Mittwoch, August 09, 2006

eCommerce – aktuelle Studien und News

Ein paar Häppchen zum Thema eCommerce - bon appetit!

  • Das Thema "Long tail" ist in aller Munde. Ein spannendes 2 minütiges Video beschäftigt sich damit, wer mehr wissen will sollte sich das Buch von Chris Anderson anschauen.
  • Schnäppchen bei eBay ersteigern geht ganz einfach, wenn nämlich der Anbieter einen Tippfehler drin hat und so über die Suche nicht gefunden wird. Die Seite http://www.vertippdich.de/ hilft dabei!
  • Amazon Japan überlegt sich, mit einer virtuellen Shopping Mall Kunden anzuziehen.
  • Forrester Research hat die eCommerce Statistik Herausgegeben, 100 Millionen Europäer sollen im Schnitt 1000 Euro ausgeben.
  • PayPal hat auch eine Studie zum Thema eCommerce aus Kunden und Händlersicht veröffentlicht, hier als pdf.
  • Thomas Melles, bekannter Teleshopping Analyst, hat eine Studie zum Auktionsfernsehen in Deutschland herausgebracht, hier als pdf.

Sonntag, August 06, 2006

News aus der Blogosphäre

Samstag, August 05, 2006

Microsoft. My passion, your potential :-)

Microsoft. Entweder man liebt diese Firma oder man hasst sie, etwas dazwischen findet man selten. Ich persönlich habe mich bereits als "Microsoftie" deklariert, und wenn ich die "Executive Mails" von Bill Gates lese habe ich den Eindruck dass da in die richtige Richtung gesteuert wird.

  • Wusstet Ihr dass sich Bill Gates ursprünglich weigerte, einen Browser zu entwickeln weil mit dem Internet kein Geld zu verdienen sei? Well, jeder hat mal einen schlechten Tag. Es ist dem Querkopf J. Allard zu verdanken, dass die Microsoft.com Adresse registriert wurde. Er hat dort testhalber erste Seiten live geschaltet, wie ich bei Peter Schüpbach gelesen habe.
  • Seattle Pi vermeldet das Microsoft seinen eigenen Anstellungsrekord gebrochen hat: im letzten Jahr wurden 10 081 neue Mitarbeitende weltweit rekrutiert und hat nun über 71 553 Mitarbeitende per Ende Juni 2006!
  • Aber einen wichtigen Mann hat Microsoft verloren: Robert Scoble! Er wurde von Wired über Blogs, seinen Weggang und den zukünftigen Plänen interviewt. Einige Microsoft Mitarbeitende bloggen übrigens unter http://www.roboscoble.com/.
  • Dazulernen ist nicht verboten: Microsoft öffnet sich gegenüber Konkurrenz-Software und erlegt sich selbst 12 Regeln auf.
  • Die Zukunft bleibt sowieso spannend, wie Rick Rashid (Senior Vice President of Research) im Artikel "Microsoft looks ahead" der Washington Post
    aufzeigt. Auch im Webbereich macht
    Windows Live von sich reden, wie eine Vorschau und Interviews mit dem Produktteam zeigt.
  • Ein cooles Add-in für Outlook lässt einem einfach Kartenausschnitte zu Besprechungsanfragen hinzufügen.
  • Der iPod ist ein Meisterstück von Steve Jobs, doch wie so oft holt Microsoft zum Gegenschlag aus: laut Gerüchten soll Zune zum Weihnachtsgeschäft in die Läden kommen. Ob es zum iPod Killer reicht steht in den Sternen.
  • Microsoft reformiert sein Partnergeschäft, wie der CEO Steve Ballmer in Boston aufzeigte.
  • Kürzlich fragten wir uns im Büro, was denn ein Wechsel auf Windows Vista bringen soll. ComputerWorld hilft aus der Patsche und zeigt die 20 wichtigsten Windows Vista Features auf. Interessanterweise wird bei Vista auf die eher verpönte Peer-To-Peer Technologie gesetzt. Wer's selbst testen will sollte sich die Windows Vista Beta 2 herunterladen.
  • Das neue Office 2007 ist seit dem 2. August kostenpflichtig - 1.50 US Dollar muss für jedes heruntergeladene Package bezahlt werden. Als Alternative steht der Online Testdrive mit einemOnline Training zur Verfügung, oder ein Video mit den Highlights.

Fragenstafette oder getroffen vom Stöckchen

Wann freut sich der Blogger genauso wie der Hund? Genau, wenn ihm ein Stöckchen zugeworfen wird! Daran hängen dann ein paar Fragen, auf die ich im Folgenden gerne eingehe. Ein herzliches Dankeschön an den Stöckchenwerfer Stefan Bucher.

Warum bloggst Du?
Ich habe schon immer gerne geschrieben und versucht, für mich interessante Themen anderen Leuten näher zu bringen. Als ich 16 war habe ich deshalb eine Zeitschrift lanciert rund um das Thema Computer, ok seien wir ehrlich: Computerkriminialität :-). Nach ein paar Jahren habe ich diese aufgrund beruflicher Aktivitäten und begleitender Ausbildung einstellen müssen. Doch ich merkte, dass mir der Dialog mit Gleichgesinnten fehlte. Bloggen gibt mir wieder die Möglichkeit, Fundstücke aus dem Netz anderen Interessierten zugänglich zu machen und auch selbst Themen aufzuarbeiten.

Seit wann bloggst Du?
Seit Oktober 2005, eine halbe Ewigkeit in der Netzwelt ;-).

Warum lesen deine Leser Deinen Blog?
Ich würde jetzt sagen dass sollen meine Leser doch in den Kommentaren kund tun, aber da ich weiss dass viele "kommentarfaul" sind mutmasse dass sie das Thema elektronische Kommunikation mit allem drumherum interessiert und einige mich persönlich kennen und wissen wollen, was mich beschäftigt.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Gleich mal nachgekuckt, und: Fähribeizli!

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Bei der Arbeit zum Thema "Swisscom Dienste im Jahre 2020" habe ich mir mehr Feedback gewünscht.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Der Scobleizer.

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
Ich muss ehrlich gestehen dass ich das nicht mehr weiss, ist schon ein paar Tage her. Ich werde mir aber heute all' die neuen Beiträge in meinem RSS Reader zu Gemüte führen.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Und warum? Weil mich deren Antworten interessieren!

Sonntag, Juli 23, 2006

Diese Google Maps laden zum Verweilen ein!

  • Geografie lernen mit dem Map Quiz, indem man den gesuchten Ort auf der Karte markieren muss.
  • Mit Quik Maps kannst Du Dir Deine eigene Map erstellen (bspw. Standort des Büros,...).
  • Wer selbst Google Maps erstellen möchte sollte mal bei den "Creation Tools and Resources" vorbeischauen.
  • Eigene Fotos bestimmten Orten zuzuweisen hat eine Eigendynamik entwickelt. Google Maps Mania hat sich die Mühe gemacht und die wichtigsten dieser Mapping-Dienste zusammengestellt.
  • Superhighstreet.com lässt einem virtuell shoppen - und zwar mit allem Drum und Dran! Auch Jargol.com und Google Maps ergeben diesbezüglich eine interessante Kombination.
  • Virtual Video Map macht sich den Boom des Online Video Sharings zu Nutze und zeigt handverlesene Videos nach Standorten. Wem das gefällt sollte auch bei Virtual Tourism und GChart Video Map vorbeischauen.
  • Der neuste Google Earth Newsletter macht, wie der Name schon sagt, auf Neuerungen rund' um Google Earth aufmerksam.

