Zum Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion, auf welche ich aber nicht näher eingehen will, ausser vielleicht dass Reto Nause die inkonsequente eGovernment Politik beklagt und heute im Netzticker zu lesen ist, dass Doris Leuthard Miss eGovernment werden soll.Entscheidend wurde es für mich, als Kollege Peschka bemängelte, wo denn bei der ganzen Diskussion das Schlüsselelement Vertrauen bliebe?!
Norbert Thom vom Institut für Personal und Organisation der Uni Bern nahm das zum Anlass, uns an seinem Wissen teil zu haben und ging auf das Thema wie folgt ein.
Die Wissensgesellschaft basiert auf Vertrauen. Ich bin bereit mein subtiles, implizites Wissen zu teilen und meinem Gegenüber einen Vertrauensvorschuss zu geben. Dieser Vorschuss muss aber wieder eingelöst werden, ich erwarte neues Wissen zurück zu erhalten, damit die (Wissens)bilanz am Ende stimmt. Der Prozess ist genau gleich wie bei einem Coaching, ich gebe Rat und erhalte im Gegenzug ein Feedback dazu.
Vertrauen kann und muss in Organisationen und Geschäftsmodellen als geeignetes Element integriert werden, Beispiele dafür sind die Bewertungen bei den Online Auktionen wie eBay oder Ricardo, aber auch Gütesiegel und Auszeichnungen von Organisationen wie Stiftung Warentest etc.
Um auf das Motto des Anlasses, "Managing complexity", zurückzukommen - dies ist nur möglich wenn wir die vier relevanten Dimensionen Organisation, Technologie, Motivation und Qualifikation im Griff haben - das Spannungsfeld Mensch, Organisation und IT ist und bleibt die Herausforderung, der wir uns täglich stellen müssen, dürfen, sollen, wollen!



