industrien tätig - Vergangener Erfolg ist kein Garant für die Zukunft (Ist Erfolg gar das Todesurteil?)
Von knapp 8000 gestorbenen Unternehmen „starben“ diese in 70% der Fälle durch Übernahmen, in 30% wg. Verzug (Konkurs,…). Generell sterben jährlich ca. 9% der Unternehmen.
Die Vorzüge des Alters sind eine höhere Lebenserwartung, gestützt durch folgende Faktoren:
Lerneffekte
Bekanntheit
Verschiedene Standbeine
Reserven
Die Nachteile des Alters dürfen aber nicht ausser Acht gelassen werden:
Bestehende Anlagen verlieren im Zeitablauf an Wert
Bürokratie, Prozesse, organisatorische Starrheit
Je älter Unternehmen werden, desto höher ist ihre Lebenserwartung – bis ca. 40 Jahre, dann steigt die Sterberate. Ab dem 19. Lebensjahr schaffen Neuinvestitionen zum Beispiel keinen Mehrwert mehr, und ab dem 20. Lebensjahr fällt die Gewinnmarge unter den Branchendurchschnitt.
Conclusio: Survival of the fittest, Surival of the fattest. Aber hohes Alter führt in jedem Fall zum Tode. Je älter ein Unternehmen, desto geringer die Performance (verglichen mit einem „identischen“ Unternehmen, welches an die Börse geht) – und diese verbessert sich auch nicht mehr! Erst nach 47 Jahren gibt es einen Wendepunkt.
Aber was bedeutet eigentlich „Unternehmensalter“, resp. wie wird dieses bestimmt? Am Beispiel „Microsoft“ wird kurz aufgezeigt, warum das nicht ganz einfach ist. Das Gründungsalter ist hier 33 Jahre, das Börsenalter 14 Jahre.
1975 „Microsoft“ wird erstmals erwähnt
1977 Partnerschaftsvereinbarung
1981 Gründung als AG1986 Börsengang
1/2 der Unternehmen stirbt vor dem 10 Lebensjahr (börsenkotiert!), 3/4 vor dem 20. Lebensjahr. Am längsten überleben Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich (1/3 der ältesten Unternehmen, wovon 60-70% Alkohol Hersteller sind - in der Schweiz sind rund 12% der ältesten Unternehmen Wein und Bier Produzenten).
Ein Branchenwechsel eines Unternehmens kommt sehr selten vor, im Schnitt auf knapp alle 30 Unternehmen, was einer Quote von 3.6% entspricht. Und falls ein solcher Wechsel erfolgt, dann meist in eine verwandte Branche (91.4%).
Was gibt es für ein Patentrezept um diesen Zyklus zu durchbrechen, wollte ich wissen? Die Antwort: Das Übel beginnt, wenn man sich auf dem Erfolg ausruht und wenn die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen sinkt, sprich die Diskrepanz zwischen Management und Belegschaft steigt. Obsiegen somit die Top Performer, getreu der Maxime „Survival of the fittest“?
Ja, aber: die überlebenden Unternehmenden sind die tüchtigsten aus eine Gruppe von „lahmen“ Unternehmen! Unternehmen tappen oft in die Falle, Dinge zu replizieren worin sie gut sind – auch wenn der Markt vielleicht gar kein Interesse daran hat.
Bernhard Bauhofer referiert zum Thema „Respekt, wie man kriegt was für kein Geld der Welt zu haben ist“ – so heisst übrigens auch sein Buch. Ich fand den Draht zum Referenten nicht, meine Notizen dazu:
Respekt ist ein universelles Phänomen.
Der Übervater des Respekts ist Immanuel Kant mit dem kategorischen Imperativ: „Handle stets so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“
Wer Respekt haben will muss sich öffnen.
Respekt bewegt unsere Gesellschaft, hat es schon immer und wird auch in Zukunft.
„R-E-S-P-E-C-T“, verlangte Aretha Franklink 1967, und im 2007 doppelte Sängerin PINK nach.
