Donnerstag, März 22, 2007

Bundesrätlicher Blog made by Moritz Leuenberger

Gestern Abend habe ich Gedanken verloren in der Migros Zeitung geblättert, da ist es passiert... Ich wurde aus einem klassichen Medium über Neuerungen in der Blogosphäre informiert, und die Meldung war aussergewöhnlich: Bundesrat Moritz Leuenberger hat einen Blog!

Ein mutiger Schritt, und die Aufmerksamkeit der Blogosphäre und der klassischen Medien ist ihm sicher. Nun heisst es am Ball bleiben! Gut auf den Punkt gebracht in der NZZ am Sonntag und mehr dazu hier.

Samstag, März 17, 2007

Shutdown Day 07 - einfach mal Pause machen

Nächste Woche ist es also soweit - Tausende Computerjunkies haben sich vereint, ihren Kiste für einen Tag nicht laufen zu lassen. Wer mitmachen will ist dazu herzlich eingeladen, Details unter http://www.shutdownday.org/. Ich für meinen Teil werde .... mal schauen wie das Wetter wird ;-).

Montag, März 12, 2007

VoIP – was bringt’s im Unternehmensweiten Einsatz denn wirklich

Das Thema Voice over IP (VoIP) ist in aller Munde, die Erwartungen der Auftraggeber und Benutzer sind klar: jederzeit verfügbar und stabil muss die Lösung sein, und die Funktionen herkömmlicher Telefonie selbstverständlich abdecken. Doch damit nicht genug! Zusätzliche Vorteile liegen auf der Hand.

  • Transparente Übersicht aller anfallenden Kosten
  • Einsparungen gegenüber bisheriger Telefonielösung
  • Investitionsschutz
  • Preiswerter Unterhalt
  • Konvergente, flexible “State of the Art“ Lösung
  • Zukunftsorientierte Technologie
  • Umfassende Features
  • Produktivitätssteigerung

Wie kann nun ein solches Projekt zum Erfolg geführt werden?
Ich sehe eine Unterteilung in die Bereiche Architektur, Projekt und Betrieb vor.

  • Die Architektur muss grundsätzliche Fragen klären (Produkte, Funktionen, Mobile Integration, ...).
  • Das Projekt muss fokussiert die gesteckten Ziele avisieren.
  • Der Betrieb muss den Support sicherstellen und gleichzeitig aber auch den VoIP Service weiter entwickeln.
Hilfestellung gibt’s in dem Buch „VoIP for Dummies“, resp. „Mobile Workforce for Dummies“.

Sonntag, März 11, 2007

VoIP und Konvergenz - Stand der Dinge

Ich hatte die Gelegenheit an den Telematiktagen in Bern das Business Forum zum Thema „Voice over IP: jetzt den Anschluss sichern“ zu besuchen. Da ich mich aktuell mit dieser Thematik intensiv beschäftige eine gute Gelegenheit, ein bisschen über den Gartenzaun zu schauen.

Doch zwischen Begriffen wie Computer Telephony Integration (CTI),Unified Communication, Collaboration, Software as a Service, Security, Presence Information, Tele Presence und so weiter und so fort war vorerst kein Durchkommen zum Kern der Sache möglich. Bis ich begriff dass unter dem Begriff VoIP all‘ die schönen Dinge subsummiert werden, die ungeduldige Web 2.0 Junkies schon lange als selbstverständlich ansehen.
Die Verschmelzung zwischen Voice, Data und Video steht endlich vor dem Durchbruch.


Doch damit nicht genug, die „Konvergenz“ passiert auf vielen Ebenen. So beispielsweise zwischen Festnetz und Mobilnetz, zwischen Applikationen, im Bereich von privatem Umfeld und Business, zwischen Sprache und Daten – oder anders gesagt: der Stein für eine Virtualisierung zwischen Plattformen, Applikationen, Technologien und Identitäten wurde ins Rollen gebracht.

