Donnerstag, Juli 20, 2006
Swisscom im Jahre 2020 - das optimistische Szenario
Also, im Jahre 2020 ist Swisscom ist der Marktleader im Bereich der mobilen Dienstleistungen - veranschaulicht an einem Tag im Leben von Hans Meier:
7:00 Uhr: Der Wecker geht los und spielt automatisch zuerst 2 Minuten die Lieblingsmusik ab, bevor die neusten Nachrichten von der Kommunikationszentrale abgespielt werden (ehemals Combox). Mit einer einfach Sprachsteuerung werden diese zum Teil noch direkt im Bett beantwortet (Weiter, Antworten, Löschen).
7:30 Uhr: Der Kühlschrank hatte schon bessere Zeiten gesehen und sollte wieder mal aufgefüllt werden. Kein Problem, die Standardbestellung abzüglich der noch vorhandenen Artikel wird direkt auf das mobile Kommunikationsgerät übertragen.
8:00 Uhr: Die Tagesplanung steht an, heute steht ein Kundenbesuch auf dem Programm. Da Hans nicht genau weiss wo der Kunde lokalisiert ist lässt er sich automatisch durch den „Swisscom Autopiloten“ in seinem Jaguar Baujahr 1995 auf dem schnellsten Weg dorthin lotsen.
9 Uhr: Der Kunde bespricht mit Hans die laufenden Arbeiten direkt an seiner Kommunikationszentrale und möchte von Hans gerne einige Details zu dem laufenden Projekt wissen. Hans ruft diese Informationen ganz einfach aus seinem „Swisscom Data Harbor“ bei Swisscom ab, dort wo er alle seine digitalen Daten verwaltet.
10 Uhr: Es wird kurzfristig ein Workshop einberufen, doch leider sind nicht alle benötigten Personen vor Ort. Diese werden dann über den patentierten „Swisscom Hologramm Service“ einfach interaktiv zugeschaltet und können sozusagen „aktiv“ teilnehmen. Schwieriger wird es mit dem Kollegen in New York, da der morgens um vier Uhr gemäss seiner Präsenzinformation noch nicht verfügbar ist und wohl am Schlafkissen horcht. Da der ganze Workshop digital aufgezeichnet wird hat dieser aber bei Arbeitsbeginn die Möglichkeit, sich die wichtigsten Szenen anzuschauen und allfällige Inputs nachzuliefern. Die Teilnehmer des Workshops begrüssen sich, bei denen die noch nicht miteinander bekannt sind tauschen die elektronischen Kommunikationszentralen automatisch die „Business Cards“ aus.
12 Uhr: Denken macht hungrig, doch wohin sollen die Ortsunkundigen denn gehen bei der Riesenauswahl an Lokalen? Die elektronische Kommunikationszentrale von Swisscom macht ein paar Vorschläge, sortiert nach Präferenzen der Teilnehmer (diese sind in den übertragenen Business Cards vorhanden), Preis, Entfernung und Bewertungen von anderen Gästen. Die Gruppe ist sich nicht sicher ob es zum Chinesen oder Italiener gehen soll. Ein kurzer Blick auf das heutige Menu in Text und Bild sowie die aktuelle Ansicht der Lokale über eine Webkamera machen die Auswahl leichter – der Chinese ist hoffnungslos überfüllt und hat „Appenzeller Hund“ als Tagesspezialität im Angebot wogegen der Italiener eine gute alte Vollkornpizza zum Swisscom Spezialpreis anbietet. Also nichts wie ab nach „Bella Italia“!
14 Uhr: Nach einem ausgedehnten Mittagessen entscheidet sich Hans spontan, einen Verdauungsspaziergang am See zu machen. Seine Kommunikationszentrale stellt er auf „Relax“ ein, was bedeutet dass nur Kontaktaufnahmen von seiner Familie zu ihm durchgestellt werden und alle anderen automatisch nach voreingestellten Regeln eine Nachricht hinterlassen können. Gemütlich schlendert er nebst den rüstigen Rentnern und den spärlich gesäten jungen Müttern, als eine interaktive Werbung für eine „Waschmaschine ohne Wasser“ seine Aufmerksamkeit fesselt. Hans will mehr wissen und richtet die Kamera seiner Kommunikationszentrale auf den Code auf dem Plakat, worauf er weitere Informationen zu dem Angebot erhält – dank dem „Swisscom Smart Code Scanner“ hat er die notwendigen Daten direkt gespeichert. Er ist fasziniert von der Idee und leitet die Information an seiner Frau weiter – Sie verwaltet das Budget und muss entscheiden, ob diese Anschaffung getätigt werden kann. Wenn ja genügt eine kurze Bestätigung und das Gerät wird zu einem passenden Zeitpunkt geliefert, der Spediteur kann ja den öffentlichen Kalender von Hans’ Frau einsehen und bereits einen Terminvorschlag machen. Bezahlt wird dann praktischerweise direkt über die Swisscom Kommunikationsrechnung.
15 Uhr: Hans gefällt es am See. Er beschliesst, den Nachmittag über hier zu arbeiten. Er genehmigt sich im „Fähribeizli“ einen Espresso und ist von dessen Qualität begeistert – ein kurzes Foto wird geschossen, mit dem Kommentar „Lecker“ versehen und direkt im Internet mit den Lokalitätsangaben (Längen- und Breitengrad) zu den Bewertungen von anderen Kunden des Lokals angefügt – schliesslich sollen diejenigen, die nach ihm hier herkommen sehen was seine Meinung war. Für seine Kontakte hinterlässt er eine „Swisscom Local Message (SLM)“, sprich wenn jemand von seinen Kontakten an diesen Ort kommt erhält derjenige automatisch die von Hans verfasste Nachricht.
Über seine Kommunikationszentrale verteilt er Aufgaben an seine Mitarbeitenden und kommuniziert mit seinen Kunden. Er recherchiert zu einem Thema und findet dank dem lernfähigen „Swisscom Google Profiling“ Dienst innert Kürze die für ihn persönlich relevanten Inhalte.
16 Uhr: Sein Sohn hat nächste Woche Geburtstag. Bei Kindern in diesem Alter ist es nicht immer einfach das passende Geschenk zu finden, glücklicherweise hat sein Sohn im „Swisscom Gift Shop“ bereits eine Wunschliste zusammengestellt und Hans muss nur noch auswählen, was er ihm schenken möchte. Doch was ist das? Die Lizenz für den Film „Das Kettensägenmassaker der Karottenköpfen“ wird er seinem Sohn ganz sicher nicht zuschieben, im Gegenteil: diese Kategorie Filme setzt er grad auf die „schwarze Liste“ und wird zu Hause wohl noch ein Hühnchen rupfen müssen.
16:30 Uhr: Eine Anfrage von seinem Sohn trifft ein, anhand der Stimmungsanzeige auf seiner Kommunikationszentrale scheint Feuer im Dach zu sein. Er bestätigt die Anfrage und erhält zuerst mal einen Satz heisse Ohren. Was ihm einfalle, einfach eine Kategorie Filme für ihn zu sperren? Was denn seine Kollegen denken sollen, das dürfe ja wohl nicht war sein! Tja, die Errungenschaften der Technik – sein Sohn hat natürlich jegliche Veränderungen an seiner Wunschliste abonniert, damit er rechtzeitig sieht was von seiner offenen Liste verschwindet und er weiss, was auf dem Gabentisch liegen wird.
17 Uhr: Hans steckt im Stau. Seine Frau ist heute Abend ausser Haus, hat ihm aber das vorbereitete Essen bereits in den Ofen gestellt. So nutzt Hans die Gelegenheit und aktiviert das Gerät über seine „Swisscom Device Control“ von unterwegs aus und freut sich auf ein feines Mahl. Da kommt ihm in den Sinn dass der Kühlschrank ja immer noch leer ist. Er öffnet die Einkaufsliste, fügt noch ein paar neue Produkte sowie Sparempfehlungen vom „Swisscom Partner Network“ hinzu und sendet die Bestellung ab. Endlich geht’s auch auf der Autobahn weiter. Sein Bordcomputer meldet, dass das Benzin zur Neige geht und dass sich grad’ um die Ecke der günstigste Benzinanbieter innerhalb der nächsten 10 Kilometer befindet. Das lässt sich Hans nicht zwei Mal sagen, da die Benzinpreise wieder mal steigen und der ganzen Nation der Atem stockt.