Da wir gerne Listen haben, hier die Anleitung in 15 Schritten wie man sich Respekt verdient – bitte mit Humor nehmen und etwas abstrahieren, gell: 1. Sei respektlos 2. Zweifle, auch an Dir selbst 3. Vertrau dem Zufall 4. Behalte Dein Leben unter Kontrolle 5. Mache Dich selbständig 6. Arbeite hart 7. Bestich durch eigene Leistung (aus eigener Kraft) 8. Respektiere Deinen Vorgänger – und mach ihn schnell vergessen 9. Trage Verantwortung, teile den Erfolg 10. Steig aus – wenn auch nur vorübergehend 11. Sag einfach mal nichts 12. Steh zu Deinen Wurzeln, aber passe Dich in der Fremde an 13. Schlag zu, wenn andere zögern 14. Halte Dich vom Filz fern 15. Tritt ab wenn’s an der Zeit ist
Die Laudatio von unserem Studienleiter Peter Link zeigt seine Wertschätzung vor der Koryphäe Prof. Dr. Friedrich „Bio“ Schmidt-Bleek. Die Vorschusslorbeeren sind mehr als berechtigt, wie ich rasch feststelle – der ältere Mann betritt die Bühne und legt energisch los.
Wer dem Club of Rome vorwerfe, seine Voraussagen aus dem Jahre 1973 seien falsch wird eines besseren belehrt – dem sei nicht so, diese waren genauer als alle Wirtschaftsvoraussagen der Wirtschaftsweisen!
Doch sei die aktuelle Öko Diskussion einseitig, früher hätte man Asbest, Blei etc. verteufelt, nun hat das CO2 die Schwarz-Peter Karte. Es sei eine singuläre politische Diskussion gegen den CO2 Ausstoss der Autos, diese 110 jährige Fossiltechnik. Wir optimieren mit dieser Diskussion die eigene Mausefalle – anstatt den ökologischen Gesamtkontext anzuerkennen und integral anzugehen! Es werde deshalb mit dem World Resource Forum eine Gegenveranstaltung zum World Economic Forum aufgebaut.
Der Grundfehler der Menschheit liegt im „Selling of nature“, die Natur kann zum Nulltarif „verkauft“ werden ohne einen Beitrag an die Ökologie leisten zu müssen! Logischerweise spart niemand dort, wo er nichts bezahlen muss. Ein Markt, der politische Gegebenheiten nicht beinhaltet, wird zwangsläufig nach unten optimieren - es muss sich schliesslich lohnen für das Individuum!
Doch das notwendige Systemwissen dieser Zusammenhänge wird heute nicht verbreitet an den Schulen, dafür macht man aufgrund der Resultate der PISA Studie auf Panik. Ein lesenswertes Buch schlägt Bio den lauschenden Studenten vor: Bernd Meyer, Fischer Verlag „Wie die Wirtschaft umgebaut werden muss“.
Wir müssen versuchen, eine Wirtschaft so einzurichten dass die (Dienst)leistung der Natur geschützt wird. Der Umweltschutz ist eben nicht ein Gesundheitsschutz für die Menschen! Wir erkennen ein Problem, und dieses wird dann bekämpft – wie das Beispiel CO2. Der Wohlstand wird antiökologisch produziert (ein Neugeborenes in Sambia braucht einen 40igstel weniger Ressourcen als ein Single in Köln), der Kernfehler dabei ist der übermässige Ressourcenbedarf um Wohlstand zu schaffen. Für alles was produziert wird, wird viel zu viel Natur verbraucht!
Doch was kann der Einzelne dafür oder dagegen tun? Nebst dem bewussten Umgang mit den Ressourcen fällt es schwer, wirklich einen signifikanten Einfluss nehmen zu können, denn: Das Entscheidende muss die Politik tun, nicht die Verbraucher. Oder um es mit den Worten von Peer Steinbrück zu sagen: wenn es in der Finanzwelt brennt müssen wir löschen – egal ob das Feuer gelegt wurde oder nicht. Die wichtigen Zusammenhänge können nur durch Massenmedien transportiert werden.