Damit wird auch der Microsoft Leitspruch „Any time, any where, any device“ Realität werden, die zur Verfügung stehende Vielfalt der Kommunikationskanäle tut ihr übriges dazu. Sage Research hat im 2006 eruiert, dass 52% unterschiedliche Medien nutzen um jemanden zu erreichen, 22% aufgrund mangelhafter Kommunikationsmöglichkeiten Deadlines verpassen und 36% nicht beim ersten Kontaktversuch erreicht werden können. In der schönen neuen Welt gehören solche Probleme der Vergangenheit an. Müssig zu erwähnen dass es aber noch ein paar Jährchen dauert bis es soweit ist.

Oder um es mit den Worten des CTOs von AT&T zu sagen: "“(Vo)IP is like PacMan – it will swallow everything."

Dienstag, März 06, 2007

4Show und MoBlog - Swisscom goes Content 2.0

Grad habe ich eine Medienmitteilung meines Arbeitgebers gelesen:

"Video-Tauschbörsen und Weblogs gehören zu den beliebtesten Anwendungen im Internet. Mit 4Show und MoBlog können Kundinnen und Kunden ab sofort auch unterwegs mit ihrem Handy ihre selbst gedrehten Videos mit anderen teilen und ein digitales Tagebuch führen.

Korrekt erkannt, nur leider etwas (zu?) spät in Zeiten von Youtube et al. Oder böse Zungen würden sogar behaupten dass hier einfach ein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell kopiert wurde.

Mehr zu MoBlog
Mehr zu 4Show

Montag, März 05, 2007

Office System 2007 Beta 2 and Beta2TR Time bombs

"Office System 2007 Beta 2 and Beta2TR Time bombs!" - sagt zumindest Microsoft selbst in einer Mail an mich als ehemaligen Betatester:
"Please note that all Beta-2 build products expired on February 1, 2007. Installing the Beta2TR build will extend this expiration date to March 15, 2007 for all client products and May 31, 2007 for all server products."

In Zeiten von Web 2.0 wo eigentlich alles Beta ist scheint mir das ein doch ein gewagtes Statement.

Mittwoch, Februar 28, 2007

I’m still alive…

...aber aktuell stark mit der Abschlussarbeit meines Nachdiplomstudiums beschäftigt. Das Thema: ITIL (IT Infrastructure Library) bei Swisscom IT Services. Nach Abschluss, also Mitte April, wird es dazu dann an dieser Stelle eine kleine Sondersession geben.
Bis dahin kann ich Euch das erste virtuelle Reisebüro Synthravels empfehlen, welches auf Touren in virtuelle Welten wie Second Life, Guild Wars, Ultima Online und viele mehr entführt!

Samstag, Februar 10, 2007

LIFT 07 Conference – hier mein Senf dazu


Das waren wieder 2 Tage in Genf! Die LIFT07 (Life, Ideas, Future, Together) hatte mich in Ihren Klauen, und ich habe kein bisschen was getan um davon loszukommen. Letztes Jahr habe ich fleissig mitgebloggt, dieses Jahr primär gut aufgepasst. Weniger ist manchmal mehr.

Folgende Erkenntnisse bringe ich im Rucksack mit:

  • Den Cyberspace gibt es nicht mehr, denn dieser „andere“ Raum ist längst mit der richtigen Welt verschmolzen.
  • Das Internet ist keine Sammlung aus Webseiten, sondern ein Strom an Informationen, der sich laufend verändert und zu neuen Strukturen aggregiert - also werfen wir die Angel aus und sehen was wir fangen.
  • Die digitale Kluft ist immer noch gewaltig zwischen Arm und Reich, zwischen Ost und West, Jung und Alt – und wenn wir Cybernauten dabei helfen diesen Graben zu überbrücken bringt uns das bereichernde Erlebnisse.
  • Der Wissensdurst wird durch die unfassbare Flut an jederzeit verfügbaren Informationen nie gestillt werden, wenn der Durstige Salzwasser trinkt stillt sich sein Durst eben auch nicht.
  • Die Welt wird durch die neuen Möglichkeiten nicht einfacher, sondern immer komplexer. Umso wichtiger ist es, sich den eigenen Bedürfnissen und Wünschen im Klaren zu sein um sich nicht im unendlichen Angebotsdschungel zu verlieren.