18 Uhr: Hans kommt zu Hause an und begrüsst seinen Sohn. Dessen Ärger ist inzwischen auch verflogen und die beiden haben ein angenehmes Vater-Sohn Gespräch.Das feine Essen steht auf dem Tisch, die bestellten Waren sind bereits geliefert worden. Das Tüpfelchen auf dem i ist ein feiner Wein den er heute als Treuebonus zur 1000. virtuellen Bestellung erhalten hat.
Das Liefersystem ist inzwischen so intelligent dass zum Beipsiel zwei noch grüne Bananen geliefert werden und drei reife – die reifen sind nämlich für den nächsten Tag im Büro, die noch grünen für nach dem Wochenende geplant. Die laufenden Bewertungen der Produkte (ok, zu reif, zu wenig reif, …) haben sich gelohnt, inzwischen bekommt Hans genau das, was er gerne mag.
22 Uhr: Zufrieden sinkt Hans ins Bett – und findet es wieder mal toll, wie Swisscom ihm mit all den innovativen Diensten hilft, sein Leben besser und einfacher zu gestalten.
Mittwoch, Juli 19, 2006
Swisscom und zukünftige mobile Dienste - die Einflussfaktoren
Technosphere
Netzabdeckung: Die Netzabdeckung in der Schweiz bietet die Grundvoraussetzung, um darüber auf Dienste zugreifen zu können. „Bereits 90% der Schweizer Bevölkerung ist mit UMTS abgedeckt, sogar 99.8% mit EDGE. Mit HSDPA, UMTS, EDGE und Public Wireless LAN bietet Swisscom Mobile somit die beste Abdeckung an mobilen Breitbanddiensten in der Schweiz.“ (Quelle: Internet Swisscom Mobile). Im Vergleich zum Vorjahr stieg 2005 der Anteil der Bevölkerung mit einem Mobiltelefon von 84,6 auf 93 Prozent. Die Public WLAN Hotspots pro 10'000 Notebooks wuchsen um 16,4 Prozent, die Anzahl Hotspots stieg von 1'600 auf 2'230. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)
Mobile Geräte: Die schier endlose Vielfalt an mobilen Endgeräten lässt uns einige Muster erkennen: immer schneller, besser, integrierter. Ein Handy ohne Kamera ist heute schon bald schwierig zu finden. Doch alle diese mobilen Geräte haben etwas gemeinsam, was heute noch nicht gross genutzt wird: sie zeigen, wo sich der Benutzer befindet!! Dies wird zukünftig ein entscheidender Faktor sein, um für den im Mittelpunkt stehenden Benutzer Dienstleistungen zu erbringen, da dessen Bedürfnisse von Lokalität zu Lokalität unterschiedlich sein werden.
Übrigens: dem Datenschutz ist beim Aufbau von solchen Dienstleistungen einen hohen Stellenwert beizumessen.
Energie: All’ die technischen Geräte benötigen Energie. Diese sollte in Zukunft vermehrt aus „natürlichen“ Ressourcen gewonnen werden können, bspw. mit in den Geräten eingebauten Solarzellen oder durch Bewegungsenergie
Consumersphere
Nicht-Sprachdienste: Nicht-Sprachdienste gewinnen im Mobilfunkbereich an Bedeutung, beispielsweise sind dies Online-Spiele, der Versand von SMS, Multimedianachrichten, Instant Messages und E-Mails, Surfen im Internet, Live TV via Handy, Videotelefonie, …
Der für die Telco Firmen wichtige Anteil von Nicht Sprach-Diensten am gesamten Mobiltelefonie-Umsatz stieg im 2005 von 13,88 auf 14,86 Prozent. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)
Internetpräsenz von KMU: Der Nutzen einer Internetpräsenz ist für KMUs heute noch nicht immer gegeben. Die zunehmende Virtualisierung wird dies aber fordern, eine Webpräsenz wird so selbstverständlich wie der Eintrag der Telefonnummer im Telefonbuch.
Usability: Erfolg hat, was einfach in der Bedienung ist und auf das Bedürfnis des Benutzers eingeht. Ein Beispiel: eine kontextsensitive Menustruktur stellt nur effektiv relevante Befehle zur Verfügung, es werden nur „nützliche“ Informationen angezeigt und die eine Endgerät spezifische Ausgabe stellt sicher, dass eine Webseite auf einem Handy anders aussieht als auf dem PC Monitor, damit der Benutzer sich nicht zu Tode scrollen muss.
Knowledgesphere
Verfügbare Informationen: Die Informations-, Daten- und auch die verfügbare Wissensmenge steigen kontinuierlich an. Durch das Internet wird der Zugang dazu stark vereinfacht, da dieser nicht mehr an Ort und Zeit gekoppelt ist. Diese Flut bringt natürlich Probleme mit sich: wie kann die Spreu vom Weizen getrennt werden? Wie finde ich im Informationsdschungel die für mich relevanten Inhalte und nicht nur diejenigen, welche die Such-/Findmaschine als relevant einstuft? Ebenfalls problematisch ist die Datenqualität, zum Beispiel auf http://www.wikipedia.org/, der Online Enzyklopädie – wer garantiert mir, dass die dort von irgendwem publizierten Daten stimmen?
Verknüpfung von Informationen mit Lokationen: Lokationsspezifische Daten sind in der Schweiz noch eher dürftig verfügbar, doch der „User generated content“ nimmt zu. Die Schweizer stellen vermehrt persönliche Informationen (bspw. Fotos, Bewertungen, Beschreibungen,…) im Internet zur Verfügung und verknüpfen diese mit einem bestimmten Standort (bspw. http://www.local.ch). Global Players wie Google haben dies auch erkannt und bieten bereits lokale Dienste an (Google Earth, Google Maps, Google Local,…)
Verbindung der virtuellen und physischen Welt: Virtuelle und physische Welt werden ohne Medienbruch über Codes verknüpft und bieten neue Möglichkeiten in der Informationsvermittlung und Werbung, indem über diesen Code direkt aus dem Internet weitere Informationen zum Objekt abgerufen werden können. Wenn ich vor dem Berner Bundeshaus stehe kann ich über mein Mobiltelefon den dort angebrachten Code fotografieren und mein Handy ruft automatisch aus dem Internet weitere Informationen dazu ab, bspw. von Wikipedia.org (Beispiele: Semapedia.org und Beetag.com)
Soziosphere
Internetnutzer: Das Internet wird allgegenwärtig von den Schweizern genutzt, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz oder von unterwegs. Der Anteil der Internetbenutzer an der Gesamtbevölkerung legte IM 2005 um 3,5 Prozent zu und liegt nun bei 70,1 Prozent. (Quelle: ICT-Trendbarometer 2006)
Gesellschaft und Individualität: Wie frei ist unser Wille wirklich, wie individuell wollen und können wir leben? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und braucht Strukturen. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zwingen dem Individuum auch in Zukunft gewisse Normen und Verhaltensweisen auf. Die Freizeit wird eher individuell und unstrukturierter gestaltet werden als das „Daily Business“, welches strukturiert und geplant werden muss.
Individualität wird in der Gesellschaft von Morgen wichtig sein, die Interaktion und das Eingehen auf das Umfeld (Familie, Freunde,…) aber genau so.
Collaboration: Der Bedarf nach elektronischer Zusammenarbeit nimmt zu, der Mensch von Morgen will von jedem Endgerät, Netzwerk, Ort und Zeitpunkt mit anderen Menschen zusammen arbeiten können.