Die essentiellen News aus der Blogosphäre

Details unter http://blaugh.com/2006/07/10/jarvis-unravels-media-continuum/












  • Darauf hat die Bloggerwelt gewartet: bLaugh ist der neue (in)offizielle Comic der Blogosphäre. Family Circus hat kürzlich auch einen lustigen Comic zum Thema Blogging publiziert, und wenn wir schon dabei sind sollte ihr Euch die “GooglePark” Version anschauen, köstlich :-).
  • Die grossen (amerikanischen!) Unternehmen entdecken Blogging - mit einer unerwarteten Schnelligkeit: 34% haben bereits einen, 35% planen die Einführung eines Blogs. Das ergibt nach Adam Riese dass im Jahre 2007 bereits 70% der grossen amerikanischen Unternehmen einen Blog ihr eigen nennen werden - gemäss Jupiter Research! Bei einer Querbeet Auswahl von Top 1000 Fortune Firmen (die Details als pdf beim State of Corporate Blogging Survey) zeigt sich eine etwas andere Quintessenz: 20% haben keine Ahnung um was geht, 30% sehen komplett durch und rund 50% haben ein vages Verständnis. Hier eine Übersicht über die bloggende Zunft der Fortune 500 Unternehmen.
  • Der Dell Blog "One2One" macht in den Staaten von sich reden. In Deutschland sind es vor allem KMUs die auf Blogs setzen, ein ähnliches Bild zeigen die Schweizer Produktblogs. Wen das Fieber gepackt hat und nun selbst einen Blog starten will sollte bei Meryl K. Evans vorbeischauen und das "ChangeThis Manifesto" lesen. Dort wird erläutert, wie man einen besseren Business Blog lanciert. Und nicht vergessen: Ann Handley hat die grössten Lügen rund um's Bloggen zusammengestellt, damit diese gleich von Anfang an transparent auf dem Tisch liegen.
  • Im Artikel "Aktiv in der Blogosphäre“ stehen drei Kommunikationsexperten im direkten Ländervergleich von USA, Frankreich und Deutschland Red' und Antwort zu den Chancen und Risiken von Corporate Blogs. Das der Umgang mit Blogs nicht trivial ist zeigen die negativen Schlagzeilen um Nestlé Suisse, die Antwort eines Nestle Managers versucht den Schaden in Grenzen zu halten.
  • Deutsche Blogger ungeschminkt im Interview gibt's beim Eint.de Weblog. Unter anderem dabei sind Basic Thinking Blog Robert Basic, Punktlog Johannes Duske, Trendhure Pascal Langer, Webmaster Blog Thomas Frütel, Taxi-Blog Torsten Bentrup, Webdesignblog Christian Strang, Bundesliga-Blog Markus Klöschen, GoogleWatchBlog Jens Minor und Werbeblogger Patrick Breitenbach.
  • Studien bis "a Bach abe": Die Blog-Studie (pdf) von Dr. Nora Ganim Barnes befragte 74 erfolgreiche Blogger. Resultat: 65 Prozent der Teilnehmer investieren weniger als eine Stunde pro Tag in Ihren Blog. Um sein Zeitmanagement beim Bloggen im Griff zu haben lohnt sich der Besuch beim PR-Blogger Klaus Eck. Das "Pew Internet and American Life Project" hat in einem Report über 200 Telefoninterviews gemacht, und crmmetrix hat eine neue Studie zur französischen Blogosphere herausgegeben. Man kann sich ein Summary als pdf downloaden, Eckdaten zeigen dass über 1/4 aller Onlineuser mindestens 1 im Monat einen Blog besucht, fast 20% haben auch schon kommentiert. Es sollen bereits ca. 8% einen Blog gestartet haben (letztes Jahr waren es angeblich rund 3.5 Millionen Blogs in Frankreich was bei einer Einwohnerzahl von ~60 Mio und einer Internetquote von ca. 43% zu einer kalkulierte Blognutzungsquote von ca. 14% führt, wie Robert Basic ausgerechnet hat). Wer des Italienischen mächtig ist erfährt hier mehr über Blogs und Journalismus. Auch die im Herbst 2005 populäre Umfrage „Wie ich blogge“ fragt die Teilnehmer nochmals an und verspricht in Kürze erste Resultate.
  • Überblogger Darren hat auf ProBlogger zusammen mit seinen Lesern eine Sammlung des "A - Z of Professional Blogging" erarbeitet. Und noch mehr Tools gibt die Blog Add-on Liste her.
  • Ziemlich abstrakt schaut das Mapping der Blogosphere aus…
  • Und last but not least: coComment ist ein hilfreiches Bloggetoll, dass alle meine Kommentare zentral trackt steht nun mit neuen Features zur Verfüung - die gut ankommen!

Samstag, Juli 22, 2006

Gadgets aufgespürt im WWW

Einen Mini-Projektor zum Kamerahandy? Ja, das gibt's tatsächlich, mit einer Bilddiagonale von 17 - 90 cm! Und für Paparazzis ein weiterer Leckerbissen: ein 6-fach Vergrösserungteleskop für's Handy!

Das neue Nokia Handy N91 hat eine 4 GB Festplatte, WLAN Unterstützung und ist damit bestens geeignet für den Download von Podcasts! Bis heute sind 32 Millionen iPods verkauft worden, während Nokia allein 46,5 Millionen musikfähige Handys Series 40 und 60 abgesetzt habe. Nokia rechnet mit dem Verkauf von total 80 Millionen Musikhandys per Ende Jahr.

Google bietet Headsets für weniger als 20$ an, mit einer Reihe von netten Features. Vielleicht hilft das dabei, Google Talk beliebter zu machen. Der Instant Messaging Dienst ist mit 3.4 Millionen Abonennten das Schlusslicht, verglichen mit MSN Messenger/Windows Live Messenger (204 Millionen Abonennten), Yahoo! Messenger (78 Millionen), AIM (34 Millionen) und ICQ (33.9 Millionen).

Ach ja, und die selbstreinigenden Kleider sind nun auch keine Utopie mehr…

Wer sucht, der findet!

Freitag, Juli 21, 2006

Top 15 Online Picture Generators

That's the way I like it! Das Generieren von halbwegs professionellen Bildchen ermöglicht mir, schnell eine persönliche Botschaft zu kreieren - und entlockt dem Empfänger meist eine überraschende Reaktion.

Meine Freundin freute sich über das Geburtstagsgeschenk mit ihrem Konterfei auf einem Magazin Layout, und wie kann man einem Kollegen einen guten Rat besser überbringen als mit der Konfuzius'schen Weisheit verpackt?

Nun, hier sind sie - meine Top 15 Online Bildgeneratoren:

  1. Confucius Message Generator
  2. Meine Lieblinge, die Simpsons: Homer auf der Strasse, ein Kirchen Billboard oder der Bart Wandtafel Generator
  3. US License Plate Maker
  4. Dummies Book Cover Generator
  5. Billboard Generator
  6. Zidane Video Subtitle Generator
  7. Highway Sign Generator
  8. Magazine Covers
  9. Warning Sign Generator und der Safety Sign Builder
  10. Linux Sign Generator
  11. Tombstone Generator
  12. Movie Poster Generator
  13. Lucky Luciano Generator (Who the f**k is Lucky Luciano? Das zeigt der Wikipedia Eintrag...)
  14. Fast Food Restaurant Sign Generator
  15. Flickr Badge Generator

Wenn wir schon bei Generatoren sind: allen die sich beim ersten Satz ihres Buches schwer tun hilft der "Story Starter Generator" ;-).

Google Tools - a bunch of new features

Google allüberall - hier die News zu den verschiedenen Diensten:

Eine Menge News von Google - es rappelt in der Strategiekiste

In meinen Ferien habe ich mehr als tausend Blogbeiträge gesichtet, welche in den letzten Wochen aufgrund anderer Engagements liegen geblieben sind. Die spannendsten News werde ich thematisch gegliedert hier in den nächsten Tagen publizieren. Starten wir also mal mit den News aus der Google'schen Küche mit dem Fokus auf Strategie und Zukunftsaussichten - Details zu Tools folgen später.

  • Google gab heute die Resultate des zweiten Quartals 2006 bekannt. "Google grew at an impressive pace during a seasonally slower quarter," said Eric Schmidt, CEO of Google. "We continue to deliver valuable new products and services to users around the world through our partnerships and investments in our business. Our strong performance results from our clear focus on increasing the quality of user experience, particularly in search and ads."
  • Marissa Meyer (Vice President für Google's Search Produkte und User Experience) wurde von Business Week interviewt und plaudert aus dem Nähkästchen - wer nicht weiterliest ist selber schuld ;-)...
  • Ist Google wirklich ein Gemischwarenladen oder steht immer noch die Google Suche im Mittelpunkt?
  • Kennt Ihr schon Google’s geheime IPv6 Pläne? Oder die von der Google Radio. Und auch der Metatrend Gesundheit macht auch vor Google nicht halt - das Google Health Portal steht ins Haus.
  • Blogger Philipp Lenssen (Google Blogoscoped) hat sich Gedanken gemacht, welche Dienste Google wohl im Jahr 2022 anbieten könnte. Wir gingen da noch etwas weiter und fragten uns, was Swisscom denn im Jahre 2020 für mobile Dienste anbieten könnte.
  • Was wäre wenn Google verschwinden würde (...ist gar Wikipedia 3.0 das Ende von Google?), nie existiert hätte - oder gar böse wäre?
  • Eine Vision der Webbürger ist schon lange das semantische Web, vorangetrieben vom Internet Pionier Tim Berners Lee. Google sieht das anders, wie hier und da nachzulesen ist.
  • Der Report "Undermining Freedom of Expression in China. The role of Yahoo!, Microsoft and Google" von Amnesty International zeigt auf, dass die grossen Suchmaschinenbetreiber gegen selbst aufgestellte Richtlinien zur Informationsfreiheit verstossen. Mehr dazu beim Suchmaschinen Weblog.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Swisscom im Jahre 2020 - das pessimistische Szenario

Swisscom steht vor dem Aus - Nach dem optimistischen Szenario hier nun die mögliche Kehrseite der Medaille, llustriert an einem Tag im Leben von Carsten Schloter, noch CEO von Swisscom.

