Montag, Juli 13, 2009

American Adventure: Die schuldigen Frauen und Dave Alvin

Der Mann ist Hahn im Korb mit seinen sieben "guilty women". Und geniesst das schamlos, recht hat er. Wir hatten das Vergnügen, gestern Abend diesem Spektakel beizuwohnen. Dave Alvin, der Frontmann dieser Combo, begleitet mich schon eine Weile mit seiner Musik.

Dank www.livekick.com wurde ich rechtzeitig informiert, dass der Kalifornier hier Zwischenhalt macht. Livekick ist eine cleveren Lösung, die meine Musikprofile von Last.fm, Pandora, iTunes etc. mit den lokalen Konzerten abgleicht und Event Vorschläge bringt, wenn meine Lieblingsinterpreten oder ähnliche Künstler die Gegend unsicher machen. So besorgte ich rechtzeitig Tickets und stand an besagten Abend auch pünktlich zur Türöffnung im Highline Ballroom um 18 Uhr da.

Meine Begleitung hatte sich den Fuss lädiert und humpelte tapfer heran. Ich besorgte im Supermarkt nebenan eine Tube "Bengay" Gel, und wir bestellten mal einen Kelch Cabarnet - auf dass der Fuss bald wieder heil, respektive der Schmerz betäubt werde. Die Vorgruppe von Clarence Bucaro startet kurz nach 20 Uhr mit den ersten Songs. Warm, melancholisch, tiefgründig - die Art von Musik, die man auf dem Bärenfell beim Knistern des Kaminfeuers geniesst.

Nach einem kurzen Intro ging es dann zügig los mit dem Hauptact. Die Ladies Cindy Cashdollar, Nina Gerber, Laurie Lewis, Christy McWilson, Sarah Brown, Amy Farris und Lisa Pankratz stürmten auf die Bühne, gefolgt vom "Meister".

Grammy Gewinner Alvin und seine Mädels wussten die New Yorker richtig zu nehmen, kantige Sprüche, offensichtlicher Spass an der Musik, Interaktion mit der Band und eine gut gemischte Playlist führten zu massiven Applaussalven. Wir sassen in der vordersten Reihe, und natürlich liess ich die Kamera mitlaufen. Hier ein paar Eindrücke, yihaa!




Dave%20AlvinQuantcast


Microsoft Worldwie Partner Conference 2009 - let's get started!


"Google's not a real company. It's a house of cards." Steve Ballmer sagt solche Dinge, und der Mann in Action ist nicht nur wegen kantiger Aussagen ein Erlebnis. Man kann sich seine eigene Meinung über den Microsoft Boss bilden, meinen Respekt hat er sich verdient.

Die letzten 2 Jahre habe ich ihn an den Microsoft Worldwide Partner Conferences in Denver und Houston hautnah erlebt und etwas mitnehmen können, und auch seine Zürcher Stippvisite bleibt in Erinnerung. Dieses Jahr steht New Orleans als Bühne für die weltweiten Microsoft Jünger auf der Agenda, doch leider ohne meine physische Präsenz.

Wer die Konferenz von nächsten Dienstag bis Freitag aber online verfolgen will, der schaue unter http://www.digitalwpc.com rein. Und die Fragen an den grossen Mann Steve können hier oder auf Facebook gestellt werden.

American Adventure: Airline USA - meine absolute Lieblingsdokusoapoperette

Ich habe dem passiven Medienkonsum weitgehend abgeschworen, die Glotzkiste habe ich seit Wochen in der Ecke liegen lassen.

Als ich noch im Schweizerländle zugegen war, gab es eine einzige Sendung, die mich zu fesseln vermochte: Airline USA -
hier gibt es die aktuelle Staffel online!

Ich bin kein grosser Flugzeugfanatiker, aber offensichtlich ein bisschen Rot-Weiss-Blau getüncht und habe diese Dokusoap der Southwest Airlines mit dem repräsentativen Querschnitt an Statisten aus der amerikanischen Bevölkerung ausgiebig genossen.

Hach, ein Kasten Energy Drinks und eine Schachtel Donuts steht bereit, und eine SuperSize Pizza kann ich mir auch bestellen damit die lange Filmnacht beginnen kann, haha.