Ressourcenersparnis: Die Technologisierung erlaubt, dass viele Vorgänge schneller und automatisierter abgewickelt werden können. Dies steigert die Effizienz und Effektivität des Individuums und erlaubt, in der zur Verfügung stehenden (Frei)zeit mehr zu unternehmen.
Oder kommt doch eher das Motto „Der Computer erlaubt mir Probleme zu lösen, die ich ohne Ihn gar nicht hätte.“ zum Zuge? Auch finanziell ergeben sich Vorteile: die Transparenz von Angeboten im Internet ermöglicht es, auf einfache Art und Weise den günstigsten, schnellsten, besten Lieferanten für ein Produkt zu finden.
Massenmedien:Die klassischen Massenmedien TV, Radio und Zeitung werden durch das Medium Internet in seiner ganzen Vielfalt konkurrenziert. Insbesondere Blogs, oft mit „Tagebücher im Internet“ umschrieben, gewinnen an Bedeutung. Deren Inhalte sind meist in Textform, Audio- und Videblogs gewinnen aber stetig an Bedeutung. Ein zentrales Element dieser neuen Medien ist bereits heute die Push Kommunikation zukommen, welche den Benutzer über für ihn relevante aktuelle Ereignisse immer auf dem Laufenden hält.
Verweigerung:Sie werden kommen, die Internet Verweigerer und die gute alte Zeit propagieren, in der die Welt einfacher war. Und es werden nicht nur ewig Gestrige sein, welche die neu gewonnene Freiheit ohne Technologiediktat bejubeln.
Die Geschichte lehrt uns, dass zu jeder Mainstream-Bewegung immer auch eine entgegen gesetzte Strömung stattfindet.
Bodysphere
Gesundheit: Die Gesundheit ist das wichtigste Gut. Was hat aber die Technologisierung darauf für Auswirkungen, bspw. Antennenstrahlung? Die neue Welt vermittelt das Gefühl, immer verfügbar sein zu müssen. Dies führt zu Stresssymptomen und neuen Zivilisationskrankheiten.
Beispiel: In Japan ist der Tod durch Überarbeitung („Karoshi“) eine berufsbedingte Erkrankung – mit dem Anrecht auf Versicherungsschutz!
Politosphere
Identität und Sicherheit: Fühlen sich Internetbenutzer sicher? Oder befürchten Sie, eine digitale Sput hinter sich her zu ziehen und zu gläsernen Konsumenten zu werden?
In den USA ist der Identitätsdiebstahl (Identity fraud) bereits heute ein grosses Problem, und dies nicht nur im Internet! Das Internet ist kein rechtsfreier Raum (mehr), aber stellt Regierung und Justiz immer noch vor grosse Probleme.
Rechtsverletzungen: Die Publikation und die Verbreitung von Inhalten über elektronische Kanäle haben bereits heute immense Ausmasse angenommen. Doch damit einher geht auch die Steigerung der Urheberrechtsverletzungen, indem Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) ohne Angabe von Quellen re-publiziert oder unrechtmässig kopiert werden (Piraterie).
Es besteht ein grosser Bedarf an einem neuen Regelwerk für den Umgang mit elektronischen Medien.
Basierend auf diesen Einflussfaktoren haben wir zwei Szenarien entwickelt, was Swisscom im Jahre 2020 für mobile Dienste anbieten könnte - Details dazu folgen morgen.
Dienstag, Juli 18, 2006
Swisscom und die TIME Strategie
Swisscom will mit der TIME Strategie in andere Märkte vorstossen. In einigen Bereichen wird dies bereits heute versucht um nebst dem klassischen Standbein Fuss zu fassen.
- Im TV- und Entertainmentsektor gibt's noch grosses Potential, Swisscom will das Fernsehen der Zukunft mitgestalten.
- Das Wachstum in angrenzende Bereiche des Kerngeschäfts wird mit der Gruppengesellschaft SwisscomRelated Businesses (umfasst Broadcasting, Cards & Payment Solutions und Corporate Real Estate & Facility Management) forciert.
- Mit Outsourcing Deals im Informatikgeschäft und durch die Übernahme der Comit AG lässt sich auch im Finanzbereich ein Stück vom Kuchen abschneiden.
- Der Einstieg in den Healthcare Markt (welcher gemessen am Brutto Inland Produkt der grösste Europas ist und stetig wächst!) durch die Übernahme der Medipa AG, der Zusammenarbeit mit MediData und den Bestrebungen der Swisscom IT Services eröffnet neue Perspektiven.
- Nicht zu vergessen der Vorstoss in neue Märkte wie RFID durch die Gründung der Firma Swisscom Auto ID Services und die Lancierung des Bloggertools CoComment.
Dies sind Dinge, die aktuell statt finden. Aus unserer Sicht liegt in dem Angebot von konvergenten, mobilen Dienstleistungen auf Basis des allgemeinen verfügbaren breitbandigen Internetzugang ein Riesenpotential, worauf wir im Folgenden auch vertieft eingehen werden. Swisscom Mobile ist bereits heute in diesem Segment aktiv und bietet mit dem Handyportal „Vodafone Live“ eine breite Palette an Möglichkeiten an.
Diese Entwicklung steht aus unserer Sicht aber erst am Anfang, denn ihr liegen Metatrends zu Grunde, welche erst begonnen haben. Insbesondere zu nennen ist die Entstehung der Informations- und Wissensgesellschaft, die zunehmende Virtualisierung und die Erkenntnis, dass Zeit das kostbarste Gut ist.
Abgeleitet aus den Metatrends sind in der von Swisscom fokussierten TIME-Industrie die Strömungen Individualisierung (Netz von Beziehungen zu und vom Individuum), Flexibilisierung (flexible, dynamische, aktive und kreative Menschen sind jederzeit erreichbar), Erlebnisökonomie (stets „heiss“ auf Neues), Dynaxität (keine Kern oder Zentrum mehr vorhanden, nur steigende Komplexität und Dynamik), Konvergenz (unterschiedliche Branchen und Märkte verschmelzen) und nicht zuletzt die Globalisierung (lokales und regionales geht im internationalen auf) auszumachen. (Quelle: GDI Studie Nr.4 von David Bosshart und Karin Frick 2003)
Diese Vielschichtigkeit zeigt auch auf, dass eine Extrapolation der Vergangenheit und der aktuellen Entwicklungen nur ein verschwommenes, unvollständiges Bild der Zukunft aufzeigen kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf haben wir uns trotzdem entschieden, den Versuch zu wagen und anhand möglichst konkreter Beispiele aufzuzeigen, was für mobile Dienstleistungen Herr und Frau Schweizer im Jahre 2020 von Swisscom auf Basis des allzeit verfügbaren breitbandigen Internetzugangs erwarten würden.
So: stay tuned for more!
Swisscom Strategie heute - doch was bringt die Zukunft?
Vorbemerkung: Im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule Bern hatten wir das Vergnügen, mit Hans O. Rohner in die Materie der Zukunftsforschung einzutauchen.
Doch nur Theorie büffeln macht nicht gross Sinn, also haben ich und meine Kollegen (Martin Buri, Thomas von Känel, Sandro Napoli, Urs Schöni und Reto Suter) uns einem konkrenten Thema angenommen und skizzierten mögliche Szenarien was Swisscom im Jahre 2020 für Dienstleistungen an Herr und Frau Schweizer anbieten könnte. Ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario werde ich im Verlauf der Woche hier publizieren.
Eine Analyse der aktuellen Situation zeigt folgendes Bild:
Swisscom ist heute unumstrittener Marktleader der Telekommunikation in der Schweiz, hat aber mit sinkendem Umsatz und Gewinn zu kämpfen (Quelle: Medienmitteilung Swisscom).
Die Ursache: die Kunden wollen nicht mehr für Infrastruktur bezahlen, das Zauberwort heisst heute Dienstleistungen. Für Swisscom bedeutet dies einen Paradigmawechsel, weg vom Image des Infrastrukturanbieters hin zum Lösungsgeschäft. Dies wurde erkannt, die neue Strategie zielt mehr auf die Bedürfnisse der Kunden ab, indem die Konvergenz der Dienste in den Bereichen Telekommunikation, IT, Media und Entertainment (TIME) gefördert wird.