Alles in allem ein gelungener Anlass mit Kultstatus und bereits 550 Teilnehmern. See you there next year!

Links: LIFT Homepage, Fotos, Blogbeiträge via Technorati und Google

LIFT 07: Meet and greet

Nun war es endlich soweit, die LIFT 07 Konferenz (LIFT steht für Life, Ideas, Future, Together) hat stattgefunden - und es waren 2 tolle Tage!
Swisscom war im Gegensatz zum letzten Jahr präsenter und hat den Lunch gesponsert. Dominique, der die Startups coComment und Whisher unterstützt, hat mich mit diesen Leuten bekannt gemacht.




coComment wurde vor genau einem Jahr an der LIFT06 gelauncht und hat einen grossen Hype erlebt. Nun muss es sich als unverzichtbarer Bestandteil der Internet Gesellschaft etablieren. Und um das zu erreichen haben die Jungs und Mädels noch einige Aktionen vor!

Auch Whisher, ein Dienst welcher die gemeinsame Nutzung einer Wireless Verbindung ermöglicht, wird über das „Spread the word“ Prinzip an heissen Orten wie San Francisco und Los Angeles auf sich aufmerksam machen (müssen) um die kritische Masse zu erreichen. Die LIFT07 war ein guter Startpunkt dafür. Good luck guys!

Ich traf Alfi, einer der Köpfe hinter MyBluewin World und mit dem ich den ersten (funktionierenden ;-) ) Swisscom internen CEO Chat auf die Beine gestellt habe. Auch der Bluewin Blogger Michi war auch da, nun konnte ich dem Namen endlich ein sympathisches Gesicht zuordnen.

Beim obligaten Fondue hatte ich unter anderem das Vergnügen mit Quentin, dem Kopf einer französischen Bloggerplattform mit einer bemerkenswerten Userbasis, darüber zu philosophieren wie ich mehr Lesen auf meinen Blog hole, hehe. Sein Erfolgsrezept ist übrigens einfach: sei an erster Stelle in der Suchmaschine und mach es dem User so einfach wie möglich sich zu registrieren, bevor er wieder weg ist.

Caroline kam extra aus Holland an die LIFT und hatte uns den interessanten Tipp mitgebracht, das Fondue mal mit Rotwein aufzukochen – das sehe dann wirklich verlockend aus. Für den Amerikaner an unserem Tisch war Fondue auch schon so eine neue Erfahrung. Er macht das was wir im Rahmen unserer Zukunftsforschungsarbeit ausgearbeitet haben den ganzen Tag, sprich er entwickelt Szenarien für seine Kunden und kannte auch die Vision 2015 von Swisscom Innovations. Cool!

Während den 2 Tagen hatte ich viel Spass dabei mich mit Alex zu unterhalten, Internet Pionier der ersten Stunde und passionierter Fotograf – immer wieder bereichernde Einsichten. Er hat übrigens auch das Foto von Ellen Wallace geschossen, welches im Le Matin zu sehen sein sollte. Wir haben Ellen beim Lunch getroffen, ihre Plattform Geneva Lunch wird all den Englischsprachigen Leuten im Raum Genf auf die Sprünge helfen. Und das wird bei Ellens ansteckender Begeisterung ein Erfolg, da bin ich mir sicher.

David Galipeau’s Moderation habe ich leider verpasst, ich wollte unbedingt Stefana Broadbent’s Neuigkeiten aus den Swisscom Innovations User Adoption Labs hören. Es ist extrem spannend wie sie mit ihren Kollegen das Verhalten von uns Menschen in Bezug auf die Kommunikation untersucht. Diese Erkenntnisse müssen visibler werden, sie helfen uns dabei unser eigenen Verhalten besser zu verstehen.

