Anna, meine WG Kollegin, hatte inzwischen einen Duschvorhang gekauft. So konnte ich ohne Überschwemmung loslegen und machte mich danach auf ins Fitness Center des NYU Medical Centers. Morgens um diese Zeit bin ich meist alleine im Kraftkeller unterwegs und stemmte meine Gewichte. Danach ab nach Hause, Dusche, und ein feines Rührei mit Asagio Käse um den geschundenen Muskeln ein bisschen Proteine zum Wachstum zuzuführen.
Wir waren am Wochenende zu dritt hier in das Apartment eingezogen, jedoch hatte keiner von uns die "Basics", die es für einen Haushalt benötigt - wie eben ein Duschvorhang oder Küchenutensilien. Frank, der Dritte im Bunde, hatte sich bereits wieder aus dem Staub gemacht für ein paar Wochen. Ich habe temporär das Zimmer von Henouk, der für 2 Monate in Äthiopen Familie besucht und Research für sein Medizinstudium macht. Die Studis sind cool, bin froh dass es geklappt hat. Und für 800$/Monat mitten in Manhattan gibt es da nichts zu bemängeln.
Als ich am Nachmittag bei meinem russischen Coiffeur sass, rief mich Y an, und wir trafen uns nach der Arbeit auf einen Snack und eine ausgedehnte Unterhaltung zu unseren Kulturen und den Unterschieden zu den USA, Horizonterweiterung pur. Als der grosse Regen kam waren wir grad unterwegs, mein neuer Schirm hat gerade mal einen Platzregen mit Windstoss ausgehalten und ist schon reif für den Eimer.
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