Was soll nun angepackt werden?
Technik, um mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen
Subvention vom Staat, mit aktuellen Leitplanken in der Wirtschaft wird es nicht gehen
Ökologie muss besser in Ausbildung, Bildung integriert werden
Alternativ könnte auch Gentechnik dabei helfen, dass wir alle 30cm klein sind und weniger Ressourcenbedarf haben.
Und wie wird die Welt im Jahre 2050 aussehen?
Generell muss die Gesellschaft mit weniger Ressourcen betrieben werden können als heute (heute 5-6 Tonnen CO2 Ausstoss pro Jahr und Person, in Zukunft nicht mehr als 2 Tonnen)
Flüsse müssen zurückgebaut, die Zersiedelung muss reduziert werden (Folge davon: Kapitalvernichtung) um Transportwege zu minimieren. Damit steht mehr Land für natürliche Entwicklung zur Verfügung.
Natürliche Ressourcen sind teurer.
Arbeit und Freizeit wird anders gestaltet sein, die Menschen werden weniger Arbeiten und mehr Freizeit haben
Arbeit wird auch billiger, das Steuersystem wir anders aussehen (Warum wird bspw. Arbeit besteuert und nicht Ressourcen?!)
Erziehung wird ein anderes Niveau haben und viel internationaler sein.
Die Bevölkerungszahlen nehmen ab Ende dieses Jahrhunderts ab – der Ausbildungszustand des Individuums muss höher werden.
Heute fand der erste Teil der PHW (Private Hochschule für Wirtschaft) Tagung statt, an der ich im Rahmen meines eMBA Studiums teilnehmen konnte. Dr. Beat Bühlmann, Head of Sales von Google Schweiz, hat sich folgendes Thema auf die Fahne geschrieben: Die Google-Story und der Wandel der Marketing-Instrumente.
Die Agenda verspricht, die "Google Story" aufzuzeigen, aktuelle "Online Consumer Trends" zu beleuchten, der Graben zwischen den "Digital native vs. digital immigrants" verständlich zu machen, und einen Ausblick in die Zukunft, "The road ahead", zu wagen. Google, ein verlässlicher Kompass in unserer Zeit… oder?
1995 hatten die Studenten Larry Page und Sergey Brin den Auftrag, an der Stanford University eine Diplomarbeit zu schreiben. Nachdem dies geschehen war mieteten sich die Beiden in einer Autogarage ein, um die Idee weiter zu entwickel. Da entstand die Mission von Google: „Organise the world’s information and make it universally accessible and useful." Das taten diese zwei mit Erfolg, denn vor 10 Jahren war Altavista die grösste Suchmaschine und heute kennt diese fast niemand mehr.
Übrigens, wer wissen will woher die Farben des Google Logos kommen sollte sich folgendes Bild mal im Detail anschauen ;-).
Der Google Ranking Algorithmus hat 500 Millionen Variablen und 2 Milliarden Begriffe. Die Nadel im Heuhaufen zu finden ist deren grosse Aufgabe, sprich die Interpretation der Daten und die Quintessenz daraus zu ziehen. Weltweit hat Google heute fast 20 000 Mitarbeitende, das Headquarter liegt in Mountain View, Kalifornien, und in Zürich selbst sind rund 450 Mitarbeiter aus über 45 Nationalitäten tätig.
Die Schweiz hat, nach Schweden, am meisten Internet und Breitband Anschlüsse – und bereits 95% der Schweizer Internet Benutzer haben schon mindestens einmal online etwas gekauft! Das Marketing, früher nach AIDA (Attention-Interest-Desite-Action) Methodik umgesetzt, hatte einen grossen Streuverlust - neu haben die Kunden die Kontrolle.