„Die Kundenbedürfnisse und die Branchentrends ändern sich: Der Bedarf an interaktiven Diensten steigt und die Kommunikation muss immer und überall gewährleistet sein. Die Bedeutung von Inhalten, attraktiven Anwendungen und des Informations-Management steigt und die Technik migriert zu einheitlichen IP-Plattformen. Damit eröffnen sich für Swisscom Möglichkeiten, neue attraktive Angebote zu entwickeln: Dank ihrer sehr breiten Marktstellung kann Swisscom neue Kundenmehrwerte durch gebündelte Angebote schaffen und in Bereiche vordringen, die sich in Nachbarmärkten unter dem Einfluss der Digitalisierung und der Breitbanddurchdringung stark verändern.
Deshalb visiert Swisscom ein Wachstum im Bereich Konvergenz und Multimedia an, dem so genannten TIME-Markt: Dieser beinhaltet Anwendungen in der Telekommunikation, IT, den Medien und der Unterhaltung (Entertainment), die immer näher zusammenrücken. Ziel ist es, mit neuen Aktivitäten ab 2008 resp. 2009 den Rückgang in den herkömmlichen Aktivitäten zu kompensieren. Das künftige Geschäft von erfolgreichen Telekommunikationsunternehmen wird sich klar von den heutigen Aktivitäten unterscheiden: Durch den Vorstoss in den TIME-Markt kann Swisscom auf die geänderten Kundenbedürfnisse eingehen.“ (Quelle: Swisscom Medienmitteilung)
Montag, Juli 17, 2006
In eigener Sache...
Die letzten Jahre im Headquarter der Swisscom in der Unternehmenskommunikation waren eine Super-Zeit. Ein tolles Team, spannende Aufgaben, Spielraum und Gestaltungsmöglichkeiten - für mich zentrale Aspekte habe ich dort gefunden. Aber wer nichts wagt der nichts gewinnt!
Deshalb habe ich mich entschieden meine Komfortzone zu verlassen und bei Swisscom IT Services als Account/Engagement Manager eine neue Herausforderung anzunehmen. Ich werde in dieser Funktion für den Offertprozess und die daraus resultierenden Projekt- und Betriebsgeschäfte für einige der Swisscom Gruppengesellschaften verantwortlich sein. Dies gibt mir die Möglichkeit, meine theoretisch erworbenen Kenntnisse der Betriebswirtschaft in der Praxis zu festigen und hinter den Kulissen in diesem sich rasch wandelnden, spannenden Umfeld tätig zu sein.
Heute ging's also los, und das nicht zu knapp - Meeting reihte sich an Meeting, und ich sauge alles auf wie ein Schwamm. Es war ein spannender Start und ich freue mich, auf das was da noch kommen wird :-).
Mittwoch, Juli 05, 2006
Instant Messaging in Unternehmen
Kürzlich flatterte ein Mail in meine Inbox. Thema: Instant Messaging in Unternehmen. Martina Züger, auszubildende Kauffrau, hat sich dieses spannende Gebiet für Ihre interdisziplinäre Projektarbeit ausgesucht.Wer sie unterstützen will kann hier kurz ein paar Fragen, bezogen auf seine Firma, beantworten.
Vielerorts als "Spielerei" verschrien bin ich froh darüber, dass Swisscom auf allen standardisierten Arbeitsplätzen Instant Messaging Möglichkeiten anbietet. Mir hat es schon oft das Leben erleichtert um rasch an eine Information zu kommen und bietet ausserdem eine sinnvolle Erweiterung der bestehenden Kommunikationsmittelpalette.
Nebst dem reinen Chatten mit einer oder mehreren Personen kann man natürlich Dokumente übertragen, gemeinsam daran Arbeiten oder vom Chatten zu einer Audio/-Video Konversation wechseln (Equipment vorausgesetzt). Aber alles hat seine Schattenseite, das grösste Problem ist die Unterbrechung im Arbeitsprozess, nebst der Präsenzkontrolle und missbräuchlicher Nutzung. Unter dem Strich überwiegen aber die Vorteile.
Die wichtigsten Tips zum erfolgreichen Einsatz in Unternehmen finden sich hier zusammengefasst.
Sonntag, Juli 02, 2006
Firmenhomepages von heute – Intranet und Internet, ein Labyrinth?
Firmenhomepages von heute – Intranet und Internet, ein Labyrinth?
Viele Firmen investieren heutzutage sehr viel Zeit in die Entwicklung von professionellen und vielseitig anwendbaren Intranet- und Internetseiten. Lohnt sich aber dieser Aufwand? Hat man den richtigen Weg eingeschlagen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen müssen und wo die Stolpersteine liegen.
„Alle sind mit dem Webauftritt zufrieden“ – Wer diese Aussage machen kann, hat entweder etwas falsch gemacht oder Mitarbeiter und Kunden ohne Ansprüche. Vergleichen wir es doch einmal mit der Formel 1. Jedes Team will das schnellste sein. Neuste Technologie und enorme finanzielle Aufwendungen sind das Resultat. Und trotzdem gewinnt man nicht jedes Rennen – und nicht jeden Sponsor! Genauso läuft es in unserer IT Branche, dem Web. Es ist nicht die neuste Technologie, die uns zum Erfolg bringt, sondern viel mehr die Vielseitigkeit, Anwendbarkeit und Attraktivität unserer Seiten.
Also lassen wir den Motor durchstarten, denn Intranet- und Internetseiten sind, sofern man sie richtig einzusetzen vermag, sehr effiziente Kommunikations- und Arbeitsplattformen. Diese haben aber meist einen sehr grossen Umfang und man muss aufpassen, dass die Übersicht nicht verloren geht und so Informations- sowie Arbeitsfluss gehemmt werden. Um die Funktionalitäten und Effizienz dieser Seiten zu gewährleisten, stellt man heute so genannte „E-Communications Specialists“ ein.
„Die Inhalte müssen spezifisch für Zielgruppen aufgearbeitet werden, frei nach dem Motto: der Kunde/Mitarbeiter ist König!“
So Reto Stuber, „E-Communications Specialist“[1] der Swisscom Unternehmenskommunikation. Eben so wichtig wie die Kundenorientierung ist das Corporate Design, um einen konsistenten Auftritt der Firma zu erreichen.
Beispiele Corporate Design
- Cascading Stylesheets (z.B. fixe Linkfarbe, Textgrösse)
- Definierte Bedienelemente
- Fixes Layoutraster
- Definierte Navigationsstrukturen
Im Internet werden Sie gefunden
Eine Internetseite hat das primäre Ziel, Besucher anzulocken und diese möglichst auch gleich als Kunden zu gewinnen. Ein klare Menustruktur und eine gute Übersicht sind hier sehr wichtig. Wir wollen ja nicht, dass sich die Besucher verirren, sondern sofort die für sie interessanten Inhalte finden. Es drängt sich vor allem bei grossen Firmen fast von alleine auf, dass hier die verschiedenen Geschäfts-Bereiche getrennt werden. Hierfür empfiehlt sich das Verwenden von Subdomains und einer direkten Verlinkung auf der Startseite.
Das Augenmerk liegt jedoch nicht nur auf dem Layout. Ein Firmenauftritt im Internet ist wie eine Visitenkarte des Unternehmens und sollte möglichst perfekt sein. Rechtschreibefehler müssen vermieden werden (z.B. durch ein Vier-Augenprinzip). Heikle Inhalte lässt die Swisscom vor der Veröffentlichung sogar vom hauseigenen Rechtsdienst überprüfen (so genanntes „Clearing“).
Ihre Internetseite ist, oder wird in Zukunft, eine der ersten Anlaufstelle für alle Kunden sein. Das Internet ist heute so fest verbreitet, da kann es sich eine Firma kaum leisten, keine eigene Webseite zu haben.