5 Uhr: Wie jeden Tag setzt sich Carsten zuerst auf seinen Hometrainer um etwas für die Fitness zu tun. Heute würde er am liebsten sein Rennvelo schnappen und ganz weit weg fahren…

6 Uhr: Das hätte er sich nicht erträumen lassen als er vor 14 Jahren, im Januar 2006, die Leitung von Swisscom übernahm. Dass die Privatisierung scheitern würde war absehbar, die Telecom PTT gehört sozusagen zum Allgemeingut der Schweizer. Aber abgesehen davon hatte alles so schön angefangen…

  • 2007: Die internationale Expansion nimmt Formen an, die Akquisition von einigen ausländischen Firmen sichert Swisscom wichtige Assets für die Positionierung als Service Provider.
  • 2008: Die Penetration der Mobilfunkgeräte beträgt 120%, das bedeutet dass es mehr Geräte als Personen in der Schweiz gibt. Sunrise, Konkurrentin von Swisscom, muss Konkurs anmelden – Swisscom kann die Kunden zu einem Spottpreis übernehmen. Die Zeichen stehen auf Erfolg, auch der Aktienkurs ist seit Jahren wieder über die magische 500er Grenze gestiegen.
  • 2009: Der vor zwei Jahren lancierte Dienst „Swisscom Data Harbor“ erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, viele Schweizer schenken Swisscom ihr Vertrauen und lassen alle ihre digitalen Daten zentral verwalten. Es treten aber vermehrt Fälle von „Identitätsdiebstahl“ auf, indem sich Hacker unbefugt Zugang zu diesen Daten verschaffen und Benutzer erpressen. Auch werden vielfach Urheberrechtsverletzungen begannen und diese Daten bei Swisscom gespeichert. Das Medienhaus Time-Warner übt Druck auf Swisscom aus, indem sie ihr das Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen - Swisscom bezieht nämlich für den „Bluewin TV“ Dienst TV-Spartenprogramme und einen elektronischen Filmverleihservice von Time Warner.
  • 2012: Der „Swisscom Hologramm Service“ wird zweckentfremdet, indem Prostituierte ihre Dienste darüber anbieten. Dies ist entgegen den Nutzungsbedingungen und schadet dem Image von Swisscom. Die religiösen Fundamentalisten stellen Swisscom an den Pranger.
  • 2013: Die Unglücke wollen kein Ende nehmen, der „Swisscom Device Control“ Service hat wegen technischer Probleme bereits mehrere Hausbrände verursacht, die als Partner gewonnenen Unternehmen künden die Zusammenarbeit auf. Der Kassensturz publiziert einen vernichtenden Bericht über den Dienst und zeigt auf, wie man diese Vorfälle einfach hätte verhindern können. Swisscom steht im Kreuzfeuer der Kritiker.
  • 11. September 2015: Der Tag an dem die Welt still steht. Was viele Experten schon lange orakelten trat ein: der digitale Supergau, die Hauptschaltzentralen des Internet fielen aus – und nichts ging mehr. Noch schlimmer: durch eine Verkettung unglücklicher Zustände entweicht ein elektromagnetischer Impuls eines Swisscom Forschungsprogramms und schickt alle Daten des „Swisscom Data Harbor“ ins digitale Nirwana – inklusive der Sicherheitskopien. Hunderte Geschäfte müssen Bankrott anmelden, es gibt Suizide und öffentliche Demonstrationen – vom Vandalismus an den Swisscom Gebäuden ganz zu schweigen. Die Stimmung der Bevölkerung kippt, die Bewegung der „Digital-NO’s“ – also der Technikverweigerer – bekommt extensiven Zulauf.
  • 2016: Als Folge auf den 11.09.2015 wurde der „Digital Patriot Act“ ins Leben gerufen. Er untersagt es Unternehmen, personenbezogene Daten zu speichern. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Bis anhin konnten dank der prall gefüllten Kriegskasse die Verluste ausgeglichen werden, doch mit diesem Akt ist alles zunichte gemacht, worauf Carsten die letzten 10 Jahre hingearbeitet hatte. Weg von dem Netzanbieter, hin zum Lösungsanbieter von individuellen Dienstleistungen – das war einmal. Ausländische Unternehmen nutzen die Rechtslage zu ihren Gunsten und bieten den verbleibenden Kunden Dienstleistungen an, welche der Swisscom untersagt wurden.
  • 2020: Eine gross angelegte Langzeitstudie zeigt erstmals unmissverständlich auf, dass die Unfruchtbarkeit der Männer und Frauen eindeutig durch die Mobilfunkantennen- und Geräte ausgelöst wird. Das Parlament beschliesst, die Mobilfunknetze per Ende Jahr ausser Betrieb zu nehmen.

9 Uhr: Carsten Schloter tritt vor das Schweizer Parlament. Die Vorsitzende des Bundesrats zeigt eine vernichtende Chronologie der Ereignisse auf, der einzige rechtsbürgerliche Bundesrat kommt nicht zu Wort. Die Debatte wird lieblos geführt, Carsten sitzt auf verlorenem Posten. Ihm bleibt nur eins: er reicht seinen Rücktritt ein, und meldet im gleichen Atemzug Konkurs an. Damit wurde Swisscom der Todesstoss versetzt.


Summary:
Wie gesagt ist diese Arbeit im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule Bern zusammen mit meinen Kollegen Martin Buri, Thomas von Känel, Sandro Napoli, Urs Schöni und Reto Suter entstanden. Die zwei vorgestellten Szenarien geben einen Überblick, wie sich mobile Dienste auf das Leben von Herr und Frau Schweizer auswirken werden. „Wild Cards“ im Sinne von Trendbruchereignissen sind in diesen Szenarien bereits integriert.

Aus strategischer Sicht gibt es heute einen, aber über alles entscheidenden Faktor zu berücksichtigen: was will der Kunde, resp. was könnte der Kunde wollen.
In dem Sinne: auf in die Zukunft, in die schöne neue Welt! ;-)

Swisscom im Jahre 2020 - das optimistische Szenario

Was könnte Swisscom im Jahre 2020 für mobile Dienste für Herr und Frau Schweizer anbieten? Diese Fragen haben wir uns im Rahmen der Zukunftsforschung gestellt und darauf basierend zwei Szenarien entwickelt. Mich würde interessieren wie Ihr das einschätzt - total futuristisch oder doch im Bereich des Möglichen? Und was haben wir bei unseren Überlegungen vergessen oder zu wenig berücksichtigt? Let us know!

Also, im Jahre 2020 ist Swisscom ist der Marktleader im Bereich der mobilen Dienstleistungen - veranschaulicht an einem Tag im Leben von Hans Meier:

7:00 Uhr: Der Wecker geht los und spielt automatisch zuerst 2 Minuten die Lieblingsmusik ab, bevor die neusten Nachrichten von der Kommunikationszentrale abgespielt werden (ehemals Combox). Mit einer einfach Sprachsteuerung werden diese zum Teil noch direkt im Bett beantwortet (Weiter, Antworten, Löschen).

7:30 Uhr: Der Kühlschrank hatte schon bessere Zeiten gesehen und sollte wieder mal aufgefüllt werden. Kein Problem, die Standardbestellung abzüglich der noch vorhandenen Artikel wird direkt auf das mobile Kommunikationsgerät übertragen.

8:00 Uhr: Die Tagesplanung steht an, heute steht ein Kundenbesuch auf dem Programm. Da Hans nicht genau weiss wo der Kunde lokalisiert ist lässt er sich automatisch durch den „Swisscom Autopiloten“ in seinem Jaguar Baujahr 1995 auf dem schnellsten Weg dorthin lotsen.

9 Uhr: Der Kunde bespricht mit Hans die laufenden Arbeiten direkt an seiner Kommunikationszentrale und möchte von Hans gerne einige Details zu dem laufenden Projekt wissen. Hans ruft diese Informationen ganz einfach aus seinem „Swisscom Data Harbor“ bei Swisscom ab, dort wo er alle seine digitalen Daten verwaltet.

10 Uhr: Es wird kurzfristig ein Workshop einberufen, doch leider sind nicht alle benötigten Personen vor Ort. Diese werden dann über den patentierten „Swisscom Hologramm Service“ einfach interaktiv zugeschaltet und können sozusagen „aktiv“ teilnehmen. Schwieriger wird es mit dem Kollegen in New York, da der morgens um vier Uhr gemäss seiner Präsenzinformation noch nicht verfügbar ist und wohl am Schlafkissen horcht. Da der ganze Workshop digital aufgezeichnet wird hat dieser aber bei Arbeitsbeginn die Möglichkeit, sich die wichtigsten Szenen anzuschauen und allfällige Inputs nachzuliefern. Die Teilnehmer des Workshops begrüssen sich, bei denen die noch nicht miteinander bekannt sind tauschen die elektronischen Kommunikationszentralen automatisch die „Business Cards“ aus.