Sonntag, Juli 12, 2009

How to: Heute schon geKindlet - Wie Du Deinen Blog auf dem Amazon Kindle promotest

Heute schon gekindlet? Damit ist nichts Unanständiges gemeinst, sondern lediglich der Einsatz des elektronischen Buchlesegeräts von Amazon, dem Kindle. Für 300 Dollar kann man jeden Tag rund 1500 Büchern durch die Gegend tragen - und diese halbe Bibliothek ist gerade mal ein Pfund schwer. In dem Gesamtangebot von 230 000+ angebotenen eBooks, fast alle unter 10 Dollar, fand auch US Talkmasterin Oprah ihre Lieblingslektüre und ist seitdem ein grosser Fan dieses Geräts.

Und nun, liebe Blogger unter meiner Leserschaft, wird es für Euch spannend: ihr könnt Euer Blog auch auf dem Kindle anbieten! Dazu werden lediglich folgende Basis-Informationen benötigt.

• Blog Titel
• Blog Tagline
• Beschreibung
• Bild mit dem Header des Blogs
• Screenshot des Blogs (optional)
• Frequenz der Beiträge

Diese Informationen könnt ihr unter https://kindlepublishing.amazon.com in wenigen Minuten eintragen. Wer das gemacht hat, kann sich dann hier einen Badge erstellen und den eigenen Blog auf dem Kindle schamlos promoten. Viel Spass!

Read my blog on Kindle

Samstag, Juli 11, 2009

American Adventure: Der Traum vom Eigenheim

Gestern wurde ich unsanft aus dem Bett geklingelt. Y meldete sich für den Lunch ab, sie war noch auf der Baustelle in Brooklyn und wusste, dass es dieses mal länger dauern würde. Den Leuten beizubringen, was sie als Architektin geplant hatte, ist nicht immer trivial. Ich erinnere mich gut an die Stories von meinen lieben Studienkollegen T, und konnte alles Verständnis der Welt dafür aufbringen. Lieber drei mal erläutern als einmal falsch bauen...

Heute jedoch schafften wir es, und ich schlug vor, ein vegetarisches Restaurant aufzusuchen. Um halb zwei trafen wir uns im Candle Cafe, 3rd Avenue auf Höhe 74 und 75 Strasse. Wasser, Taco Salat und Vollkorn Quesadilla wurden von uns kritisch geprüft - und für lecker befunden. Das Lokal war komplett besetzt, erstaunlicherweise für mein Empfinden, da es ja bereits mitten am Nachmittag war.

Y will sich dieses Wochenende ein Haus in der Bronx anschauen und bald Eigenheimbesitzerin werden, was mich temporären Vagabunden beeindruckt. Kürzlich habe ich mit K darüber gesprochen. Mit 21 hatte sie sich in Jersey eine Hütte gekauft (als Investition, auf Anraten des Daddys) und renoviert. Diese vermietet sie heute, bezahlt damit erstmal die Hypothek ab und bringt jeden Monat noch ein paar hundert Dollar extra rein - ganz zu schweigen von den steuerlichen Vorteilen.

M hingegen hat gerade schlechten Bescheid von seiner Bank erhalten. Er wollte sich mit der Familie den Traum von den eigenen vier Wänden ermöglichen, doch die Bank hatte andere Pläne. Das Unschöne war, dass die geleistete Anzahlung so lange blockiert wurde, bis ein offizielles Schreiben von der Bank kam - frozen money, sozusagen. Die Bank benötigte über einen Monat für ein simples Schreiben um das Geld wieder freizugeben, und er wird nun über einen "Mortgage Broker" sein Glück versuchen.

Der Amerikaner ist weit mobiler als der Durschnittseuropäer. Im letzten Monat sind fünf Bekannte umgezogen, und eine weitere Handvoll beschäftigt sich aktuell intensiv mit solchen Plänen und ist auf Apartment Suche. Am meisten beeindruckt hat mich C. An einem Freitag erhielt sie die Nachricht, dass sie an eine renommierte Universität in Philadelphia aufgenommen wurde, um ihren Doktortitel im Bereich der Krebsforschung zu erhalten.

14 Tage später war New York passé und der Umzug ins neue Leben vollzogen. Dieses spielt sich nun in Phily zwischen Vorlesungen, Bibliothek, Labor und Selbststudium ab - täglich, und zwar von morgens früh bis morgens früh... Der Vorteil dieses Engagements ist, dass man auch zu unchristlichen Zeiten "Hallo" sagen kann - was ich nun gleich mal tun werde.