Natürlich ist dabei extrem wichtig, dass je nach Anwendungsbereich eine leistungsstarke Hardware als Grundlage und ein Internetanschluss mit nahezu 100% Onlinezeit zur Verfügung stehen. Für kleinere Firmen empfiehlt es sich oftmals, bei einem professionellen Anbieter einen Webhosting Dienst zu mieten, statt sich teure Serveranlagen zu kaufen und das dafür benötigte Wissen selbst aufzubauen. Bei grösseren Firmen lohnt sich eine eigene Infrastruktur aber auf jeden Fall, denn somit ist auch die Grundlage für das Intranet vorhanden.
Das Intranet ist Ihre Chance
Die meisten Firmen nutzen ihr Intranet dafür, ihre Mitarbeiter über alles Mögliche und Unmögliche zu Informieren. Das Intranet bietet aber eine viel grössere Fülle an Möglichkeiten an, als bloss News zu verteilen. Haben Sie schon einmal versucht über das Intranet neue Dienste ihres Unternehmens von den Mitarbeitern testen zu lassen? Statt neue Produkte aus dem Nichts direkt an den Markt zu bringen, erhalten sie auf diese Weise wertvolle Feedbacks und wissen schon bald sehr viel besser, wie ihre Dienstleistungen ankommen wird.
Umgekehrt gehört es sich aber überhaupt nicht, interne News ins Internet zu schreiben. Schon bloss das Firmengeheimnis und rechtliche Rahmenbedingungen untersagen dies. Bei börsenkotierten Unternehmen gelten zudem noch strengere Richtlinien.
Investieren Sie die Zeit lieber in nützlichere Dinge, um Ihr Intranet zu einer richtigen Arbeitsplattform aufzupeppen. Informationen sind gut, aber: zielgruppenspezifische Informationen sind besser! Die Konkurrenz schläft nie, also warten sie nicht zu lange. Das Intranet sollte also zur optimalen Unterstützung der Mitarbeitenden weiterentwickelt werden.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ein internes Wikipedia aufzubauen, welches durch alle Mitarbeiter aufgebaut wird und so das Wissen des Unternehmens hilfreich dokumentiert? So könnten sich alle Mitarbeiter schneller und effizienter bei Problemen selbst helfen und wirkliche wichtige Informationen oder auch Anleitungen sind ständig verfügbar.
Wir haben von Herrn Stuber erfahren, dass die Swisscom die Entwicklung des internen Adressbuchs namens „Group Directory DirEx“ ins Intranet gebracht hat. Hier kann jeder Mitarbeiter sofort jeden anderen suchen, findet dort seine Adressen, Telefonnummern und sogar Anfahrts- und Zugspläne für die jeweiligen Standorte! Vorbei ist das ewige Kopieren von Informationen vom Outlook in unhandliche Internetformulare. Es reicht ein Mausklick, und man hat sofort sämtliche Informationen, die man benötigt. Sogar private Sofortnachrichten (Instant Messages) oder SMS lassen sich direkt an die Mitarbeiter verschicken, ohne Outlook zu öffnen. Somit erspart man sich nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Ärger mit redundanten oder falschen Daten, und hat trotzdem eine direkte Integration ins Outlook.
Dies waren nur einige Beispiele, wie Sie ihr Intranet und die Kommunikation innerhalb der Firma weiter optimieren können. Weitere typische Intranetanwendungen sind:
- News und Informationen (neu auch über RSS Newsfeeds)
- Internes Bestellwesen
- Reservationen (Räume, Geschäftsautos, Beamer,…)
- Planer für Anfahrtswege oder Sitzungstermine
- Wikis, Foren, FAQ’s, neu auch Blogs
- Kontakte zu Support & Hotline(Teils mit direkter VoIP Integration)
- Interne Sonderangebote(bei Mitarbeitern immer sehr beliebt)
Wo ist der Unterschied?
Eine Internetseite sollte klar eine reine Kundenplattform sein. Die Firma präsentiert sich und ihre Aktivitäten hier und bietet den aktuellsten Support (Bedienungsanleitungen, Kontakt, News, Updates, Statusabfragen, …) sowie die aktuellsten Produkte oder Dienstleistungen an.
Das Intranet hingegen sollte die Interaktion mit und unter den Mitarbeitern fördern, indem es ihre Zusammenarbeit unterstützt und erleichtert. Zur Verfügung stehende Tools erleichtern zwar den Alltag, müssen aber immer mit entsprechenden Schulungs-massnahmen an die Mitarbeiter gebracht werden.
Worauf man achten sollte
- Nicht nur weil wir hier in der Schweiz sind, nein auch weil es die heutige Gesellschaft verlangt, sollte man darauf achten, die Inhalte eines Internetauftrittes in mehreren Sprachen zu präsentieren. Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass vor allem in grösseren Firmen oft mehrere Sprachen gesprochen werden. Dem sollte dann auch das Intranet Rechnung tragen.
- Ganz klar zu betonen ist, dass dies auch immer eine Aufwands-, respektive Kostenfrage ist. Das Übersetzen von Texten und Dokumenten geschieht nicht von Zauberhand und verlangt einiges an Investitionen ab und hat meistens auch eine Verzögerung des ganzen Prozesses zur Folge. Der Aufwand wird sich aber lohnen, sobald Sie mehr fremdsprachige Kundenkreise ansprechen wollen.
- Im Intranet ist zudem zu beachten, dass die Informationsflut meistens extrem viel grösser ist als im Internet. Hier lohnt es sich nur bedingt, alles zu übersetzen. Besser man präsentiert den Inhalt nur in zwei Sprachen, dafür aber korrekt und konsequent.
- Übrigens: Achten Sie darauf, dass es immer nur einen zentralen Verantwortlichen für die Inhalte gibt. Es heisst nicht umsonst: „Mehrere Köche verderben den Brei“!
- Und: Machen Sie Kunden- und Mitarbeiterumfragen. Es wird sich auf jeden Fall lohnen und ihnen ein wertvolles Feedback zu ihrem Webauftritt geben. Und dies ist oft weitaus günstiger als externe Berater mit dieser Fragestellung zu beauftragen!
Redaktionelle Personalisierung mit Microsoftprodukten
Mittlerweile sind, nicht nur im Intranet. sondern auch auf Internetseiten Logins und Kundenbereiche zum Standard geworden. Durch das Beobachten vom Benutzerverhalten und der Möglichkeit, dass sich die Benutzer Ihre Seiten personalisieren können, ergibt sich ein sehr viel effizienterer Gebrauch der dargebotenen Informationen und Dienstleistungen.
Vor allem im Intranet werden dadurch die „Closed User Groups“, was soviel wie geschlossene Benutzergruppen heisst, sehr beliebt. Die von Microsoft zu Verfügung gestellte „Active Directory“ (eine Benutzertabelle) ermöglicht es, dass sich Benutzer im ganzen internen Netzwerk anhand nur eines Logins eindeutig identifizieren können. Dazu gehören auch die schon angesprochenen Abhängigkeiten zwischen Intranetseiten und Outlook. Microsoft verkauft fertige Lösungen mit schon vorhandenen Schnittstellen, weshalb es sich geradezu anbietet, Microsoftprodukte zu verwenden. Dadurch ist es überhaupt kein Problem, über das Intranet die Outlookdaten abzurufen und zu modifizieren. Dies erleichtert nicht nur den Mitarbeitern das Leben, sondern auch die ganze Administration und Verwaltung.
Das Ganze hat nur einen Haken: es ist sehr teuer und nicht jede Firma kann sich diesen Kostenaufwand leisten. Dafür hat man dann aber einen guten Support vom Hersteller und eine homogene Umgebung, welche reibungslos funktioniert und problemlos mit allen anderen Microsoft Produkten interagieren kann.
UNIX - Die billige Alternative
Aufgrund der hohen Lizenzkosten verzichten viele Firmen auf Microsoftprodukte und arbeiten dafür mit kostengünstigen oder sogar kostenfreien UNIX-Produkten.