Mark van Huisseling macht in seiner Weltwoche Kolumne immer Name Dropping vom Feinsten, aber das konnte ich ja schliesslich auch ;-). Und wenn ihr mich jetzt fragt was die Moral von der Geschichte ist kann ich nur sagen: It’s all about people – and it was great meeting you there!

Freitag, Februar 02, 2007

Office 2007 Beta 2 expired - aber nicht mit mir!

Heute morgen erhielt ich die nette Meldung, dass meine Betaversion von Office 2007 abgelaufen sei.

Doch mein neues Office gebe ich nicht mehr, wer’s noch nicht getestet hat sollte das hier nachholen. Auf der Microsoft Seite fand ich dann eine Hilfestellung: Deinstallieren Sie die Betaversion und Installieren Sie die offizielle Version.

Doch es geht übergangsmässig auch einfacher: Einfach das Datum in die Vergangenheit zurückstellen, bspw. auf den 1.2.2001 - dann stimmt wenigstens der Wochentag noch mit dem Datum überein. Mal schauen ob noch weitere Überraschungen auftauchen werden...

Donnerstag, Februar 01, 2007

Bernmobil kocht auch nur mit Wasser

Habe heute Nachmittag auf dem Weg in die Stadt entdeckt, dass die Bernmobil auch nur mit Windows XP kochen. Ein fehlender Maustreiber verursachte folgende sexy Meldung:

Da mein altes Sony Ericsson P900 Handy nur schaurig schlechte Fotos macht (aber wenigstens tadellos die Daten mit dem PC abgleicht) habe ich Cyril angesprochen. Er hatte den Screen mit seinem Handy der neuen Generation fotografiert und mir das Foto auch gleich zugemailt - vielen Dank, und nun haben alle etwas davon ;-).

Bernmobil ist aber sonst recht innovativ und bietet zum Beispiel die Haltestellen auf Google Earth sowie den Netzplan für den iPod an.

Bunny will an die Weltherrschaft

(")_(")
(+'.'+)
(\__/)

This is Bunny. Copy and paste bunny into yoursignature to help him gain world domination. Howdie!

Mittwoch, Januar 24, 2007

Florida: Letztes Kapitel unserer Reise, auf ein Neues!

So, nun sind wir wieder auf Schweizer Boden unterwegs, noch etwas durcheinander wegen den 6 Stunden Zeitverschiebung und der langen Reise. Der Empfang war auch ausgesprochen freundlich, in Zürich Wind und Regen und in Bern dann ein Graupelschauer, wie man auf Neudeutsch sagt... Doch die Sonne liess sich am Berner Bahnhof bald wieder blicken.

Wir hatten knapp zwei Wochen Florida Ferien genossen und sind auch ein bisschen rumgekommen.
Ich hoffe der Reisebericht war für die Daheimgebliebenen kurzweilig und hat die Lust entfacht, selbst ein bisschen auf Tour zu gehen. Für mich waren die Beiträge eine Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und für mich selbst festzuhalten, aber natürlich auch um Dir, geschätzter Leser, unsere Impressionen weiter zu geben.

Und um nochmals mit Nachdruck aufzuzeigen, dass es zum Winter in der Schweiz valable Alternativen gibt hier meine Karte an die Kumpels:

Als ich im Büro eintraf hier die Alternativversion meines Kollegen, der 5 Wochen in Australien unterwegs war:
Eine Auswahl der 2500 geschossenen Fotos wird dann in nächster Zeit mal unter http://www.webonomy.ch/ zu finden sein.

Nach Kalifornien/mittlerer Westen und Florida planen wir bereits die nächste USA Reise, wohl noch dieses Jahr - und die wird natürlich wieder verbloggt. CYA then!

Dienstag, Januar 23, 2007

Florida: Der lange Weg nach Hause

Wir kamen in Newark an, mit der entsprechenden Verspätung… Wir hatten knapp dreissig Minuten, um aus dem Flugzeug zu kommen (der Menschenstrom bewegte sich unglaublich zähflüssig) und vom Gate A ans Gate C zu kommen. Ich räumte uns nur eine geringe Chance auf Erfolg ein und wurde eines Besseren belehrt.