Freitag, Juli 10, 2009

American Adventure: Nice and dangerous neighborhoods in New York

Also erstmal muss ich sagen dass ich mich hier in Manhattan Midtown bis anhin immer sehr sicher fühle, egal ob tags- oder nachtsüber. Die folgende Übersicht stellt eine Mischung aus Empfehlungen von Locals und eigenem Online Research dar, als ich mich nach einer neuen Bleibe umgesehen habe.

New York besteht aus 5 Stadtteilen, wovon Manhattan natürlich der populärste ist. Die City vereint in etwa die gleiche Anzahl Menschen wie die ganze Schweiz, auf einem Bruchteil der Fläche. Tripadvisor.com hat hier eine gute Einführung zu den Stadtteilen von New York verfasst.

Natürlich kann man sich auf Statistiken verlassen, und da sieht man dass nur eine der 25 gefährlichsten Gegenden der USA in New York ist. Eine Bekannte meinte dazu nur: "St. Nick and 125h is Disneyland compared to where I've been living the past 4 years..."

Oder man kann sich die Spot Crime Map oder das PDF hier anschauen, da findet man an jeder Ecke einen Grund, nicht hinzugehen. Unbestritten gibt es Gegenden, die man als Nicht-Local besser meidet.

Hier eine subjektive Übersicht der schönen Gegenden, nach Stadtteil, aus dem Bekanntenkreis.
  • Brooklyn: Boreum Hill, Carroll Gardens, Brooklyn Heights, Park Slope, Williamsburg, ...
  • Queens: Astoria, Forest hills, Rego park, ...
  • New Jersey: Hoboken, ...
Das Time Out Magazine hat die Top 10 Neighboorhods zusammen gestellt, und unter http://www.walkingaround.com findet man eine Übersicht welche Ethnien sich wo zusammen raufen - eine Schweizer Nachbarschaft gibt's noch nicht bis jetzt, doch die Deutschen konnten offenbar Gerritsen Beach in Brooklyn bereits ein wenig annektieren.

Weniger empfehlenswert sind dagegen die folgenden Stadtteile.

Manhattan:
  • Alphabet city (Avenues A-D in der Lower East Side) - viele Sozialwohnungen
  • Harlem bis Inwood, oberhalb der 100th Street
Brooklyn:
  • Brownsville
  • East New York
  • Bedford-Stuyvesant
  • Red Hook
Queens:
  • Queensbridge
  • Jamaica
Bronx:
  • Die gesamte South Bronx - viele Sozialwohnungen, bspw. Melrose, Mott Haven, Tremont, University Heights
Staten Island:
  • Well, eigentlich will niemand nach Staten Island. Nicht weil es gefährlich ist, sondern weil einfach tote Hose herrscht, heisst es. Und stinkt.

Donnerstag, Juli 09, 2009

American Adventure: Ich bin in Gstaad - und spreche Schwyyzertüütsch!

Hunderte von E-Mails habe ich erhalten. Hunderte. Aber nicht dass ich mich darüber beklagen möchte, im Gegenteil. Als Neuankömmling in New York habe ich zwar eine Handvoll Kontakte aus Schweizer Zeiten gehabt, bin aber immer neugierig auf neue Menschen.

Ich habe mich aus diesem Grund bei Meetup.com registriert, einer Plattform welche Menschen mit gleichen Interessen nach dem Motto "Do something • Learn something Share something • Change something" zusammen bringt - weltweit. Auch um Bern herum gibt es immerhin 16 verschiedene Gruppen.

Aufgrund anderer Aktivitäten habe ich die örtlichen MeetUp's der für mich interessanten Gebiete die letzten 2 Monate nur virtuell verfolgt. Bis gestern. Meine Outlook Kalender-Notifikation poppte auf, und ich entschloss mich, kurzfristig am Zirkel der Schweizer Expats in New York teilzunehmen.

Die New York City Swiss Expats Group traf sich im Lokal "Gstaad", 43 W 26th Street, rund 20 Minuten Fussmarsch von meinem Zuhause entfernt. Auf 18 30 Uhr angesagt ging ich davon aus, dass wie hier üblich und trotz Schweizer Pünktlichkeit die wenigsten um diese Zeit dort sein würden. Ich traf kurz vor sieben ein und traf auf eine Handvoll aufgestellter Exilschweizer, die es sich bereits gemütlich gemacht hatte.