12 Uhr: Denken macht hungrig, doch wohin sollen die Ortsunkundigen denn gehen bei der Riesenauswahl an Lokalen? Die elektronische Kommunikationszentrale von Swisscom macht ein paar Vorschläge, sortiert nach Präferenzen der Teilnehmer (diese sind in den übertragenen Business Cards vorhanden), Preis, Entfernung und Bewertungen von anderen Gästen. Die Gruppe ist sich nicht sicher ob es zum Chinesen oder Italiener gehen soll. Ein kurzer Blick auf das heutige Menu in Text und Bild sowie die aktuelle Ansicht der Lokale über eine Webkamera machen die Auswahl leichter – der Chinese ist hoffnungslos überfüllt und hat „Appenzeller Hund“ als Tagesspezialität im Angebot wogegen der Italiener eine gute alte Vollkornpizza zum Swisscom Spezialpreis anbietet. Also nichts wie ab nach „Bella Italia“!

14 Uhr: Nach einem ausgedehnten Mittagessen entscheidet sich Hans spontan, einen Verdauungsspaziergang am See zu machen. Seine Kommunikationszentrale stellt er auf „Relax“ ein, was bedeutet dass nur Kontaktaufnahmen von seiner Familie zu ihm durchgestellt werden und alle anderen automatisch nach voreingestellten Regeln eine Nachricht hinterlassen können. Gemütlich schlendert er nebst den rüstigen Rentnern und den spärlich gesäten jungen Müttern, als eine interaktive Werbung für eine „Waschmaschine ohne Wasser“ seine Aufmerksamkeit fesselt. Hans will mehr wissen und richtet die Kamera seiner Kommunikationszentrale auf den Code auf dem Plakat, worauf er weitere Informationen zu dem Angebot erhält – dank dem „Swisscom Smart Code Scanner“ hat er die notwendigen Daten direkt gespeichert. Er ist fasziniert von der Idee und leitet die Information an seiner Frau weiter – Sie verwaltet das Budget und muss entscheiden, ob diese Anschaffung getätigt werden kann. Wenn ja genügt eine kurze Bestätigung und das Gerät wird zu einem passenden Zeitpunkt geliefert, der Spediteur kann ja den öffentlichen Kalender von Hans’ Frau einsehen und bereits einen Terminvorschlag machen. Bezahlt wird dann praktischerweise direkt über die Swisscom Kommunikationsrechnung.

15 Uhr: Hans gefällt es am See. Er beschliesst, den Nachmittag über hier zu arbeiten. Er genehmigt sich im „Fähribeizli“ einen Espresso und ist von dessen Qualität begeistert – ein kurzes Foto wird geschossen, mit dem Kommentar „Lecker“ versehen und direkt im Internet mit den Lokalitätsangaben (Längen- und Breitengrad) zu den Bewertungen von anderen Kunden des Lokals angefügt – schliesslich sollen diejenigen, die nach ihm hier herkommen sehen was seine Meinung war. Für seine Kontakte hinterlässt er eine „Swisscom Local Message (SLM)“, sprich wenn jemand von seinen Kontakten an diesen Ort kommt erhält derjenige automatisch die von Hans verfasste Nachricht.
Über seine Kommunikationszentrale verteilt er Aufgaben an seine Mitarbeitenden und kommuniziert mit seinen Kunden. Er recherchiert zu einem Thema und findet dank dem lernfähigen „Swisscom Google Profiling“ Dienst innert Kürze die für ihn persönlich relevanten Inhalte.

16 Uhr: Sein Sohn hat nächste Woche Geburtstag. Bei Kindern in diesem Alter ist es nicht immer einfach das passende Geschenk zu finden, glücklicherweise hat sein Sohn im „Swisscom Gift Shop“ bereits eine Wunschliste zusammengestellt und Hans muss nur noch auswählen, was er ihm schenken möchte. Doch was ist das? Die Lizenz für den Film „Das Kettensägenmassaker der Karottenköpfen“ wird er seinem Sohn ganz sicher nicht zuschieben, im Gegenteil: diese Kategorie Filme setzt er grad auf die „schwarze Liste“ und wird zu Hause wohl noch ein Hühnchen rupfen müssen.

16:30 Uhr: Eine Anfrage von seinem Sohn trifft ein, anhand der Stimmungsanzeige auf seiner Kommunikationszentrale scheint Feuer im Dach zu sein. Er bestätigt die Anfrage und erhält zuerst mal einen Satz heisse Ohren. Was ihm einfalle, einfach eine Kategorie Filme für ihn zu sperren? Was denn seine Kollegen denken sollen, das dürfe ja wohl nicht war sein! Tja, die Errungenschaften der Technik – sein Sohn hat natürlich jegliche Veränderungen an seiner Wunschliste abonniert, damit er rechtzeitig sieht was von seiner offenen Liste verschwindet und er weiss, was auf dem Gabentisch liegen wird.

17 Uhr: Hans steckt im Stau. Seine Frau ist heute Abend ausser Haus, hat ihm aber das vorbereitete Essen bereits in den Ofen gestellt. So nutzt Hans die Gelegenheit und aktiviert das Gerät über seine „Swisscom Device Control“ von unterwegs aus und freut sich auf ein feines Mahl. Da kommt ihm in den Sinn dass der Kühlschrank ja immer noch leer ist. Er öffnet die Einkaufsliste, fügt noch ein paar neue Produkte sowie Sparempfehlungen vom „Swisscom Partner Network“ hinzu und sendet die Bestellung ab. Endlich geht’s auch auf der Autobahn weiter. Sein Bordcomputer meldet, dass das Benzin zur Neige geht und dass sich grad’ um die Ecke der günstigste Benzinanbieter innerhalb der nächsten 10 Kilometer befindet. Das lässt sich Hans nicht zwei Mal sagen, da die Benzinpreise wieder mal steigen und der ganzen Nation der Atem stockt.

18 Uhr: Hans kommt zu Hause an und begrüsst seinen Sohn. Dessen Ärger ist inzwischen auch verflogen und die beiden haben ein angenehmes Vater-Sohn Gespräch.Das feine Essen steht auf dem Tisch, die bestellten Waren sind bereits geliefert worden. Das Tüpfelchen auf dem i ist ein feiner Wein den er heute als Treuebonus zur 1000. virtuellen Bestellung erhalten hat.
Das Liefersystem ist inzwischen so intelligent dass zum Beipsiel zwei noch grüne Bananen geliefert werden und drei reife – die reifen sind nämlich für den nächsten Tag im Büro, die noch grünen für nach dem Wochenende geplant. Die laufenden Bewertungen der Produkte (ok, zu reif, zu wenig reif, …) haben sich gelohnt, inzwischen bekommt Hans genau das, was er gerne mag.

22 Uhr: Zufrieden sinkt Hans ins Bett – und findet es wieder mal toll, wie Swisscom ihm mit all den innovativen Diensten hilft, sein Leben besser und einfacher zu gestalten.

Mittwoch, Juli 19, 2006

Swisscom und zukünftige mobile Dienste - die Einflussfaktoren

Der Aufbau von Diensten und deren mobile Nutzung ist von einer Vielzahl Faktoren abhängig, wie die folgende Zusammenstellung aufzeigt. Die Auslegeordnung zeigt Entwicklungen auf, welche aus unserer Sicht stattfinden (werden), kategorisiert nach den Sphären der Zukunft von Matthias Horx.

Technosphere

Netzabdeckung: Die Netzabdeckung in der Schweiz bietet die Grundvoraussetzung, um darüber auf Dienste zugreifen zu können. „Bereits 90% der Schweizer Bevölkerung ist mit UMTS abgedeckt, sogar 99.8% mit EDGE. Mit HSDPA, UMTS, EDGE und Public Wireless LAN bietet Swisscom Mobile somit die beste Abdeckung an mobilen Breitbanddiensten in der Schweiz.“ (Quelle: Internet Swisscom Mobile). Im Vergleich zum Vorjahr stieg 2005 der Anteil der Bevölkerung mit einem Mobiltelefon von 84,6 auf 93 Prozent. Die Public WLAN Hotspots pro 10'000 Notebooks wuchsen um 16,4 Prozent, die Anzahl Hotspots stieg von 1'600 auf 2'230. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)

Mobile Geräte: Die schier endlose Vielfalt an mobilen Endgeräten lässt uns einige Muster erkennen: immer schneller, besser, integrierter. Ein Handy ohne Kamera ist heute schon bald schwierig zu finden. Doch alle diese mobilen Geräte haben etwas gemeinsam, was heute noch nicht gross genutzt wird: sie zeigen, wo sich der Benutzer befindet!! Dies wird zukünftig ein entscheidender Faktor sein, um für den im Mittelpunkt stehenden Benutzer Dienstleistungen zu erbringen, da dessen Bedürfnisse von Lokalität zu Lokalität unterschiedlich sein werden.
Übrigens: dem Datenschutz ist beim Aufbau von solchen Dienstleistungen einen hohen Stellenwert beizumessen.

