Den gesamten Reisebericht in chronologischer Reihenfolge und mit allen Fotos gibt es hier als Download (pdf, 4.6 MB).




Mixed with:
...and everything fried. It tastes delicious!
Dann flogen wir zunächst zum "Soneva Fushi International Airport", um ein paar glückliche Ankommende abzuladen.
Der Weiterflug nach Male dauerte 30 Minuten. Dort wurden wir zwei "Royal Island" Gäste wie die Könige exklusiv in ein Auto verfrachtet, während der Rest mit dem Bus fahre musste. Fehlte nur noch die Eskorte mit Sirene, hehe. Wir waren deshalb ein paar Minuten früher am Check-In und konnten ohne lange Wartezeit unsere Sachen aufgeben und im Duty Free herumlungern.
Die Personenkontrolle ging auch reibungslos vonstatten, gegenüber dem letzten Mal auf den Malediven. Ich hatte damals ein Schweizer Sackmesser von einem Ausflug her im Rucksack vergessen, was natürlich prompt erkannt wurde. Der lokale Security Mann war damals um ein Souvenir reicher.
9 1/2 Stunden dauerte der Flug mit Edelweiss zurück ins Schweizerländle. Ich tue, was ich in solche Situationen immer tue: Lesen und Fotografieren.

Diese Beschäftigung wurde nur unterbrochen von "Möchtet si no es Bröötli? Was wänd si no trinke?", und die Zeit verging buchstäblich wie im Fluge.

In Zürich schauten wir im "Reisemarkt", oberhalb der Zuggeleise lokalisiert, ob wir weiterfliegen und uns noch ein paar schöne Tage irgendwo machen. Leider fanden wir kein passendes Angebot und sind dann auf den Viertel nach Neun Uhr Zug gespurtet, um bei Zeiten in die Federn zu kommen.
Die zündende Idee: ein personalisiertes Foto!
Doch zu spät: der Wind frischte gruusig auf, die Wellen peitschten an den Steg - und ausser einem kurzen Intermezzo mit Taucherbrille unter Wasser halten wurde aus unserem Schnorcheln nur ein Wettlauf mit dem Regen.
Kaum begonnen prasselten die Tropfen mit Wucht waagrecht auf uns, zuerst vergleichsweise mit einer angenehmen Massage und dann so als würde einem die ganze Zeit jemand mit dem Finger zwicken. Wir suchten Schutz hinter den Pfosten des Stegs, bevor wir uns entschlossen uns von Wind und Regen Richtung Bungalow aufzumachen.
Da hat uns die Natur wieder mal gezeigt wer hier das Sagen hat! Zum Beweis ein kurzes Video - notabene mit Unterwasserkamera gefilmt ;-).
Aber lassen wir doch einfach die Bilder sprechen, mehr hier.

Einigen Historikern zufolge wurde Bodu Beru zu Anfang des 19. Jahrhunderts von afrikanischen Sklaven im Land eingeführt. Während der Regierungszeit von Mueenuddeen I wurden diese Sklaven in die Freiheit entlassen und auf die Insel Feridhoo im Ari Atoll gesandt. Es wird angenommen dass Bodu Beru sich von dort aus verbreitet hat und sich zu einer der populärsten Unterhaltungsformen des Landes entwickelte."
Quelle Text: Flyer bei Bodu Beru Show
Wie sich der Leser vorstellen kann haben wir es hier auf den Malediven sehr genossen. So sehr, dass wir Kassensturz machten und uns entschieden, noch eine Woche anzuhängen und zu Hause dafür etwas kürzer zu treten.
Nachdem wir den Entscheid gefällt hatten ging es nur noch darum, das Reisebüro zu informieren - dachten wir. Falsch gedacht, wir kommen nun leider wie geplant am Montag zurück, *jammer-heul-und-zettermordio*.
Die Details dazu geben das Mail an den LTUR Kundenservice Schweiz bekannt:
"Liebe LTUR
Wir waren langjährige, zufriedene Kunden von LTUR, bis jetzt. Grund ist die folgende Geschichte:
Wir haben uns kurzfristig entschlossen, vom 3.6.-18.6. 2 Wochen auf die Malediven (Royal Island Resort & Spa) zu fliegen und das im Berner LTUR Büro gebucht - der Service und die Unterstützung war hervorragend!
Nun sind wir hier auf Royal Island zu Gast und geniessen es so sehr, dass wir noch eine Woche Ferien anhängen möchten - von Seiten des Hotels ist das kein Problem.
Dabei erscheint das Ganze aus unserer Sicht so einfach, wenn nur ein bisschen guter Wille da ist:
Meine Erwartung an Sie, liebe(r) Leser(in) dieser Zeilen, ist es zu prüfen ob es wirklich keine Möglichkeit gibt dass wir unsere Ferien verlängern können und eine Woche später als geplant zurückfliegen, resp. falls das nicht geht bitten wir um eine kurze Begründung.
Mit bestem Dank für Ihre Bemühungen und freundlichen Grüssen
XXX"
Antwort vom LTUR Kundenservice Schweiz:
"Sehr geehrte XXX
vielen Dank für Ihre Anfrage. Aufgrund der Sondertarife lässt die Fluggesellschaft bei Last-Minute-Reisen keinerlei Umbuchung zu. Deshalb können wir Ihrem sehr verständlichen Wunsch nach Verlängerung leider nicht entsprechen.
Wir wünschen Ihnen aber noch ein paar wunderschöne Ferientage!
Mit freundlichen GrüßenIhr L'TUR Kundenservice"
Si no Fraage?
Und bevor PETA auf den Plan tritt: die Krabben werden nach dem Rennen wieder freigelassen, und manchmal sieht man am Strand auch eine mit einer aufgemalten Zahl auf dem Häuschen.