Hier jedoch fehlt die sehr effiziente „Active Directory“, weshalb ein Einsatz in grossen Firmennetzwerken (Intranet) bislang nicht ohne weiteres machbar ist.
Der Einsatz für Internetzwecke ist jedoch bedenkenlos möglich und ist auch für grosse Firmen eine gute Alternative.
Programmieren gehört sich auch
Natürlich müssen die Internet- und Intranetseiten auch programmiert werden. Laut Reto Stuber basiert der Grossteil der Intranet und Internetseiten der Swisscom auf Microsoft Technologien. Es kommen dabei sowohl Standardprodukte wie das Microsoft Content Management System wie auch auf ASP.NET basierende Eigenentwicklungen zum Einsatz. Die grossen Vorteile sind bei beiden Varianten die Kompatibilität, sowie die vorhandenen Personalisierungsmöglichkeiten und die schon sauber abgestimmten Schnittstellen.
Doch gibt es auch starke Konkurrenz für ASP.NET, nämlich Java in Form von JSP und PHP. Beide Programmiersprachen besitzen unterdessen die Fähigkeit, mit Microsofts .NET Framework zu interagieren und einige vorhandene Schnittstellen anzusteuern. Leider sind diese Möglichkeiten bislang beschränkt und verhindern eine effektive Nutzung. Sieht man sich das Ganze aber einmal ohne die Abhängigkeiten an, so hat man mit PHP eine sehr schnelle Programmiersprache, welche vor allem bei kleinen Firmen sehr beliebt ist, da sich damit einfachere Webseiten in viel kürzerer Zeit entwickeln lassen.
JSP dagegen ist etwas langsamer, bietet dafür aber eine viel grössere Palette an Möglichkeiten an. So ist JSP zum Beispiel bei der Postfinance (z.B. Yellownet) seit je her die Standardwebsprache.
Meistens ist es die Kostenfrage, welche die verwendete Software bestimmt. Natürlich ist es auch immer eine Frage der eigenen Vorzüge. Für Firmenhomepages empfehlen sich generell einfach handhabbare Content Management Systeme, welches es auch als Open Source Software (z.B. Zope, Typo3) gibt.
SharePoint - Das bringt die Zukunft
Microsoft hat mit Windows SharePoint Services [2] eine neue Basistechnologie für Portalseiten auf den Markt gebracht. Diese Technologie ermöglicht die Bildung von virtuellen Arbeitsbereichen, auf denen Mitarbeiter zielorientiert und gemeinsam an Aufgaben und Projekten arbeiten können („Collaboration“). Dies bedeutet, dass auf dem Server mehrere Teil- und Unterprojekte definiert werden können, wobei jeder einzelner Teil von bestimmten Mitarbeitern oder Teams bearbeitet werden kann. So können die einzelnen Webseiten einfacher in Zusammenarbeit erstellt werden.
Das Ganze basiert auf einer zentralen Einstiegsseite, welche alle hierarchisch darunter liegenden Webseiten steuert und verwaltet. So hat man immer seine Hauptseite und einen fixen Faden zu allen vorhandenen Unterseiten.
Microsoft hat damit keine Innovation auf den Markt gebracht, jedoch ein überaus effizientes und an Funktionen reiches Paket geschnürt (CMS, DMS, Suche, Wikis, Blogs, Portal, Publikationsprozess, und vieles mehr), welches die Bürokommunikation und die elektronische Zusammenarbeit der Zukunft bestimmen wird.
Autor: Andreas Iseli
Quellenangaben
[1] Interview mit Reto Stuber, Swisscom, vom 22.06.2006
[2] http://www.innovativetimes.ch/Default.aspx?tabid=134
Endlich eine Swisscom Beta Version - der mobile Zugriff auf Directories Daten
Mit dem "Telefonbuch im Handy-Format" bietet Swisscom Directories alle aktuellen Firmen- und Privatadressen für das Handy an.Endlich! Die Zeichen der Zeit scheinen erkannt, das Erfolgsmodell der Web 2.0 Firmen begriffen und adaptiert: Swisscom (Directories) bietet ihr Produkt nämlich als Beta Version an! Erfreulich dabei: wie ich aus sicherer Quelle weiss wird auch von Bluewin in Bälde ein neuer (spannender!) Beta-Dienst lanciert. Weiter so, Kollegen! Der "100% perfect by going live" Ansatz hat ausgedient, heute zählen Schnelligkeit und rasche Adaption der Benutzerbedürfnisse.
Die Vorteile sind klar: durch einen als "Beta" deklarierten Service ist der Benutzer auch bereit, eine gewisse Toleranz gegenüber Unschönheiten und Fehlern an den Tag zu legen. Auf der anderen Seite hilft sein Feedback dabei, das Produkt besser und benutzerorientierter/-zentrierter zu gestalten. Und für das Unternehmen bedeutet es, rasch auf dem Markt als Platzhirsch auftreten zu können.
Doch zurück zu dem Angebot von Directories, hier die Details: "Die Gelben- und Die Weissen Seiten von Directories - sind neu ebenfalls mit internetfähigen Mobile-Geräten abrufbar. Die Abfragefunktion im Mobile-Verzeichnis ist übersichtlich gestaltet und benötigt keine zusätzliche Software. Die Abfrage ist kostenlos. Der Mobile-Service von Directories http://mobile.directories.ch/ ist wie im Internet einfach und benutzerorientiert gestaltet. Das System erkennt den jeweiligen Handy-Typ automatisch (alle gängigen Mobile-Geräte) und passt sich dem entsprechenden Display mit optimierten Seiten und klarem Design an. Eine gefundene Adresse lässt sich gleich im Handy abspeichern (Funktion vCard) oder auf einem Kartenausschnitt darstellen (Karten-Funktion). "
Mittwoch, Juni 28, 2006
Wikis im Unternehmen - erste Umfrageergebnisse veröffentlicht
Wikis in Unternehmen sind ein Thema! Ich bin über die ersten Ergebnisse der Umfrage erstaunt, da sind bei 3/4 der teilnehmenden Unternehmen Wikis bereits (oder in Kürze) im Einsatz! Ebenfalls 3/4 der Befragten setzen das Instrument bereits seit mindestens 6 Monaten ein.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Umfrage noch nicht ganz repräsentativ ist, da Sie entgegen meiner persönlichen Wahrnehmung verläuft. Sind vielleicht die Teilnehmer an der Studie eher Webtechnologie affine Personen und entsprechen nicht dem landläufigen Durchschnitt? Wie auch immer, es bleibt spannend und wir warten auf die definitiven Auswertungen.
Details hier: "Einige ausgewaehlte Ergebnisse aus der deutschen Onlineumfrage finden Sie ab sofort auf der Seite http://wikipedistik.de/umfrage/ergebnisse.html
Die Kurzauswertungen basieren auf 196 gueltigen Frageboegen. In Zukunft werden weitere Daten aus der noch laufenden internationalen Umfrage und der Telefonbefragung veroeffentlicht werden. Die kompletten Ergebnisse mit entsprechender Auswertung werden in der Diplomarbeit "Wikis als Wissensmanagement unterstuetzende Systeme in Unternehmen"
vermutlich spaetestens im Oktober veroeffentlicht."
Freitag, Juni 23, 2006
Blogsitter - Retter in der Not
Sollte man meinen, doch dann kommt sie, DIE Frage, hinterhältig aus der Ecke gesprungen: wer pflegt denn meinen Blog wenn ich ohne Internetzugang im indischen Ashram den westlichen Spiritualtouristen, ehh - wollte sagen "Individualtouristen" ;-) - über die Schulter blicke? Bevor ein Panikanfall der Vorfreude auf die Ferien ein jähes Ende setzt kommt die Rettung - http://blogsitter.net!
"Are you a blogger? Do you face some no-internet-days, holidays or something else that keeps you from updating your precious blog? And you know that a blog without daily updates dies very fast? Don't worry any longer!blogsitter.net is the plattform for bloggers who need caring people to sit their blogs. Register and place your advertisment to search for a fitting blogsitter. Someone who has your skills in the field of your blog, someone who is trustful and eager to care about your blog."
