
It was a great time! Die Lift06 Conference gab mir die Möglichkeit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und neue interessante Leute kennen zu lernen. Auch die Speeches - nun online verfügbar - waren mehrheitlich gut und interessant, so dass ich auch einiges an Stoff intellektuell zu verarbeiten habe.
„consumactors“ und „transformactors“
Der zweite Tag der Lift06 Conference startete mit Xavier Comtesse vomThinkThank Avenir Suisse, welcher nicht unbedingt in Höchstform war. Ich habe ihn vor einigen Monaten in Bern gesehen und war begeistert, dieses Mal haute er mich nicht aus den Socken. Er zeigte auf, dass die Internetpioniere einen Goldrausch auslösten (welcher dann in der Internetblase ein jähes Ende fand) und dass die Zukunft stark von „consumactors“ und „transformactors“ beeinflusst werden wird. Zentrales Element um erfolgreich zu sein ist... Networking!
China und das Internet
Interessant war am Nachmittag die Fragestellung, ob China das Internet kontrollieren wird. Marc Laperrouza von der London School of Economics zeigte auf, dass es in China über 100 Mio Internetnutzer, mehr als die Hälfte davon hat Breitband Zugang. Blogs gibt es bereits zwischen 1 und 8 Millionen! Die Chinesische Regierung setzt alles daran, dass das Web zu zensurieren und seine Bürger zu kontrollieren - aber die Chinesen wollen wie der Rest der Welt das Internet nutzen können. "All of the big mistakes made in China since 1949 have had to do with a lack of information." sagt Guo Liang, von der Chinese Academy of social sciences in Bejing. Da bleibt uns einfach zu hoffen, dass sich auch in China andere Prinzipien durchsetzen werden und die freie Meinungsäusserung ohne Zensur zunehmen wird. Die vielen bloggenden Chinesen sind ein Schritt in diese Richtung. Bruno Giussani hat das Referat hier zusammengefasst. By the way, Bruno ist unglaublich! Während dem Referat schreibt er fleissig in seinen Blog, um am Schluss noch die Killerfragen an den Referenten zu stellen.
Multitasking - eine gute Sache?
Es gab viele Leute, welche Ihren Laptop dabei hatten - und den auch exzessiv nutzten zum Bloggen, Chatten, Mailen, Gamen, Surfen, Bildupload, Arbeiten,... Auf dem Rückweg nach Bern hatte ich eine angeregte Diskussion mit Stefana Broadbent, unter anderem zu diesem Thema - wie viel Multitasking verträgt der Mensch, respektive ab wann wird es ineffizient mehrere Dinge gleichzeitig zu tun? Die Arbeitspsychologen und Management Gurus predigen ja schon lange, dass man eins nach dem anderen machen soll und sich auf 5 (+/- 2) Ziele fokussieren muss, um erfolgreich zu sein. Ich für meinen Teil versuche herausfinden, welche Dinge ich gut parallel erledigen kann und wann ich um ein sequentielles Vorgehen nicht herum komme. Reflektion ist schliesslich der Weg zur Erkenntnis ;-).
Innovation Labs - so kreiert man institutionalisiert Innovationen
Der Vortrag zum Thema "Innovation Labs" von. Thomas Sevcik stellt fest, dass Leute nicht mehr fokussieren können, weil Multitasking überall Einzug hält. Sein Ansatz; temporäre Innovation Labs einrichten, um vorwärts zu kommen! Diese müssen natürlich gut vorbereitet sein, es sollen Leute mit unterschiedlichem Hintergrund teilnehmen und ein spezifischen Thema in einer bestimmten Zeit behandeln: temporary, guerilla, instant, open, play! Dieser Ansatz bringt neue Ideen, neue Produkte – und neue Freunde hervor. "Innovation Lab is a physical blog on speed.", so sein Schlusswort.
Anonymität im Internet - ein wertvolles Gut
Ein weiteres spannendes Referat kam von Emmanuelle Richard. Sie widmete sich dem Thema Anonymität im Internet. Plastisch vor Augen geführt: Dein Google Cookie läuft im Jahre 2036 ab. "We trust those companies don’t do bad things with our information!" ...aber eben, Vertrauen ist gut und Kontrolle noch besser. Deshalb hier einige Links zum Selbstschutz, denn Data mining, personalisierte Informationen und Transparenz gehören in der globalisierten Netzwelt dazu, und wer das vermeiden will muss sich eben selbst darum kümmern.
Meine Highlights - Semple von BBC und Scoble von Microsoft
Zum Schluss kamen meine zwei Highlights: Euan Semple mit dem Thema "Working In A Wired World" und Robert Scoble mit "Corporate Blogging". Euan arbeitete lange bei BBC als Chef des Knowledge Managements Teams und bewegte einiges bei BBC. Er stellte den Mitarbeitenden Tools zur Verfügung (Blogs, Wikis, Foren,...) um diese zu befähigen möglichst effizient mit Informationen umzugehen und miteinander in einen Dialog zu treten. So sollte es sein, empower your employees! Bei der Financial Times gibt's eine Case Study, und hey - wenn Ihr Euch ein Referat der Lift06 anschaut, dann muss es dieses sein! Hier geht's zu seinem Blog, und hier gibt's seine Consultingdienste.
And last but definitly not least: The Scobelizer himself, Robert Scoble von Microsoft. Er hat sich dem Thema Corporate Blogging angenommen. Es war ein sehr anregendes Referat, und ich finde es beeindruckend wie Scoble das Image von Microsoft beeinflussen kann. Hier einige Quick quotes seiner Kernaussagen in loser Folge, ich denke dies gibt ein gutes Bild ab was Corporate Blogging den Unternehmen bringt!
- If you don’t get people linked to you, you loose your business.
- Demonstrate authority, then people link to you. Sharing your thoughts builds relationship.
- Change is not death, fear of change is death.
- The word of mouth network is very efficient!
- RSS Aggreagators are important if you don’t want to lose track. (Siehe dazu mein Beitrag). Your customers can find everyone who says “you suck” or "the problem with product xy is..." on Google.
- Customers will help you out if you invite them in! This creates trust and participation, and they are emotionally connected and more involved.
- Blogging is the best relationship building machine.
- If you blog: be honest, fast and link to things. And: No manipulation, just conversation!
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