Mittwoch, April 18, 2007

ITIL Crashkurs - Finanzielle Betrachtungen um zu messen, dass sich eine ITIL Adaption lohnt

Die Adaption von ITIL fokussiert nicht unbedingt auf Kosteneinsparungen (diese sind ein angenehmer Nebeneffekt), sondern primär auf die Verbesserung der Service Qualität. Doch die Implementierung von ITIL fordert auch ihren finanziellen Tribut, das ist unbestritten. Wie kann ein IT-Provider "beweisen", dass sich diese Kosten rechtfertigen? Dafür eignen sich verschiedene Ansätze.

  • Prozesskostenrechnung: Dieser Ansatz wird als sehr erfolgsversprechend taxiert, da die Entwicklung von Prozess(schritt)input zu Prozess(schritt)output auf der Zeitachse beobachtet werden kann.
  • Key Performance Indicators (KPIs): Für jeden Prozess sollten sinnvolle KPIs definiert werden und regelmässig gemessen werden.
  • Versicherungsansatz: Ein IT-Provider kann es sich oft gar nicht leisten, nicht effizient zu funktionieren. Nach dem „Versicherungsansatz“ ist die ITIL Adaption die „Versicherung“ des Providers und somit eminent wichtig, um sich vor Schadenersatzforderungen von Kunden zu schützen. Ein gutes Argument also, um alles daran zu setzen dass klare Prozesse dafür sorgen dass es nicht so weit kommt.
  • Benchmarking: Der Vergleich mit anderen Unternehmen im Sinne eines Benchmarking von Kennzahlen wäre ebenfalls ein passables Instrument für eine Standortbestimmung. Dafür sollte jedoch eine Zertifizierung nach den an ITIL angelehnten BS 15000 / ISO 20000 Standards vorhanden sein. Ein „neutrales“ Benchmarking hätte somit mangels fehlender Grundlagen die Erstellung eines dedizierten Fragebogens mit einer nachfolgenden Umfrage bei verschiedenen Unternehmen zur Folge.

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