Leider musste ich als erstes Urs enttäuschen, der am Liebsten einen Jass mit uns geklopft hätte. Laufend stiessen neue Leute dazu, und wir waren wohl so um die 12 Personen im ausgewogenen Geschlechterverhältnis, mit frankophonem und mundart Hintergrund - wobei aber Züritüütsch schon dominierte ;-). Ich bekam interessante Tips und Kontakte, die mir weiterhelfen werden. Wie so oft bewährt sich das Motto: "Go out and play!", und das werde ich nächsten Monat auch wieder tun.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Facebook Fan Page - How to ... und warum es sich für Dich lohnt

Es ist an der Zeit, aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen! Ja, genau DU bist angesprochen. Hast Du schon eine Facebook Fan Page eingerichtet? (Falls Dir der Begriff Facebook nichts sagt oder Spanisch vorkommt, bitte zuerst hier reinschauen). Ich wette dies ist nicht der Fall. Für was auch, magst Du denken. Nun, darauf komme ich gleich zu sprechen. Wenn Du meine Überzeugungsversuche nicht abwarten kannst, hier gibt es eine Schritt für Schritt Anleitung und los geht's.

Facebook Fan Seite - Bringe Deine Botschaft unter die Leute und schaffe Interaktionen
Eine Facebook Fanseite eignet sich für alle diejenigen, welche irgendetwas online publizieren möchten und mit ihrem Umfeld in Interaktion treten wollen. Also annähernd jedermann.

Damit kann man eine umfassendere Online Präsenz, bessere Suchengine Rankings, virales Marketing, Mund zu Mund Propaganda, höherer Bekanntheitsgrad, eine verstärkte Interaktion mit der Zielgruppe, ja sogar mehr Umsatz und ein besseres Image erreichen.

Es gibt unzählige Anwendungsbeispiele, von was man Fan werden kann, hier ein paar Ideen:

Sobald jemand ein Fan der Seite wird, erscheint einerseits diese Information im Netzwerk des neuen Fans, und damit erhöhst Du die Chance, weitere Mitglieder aus dessen Netzwerk zu gewinnen.

„Content is king“, sprich nur wer etwas sagt wird auch gehört
Die Facebook Fan Seite sollte als Ausgangspunkt und Sammlung für Verweise auf weitere Inhalte dienen (bspw. Link auf Website, Fotos, Logos, Diskussionen, Events, ...). Und genauso wichtig wie die Präsenz auf Facebook selbst ist die Verlinkung von bestehenden Plattformen wie der eigenen Webseite zur Facebook Fan Seite!

Wenn Du beispielsweise einen Event planst, kannst Du diesen auf Deiner Fanseite veröffentlichen. Sobald sich jemand für die Teilnahme am Event registriert, wird das automatisch auch bei dessen Freunden angezeigt, und Du kannst die Reichweite erhöhen. Ein Event kann eine Party sein, aber auch einfach ein bestimmter Termin, den es vorzumerken gilt - wie der Brüno Kinostart diesen Freitag.


Wer Budget für Promotionen hat, der kann seine Seite auch mit spezifischer Werbung bekannt machen. Als Beispiel könnte eine Facebook Fanseite zum Thema „Lubex Anti Aging“ gezielt bei kaufkräftigen Frauen zwischen 30 und 45 Jahren in Ballungsgebieten promotet werden.

„Wenn man Spass an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.“ Gerhard Uhlenbruck
Menschen wollen spielen und Spass haben. Wenn Du Deine Facebook Fan Page erstellst und pflegst also ruhig einen Wettbewerb einbauen, ein kleines Quiz, eine Verlosung mit Preisen.

Und genauso wichtig ist der Dialog mit den Leuten auf der Facebook Fanpage. Wenn jemand einen Kommentar macht oder eine Frage stellt, gilt es darauf einzugehen. Um das Eis zu brechen dürfen ruhig eigene Mitarbeiter oder Freunde motiviert werden, einen Kommentar abzugeben.$

Auf was wartest Du? Einfach hier klicken und loslegen.

Experten Runde im Social Media Strategie Kuchen
Nebst den Facebook Fanseiten gibt es auch die Facebook Gruppen, hier ein Vergleich der Kommunikationskanäle Facebook Groups und Facebook Fan Page auf Englisch. $

Wer sich im Social Media Kuchen tummelt, der sollte auch prüfen ob er auf MySpace, Twitter, LinkedIn, XING etc. aktiv sein will.

Mein Tipp: klein starten, laufend wachsen und die Plattform nutzen wo man sich zu Hause fühlt und den grössten Teil der Community erreichen kann. Im deutschsprachigen Business Umfeld ist dies vielleicht XING, für den internationalen Musiker MySpace etc.