Energie: All’ die technischen Geräte benötigen Energie. Diese sollte in Zukunft vermehrt aus „natürlichen“ Ressourcen gewonnen werden können, bspw. mit in den Geräten eingebauten Solarzellen oder durch Bewegungsenergie

Consumersphere

Nicht-Sprachdienste: Nicht-Sprachdienste gewinnen im Mobilfunkbereich an Bedeutung, beispielsweise sind dies Online-Spiele, der Versand von SMS, Multimedianachrichten, Instant Messages und E-Mails, Surfen im Internet, Live TV via Handy, Videotelefonie, …
Der für die Telco Firmen wichtige Anteil von Nicht Sprach-Diensten am gesamten Mobiltelefonie-Umsatz stieg im 2005 von 13,88 auf 14,86 Prozent. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)

Internetpräsenz von KMU: Der Nutzen einer Internetpräsenz ist für KMUs heute noch nicht immer gegeben. Die zunehmende Virtualisierung wird dies aber fordern, eine Webpräsenz wird so selbstverständlich wie der Eintrag der Telefonnummer im Telefonbuch.

Usability: Erfolg hat, was einfach in der Bedienung ist und auf das Bedürfnis des Benutzers eingeht. Ein Beispiel: eine kontextsensitive Menustruktur stellt nur effektiv relevante Befehle zur Verfügung, es werden nur „nützliche“ Informationen angezeigt und die eine Endgerät spezifische Ausgabe stellt sicher, dass eine Webseite auf einem Handy anders aussieht als auf dem PC Monitor, damit der Benutzer sich nicht zu Tode scrollen muss.

Knowledgesphere

Verfügbare Informationen: Die Informations-, Daten- und auch die verfügbare Wissensmenge steigen kontinuierlich an. Durch das Internet wird der Zugang dazu stark vereinfacht, da dieser nicht mehr an Ort und Zeit gekoppelt ist. Diese Flut bringt natürlich Probleme mit sich: wie kann die Spreu vom Weizen getrennt werden? Wie finde ich im Informationsdschungel die für mich relevanten Inhalte und nicht nur diejenigen, welche die Such-/Findmaschine als relevant einstuft? Ebenfalls problematisch ist die Datenqualität, zum Beispiel auf http://www.wikipedia.org/, der Online Enzyklopädie – wer garantiert mir, dass die dort von irgendwem publizierten Daten stimmen?

Verknüpfung von Informationen mit Lokationen: Lokationsspezifische Daten sind in der Schweiz noch eher dürftig verfügbar, doch der „User generated content“ nimmt zu. Die Schweizer stellen vermehrt persönliche Informationen (bspw. Fotos, Bewertungen, Beschreibungen,…) im Internet zur Verfügung und verknüpfen diese mit einem bestimmten Standort (bspw. http://www.local.ch). Global Players wie Google haben dies auch erkannt und bieten bereits lokale Dienste an (Google Earth, Google Maps, Google Local,…)

Verbindung der virtuellen und physischen Welt: Virtuelle und physische Welt werden ohne Medienbruch über Codes verknüpft und bieten neue Möglichkeiten in der Informationsvermittlung und Werbung, indem über diesen Code direkt aus dem Internet weitere Informationen zum Objekt abgerufen werden können. Wenn ich vor dem Berner Bundeshaus stehe kann ich über mein Mobiltelefon den dort angebrachten Code fotografieren und mein Handy ruft automatisch aus dem Internet weitere Informationen dazu ab, bspw. von Wikipedia.org (Beispiele: Semapedia.org und Beetag.com)

Soziosphere

Internetnutzer: Das Internet wird allgegenwärtig von den Schweizern genutzt, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz oder von unterwegs. Der Anteil der Internetbenutzer an der Gesamtbevölkerung legte IM 2005 um 3,5 Prozent zu und liegt nun bei 70,1 Prozent. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)

Gesellschaft und Individualität: Wie frei ist unser Wille wirklich, wie individuell wollen und können wir leben? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und braucht Strukturen. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zwingen dem Individuum auch in Zukunft gewisse Normen und Verhaltensweisen auf. Die Freizeit wird eher individuell und unstrukturierter gestaltet werden als das „Daily Business“, welches strukturiert und geplant werden muss.
Individualität wird in der Gesellschaft von Morgen wichtig sein, die Interaktion und das Eingehen auf das Umfeld (Familie, Freunde,…) aber genau so.

Collaboration: Der Bedarf nach elektronischer Zusammenarbeit nimmt zu, der Mensch von Morgen will von jedem Endgerät, Netzwerk, Ort und Zeitpunkt mit anderen Menschen zusammen arbeiten können.

Ressourcenersparnis: Die Technologisierung erlaubt, dass viele Vorgänge schneller und automatisierter abgewickelt werden können. Dies steigert die Effizienz und Effektivität des Individuums und erlaubt, in der zur Verfügung stehenden (Frei)zeit mehr zu unternehmen.
Oder kommt doch eher das Motto „Der Computer erlaubt mir Probleme zu lösen, die ich ohne Ihn gar nicht hätte.“ zum Zuge? Auch finanziell ergeben sich Vorteile: die Transparenz von Angeboten im Internet ermöglicht es, auf einfache Art und Weise den günstigsten, schnellsten, besten Lieferanten für ein Produkt zu finden.

Massenmedien:Die klassischen Massenmedien TV, Radio und Zeitung werden durch das Medium Internet in seiner ganzen Vielfalt konkurrenziert. Insbesondere Blogs, oft mit „Tagebücher im Internet“ umschrieben, gewinnen an Bedeutung. Deren Inhalte sind meist in Textform, Audio- und Videblogs gewinnen aber stetig an Bedeutung. Ein zentrales Element dieser neuen Medien ist bereits heute die Push Kommunikation zukommen, welche den Benutzer über für ihn relevante aktuelle Ereignisse immer auf dem Laufenden hält.

Verweigerung:Sie werden kommen, die Internet Verweigerer und die gute alte Zeit propagieren, in der die Welt einfacher war. Und es werden nicht nur ewig Gestrige sein, welche die neu gewonnene Freiheit ohne Technologiediktat bejubeln.
Die Geschichte lehrt uns, dass zu jeder Mainstream-Bewegung immer auch eine entgegen gesetzte Strömung stattfindet.

Bodysphere

Gesundheit: Die Gesundheit ist das wichtigste Gut. Was hat aber die Technologisierung darauf für Auswirkungen, bspw. Antennenstrahlung? Die neue Welt vermittelt das Gefühl, immer verfügbar sein zu müssen. Dies führt zu Stresssymptomen und neuen Zivilisationskrankheiten.
Beispiel: In Japan ist der Tod durch Überarbeitung („Karoshi“) eine berufsbedingte Erkrankung – mit dem Anrecht auf Versicherungsschutz!

Politosphere

Identität und Sicherheit: Fühlen sich Internetbenutzer sicher? Oder befürchten Sie, eine digitale Sput hinter sich her zu ziehen und zu gläsernen Konsumenten zu werden?
In den USA ist der Identitätsdiebstahl (Identity fraud) bereits heute ein grosses Problem, und dies nicht nur im Internet! Das Internet ist kein rechtsfreier Raum (mehr), aber stellt Regierung und Justiz immer noch vor grosse Probleme.

Rechtsverletzungen: Die Publikation und die Verbreitung von Inhalten über elektronische Kanäle haben bereits heute immense Ausmasse angenommen. Doch damit einher geht auch die Steigerung der Urheberrechtsverletzungen, indem Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) ohne Angabe von Quellen re-publiziert oder unrechtmässig kopiert werden (Piraterie).
Es besteht ein grosser Bedarf an einem neuen Regelwerk für den Umgang mit elektronischen Medien.

Basierend auf diesen Einflussfaktoren haben wir zwei Szenarien entwickelt, was Swisscom im Jahre 2020 für mobile Dienste anbieten könnte - Details dazu folgen morgen.

Dienstag, Juli 18, 2006

Swisscom und die TIME Strategie

Swisscom will mit der TIME Strategie in andere Märkte vorstossen. In einigen Bereichen wird dies bereits heute versucht um nebst dem klassischen Standbein Fuss zu fassen.