Gleich als wir aus dem Flugzeug in den Terminal kamen (Miami: 75° Fahrenheit/24° Celsius, Newark: 30° Fahrenheit/-1° Celsius, brrrr...) konnten wir auf einen Shuttlebus umsteigen der uns direkt ans Gate brachte. Als ich mich erkundigte, ob wir einsteigen konnten wurde mir mitgeteilt, dass das Boarding noch gar nicht begonnen hatte!


Wir starteten dann mit einer halben Stunde Verspätung Richtung Zürich, die Highlights unterwegs war der Blick auf New York und Paris bei Nacht, das vegetarische Menu (Indisch, lecker), die Filme "John Tucker must die" (Klamaukige Highschool-Klamotte) und "Little miss sunshine" (einer der Filme, die in meine Hall of fame aufgenommen werden, tragikomische Familiengeschichte zum Lachen und Weinen) sowie das Sortieren der Ferienfotos und das Schreiben dieser Zeilen.

Ich liebe ja Reisen ins Ausland, das ist nichts Neues. Im letzten Jahr haben wir auch die Perlen der Schweiz ausgekundschaftet und es sehr genossen, direkt vor der Haustür auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber wenn ich dann 24 Stunden unterwegs bin, eingekeilt zwischen zu breit geratenen Amerikanern und in stickigen Hallen stellt sich schon mal der Wunsch nach dem Ankommen ein. Ein treuer Begleiter war mir in diesen Situation Alain de Bottons Buch "Kunst des Reisen", welches wunderbar die Geschehnisse unterwegs aus unterschiedlichen Blickwinkeln reflektiert.
Und nun waren wir wieder daheim, plötzlich ging's dann doch schneller als mir lieb war... Unsere gekauften Strandstühle hatten den Flug heil überstanden, alles Gepäck war angekommen. Ich ging ursprünglich davon aus, dass sich die Stühle in den Koffern plazieren liessen - was leider ein Irrtum war. Schon wollte ich diese zusammen mit dem Sonnenschirm den nächst besten Touristen abtreten als mir die Idee kam, die Stühle diagonal in unserer grossen Tasche einzupferchen. Ausser den Stühlen hatte zwar nicht mehr viel anderes Platz darin, aber ich hatte Erfolg.

Da musste natürlich auch der Sonnenschirm mit, und ich war erstaunt als wir den ohne Probleme durch die Personenkontrolle brachten und auch einfach ins Flugzeug mitnehmen konnten. Nun ja, den Aufpreis für ein zu gross geratenes Gepäckstück hätten wir dann auch nicht auf uns genommen. Wer nun dieses Bild an heimische Gefilden antrifft ist eingeladenen, uns mit einem herzhaften "Howdie!" aufzuscheuchen.

Florida: Mitten in den Everglades kein Sprit mehr - und das Flugzeug in Miami wartet

Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig Richtung Miami auf, nach wilden Träumen von verlorenen Autoschlüsseln, verschwundenem Auto, Stau etc…

Wir kamen gut voran und waren schon bald mitten in den Everglades unterwegs. Ich hatte schon festgestellt dass wir nicht mehr allzu viel Benzin hatten, wollte das Auto aber nicht mit halbvollem Tank zurückgeben. Doch als der Tank sich schneller als erwartet leerte fand ich es nicht mehr ganz so lustig und programmierte in meinem Navigationsgerät die nächste Tankstelle. Und da kam auch schon mit einem lauten Gepiepse die Meldung "Fuel level low" auf dem Display.
Doch wir schafften es rechtzeitig an die Tankstelle und haben unterwegs sogar noch einen Alligator an einer Raststätte gesehen - wenigstens dessen Augen ;-).
Kaum steuert man auf Miami zu merkt man auch, dass der Fahrstil aggressiver wird. Da wird nicht mehr geblinkt, dafür gehupt, reingequetscht und aufs Gas gedrückt… Wir kamen jedoch heil beim Autoverleih Alamo an und gaben unser Auto um ca.11 Uhr morgens zurück.
Danach liessen wir uns an den Flughafen chauffieren und checkten sogleich unser Gepäck ein. Dank dem am Vortag eingeleiteten elektronischen Check In und ausgedrucktem Ticket ging das dann auch fix und wir hatten noch jede Menge Zeit, einen Snack zu uns zu nehmen - so dachten wir zumindest.