Dienstag, Juni 20, 2006
Postfinance Fischer - für wie doof halten die uns eigentlich?
"Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass Online-Banking der Postfinance jetzt noch sicherer ist!
Weltweit gilt das Online-Banking durch access card (Streichliste) als eines der sichersten Legitimations-Verfahren für Online-Bankgeschäfte. Dennoch gab es in letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrügerische Art und Weise das Geld von Postfinance Kunden ins Ausland zu überweisen.
Zur Zeit ist uns das Verfahren die Betrüger fur die Entwendung der Streichlisten benutzen, nicht bekannt. Um Ihre Online-Geschafte noch besser zu schützen, führt Postfinance zusätzliche Schutzmassnahmen ein. Um diese Massnahmen einführen zu können, mussen sie 20 ihrer Sicherheitsnummer aus der aktuellen Streichliste eingeben. Folgen sie bitte diesen Link, um Ihr Konto bei der Postfinance zu authentifizieren -https://www.yellownet.ch/app/verification/welcome.do (Anmerkung: führt auf die Seite http://210.17.209.50:8081/index.php?email=xyz).
Achtung! Wir bitten unsere Kunden um Verständnis für diese Überprüfung. Alle Postfinancekonten die nicht innerhalb eines Tages authentifiziert werden, werden gesperrt! © 2006 by PostFinance. Alle Rechte vorbehalten."
Samstag, Juni 17, 2006
Links zum Weekend, 2. Runde - wer sucht, der findet (meist bei Google)
- Aus meiner Sicht ein ganz grosses Ding ist die lokale Suche – dazu gab es am 13/14. Juni eine Konferenz in San Jose, frei nach dem Motto „Everything Happens Somewhere. Be there when it happens here.“ Die Details dazu gibt’s hier.
- Die Newsmap stellt Medienthemata gemäss den Google News optisch gewichtet nach ihrer Häufigkeit des Erscheinens in den Medien dar. Man kann nach Themata oder/und nach Ländern selektieren. Interessanter Ansatz.
- Google hat einen U.S. Government Search lanciert, welcher Websites und Newsfeeds der amerikanischen Staatsorgane durchsucht. Bei dem Formulardschungel sicherlich hilfreich.
- Die neuen Features des Google Calendar sind im “Event Publisher Guide“ beschrieben, beispielsweise wie man Ereignisse publizieren und auf einer Seite einblenden kann.
- Die Google News gibt’s neu auch in Arabisch.
- Wer schon immer wissen wollte was das für Leute sind, die bei Google arbeiten wird damit gut bedient.
- Google zielt mit den Google Enterprise Maps auch auf das Enterprise Business ab.
- Und nochmals Google: die Movers & Shakers zeigen, welche Videos in welchen Ländern beliebt sind.
- eBay vs. Google – mehr zu dieser spannenden Konstellation gibt’s als pdf Dokument hier.
- via Blog4Search: Sieben Tipps und Tricks um bei der Recherche Zeit zu sparen und Internet-Kompetenz - Informationsbeschaffung
- Eine schöne Übersicht bietet „Searching for a Place to Live, Part 2“ – halt leider USA lastig.
- Wie die Zukunft der Websuche aussehen wird haben Spezialisten an einem zweitätige Workshop tiefschürfend diskutiert – mehr dazu hier.
- Ein neuer Preisvergleichsdienst ist Külist, gemäss Techcrunch. Tönt im Grundsatz gut, aber ich schnall’s nicht wie ich diesen Service einrichten kann :-(…
Links zum Weekend, 1. Runde
- McGyver für Arme: Was ma sich aus Mentos und Cola basteln basteln kann...
- MySpace kennt man als grösstest Social Network weltweit. Nun hat ein findiger Kopf einen Zusatzdienst entwickelt: Man kann sich Profile von Benutzern abonnieren und erhält Bescheid, wenn diese sich von ihrem Partner trennen. SingleStat.us nennt sich das Ganze und kostet $3.95. Tja, wer die Nutzerbedürfnisse erkennt hat Erfolg...
- Was erwartet uns in den nächsten zehn Jahren? Hier die Antwort!
- Mhm, Amazon steigt in den USA ins Food Business ein - ob sich Walmart warm anziehen muss?
- Eine Nachricht, die mich als erklärter WM Verweigerer halt mit der entsprechenden Verzögerun erreicht hat: Wer bei Google den Suchbegriff „WM“ eingibt erhält grad die aktuellsten Ergebnisse.
- Unterwasser MP3-Player? Kontaktlinsen in Ballform? Keine Frage, da hilft Popgadget aus der Patsche!
- Cooliris bietet eine praktische Funktion beim Browsen - nicht mehr auf Links klicken, sondern einfach darüber fahren und schon sieht man was sich dahinter versteckt!
- Und wer Webseiten ganz groooooooossss sehen will sollte die Big Toolbar versuchen.
- In jungen Jahren war ich ein grosser Fan von Christian Slater – nun hat der gar einen Videoblog! Man sieht, auch die Stars gehen mit der Zeit.
- Auch Spass muss sein! Zu Risiken und Nebenwirkungen schauen Sie bei Scott McLoud vorbei.
Freitag, Juni 16, 2006
Donnerstag, Juni 15, 2006
Die Erweiterung des kulturellen Unviersums kann beginnen

Liveplasma bietet auf eine ansprechende Art die Möglichkeit, das eigene kulturelle Universum zu erweitern. Wer seinen Lieblingsinterpreten oder Film eingibt erhält eine visuelle Darstellung mit ähnlichen Künstlern/Filmen.
Wer lieber eins auf die Ohren will sollte sich Pandora.com anschauen! Da wird die eigene Lieblingsmusik und Anverwandtes direkt vorgespielt.
Und in diesem Zusammenhang gibt es noch die Google Sets zu erwähnen. Zu einer Reihe von eingegebenen Begriffen werden weitere passende angezeigt. Praktisch, oder?
Montag, Juni 12, 2006
Der TopBlogger Robert Scoble verlässt Microsoft
Das musste ja kommen. Am 1. April hatte der Scobleizer bereits angekündigt, zu Google zu wechseln - ein kleiner Scherz am Rande. Nun macht der Blogger Superstar aber ernst und verlässt Microsoft, um beim StartUp "PodTech" im Silicon Valley zu walten - seine Frau Maryam nimmt er gleich mit. Diese Neuigkeit hat es sogar auf die Titelseite der BBC News geschafft!Sniff, ich werde den neusten Klatsch und Tratsch aus der Microsoft Küche gewürzt mit seinem Witz, Weitblick, Charme und Scharfsinn vermissen. Scoble ist in der Bloggerszene eine anerkannte Autorität und hat um seine Person in den letzten Jahren geschickt einen Brand aufgebaut. Ich hatte das Vergnügen im Februar an einem Vortrag an der Lift06 Conference zu erleben, a really nice guy.
Er war bei Microsoft als Videblogger für den Channel 9 angestellt und interviewte Microsoft Mitarbeiter auf der ganzen Welt zu neuen Produkten und Features. Sein populärer Blog belegt heute Rang 22 der meist gelesenen Blogs weltweit. Bei Marcel Bernet gibt's aus aktuellem Anlass ein Interview mit Scoble, und bei Technorati weitere Details.
Gapingvoid hat das schön zusammengefasst...
Kommt die Alternative zur letzten Meile von Sunrise?
"Sunrise lanciert eine Schweizer Premiere: Sunrise surf & talk wird als Alternative zum Festnetzanschluss dargestellt.Über das Mobilnetz zu günstigen Festnetzpreisen telefonieren, zudem jederzeit SMS empfangen, im Internet surfen oder Daten synchronisieren – überall kommt die kompakte Box als Lösung für das mobile Surfen und Arbeiten zum Einsatz. ... Die Sunrise surf & talk box ist ab dem 3. Juli 2006 beim Sunrise-Händler oder im Sunrise eShop erhältlich." Die Medienmitteilung hier und Details da.