  • Im TV- und Entertainmentsektor gibt's noch grosses Potential, Swisscom will das Fernsehen der Zukunft mitgestalten.
  • Das Wachstum in angrenzende Bereiche des Kerngeschäfts wird mit der Gruppengesellschaft SwisscomRelated Businesses (umfasst Broadcasting, Cards & Payment Solutions und Corporate Real Estate & Facility Management) forciert.
  • Mit Outsourcing Deals im Informatikgeschäft und durch die Übernahme der Comit AG lässt sich auch im Finanzbereich ein Stück vom Kuchen abschneiden.
  • Der Einstieg in den Healthcare Markt (welcher gemessen am Brutto Inland Produkt der grösste Europas ist und stetig wächst!) durch die Übernahme der Medipa AG, der Zusammenarbeit mit MediData und den Bestrebungen der Swisscom IT Services eröffnet neue Perspektiven.
  • Nicht zu vergessen der Vorstoss in neue Märkte wie RFID durch die Gründung der Firma Swisscom Auto ID Services und die Lancierung des Bloggertools CoComment.

Dies sind Dinge, die aktuell statt finden. Aus unserer Sicht liegt in dem Angebot von konvergenten, mobilen Dienstleistungen auf Basis des allgemeinen verfügbaren breitbandigen Internetzugang ein Riesenpotential, worauf wir im Folgenden auch vertieft eingehen werden. Swisscom Mobile ist bereits heute in diesem Segment aktiv und bietet mit dem Handyportal „Vodafone Live“ eine breite Palette an Möglichkeiten an.

Diese Entwicklung steht aus unserer Sicht aber erst am Anfang, denn ihr liegen Metatrends zu Grunde, welche erst begonnen haben. Insbesondere zu nennen ist die Entstehung der Informations- und Wissensgesellschaft, die zunehmende Virtualisierung und die Erkenntnis, dass Zeit das kostbarste Gut ist.

Abgeleitet aus den Metatrends sind in der von Swisscom fokussierten TIME-Industrie die Strömungen Individualisierung (Netz von Beziehungen zu und vom Individuum), Flexibilisierung (flexible, dynamische, aktive und kreative Menschen sind jederzeit erreichbar), Erlebnisökonomie (stets „heiss“ auf Neues), Dynaxität (keine Kern oder Zentrum mehr vorhanden, nur steigende Komplexität und Dynamik), Konvergenz (unterschiedliche Branchen und Märkte verschmelzen) und nicht zuletzt die Globalisierung (lokales und regionales geht im internationalen auf) auszumachen. (Quelle: GDI Studie Nr.4 von David Bosshart und Karin Frick 2003)

Diese Vielschichtigkeit zeigt auch auf, dass eine Extrapolation der Vergangenheit und der aktuellen Entwicklungen nur ein verschwommenes, unvollständiges Bild der Zukunft aufzeigen kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf haben wir uns trotzdem entschieden, den Versuch zu wagen und anhand möglichst konkreter Beispiele aufzuzeigen, was für mobile Dienstleistungen Herr und Frau Schweizer im Jahre 2020 von Swisscom auf Basis des allzeit verfügbaren breitbandigen Internetzugangs erwarten würden.

So: stay tuned for more!

Swisscom Strategie heute - doch was bringt die Zukunft?

Vorbemerkung: Im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule Bern hatten wir das Vergnügen, mit Hans O. Rohner in die Materie der Zukunftsforschung einzutauchen.

Doch nur Theorie büffeln macht nicht gross Sinn, also haben ich und meine Kollegen (Martin Buri, Thomas von Känel, Sandro Napoli, Urs Schöni und Reto Suter) uns einem konkrenten Thema angenommen und skizzierten mögliche Szenarien was Swisscom im Jahre 2020 für Dienstleistungen an Herr und Frau Schweizer anbieten könnte. Ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario werde ich im Verlauf der Woche hier publizieren.

Eine Analyse der aktuellen Situation zeigt folgendes Bild:

Swisscom ist heute unumstrittener Marktleader der Telekommunikation in der Schweiz, hat aber mit sinkendem Umsatz und Gewinn zu kämpfen (Quelle: Medienmitteilung Swisscom).
Die Ursache: die Kunden wollen nicht mehr für Infrastruktur bezahlen, das Zauberwort heisst heute Dienstleistungen. Für Swisscom bedeutet dies einen Paradigmawechsel, weg vom Image des Infrastrukturanbieters hin zum Lösungsgeschäft. Dies wurde erkannt, die neue Strategie zielt mehr auf die Bedürfnisse der Kunden ab, indem die Konvergenz der Dienste in den Bereichen Telekommunikation, IT, Media und Entertainment (TIME) gefördert wird.

„Die Kundenbedürfnisse und die Branchentrends ändern sich: Der Bedarf an interaktiven Diensten steigt und die Kommunikation muss immer und überall gewährleistet sein. Die Bedeutung von Inhalten, attraktiven Anwendungen und des Informations-Management steigt und die Technik migriert zu einheitlichen IP-Plattformen. Damit eröffnen sich für Swisscom Möglichkeiten, neue attraktive Angebote zu entwickeln: Dank ihrer sehr breiten Marktstellung kann Swisscom neue Kundenmehrwerte durch gebündelte Angebote schaffen und in Bereiche vordringen, die sich in Nachbarmärkten unter dem Einfluss der Digitalisierung und der Breitbanddurchdringung stark verändern.

Deshalb visiert Swisscom ein Wachstum im Bereich Konvergenz und Multimedia an, dem so genannten TIME-Markt: Dieser beinhaltet Anwendungen in der Telekommunikation, IT, den Medien und der Unterhaltung (Entertainment), die immer näher zusammenrücken. Ziel ist es, mit neuen Aktivitäten ab 2008 resp. 2009 den Rückgang in den herkömmlichen Aktivitäten zu kompensieren. Das künftige Geschäft von erfolgreichen Telekommunikationsunternehmen wird sich klar von den heutigen Aktivitäten unterscheiden: Durch den Vorstoss in den TIME-Markt kann Swisscom auf die geänderten Kundenbedürfnisse eingehen.“ (Quelle: Swisscom Medienmitteilung)

Montag, Juli 17, 2006

In eigener Sache...

Eine Woche Kreta Ferien war eine gute Vorbereitung zum Start heute morgen im neuen Job bei Swisscom IT Services, der mit einem Brunch eines Kollegens begann - daran könnte man (und ich) sich gewöhnen ;-).

Die letzten Jahre im Headquarter der Swisscom in der Unternehmenskommunikation waren eine Super-Zeit. Ein tolles Team, spannende Aufgaben, Spielraum und Gestaltungsmöglichkeiten - für mich zentrale Aspekte habe ich dort gefunden. Aber wer nichts wagt der nichts gewinnt!

Deshalb habe ich mich entschieden meine Komfortzone zu verlassen und bei Swisscom IT Services als Account/Engagement Manager eine neue Herausforderung anzunehmen. Ich werde in dieser Funktion für den Offertprozess und die daraus resultierenden Projekt- und Betriebsgeschäfte für einige der Swisscom Gruppengesellschaften verantwortlich sein. Dies gibt mir die Möglichkeit, meine theoretisch erworbenen Kenntnisse der Betriebswirtschaft in der Praxis zu festigen und hinter den Kulissen in diesem sich rasch wandelnden, spannenden Umfeld tätig zu sein.

Heute ging's also los, und das nicht zu knapp - Meeting reihte sich an Meeting, und ich sauge alles auf wie ein Schwamm. Es war ein spannender Start und ich freue mich, auf das was da noch kommen wird :-).

Mittwoch, Juli 05, 2006

Instant Messaging in Unternehmen

Kürzlich flatterte ein Mail in meine Inbox. Thema: Instant Messaging in Unternehmen. Martina Züger, auszubildende Kauffrau, hat sich dieses spannende Gebiet für Ihre interdisziplinäre Projektarbeit ausgesucht.

Wer sie unterstützen will kann hier kurz ein paar Fragen, bezogen auf seine Firma, beantworten.

Vielerorts als "Spielerei" verschrien bin ich froh darüber, dass Swisscom auf allen standardisierten Arbeitsplätzen Instant Messaging Möglichkeiten anbietet. Mir hat es schon oft das Leben erleichtert um rasch an eine Information zu kommen und bietet ausserdem eine sinnvolle Erweiterung der bestehenden Kommunikationsmittelpalette.

Nebst dem reinen Chatten mit einer oder mehreren Personen kann man natürlich Dokumente übertragen, gemeinsam daran Arbeiten oder vom Chatten zu einer Audio/-Video Konversation wechseln (Equipment vorausgesetzt). Aber alles hat seine Schattenseite, das grösste Problem ist die Unterbrechung im Arbeitsprozess, nebst der Präsenzkontrolle und missbräuchlicher Nutzung. Unter dem Strich überwiegen aber die Vorteile.

Die wichtigsten Tips zum erfolgreichen Einsatz in Unternehmen finden sich hier zusammengefasst.

Sonntag, Juli 02, 2006

Firmenhomepages von heute – Intranet und Internet, ein Labyrinth?