Als wir dann auf dem Weg zu den Gates die Personenkontrolle passieren wollten hatte es davor eine Riesenschlange bis in die Flughafenhallen. Ein Röntgengerät war ausgefallen… Aber auch hier war uns Fortuna hold und brachte uns rechtzeitig ans gewünschte Gate. Der ganze Stress für nix, denn unser Flug wurde mit 40 Minuten Verspätung angepriesen. Und dann ging es los, Miami von oben gesehen hat einen speziellen Reiz, seht selbst:




De facto flogen wir dann mit fast eineinhalb Stunden Verspätung ab. Ausserdem erfuhren wir, dass aufgrund starker Winde in Newark/New Jersey weniger Flugzeuge als normal abgefertigt werden. Mal schauen ob wir den Anschlussflug erreichen, die dafür eingeplanten Reserven waren 90 Minuten gewesen und sind bereits vor dem Abflug zusammengeschmolzen. Aber wer sagt eigentlich dass ich überhaupt zurück will ;-)?!

Montag, Januar 22, 2007

Florida: Erst wird gepackt… und dann gefeiert!

Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen, inzwischen Freitag, nach Miami weiterfahren um für den Rückflug am Samstag bereits in der Nähe des Flughafens zu sein. Aber Naples liess uns nicht los, und so verlängerten wir unseren Aufenthalt um eine Nacht.

Am Freitag morgen machten wir uns auf die Suche nach einer zusätzlichen Tasche, denn während der zwei Wochen hatte sich einiges in Plastiktaschen angesammelt, das nun auch sicher nach Hause gebracht werden wollte. Wir wurden in einem KMart fündig, wo auch ich ins Shopping Fieber kam… Die haben übrigens geile Staubsauger da, mit so einem Gerät könnte ich mich vielleicht auch für dieses "Ämtli" begeistern?!

Um uns auf die bevorstehende Pack Session einzustimmen gingen wir an den Strand und gönnten uns bei dieser letzten Gelegenheit noch ein paar Sonnenstrahlen.


Unterwegs trafen wir auch auf ein politisches Statement, das ich einfach mal unkommentiert im Raum stehen lasse...
Das Packen ging wieder erwarten und im Gegensatz zu unserer letzten Amerika Reise reibungslos vonstatten, obwohl der Manager des Hotels bei einer Stippvisite (er musste noch die Lampe im Bad reparieren) ein erstauntes "oh boy…" ausstiess.
Wir waren happy als alle Gepäckstücke zu waren und hoffentlich das erlaubte Gewicht nicht überstiegen. Dann machten wir uns auf - ins Bistro 821 zu einem feinen Essen.

Leider waren wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen, denn das Restaurant war komplett voll und wir mussten an der Bar warten. Dort trafen wir erneut auf Kacey, welche Bardienst hatte und uns die Drinks gleich spendierte! In der Schweiz ist mir das noch nie passiert, in Amerika bereits zum wiederholten Male...

Nach einem feinen Mahl wurden wir mit einem "Hug" verabschiedet und schlenderten noch ein wenig durch die Strassen. Wir schauten uns in Schaufenstern einige zum Verkauf stehende Häuser an und kamen mit einem jungen Mann ins Gespräch. Es stellte sich heraus dass er auch Makler war und vor einigen Jahren aus Holland eingewandert war. Und scheinbar ist das ein gutes Business, zumal bis an die 10% des Verkaufspreises einer Liegenschaft an den Makler gehen!