Dabei werden ALLE Alterskategorien adressiert, erst ab 65+ nimmt der Anteil der Internetnutzer rapide ab. Das wird sich aber auch in den nächsten Jahren aus offensichtlich demographischen Gründen weiter nach hinten verschieben.
Der Brandingeffekt für das Unternehmen bei den Google Adwords, die nach diesem Modus operieren, ist Gratis. Nur der Klick auf die Anzeige wird effektiv bezahlt. Diese Altersstruktur ermöglicht übrigens auch das gezielte Targeting unterschiedlicher Gruppen, bspw. sucht ein 15 Jähriger Teenager mit anderen Keywords als ein 65 jähriger Pensionierter.
Das Ziel von Google ist es, die Kunden zu halten – sprich diese immer wieder auf ihre Internetseite zu bringen. Eine Studie von Google zeigt auf, dass viele Leute Online und Offline Konsum verbinden, sprich Offline recherchieren und Online kaufen (oder umgekehrt).
In der aktuellen Wirtschaftskrise stellt sich die Frage, ob nun weniger online eingekauft wird. Mitnichten, wie brandaktuelle Zahlen aus Deutschland belegen – das Wachstum ist ungebrochen. Dazu kommt dass in der Krise mehr Zeit mit der Jagd nach Schnäppchen verbracht werden.
Die Schweiz hinkt aber bei der Onlinewerbung noch hinterher, gemessen am gesamten Werbekuchen - oder besser gesagt: die Schweizer lernen gerade krabbeln.
Den Übergang von der klassischen Werbung ins neue Zeitalter haben viele Unternehmen noch nicht vollziehen können.
Dabei gibt es einige Möglichkeiten, diesen Prozess zu unterstützen: Google Insights zeigt zum Beispiel Suchtrends auf, was den Unternehmen ermöglicht ihre Werbebotschaften darauf auszurichten. Dies geht so weit, dass der sog. M(arketing)ROI errechnet werden kann, sprich: wie viel Umsatz mache ich mit 1 Franken Investition in die (Google) Adwords?
Das bringt uns zum Thema virales Marketing: dabei sind die Originalität und der Kanalmix entscheidend! Wichtig ist, die Awareness mit einer Aktion zu verknüpfen – nur cool sein bringt nichts. Ein gutes Beispiel ist der Mixer Hersteller Blendtec, siehe http://www.willitblend.com/, der einfach ein iPhone vermixte und damit seinen Absatz massiv steigern konnte.
Nun kommen wir zum Graben zwischen den Digital Natives und den Digital Immigrants – dazu einige Statements, die schon vieles beleuchten:
Leben ist wo ich Netz hab… (aus einem deutschen Blog)
Mama, das sieht aus wie Google Earth (Kind im Flugzeug)
Frag doch dein Handy, Papi (Sohn zu seinen Eltern, die im Restaurant über eine Frage diskutieren)
Was uns in Zukunft bewegen wird sind das Thema mobiles Internet, Location based services und sicherlich auch social networks.
Ich wollte wissen wo denn die grössten Herausforderungen von Google liegen. Die Antwort: Bei der Aufklärung was im Bereich Datenschutz getan wird und wie Google mit Daten umgeht.
Noch zwei Take-aways am Rande:
Ein spannender Ansatz ist die Whiteboard Policy von Google: das Whiteboard bleibt bestehen, der nächste der es nutzten will schaut sich den Inhalt an, bevor er ihn auslöscht. Dabei wird der Innovationsprozess im Unternehmen gefördert, und es putzt eh jeder nur einmal - einfach am Anfang und nicht wie sonst üblich am Schluss einer Session.
Eine SBB Abfrage auf www.sbb.ch erfordert die Eingabe von vier Parametern, bei Google muss nur ein Feld ausgefüllt werden (bspw. Bern nach Basel ab 10 Uhr) - dank dem API zwischen diesen zwei Websites.
Foto von Dr. Beat Bühlmann (sorry, iPhone hat seine Schwächen - ist ja auch ein Telefon und kein Fotoapparat ;-) ):