...und wie gesagt, die BIDIREKTIONALE Verlinkung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, sprich dass man von Seiten ausserhalb der Facebook Seite auf Eure Fanpage aufmerksam wird. Dafür lassen sich solche Badges erstellen und einbinden, mit einem Klick ist man dann "drin" :-).

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American Adventure: Körperkontakt im öffentlichen Verkehr

„You going?” lautete das lapidare Mail. “Why not, I'm in.” Madame stellte dann aber fest, dass der beste Freund seinen Geburtstag nicht mit FreundIN, sondern kurzfristig mit FreundEN verbringen will. Das sollte mich aber nicht daran hindern, mich unters Volk zu mischen.

Ich nahm also den Bus Richtung People Lounge. “Please do not talk to operator while bus is in motion.”, hiess es. Doch der Chauffeur hielt sich nicht daran und kam mit mir ins Gespräch. Er musterte gerade die Velofahrerin, welche mit einer Hand waghalsig durch den Verkehr manövrierte und mit der anderen versuchte eine SMS zu texten.

Ich wollte wissen, was denn das Verückteste gewesen sei, was er so erlebe. Er schmunzelte, und zwinkerte mir zu, dass er des Nachts manche Leute davon abhalten müsse, den Bus mit dem Schlafzimmer zu verwechseln.

Der Platz im Bus ist manchmal beschränkt, und selbstverständlich boten wir unsere Plätze den älteren Herrschaften an. Doch nein, das kam gar nicht in Frage. Lieber stehen und sich die Haxen brechen beim nächsten Vollstop.

Der Unterschied von der Subway zum Bus ist augenfällig. Im Bus rumpelt es, wird telefoniert, gequasselt etc. Wer in der Stadt unterwegs ist und ein kleines Erdbeben spürt muss keine Angst haben, es ist nur die Subway, die unterhalb durchbraust.

Das Handy funktioniert übrigens überhaupt nicht im Untergrund, und in der Subway ist es einiges ruhiger als im Bus - viele sind in ihrer eigenen Welt, im Buch oder iPod versunken. In der Schweiz sind die Züge ja mit Gratiszeitungen geflutet... dies ist hier fast gar nicht der Fall, erstaunlicherweise.

Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert sind die Leute, die man im "Public transport" antrifft. Da kann der Penner neben dem Business Man sitzen und einen Dollar erschnorren, das Model den Touristen die richtige Station zum Aussteigen raussuchen, der Maler dem Barde mit Gitarre seine Business Karte zustecken, und ich mit dem Schweizer Paar einen Schwatz halten.

Das Interessante am Bus ist auch, dass man etwas von der Stadt sieht, bei der Subway sind es bloss immer ähnlich aussehenden Stationen und ein paar Ratten. Ach ja, und wer dringed Körperkontakt sucht hat kein Problem - einfach während der Rushhour die Subway nutzen... kostet nur 2 Dollar, egal wie weit und wie lange man fährt.

Dienstag, Juli 07, 2009

American Adventure: 4th of July, mein Independence Day

M hatte zur Dachterrassen Party in Brooklyn geladen, und ich verzichtete auf das Feuerwerksspektakel in der City. Man(n) muss Prioritäten setzen, und brav hatte ich mir auf den Google Maps alle Verbindungen rausgeschrieben - um den Notizzettel dann unterwegs zu verlieren. Doch clevererweise habe ich mir vorher noch die Karte auf dem PC abfotografiert, und so schaffte es ohne Irrwege an die vorgesehene Destination.

Die Aussicht von dort war beeindruckend, ich schoss ein paar Bilder und hätte sogar fast mein Apartment ausmachen können. Dieses liegt auf der Höhe des Empire State Building, einfach ein paar Blocks weiter gen' Süden, in der Nähe des East Rivers.

Ein leichtes Hüngerchen wurde dann mit vegetarischen Burgern und Würstchen gestillt, angereichert mit Salat, Dips, Chips und Cherry Coke.

Langsam aber sicher kommt Bewegung auf die Terrasse, und eine illustre Runde versammelt sich. Viele, ja praktisch alle, sind Künstler aus Leidenschaft und Angestellte aus den Umständen heraus - die Rechnungen müssen ja Ende Monat irgendwie bezahlt werden.

Kelly ist Fashion Designerin, Johan Tänzer, Michael sorgt als freischaffender Bühnenarbeiter für tadellose Konzerte, Ross ist als DJ unterwegs, Monique unterrichtet Kids in Kunst, Melissa, Deborah, Sarah, Mark, Don, Barb, Susan etc. sind Maler, Victor ein Musiker und Poet, Butch ein Drummer - und Mary Puppenspielerin, was ich unbedingt bald mal in Action erleben will.