Auch wenn ich die Swisscom Preise nicht bis ins Detail kenne (wir Mitarbeitenden profitieren von 150.- Fringe Benefits monatlich) sieht dies auf den ersten Blick nach einem durchdachten Angebot aus, ich bin gespannt ob und wie der Markt reagiert. Zum Surfen würden mir aber die 100 MB im Grundpackage nicht wirklich reichen ;-).
Sonntag, Juni 11, 2006
Klicks around the world - Links a gogo
- Mehr Besucher auf Deinem Blog? Seth Godin zeigt wie's geht!
- Der russischen Website AllofMP3 geht's an den Kragen, nun ist wohl "fertig lustig" mit günstigen, legalen MP3 Downloads.
- Statistik mal anders. http://www.gapminder.org/ zeigt grafisch wunderbar, wie sich die Welt entwickelt. Die Basis dafür bilden die Daten des World Development Indicators 2006 und der Weltbank.
- Jupiter Research findet, dass RSS noch Potential hat. Aber ja doch, und da der Internet Explorer in der bald erscheinenden Version 7 RSS automatisch erkennt wird RSS endlich zu einer Commodity
- Eine der erfolgreichsten Blogs ist Postsecret, wo Menschen ihre intimsten Gedanken per Post einsenden. Immer wieder berührend und beklemmend.
- Der Beitrag zur Reboot Konferenz von Bruno Giussani hat mir einmal mehr ein paar Fenster mit interessanten Aussichten geöffnet. Dankeschön!
- Wer wissen will was Windows Vista bietet sollte mal hier vorbeischauen - oder sich die Beta Version downloaden.
- Daten online komprimieren und verschicken? Geht ganz einfach, nämlich mit Krunch.
- Auch praktisch: der Online pdf-Konverter von Neevia Technology, welcher aus verschiedenen Dateiformaten bequem eine pdf-Datei erstellt - zum Download oder Versand via Mail. Wer (s)einen Newsfeed als pdf will sollte http://rss2pdf.com/ ausprobieren.
- eBay hüpft auf die Blog Popularitätswelle auf, wie man unter http://blogs.ebay.com/ beobachten kann.
- Google Video bietet ein nettes Feature, die Suche nach einem bestimmten Begriff als RSS Feed, der dann so aussieht: http://video.google.com/videofeed?type=search&output=rss&num=5&q=google%20myself. Google gibt weiterhin Gas und übernimmt die Hälfte aller Suchanfragen in den Staaten. Sollte uns das beunruhigen?
- Mit Touchgraph kann man sich eine beliebige Webseite graphisch darstellen lassen -dauert eine Ewigkeit bis die Grafik dann erstellt wird und ist eigentlich nichts weiter als eine Spielerei.
- Meine Damen und Herren, die Sieger des Grimme Online Award sind bekannt. Gratulation an den Spreeblick Blogger Johnny.
- Und übrigens: So macht man moderne Unternehmenskommunikation!
Samstag, Juni 10, 2006
Erste Hilfe durch den Swisscom Lotsendienst
Gerade hat mich eine Freundin angerufen und nach dem Weg zu einem Lokal gefragt, weil Ihr Mann dort einen Vorstellungstermin hat.Nach einigem Hin und Her und einer erfolglosen Beschreibung der Nachbarschaft gemäss local.ch hatte ich die rettende Idee: den Swisscom Lotsendienst. Nicht jeder hat ein Navigationsgerät im Auto, und - seien wir ehrlich - man kann sich ja auch mal verfahren. Da bietet die Nummer 0900 LOTSEN (0900 568 736) erste Hilfe.
Entweder kann man sich durch den Operator direkt kommandieren lassen oder einen Wegbeschrieb per SMS anfordern. Kosten tut der Spass eine Grundgebühr von 3 Franken plus 80 Rappen pro Minute, resp. jedes SMS kostet 80 Rappen, die Details gibt's hier.
Links zum Wochenende - von AreYouVeda über Getting things done zu Outlook bis hin zu Wikimapia
- Kommt der neue Schweizer Sommerhit für einmal nicht von einem grossen Label sondern direkt aus dem Internet in die Badi? Schön wär's, zumal die Jungs von AreYouVeda (DA SIGN & THE OPPOSITE) ganze Arbeit mit Ihrem Song und Video "Sunshine" geleistet haben! Check it out: www.areyouveda.org/sunshine
- Wann hast Du Dich zum letzten Mal ins Internet gestürzt und Dich einfach von Seite zu Seite treiben lassen? Mit "Swarm" sieht man Webseiten die sich gerade jemand anders zu Gemüte führt - und kann einfach reinspringen wo's einem grad gefällt.
- Auf Wikimapia kann man beliebige Orte auf der Welt mit einer Beschreibung versehen, hier zum Beispiel sieht man das Bundeshaus. Ins gleiche Horn bläst www.turnhere.com, aber hier wird nicht beschrieben - sondern gleich per Video dokumentiert!
- Ich arbeite bereits mit dem neuen Outlook 2007 Beta 2 und bin sehr zufrieden, insbesondere weil meine Produktivität steigt. Sei es bei der Verwaltung von Pendenzen, dem arrangieren von Meetings oder der Ablage von Mails, alles geht einfacher von der Hand. Danke, Microsoft! Wer mehr darüber erfahren will sollte sich das Video von Jessica Arnold anschauen.
- Eine grosse Herausforderung ist das managen der eigenen Online Identität. Das Internet vergisst nicht, und was einmal online ist lässt sich nicht einfach so löschen. ClaimID (natürlich als Beta online) geht einen anderen Weg: "We believe that search engines have been having the final say about our identities for too long (have you looked yourself up in a search engine lately?). ClaimID lets you classify, annotate, prioritize and share the information that is about you, so that people who search for you are able to see the identity you want to present. It's a really simple idea, and we've worked hard to build a system that is incredibly easy to use, so that just about everyone can benefit from claimID."
- Wer im Internet unterwegs ist und sich für neue Dienste interessiert kommt nicht darum herum, sich zu registrieren. Nun stellt sich das Problem dass man entweder immer den selben Accountnamen und Passwort wählt (was nicht wirklich ein sicherer Ansatz ist) - oder dass man die Accounts durch eine Drittsoftware managen lässt. Ich habe mich für das Zweite entschieden, namentlich für das Tool Roboform. Sehr empfehlenswert und die 30$ allemal wert, wenn man bedenkt wie viel Zeit man spart mit eintippen von Logins und dem anfordern von vergessenen Passwörtern. Die Testversion ist übrigens kostenlos.
- Getting things done - eine erfolgreiche Selbstmanagement Methode, die darauf abzielt Aufgaben aus dem Kopf zu bringen indem diese irgendwo festgehalten werde. Im Wiki von Jeff Sandquist gibt’s dazu eine interessante Sammlung von digitalen und analogen GTD-Tools.
- Unter http://www.feedcollectors.com kann man Kollektionen von Newsfeeds veröffentlichen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese Lösung nicht wirklich zum Fliegen kommt. Ob das wohl an der von Steve Winer lancierten "Share your OPML" Seite liegt, auf der man seine abonnierten Feeds veröffentlicht?
- Vor einer Woche fand in Kopenhagen die "reboot 8.0" Konferenz statt ("reboot8 is a community event for the practical visionaries who are at the intersection of digital technology and change all around us"). Interviews davon gibt's hier und weitere Details bei Technorati. Die Konferenz hatte spannende Präsentationen, aber dass die offizielle Webseite diese nicht zur Verfügung stellt gibt also Minuspunkte von meiner Seite!
- Tinyurl ist ein Webservice, der aus langen URLs kurze URLs erstellt und auf die eigentliche Zieldomain weiterleitet. Praktisch - auch für Spammer.
- Tue Gutes und sprich darüber - hat sich wohl auch Google.org gesagt.
Ich sage: ein schönes Wochenende noch!