Introduction: Andreas Iseli hat mich zum Thema Intranet und Internet interviewt und den folgenden Beitrag verfasst. Er hatte letztes Jahr für die Swisscom Unternehmenskommunikation in meinem Auftrag für das Projekt "CoffeeTime" die notwendige Software entwickelt. "CoffeeTime" ist eine Intranet Applikation die registrierte Benutzer einander zum Kafi zulost - also Networking in Reinkultur :-). Übrigens: Andreas hat auch immer ein offenes Ohr für neue Projekte, doch hier zuerst mal sein Artikel.

Firmenhomepages von heute – Intranet und Internet, ein Labyrinth?

Viele Firmen investieren heutzutage sehr viel Zeit in die Entwicklung von professionellen und vielseitig anwendbaren Intranet- und Internetseiten. Lohnt sich aber dieser Aufwand? Hat man den richtigen Weg eingeschlagen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen müssen und wo die Stolpersteine liegen.

„Alle sind mit dem Webauftritt zufrieden“ – Wer diese Aussage machen kann, hat entweder etwas falsch gemacht oder Mitarbeiter und Kunden ohne Ansprüche. Vergleichen wir es doch einmal mit der Formel 1. Jedes Team will das schnellste sein. Neuste Technologie und enorme finanzielle Aufwendungen sind das Resultat. Und trotzdem gewinnt man nicht jedes Rennen – und nicht jeden Sponsor! Genauso läuft es in unserer IT Branche, dem Web. Es ist nicht die neuste Technologie, die uns zum Erfolg bringt, sondern viel mehr die Vielseitigkeit, Anwendbarkeit und Attraktivität unserer Seiten.

Also lassen wir den Motor durchstarten, denn Intranet- und Internetseiten sind, sofern man sie richtig einzusetzen vermag, sehr effiziente Kommunikations- und Arbeitsplattformen. Diese haben aber meist einen sehr grossen Umfang und man muss aufpassen, dass die Übersicht nicht verloren geht und so Informations- sowie Arbeitsfluss gehemmt werden. Um die Funktionalitäten und Effizienz dieser Seiten zu gewährleisten, stellt man heute so genannte „E-Communications Specialists“ ein.

„Die Inhalte müssen spezifisch für Zielgruppen aufgearbeitet werden, frei nach dem Motto: der Kunde/Mitarbeiter ist König!“

So Reto Stuber, „E-Communications Specialist“[1] der Swisscom Unternehmenskommunikation. Eben so wichtig wie die Kundenorientierung ist das Corporate Design, um einen konsistenten Auftritt der Firma zu erreichen.

Beispiele Corporate Design
- Cascading Stylesheets (z.B. fixe Linkfarbe, Textgrösse)
- Definierte Bedienelemente
- Fixes Layoutraster
- Definierte Navigationsstrukturen

Im Internet werden Sie gefunden
Eine Internetseite hat das primäre Ziel, Besucher anzulocken und diese möglichst auch gleich als Kunden zu gewinnen. Ein klare Menustruktur und eine gute Übersicht sind hier sehr wichtig. Wir wollen ja nicht, dass sich die Besucher verirren, sondern sofort die für sie interessanten Inhalte finden. Es drängt sich vor allem bei grossen Firmen fast von alleine auf, dass hier die verschiedenen Geschäfts-Bereiche getrennt werden. Hierfür empfiehlt sich das Verwenden von Subdomains und einer direkten Verlinkung auf der Startseite.

Das Augenmerk liegt jedoch nicht nur auf dem Layout. Ein Firmenauftritt im Internet ist wie eine Visitenkarte des Unternehmens und sollte möglichst perfekt sein. Rechtschreibefehler müssen vermieden werden (z.B. durch ein Vier-Augenprinzip). Heikle Inhalte lässt die Swisscom vor der Veröffentlichung sogar vom hauseigenen Rechtsdienst überprüfen (so genanntes „Clearing“).

Ihre Internetseite ist, oder wird in Zukunft, eine der ersten Anlaufstelle für alle Kunden sein. Das Internet ist heute so fest verbreitet, da kann es sich eine Firma kaum leisten, keine eigene Webseite zu haben.

Natürlich ist dabei extrem wichtig, dass je nach Anwendungsbereich eine leistungsstarke Hardware als Grundlage und ein Internetanschluss mit nahezu 100% Onlinezeit zur Verfügung stehen. Für kleinere Firmen empfiehlt es sich oftmals, bei einem professionellen Anbieter einen Webhosting Dienst zu mieten, statt sich teure Serveranlagen zu kaufen und das dafür benötigte Wissen selbst aufzubauen. Bei grösseren Firmen lohnt sich eine eigene Infrastruktur aber auf jeden Fall, denn somit ist auch die Grundlage für das Intranet vorhanden.

Das Intranet ist Ihre Chance
Die meisten Firmen nutzen ihr Intranet dafür, ihre Mitarbeiter über alles Mögliche und Unmögliche zu Informieren. Das Intranet bietet aber eine viel grössere Fülle an Möglichkeiten an, als bloss News zu verteilen. Haben Sie schon einmal versucht über das Intranet neue Dienste ihres Unternehmens von den Mitarbeitern testen zu lassen? Statt neue Produkte aus dem Nichts direkt an den Markt zu bringen, erhalten sie auf diese Weise wertvolle Feedbacks und wissen schon bald sehr viel besser, wie ihre Dienstleistungen ankommen wird.

Umgekehrt gehört es sich aber überhaupt nicht, interne News ins Internet zu schreiben. Schon bloss das Firmengeheimnis und rechtliche Rahmenbedingungen untersagen dies. Bei börsenkotierten Unternehmen gelten zudem noch strengere Richtlinien.

Investieren Sie die Zeit lieber in nützlichere Dinge, um Ihr Intranet zu einer richtigen Arbeitsplattform aufzupeppen. Informationen sind gut, aber: zielgruppenspezifische Informationen sind besser! Die Konkurrenz schläft nie, also warten sie nicht zu lange. Das Intranet sollte also zur optimalen Unterstützung der Mitarbeitenden weiterentwickelt werden.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ein internes Wikipedia aufzubauen, welches durch alle Mitarbeiter aufgebaut wird und so das Wissen des Unternehmens hilfreich dokumentiert? So könnten sich alle Mitarbeiter schneller und effizienter bei Problemen selbst helfen und wirkliche wichtige Informationen oder auch Anleitungen sind ständig verfügbar.

Wir haben von Herrn Stuber erfahren, dass die Swisscom die Entwicklung des internen Adressbuchs namens „Group Directory DirEx“ ins Intranet gebracht hat. Hier kann jeder Mitarbeiter sofort jeden anderen suchen, findet dort seine Adressen, Telefonnummern und sogar Anfahrts- und Zugspläne für die jeweiligen Standorte! Vorbei ist das ewige Kopieren von Informationen vom Outlook in unhandliche Internetformulare. Es reicht ein Mausklick, und man hat sofort sämtliche Informationen, die man benötigt. Sogar private Sofortnachrichten (Instant Messages) oder SMS lassen sich direkt an die Mitarbeiter verschicken, ohne Outlook zu öffnen. Somit erspart man sich nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Ärger mit redundanten oder falschen Daten, und hat trotzdem eine direkte Integration ins Outlook.

Dies waren nur einige Beispiele, wie Sie ihr Intranet und die Kommunikation innerhalb der Firma weiter optimieren können. Weitere typische Intranetanwendungen sind:
- News und Informationen (neu auch über RSS Newsfeeds)
- Internes Bestellwesen
- Reservationen (Räume, Geschäftsautos, Beamer,…)
- Planer für Anfahrtswege oder Sitzungstermine
- Wikis, Foren, FAQ’s, neu auch Blogs
- Kontakte zu Support & Hotline(Teils mit direkter VoIP Integration)
- Interne Sonderangebote(bei Mitarbeitern immer sehr beliebt)

Wo ist der Unterschied?
Eine Internetseite sollte klar eine reine Kundenplattform sein. Die Firma präsentiert sich und ihre Aktivitäten hier und bietet den aktuellsten Support (Bedienungsanleitungen, Kontakt, News, Updates, Statusabfragen, …) sowie die aktuellsten Produkte oder Dienstleistungen an.

Das Intranet hingegen sollte die Interaktion mit und unter den Mitarbeitern fördern, indem es ihre Zusammenarbeit unterstützt und erleichtert. Zur Verfügung stehende Tools erleichtern zwar den Alltag, müssen aber immer mit entsprechenden Schulungs-massnahmen an die Mitarbeiter gebracht werden.