Florida: Naples war fast voll, und mit ihm auch der eine oder andere Besucher

Naples war ein charmantes Städtchen, das leider nicht nur uns zu beherbergen hatte. Wer in Amerika unterwegs ist sollte sich an die Coupon Hefte mit vergünstigten Hotels halten, damit lässt sich viel Geld sparen, resp. anders investieren.
Nach einigen Mühen fanden wir damit im "Lemon Tree Inn" ein Zimmer, das zweitletzte um genau zu sein (zum regulären Preis, aber der war auch tragbar). Das drittletzte hatte die quirlige Receptionistin, eine lustige "Mamma" mit einem losen Mundwerk, einem offensichtlich nicht mehr ganz nüchternen Mann zur Verfügung gestellt der uns beim Wegfahren um ein Haar gerammt hätte und während dem Einchecken zurückgestolpert kam, weil er sein Zimmer nicht gefunden hatte. Kurze Zeit später kam dann ein Freund, der sich nach ihm erkundigte. Leider konnten wir nicht weiterhelfen, sein Buddy war bereits wieder unterwegs und machte die Strassen unsicher...

Wir machten uns nach einer erfrischenden Dusche auf zum Nachtessen in die 5. Strasse. Das Bistro 821 hat uns angelacht, und wir lachten zurück. Kacey, unsere Kellnerin, brachte ein feines Essen und stellte unsere knurrenden Mägen mehr als zufrieden.
Der verschollene Trinker war inzwischen auch wieder heil nach Hause gekommen und schlief seinen Rausch aus. Ende gut, alles gut!

Florida: Kulinarische Tiefflieger und die schönsten Muscheln auf Sanibel

Wir blieben noch eine Nacht in Sanibel. "Unser" Strand lud zum verweilen ein und war im Gegensatz zu anderen Stränden überhaupt nicht überlaufen. Das Muschelsuchen gestaltete sich schwieriger als am Tag zuvor, da eine Seegraslawine den Strand überspült hatte.


Doch eine nette Dame bot uns ihre gefundenen Exemplare an, weil Sie zu Hause eh schon genug Muscheln haben und regelmässig nach Sanibel kämen. Wir besuchten also nach dem Sonnenuntergang Jane und John, beide noch nicht ganz 70, in ihrem Ferienhaus.
Jane spielte uns auf ihrem Saiteninstrument, eine Mischung aus Banjo und Steel Guitar, ein Ständchen vor und gab uns einen ganzen Sack voller wunderschöner Muscheln mit - nun müssen diese nur noch sicher in die Schweiz und durch den Zoll gebracht werden...



Am Abend machten wir einen zweiten Versuch mit einem italienischen Restaurant - das Matzaluna hatte uns am Tag zuvor alles andere als überzeugt, die Pizza und Bruschetta waren einzige Käselachen und die Penne verkocht und wohl mit einer Fertigsauce "aufgepeppt".


Auch das "Pizza Pasta" war nicht der Hammer, da waren die Teigwaren mehr als al dente und der Pizzateig noch nicht durch. Es ist ja nicht so dass unsere Ansprüche extravagant wären, aber da könnten wir der Küche doch noch den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.

Ich denke dass wir mit dem Schweizer (oder besser gesagt: mit unseren ;-) ) Vorstellungen von feinem Essen hier ein erfolgreiches Geschäft aufziehen könnten. Aber es gibt auch positive Beispiele aus der Gastronomie, als ich heute Morgen ein Omelett bestellt hatte, wo dummerweise Fleisch drin war wurde mir ohne Diskussion ein vegetarisches nachgeliefert. Und obwohl es mein Fehler war musste ich das nicht extra bezahlen. Besten Dank an das nette Personal von "Jerry's Food"!

Wir machten noch kurz einen Abstecher an die Bowmans Beach und zum Leuchtturm von Sanibel, damit wir die Wahrzeichen gemäss dem Touristenführer auch "abhaken" konnten. Aber wie so oft stehen die richtigen Perlen nicht im Touristenführer, sondern müssen selbst entdeckt werden.





Zwei Tage Sanibel waren eigentlich nicht genug, doch wir machten uns auf gen' Süden, nach Naples.