Auf die Frage "Bist Du auch ein Künstler?" habe ich gelernt zu erwidern, dass meine Passion unter anderem auch dem Schreiben gilt - herzlich willkommen im Club! In der Tat wird dies zunehmend wichtiger für mich, doch dazu ein andermal mehr.

Auch die Nachbaren nutzen den Nationalfeiertag für eine ausgelassene Fete, recht so.

Als die Sonne sich verabschiedete hätte der Himmel nicht schöner sein können, an diesem Tag der Unabhängigen, im Land der Frommen und Freien.

...und im zweiten Versuch schaffte ich es dann, auch ein anständiges Gesicht zu machen.

Die spektakulären Farben hängen übrigens damit zusammen, dass sich das Licht in den Dreckspartikeln der Atmosphäre bricht (und dass ich ein bisschen mit den Bildern rumgespielt habe, ich bekenne). Sagenhaft schön, oder?


In dieser Nacht war Manhattan ganz weit weg, und das war gut so.

Montag, Juli 06, 2009

American Adventure: (M)Eine neue Bleibe bei den Studis

Heute morgen erwachte ich um 7 Uhr. Und schaute zum Fenster raus.

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, etwas mehr Struktur in den Tag zu bringen und klare Ziele zu setzen. Es funktioniert noch nicht immer, ich habe die Selbstdisziplin die letzten Jahre zu stark ausgereizt und geniesse das "in-den-Tag-leben". Also drehte ich mich nochmals zur Seite und träumte weiter. Ich hatte Hunger und bestellte mir im Traum ein Essen im Restaurant. Da ich warten musste bis dieses auf dem Tisch stand und verzehrt war, gab ich mir dann um 9 30 Uhr einen Ruck und startete in den Tag.

Anna, meine WG Kollegin, hatte inzwischen einen Duschvorhang gekauft. So konnte ich ohne Überschwemmung loslegen und machte mich danach auf ins Fitness Center des NYU Medical Centers. Morgens um diese Zeit bin ich meist alleine im Kraftkeller unterwegs und stemmte meine Gewichte. Danach ab nach Hause, Dusche, und ein feines Rührei mit Asagio Käse um den geschundenen Muskeln ein bisschen Proteine zum Wachstum zuzuführen.

Wir waren am Wochenende zu dritt hier in das Apartment eingezogen, jedoch hatte keiner von uns die "Basics", die es für einen Haushalt benötigt - wie eben ein Duschvorhang oder Küchenutensilien. Frank, der Dritte im Bunde, hatte sich bereits wieder aus dem Staub gemacht für ein paar Wochen. Ich habe temporär das Zimmer von Henouk, der für 2 Monate in Äthiopen Familie besucht und Research für sein Medizinstudium macht. Die Studis sind cool, bin froh dass es geklappt hat. Und für 800$/Monat mitten in Manhattan gibt es da nichts zu bemängeln.

Als ich am Nachmittag bei meinem russischen Coiffeur sass, rief mich Y an, und wir trafen uns nach der Arbeit auf einen Snack und eine ausgedehnte Unterhaltung zu unseren Kulturen und den Unterschieden zu den USA, Horizonterweiterung pur. Als der grosse Regen kam waren wir grad unterwegs, mein neuer Schirm hat gerade mal einen Platzregen mit Windstoss ausgehalten und ist schon reif für den Eimer.

Doch so schnell wie das Gewitter kam, so zügig war es auch wieder weg. Und dann gab es noch ein Sonnenuntergang aus dem neuen Zuhause.

Sonntag, Juli 05, 2009

American Adventure: ...und so kam ich zu meinem neuen Zimmer

Mein ehemaliger Roommate Arka hatte ja ein Rundmail an seine Klassenkameraden geschrieben, um mich bei der Suche nach einer neuen Bleibe zu unterstützen. Es meldeten sich zwei Leute, die über den Sommer ausser Landes waren und einen Untermieter suchten. YEEEEEES!

Zuerst traf ich Meredith und schaute mir die Wohnung an, sehr nett eingerichtet, sauber und selbst gestrichen. Dann traf ich mich ein paar Strassen weiter mit Henouk - und wir gingen genau auf den gleichen Stock retour, wo ich gerade eben bei Meredith gewesen war, Richtung Merediths Wohnung... und er klopfte an der Tür vis-à-vis.

