Dienstag, Juli 18, 2006

Swisscom und die TIME Strategie

Swisscom will mit der TIME Strategie in andere Märkte vorstossen. In einigen Bereichen wird dies bereits heute versucht um nebst dem klassischen Standbein Fuss zu fassen.

  • Im TV- und Entertainmentsektor gibt's noch grosses Potential, Swisscom will das Fernsehen der Zukunft mitgestalten.
  • Das Wachstum in angrenzende Bereiche des Kerngeschäfts wird mit der Gruppengesellschaft SwisscomRelated Businesses (umfasst Broadcasting, Cards & Payment Solutions und Corporate Real Estate & Facility Management) forciert.
  • Mit Outsourcing Deals im Informatikgeschäft und durch die Übernahme der Comit AG lässt sich auch im Finanzbereich ein Stück vom Kuchen abschneiden.
  • Der Einstieg in den Healthcare Markt (welcher gemessen am Brutto Inland Produkt der grösste Europas ist und stetig wächst!) durch die Übernahme der Medipa AG, der Zusammenarbeit mit MediData und den Bestrebungen der Swisscom IT Services eröffnet neue Perspektiven.
  • Nicht zu vergessen der Vorstoss in neue Märkte wie RFID durch die Gründung der Firma Swisscom Auto ID Services und die Lancierung des Bloggertools CoComment.

Dies sind Dinge, die aktuell statt finden. Aus unserer Sicht liegt in dem Angebot von konvergenten, mobilen Dienstleistungen auf Basis des allgemeinen verfügbaren breitbandigen Internetzugang ein Riesenpotential, worauf wir im Folgenden auch vertieft eingehen werden. Swisscom Mobile ist bereits heute in diesem Segment aktiv und bietet mit dem Handyportal „Vodafone Live“ eine breite Palette an Möglichkeiten an.

Diese Entwicklung steht aus unserer Sicht aber erst am Anfang, denn ihr liegen Metatrends zu Grunde, welche erst begonnen haben. Insbesondere zu nennen ist die Entstehung der Informations- und Wissensgesellschaft, die zunehmende Virtualisierung und die Erkenntnis, dass Zeit das kostbarste Gut ist.

Abgeleitet aus den Metatrends sind in der von Swisscom fokussierten TIME-Industrie die Strömungen Individualisierung (Netz von Beziehungen zu und vom Individuum), Flexibilisierung (flexible, dynamische, aktive und kreative Menschen sind jederzeit erreichbar), Erlebnisökonomie (stets „heiss“ auf Neues), Dynaxität (keine Kern oder Zentrum mehr vorhanden, nur steigende Komplexität und Dynamik), Konvergenz (unterschiedliche Branchen und Märkte verschmelzen) und nicht zuletzt die Globalisierung (lokales und regionales geht im internationalen auf) auszumachen. (Quelle: GDI Studie Nr.4 von David Bosshart und Karin Frick 2003)

Diese Vielschichtigkeit zeigt auch auf, dass eine Extrapolation der Vergangenheit und der aktuellen Entwicklungen nur ein verschwommenes, unvollständiges Bild der Zukunft aufzeigen kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf haben wir uns trotzdem entschieden, den Versuch zu wagen und anhand möglichst konkreter Beispiele aufzuzeigen, was für mobile Dienstleistungen Herr und Frau Schweizer im Jahre 2020 von Swisscom auf Basis des allzeit verfügbaren breitbandigen Internetzugangs erwarten würden.

So: stay tuned for more!

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