Worauf man achten sollte

  • Nicht nur weil wir hier in der Schweiz sind, nein auch weil es die heutige Gesellschaft verlangt, sollte man darauf achten, die Inhalte eines Internetauftrittes in mehreren Sprachen zu präsentieren. Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass vor allem in grösseren Firmen oft mehrere Sprachen gesprochen werden. Dem sollte dann auch das Intranet Rechnung tragen.
  • Ganz klar zu betonen ist, dass dies auch immer eine Aufwands-, respektive Kostenfrage ist. Das Übersetzen von Texten und Dokumenten geschieht nicht von Zauberhand und verlangt einiges an Investitionen ab und hat meistens auch eine Verzögerung des ganzen Prozesses zur Folge. Der Aufwand wird sich aber lohnen, sobald Sie mehr fremdsprachige Kundenkreise ansprechen wollen.
  • Im Intranet ist zudem zu beachten, dass die Informationsflut meistens extrem viel grösser ist als im Internet. Hier lohnt es sich nur bedingt, alles zu übersetzen. Besser man präsentiert den Inhalt nur in zwei Sprachen, dafür aber korrekt und konsequent.
  • Übrigens: Achten Sie darauf, dass es immer nur einen zentralen Verantwortlichen für die Inhalte gibt. Es heisst nicht umsonst: „Mehrere Köche verderben den Brei“!
  • Und: Machen Sie Kunden- und Mitarbeiterumfragen. Es wird sich auf jeden Fall lohnen und ihnen ein wertvolles Feedback zu ihrem Webauftritt geben. Und dies ist oft weitaus günstiger als externe Berater mit dieser Fragestellung zu beauftragen!

Redaktionelle Personalisierung mit Microsoftprodukten
Mittlerweile sind, nicht nur im Intranet. sondern auch auf Internetseiten Logins und Kundenbereiche zum Standard geworden. Durch das Beobachten vom Benutzerverhalten und der Möglichkeit, dass sich die Benutzer Ihre Seiten personalisieren können, ergibt sich ein sehr viel effizienterer Gebrauch der dargebotenen Informationen und Dienstleistungen.

Vor allem im Intranet werden dadurch die „Closed User Groups“, was soviel wie geschlossene Benutzergruppen heisst, sehr beliebt. Die von Microsoft zu Verfügung gestellte „Active Directory“ (eine Benutzertabelle) ermöglicht es, dass sich Benutzer im ganzen internen Netzwerk anhand nur eines Logins eindeutig identifizieren können. Dazu gehören auch die schon angesprochenen Abhängigkeiten zwischen Intranetseiten und Outlook. Microsoft verkauft fertige Lösungen mit schon vorhandenen Schnittstellen, weshalb es sich geradezu anbietet, Microsoftprodukte zu verwenden. Dadurch ist es überhaupt kein Problem, über das Intranet die Outlookdaten abzurufen und zu modifizieren. Dies erleichtert nicht nur den Mitarbeitern das Leben, sondern auch die ganze Administration und Verwaltung.

Das Ganze hat nur einen Haken: es ist sehr teuer und nicht jede Firma kann sich diesen Kostenaufwand leisten. Dafür hat man dann aber einen guten Support vom Hersteller und eine homogene Umgebung, welche reibungslos funktioniert und problemlos mit allen anderen Microsoft Produkten interagieren kann.

UNIX - Die billige Alternative
Aufgrund der hohen Lizenzkosten verzichten viele Firmen auf Microsoftprodukte und arbeiten dafür mit kostengünstigen oder sogar kostenfreien UNIX-Produkten.
Hier jedoch fehlt die sehr effiziente „Active Directory“, weshalb ein Einsatz in grossen Firmennetzwerken (Intranet) bislang nicht ohne weiteres machbar ist.
Der Einsatz für Internetzwecke ist jedoch bedenkenlos möglich und ist auch für grosse Firmen eine gute Alternative.

Programmieren gehört sich auch
Natürlich müssen die Internet- und Intranetseiten auch programmiert werden. Laut Reto Stuber basiert der Grossteil der Intranet und Internetseiten der Swisscom auf Microsoft Technologien. Es kommen dabei sowohl Standardprodukte wie das Microsoft Content Management System wie auch auf ASP.NET basierende Eigenentwicklungen zum Einsatz. Die grossen Vorteile sind bei beiden Varianten die Kompatibilität, sowie die vorhandenen Personalisierungsmöglichkeiten und die schon sauber abgestimmten Schnittstellen.

Doch gibt es auch starke Konkurrenz für ASP.NET, nämlich Java in Form von JSP und PHP. Beide Programmiersprachen besitzen unterdessen die Fähigkeit, mit Microsofts .NET Framework zu interagieren und einige vorhandene Schnittstellen anzusteuern. Leider sind diese Möglichkeiten bislang beschränkt und verhindern eine effektive Nutzung. Sieht man sich das Ganze aber einmal ohne die Abhängigkeiten an, so hat man mit PHP eine sehr schnelle Programmiersprache, welche vor allem bei kleinen Firmen sehr beliebt ist, da sich damit einfachere Webseiten in viel kürzerer Zeit entwickeln lassen.

JSP dagegen ist etwas langsamer, bietet dafür aber eine viel grössere Palette an Möglichkeiten an. So ist JSP zum Beispiel bei der Postfinance (z.B. Yellownet) seit je her die Standardwebsprache.

Meistens ist es die Kostenfrage, welche die verwendete Software bestimmt. Natürlich ist es auch immer eine Frage der eigenen Vorzüge. Für Firmenhomepages empfehlen sich generell einfach handhabbare Content Management Systeme, welches es auch als Open Source Software (z.B. Zope, Typo3) gibt.

SharePoint - Das bringt die Zukunft
Microsoft hat mit Windows SharePoint Services [2] eine neue Basistechnologie für Portalseiten auf den Markt gebracht. Diese Technologie ermöglicht die Bildung von virtuellen Arbeitsbereichen, auf denen Mitarbeiter zielorientiert und gemeinsam an Aufgaben und Projekten arbeiten können („Collaboration“). Dies bedeutet, dass auf dem Server mehrere Teil- und Unterprojekte definiert werden können, wobei jeder einzelner Teil von bestimmten Mitarbeitern oder Teams bearbeitet werden kann. So können die einzelnen Webseiten einfacher in Zusammenarbeit erstellt werden.

Das Ganze basiert auf einer zentralen Einstiegsseite, welche alle hierarchisch darunter liegenden Webseiten steuert und verwaltet. So hat man immer seine Hauptseite und einen fixen Faden zu allen vorhandenen Unterseiten.

Microsoft hat damit keine Innovation auf den Markt gebracht, jedoch ein überaus effizientes und an Funktionen reiches Paket geschnürt (CMS, DMS, Suche, Wikis, Blogs, Portal, Publikationsprozess, und vieles mehr), welches die Bürokommunikation und die elektronische Zusammenarbeit der Zukunft bestimmen wird.

Autor: Andreas Iseli

Quellenangaben
[1] Interview mit Reto Stuber, Swisscom, vom 22.06.2006
[2] http://www.innovativetimes.ch/Default.aspx?tabid=134

Endlich eine Swisscom Beta Version - der mobile Zugriff auf Directories Daten

Mit dem "Telefonbuch im Handy-Format" bietet Swisscom Directories alle aktuellen Firmen- und Privatadressen für das Handy an.


Endlich! Die Zeichen der Zeit scheinen erkannt, das Erfolgsmodell der Web 2.0 Firmen begriffen und adaptiert: Swisscom (Directories) bietet ihr Produkt nämlich als Beta Version an! Erfreulich dabei: wie ich aus sicherer Quelle weiss wird auch von Bluewin in Bälde ein neuer (spannender!) Beta-Dienst lanciert. Weiter so, Kollegen! Der "100% perfect by going live" Ansatz hat ausgedient, heute zählen Schnelligkeit und rasche Adaption der Benutzerbedürfnisse.

Die Vorteile sind klar: durch einen als "Beta" deklarierten Service ist der Benutzer auch bereit, eine gewisse Toleranz gegenüber Unschönheiten und Fehlern an den Tag zu legen. Auf der anderen Seite hilft sein Feedback dabei, das Produkt besser und benutzerorientierter/-zentrierter zu gestalten. Und für das Unternehmen bedeutet es, rasch auf dem Markt als Platzhirsch auftreten zu können.

Doch zurück zu dem Angebot von Directories, hier die Details: "Die Gelben- und Die Weissen Seiten von Directories - sind neu ebenfalls mit internetfähigen Mobile-Geräten abrufbar. Die Abfragefunktion im Mobile-Verzeichnis ist übersichtlich gestaltet und benötigt keine zusätzliche Software. Die Abfrage ist kostenlos. Der Mobile-Service von Directories http://mobile.directories.ch/ ist wie im Internet einfach und benutzerorientiert gestaltet. Das System erkennt den jeweiligen Handy-Typ automatisch (alle gängigen Mobile-Geräte) und passt sich dem entsprechenden Display mit optimierten Seiten und klarem Design an. Eine gefundene Adresse lässt sich gleich im Handy abspeichern (Funktion vCard) oder auf einem Kartenausschnitt darstellen (Karten-Funktion). "