Eine nette Person öffnete die Tür - und er stellte fest, dass wir auf der falschen Seite des Gangs gelandet waren. Also andere Richtung eingeschlagen, wieder klopfen, und ... keine Antwort. Aber halb so wild, ich hatte ja ein paar Minuten vorher bereits ein anderes Zimmer in Augenschein genommen und für sehr angenehm befunden. Dieses Apartment werde dann auch noch neu renoviert, bevor wir einziehen würden.

Mir war aber wichtiger, die Leute kurz kennen zu lernen – schliesslich würden wir 2 Monate zusammen leben. Ein paar Tage später rief mich Henouk deshalb an, und ich vereinbarte ein Treffen mit seiner Kollegin Anna. Er hatte ihr eingetrichtert, bloss nichts Verrücktes zu machen und sich anständig zu verhalten. Als wir uns verabschiedeten fragte sie: „And, did I pass the test?“ Aber sicher, Anna, das wird lustig.

Am nächsten Tag war Handshaking mit Frank angesagt, ein sympathischer Typ. Und Henouk hatte ich eh von Beginn weg gemocht, somit konnten wir den Deal besiegeln.

Ich verliess mein alte Bleibe, die nach dem Umzug (wir mussten kurzfristig Apartment wechseln und den ganzen Plunder meines Untervermieters zügeln ;-) ) noch knapp den Weg zum Bett erlaubte und ansonsten komplett zugekleistert war.

Die Aussicht dagegen war nicht zu verachten, genau auf den East River - hier am letzten Morgen.

Mein neues Zimmer hat auch wieder alles, was ich mit meinen 2 Gepäckstücken brauche - nämlich ein Bett und Schreibtisch. Und Internet Access.

Samstag, Juli 04, 2009

Kooaba und Comparis - Per Fahndungsfoto das beste Angebot finden

Wer kennt die Situation nicht: Man steht im Laden vor dem DVD-Regal, interessiert sich für einen Film und fragt sich, ob der angepriesene "Supersparpreis" wirklich attraktiv ist. Wer bisher die Preise von Unterhaltungsmedien vergleichen wollte, konnte dies nur durch den Besuch zahlreicher Ladengeschäfte oder im Internet tun. Spontan war ein Preisvergleich nicht möglich.

Das ändert sich nun: Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch bietet für das iPhone neu einen Preisvergleich an, bei dem das gewünschte Produkt nur noch fotografiert werden muss. Die Software erkennt das Produkt und führt einen Preisvergleich durch. Besitzer eines iPhones können mit der Software die Preise von CDs, DVDs und Blu-Rays vergleichen.

Der Preisvergleich für Unterhaltungsmedien lässt sich gratis im App Store von Apple für das iPhone downloaden. Und hier der Bericht in der TV-Sendung 10 vor 10.

Zurzeit erkennt die Software über zwei Millionen Artikel, bis Ende Juli werden es fünf Millionen sein. "Dank dem Zusammenspiel verschiedener neuartiger Techniken war ein Preisvergleich unterwegs noch nie so einfach.

Für die Fotosuche nutzt comparis.ch eine Technologie der Schweizer Firma kooaba. kooaba ist ein Spin-Off der ETH Zürich und hat sich auf die Bilderkennung spezialisiert.

American Adventure: City sunset

Freitag, Juli 03, 2009

American Adventure: Energize me!

Ich war wieder mal im Supermarkt um die Ecke und kaufte meinen ernährungstechnischen Schrott ein, sprich ein paar Energy Drinks und etwas Süsses von Entenmann's - so wie sich das für einen halben Ami gehört, haha. Keine Angst, Gemüse und Früchte gehören genau so zu meinem Ernährungsplan, und hier ist eh ein Schlaraffenland für Vegetarier.

John an der Kasse machte mich darauf aufmerksam, dass ich nicht von jeder Sorte eine Büchse habe. Er könnte die jetzt alle aufs Mal trinken, und würde trotzdem einschlafen. Ich staunte, und er erklärte mir dass er seit seiner Nachtschicht an Bord eines Cruiseliners immun sei gegen die künstlichen Energydrinks. Ich wollte natürlich wissen, was er denn anstelle dessen nutzt, und er empfahl die 5 hour energy drinks oder den Hitman. Ich schwöre auf die Monster Energy Drinks, habe mir grad einen Wagen voll liefern lassen ;-).