Das Credo lautet "Zufriedene Angestellte sorgen für zufriedene Gäste". Der "Staff Complex" verfügt über ein modernes Fitness Center (welches über mehr Geräte als das für die Gäste verfügt ;-) ), einen Internet Corner mit mehreren PCs und einen Laden für den Kauf der wichtigsten Utensilien.
Eine Cola kostet im Restaurant 4 Dollar für den Touristen, im Laden nebendran für den Staff gibt es für das selbe Geld 12 Flaschen, Staff Price notabene ;-).
Die Kantine verfügt über verschiedene Menus, die von der Schärfe her wohl aber nicht für europäische Rachen und Mägen gemacht sind.
In grossen Lettern prangt über dem Eingang der Leitsatz "GADHAR - Guests are diamonds here in Royal".
Die Tour, welche wir machen durften, ist in der Hochsaison auch im offiziellen Programm, wird aber leider nur von einem Bruchteil der Klientel besucht. Was mir sehr zusagt ist dass "Staff Complex" und Gastbereich nicht getrennt sind, wie in anderen Resorts wo es bei bestimmten Wegen einfach heisst "Staff only".
Ich denke, dass 90% der Gäste nicht mal in die Nähe des Staff Complex kommen (wollen), aber finde es gut dass die Trennung nicht noch durch unnötige Barrieren gefördert wird sondern ein Austausch bei Interesse möglich ist.
Die organischen Abfälle werden in der Nacht verbrannt - aber nur wenn die Windrichtung stimmt und keine Gäste durch den Rauch belästigt werden. Was nun wenn die ganze Insel voll belegt ist, wollte ich wissen?
Für diesen Zweck werde aktuell ein riesiges Rohr im Sinne eines Kamins konstruiert, welches alle Palmen überragen wird und somit den entstehenden Rauch schon etwas höher rauspusten wird.
Der Verbrauch von Wasser und Energie wird genau protokolliert:
Hauptenergiespender ist Dieselöl, welches in einem grossen Tank gelagert wird und von dort die Generatoren zur Energieerzeugung speist. Solarpanels sind im Moment noch keine Option, das Öl ist wohl noch zu günstig...
Die Rauchemissionen des verbrannten Dieselöls werden direkt in einen Raum geleitet, wo die Rückstände an den Wänden haften bleiben und nur ein geringer Teil effektiv in die Atmosphäre entweicht.
Die Wasseraufbereitung sieht so aus, dass Meerwasser mit einer direkt ins Meer mündenden Röhre in einen Tank gepumpt wird und von dort in mehrere Becken geleitet wird, damit sich die Feststoffe am Boden absetzen können. Danach erfolgt der Prozess, um dem Wasser das Salz zu entziehen und in den "Trinkwasserkreislauf" der Insel einzuspeisen.
Das Wasser aus dem Hahn wird durch die Angestellten getrunken, den Gästen wird jedoch empfohlen auf "Bottles" zurückzugreifen - 4.35 Dollar pro 1.5 Liter… Das für Dusche und Waschbecken benutzte Wasser wird zurückgeführt und soweit gereinigt, dass es für die Toilettenspülung und die Bewässerung der Pflanzen genutzt werden kann.
Wichtig ist auch die Wäscherei, welche nebst den Uniformen der Angestellten auch die ganze Bettwäsche und Waschtücher der Gäste bearbeitet - und das praktisch während 24 Stunden am Tag!
Die frische Wäsche wird dann von den Roomboys ins Zimmer gebracht und dort zu kunstvollen Arrangements gestaltet.
Jeder hat "seine Bungalows" und weiss dank der grossen Tafel mit den pikanten Details auch, ob es sich bei den Gästen um "Honeymooners", "VIPs" oder "Repeaters" handelt.