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Mittwoch, November 22, 2006

CNO Panel #6: Vertrauen ist das Bindeglied der Wissengesellschafts

Zum Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion, auf welche ich aber nicht näher eingehen will, ausser vielleicht dass Reto Nause die inkonsequente eGovernment Politik beklagt und heute im Netzticker zu lesen ist, dass Doris Leuthard Miss eGovernment werden soll.


Entscheidend wurde es für mich, als Kollege Peschka bemängelte, wo denn bei der ganzen Diskussion das Schlüsselelement Vertrauen bliebe?!

Norbert Thom vom Institut für Personal und Organisation der Uni Bern nahm das zum Anlass, uns an seinem Wissen teil zu haben und ging auf das Thema wie folgt ein.

Die Wissensgesellschaft basiert auf Vertrauen. Ich bin bereit mein subtiles, implizites Wissen zu teilen und meinem Gegenüber einen Vertrauensvorschuss zu geben. Dieser Vorschuss muss aber wieder eingelöst werden, ich erwarte neues Wissen zurück zu erhalten, damit die (Wissens)bilanz am Ende stimmt. Der Prozess ist genau gleich wie bei einem Coaching, ich gebe Rat und erhalte im Gegenzug ein Feedback dazu.

Vertrauen kann und muss in Organisationen und Geschäftsmodellen als geeignetes Element integriert werden, Beispiele dafür sind die Bewertungen bei den Online Auktionen wie eBay oder Ricardo, aber auch Gütesiegel und Auszeichnungen von Organisationen wie Stiftung Warentest etc.

Um auf das Motto des Anlasses, "Managing complexity", zurückzukommen - dies ist nur möglich wenn wir die vier relevanten Dimensionen Organisation, Technologie, Motivation und Qualifikation im Griff haben - das Spannungsfeld Mensch, Organisation und IT ist und bleibt die Herausforderung, der wir uns täglich stellen müssen, dürfen, sollen, wollen!


CNO Panel #6 - Erkenntnisse aus der Wissensgesellschaft

Nun ist der Anlass für die CNO's, die Chief Networking Officers der ICT Szene, schon wieder vorbei. Wie war's denn, lautet die Frage? Gut, so meine Antwort. Eine illustre, bunt gemischte Gesellschaft waren die Referenten und der Cartoonist Pfuschi, der das gesagte interaktiv in Comics festhielt.

Starten wir mit Prof. Dr. Bernhard Katzy vom Center for Technology & Innovation Management an den Universitäten in München und Leiden zum Thema "Innovation & Produktivität in globalen Netzwerken".

Der wissenschaftliche Ansatz von Bernhard Katzy zeigte auf, dass der von Thomas Davenport geprägte Leitsatz "Hire smart people and leave them alone!" in der heutigen Wissensgesellschaft nicht genügt, sondern dass
- Lernen und Veränderung (auch der Organisation) ein fortwährender Prozess ist
- gute Management Techniken zum Rüstzeug gehören
- Resultate, also Output, und nicht geleistete Stunden, sprich Input, zählen

Anhand eines exemplarischen Beispiels zeigte Katzy, dass es essentiell ist, bei einer gestellten Aufgabe nicht einfach planlos loszurennen, sonder umsichtig zu planen - konkret:
Planung: 2 Monate
Produktion: 1 Woche
Abschluss: 3 Tage

Der Vortrag war etwas zu akademisch, der Funke mochte nicht recht zum Publikum überspringen - ich halte es mit der Bewertung ähnlich wie seine Studenten und denke, dass da noch Potential vorhanden ist, die Erkenntnisse zielgruppengerechter zu kommunizieren. Dass er ein heller Kopf ist muss Katzy nicht mehr beweisen, aber ein bekannter Name macht noch keinen Frühling - oder so ;-).