Donnerstag, Juli 02, 2009

American Adventure: Gedanken zum "Melting Pot" Phänomen

New York ist der vielbesagte "Melting Pot", der Schmelztiegel, da habe ich keine Zweifel. Doch gibt es immer noch die Nachbarschaften, wo man unter sich ist - seien es die Mexikaner, Chinesen, Juden, Puerto Ricaner, Dominikaner, ... alle Details dazu hier.

Nicht umsonst spricht man von Chinatown, Littla Italy, Koreatown etc. Auch bestimmte Berufsgattungen werden mit Nationalitäten assoziert, so sind viele Coiffeure Russen, oder die Reinigungsinstitute sind in der Hand der Chinesen, genauso wie die Nagelstudios oft durch Asiaten betrieben werden.

Wenn ich meinen jetzigen Bekanntenkreis anschaue sind darin verschiedenste Ethnien und Herkünfte vereint, die wenigsten sind "echte" New Yorker und in New York aufgewachsen. Diese Diversität erfordert Toleranz, denn ohne diese wäre es nicht möglich hier zu leben.

Sie ermöglicht aber auch, dass jeder irgendwo seinen Platz findet. Wenn Frank Sinatra trällert "If you can make it here, you can make it everywhere" kann ich nicht übereinstimmen. Jeder passt irgendwie und irgendwo dazu. Meines Erachtens ist es einfacher, sich als Neuankömmling in New York zu integrieren als beispielsweise in Zürich.

New York gefällt. Mir gefällt es, weil ich jeden Tag tun und insbesondere auch lassen kann, was ich will. Ja, das wird nicht ewig so weiter gehen, schon klar. Aber ich geniesse es jetzt einfach eine Runde. Dass das Brot mindestens genau so hart wenn nicht härter verdient werden muss wie überall sonst, das ist jedem klar.

Leute kommen und gehen in New York, jeden Tag. Es scheint mir, dass alle die richtigen Kontakte haben und kurz vor dem (lang ersehnten) Durchbruch stehen. Die Möglichkeiten, hier etwas auf die Beine zu stellen, sind vielfältig - und die Menschen sind offen und bieten einem ein "Window of opportunity". Doch dieses Fenster ist nicht ewig offen, denn jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und verfolgt dieses Mantra zielstrebig, mehr oder oftmals weniger erfolgreich. Aber die Träume sind gross. Dies entspricht definitiv meiner eigenen Mentalität, Ambition und harte Arbeit kommen zusammen.

New York ist vielfältig. Oberflächlich, tiefgründig. Jemand sagte mir kürzlich: "Who want's to live here? It's a shit hole, the filthiest place on earth." Nope, it is what you think it is.

Mittwoch, Juli 01, 2009

American Adventure: For the first time - Basketball Thriller

Ich hatte mir auf Groupon ein vergünstigtes Ticket erstanden und freute mich auf das Basketball Spiel der Frauenliga. Mein erstes Spiel, yihaa, NY Liberty vs. Indiana Fever stand auf dem Programm. Ich besuchte vorher noch ein Vernissage mit Bildern von etwa 80 verschiedenen Künstlern und machte mich dann zeitig an das Game auf.

Nachdem ich meinen Platz gefunden hatte ging es los. Mit der Nationalhymne, die innsbrünstig mit der Hand auf dem Herz geschmettert wurde. Ich summte mit. Dann gab es noch eine Gedenkminute für einen Verstorbenen im Dienste der Stadt, und natürlich auch für Michael Jackson.

Das Spiel wurde von den New Yorkern klar dominiert, und der nette Lehrer aus Conneticut neben mir erklärte mir einige der Regeln. Wir erhielten aufblasbare Thundersticks zum Rumhauen, welche einen blechernen Lärm machten und die Kids in Ekstase versetzten. Party on!

Nachdem Indiana wacker aufholte und es unentschieden stand, ging das Spiel in die Verlängerung. Oder besser gesagt, die Geduld der Zuschauer wurde massiv auf die Probe gestellt, denn nach jedem Spielzug beanspruchte eine Mannschaft ein Time Out und das Spiel wurde unterbrochen.

Um es kurz zu machen, New York Liberty verlor das Game knapp, und es war wirklich eine spannende Partie. Ich habe sonst mit Sport schauen überhaupt nichts am Hut, aber an einem solchen Event bin ich immer wieder mal mit dabei. Am liebsten wäre ich selbst aufs Feld und hätte ein paar Körbe geworfen...

Sonntag, Juni 28, 2009

Links you should CLICK! (2009-06-28)