Montag, Juli 06, 2009

American Adventure: (M)Eine neue Bleibe bei den Studis

Heute morgen erwachte ich um 7 Uhr. Und schaute zum Fenster raus.

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, etwas mehr Struktur in den Tag zu bringen und klare Ziele zu setzen. Es funktioniert noch nicht immer, ich habe die Selbstdisziplin die letzten Jahre zu stark ausgereizt und geniesse das "in-den-Tag-leben". Also drehte ich mich nochmals zur Seite und träumte weiter. Ich hatte Hunger und bestellte mir im Traum ein Essen im Restaurant. Da ich warten musste bis dieses auf dem Tisch stand und verzehrt war, gab ich mir dann um 9 30 Uhr einen Ruck und startete in den Tag.

Anna, meine WG Kollegin, hatte inzwischen einen Duschvorhang gekauft. So konnte ich ohne Überschwemmung loslegen und machte mich danach auf ins Fitness Center des NYU Medical Centers. Morgens um diese Zeit bin ich meist alleine im Kraftkeller unterwegs und stemmte meine Gewichte. Danach ab nach Hause, Dusche, und ein feines Rührei mit Asagio Käse um den geschundenen Muskeln ein bisschen Proteine zum Wachstum zuzuführen.

Wir waren am Wochenende zu dritt hier in das Apartment eingezogen, jedoch hatte keiner von uns die "Basics", die es für einen Haushalt benötigt - wie eben ein Duschvorhang oder Küchenutensilien. Frank, der Dritte im Bunde, hatte sich bereits wieder aus dem Staub gemacht für ein paar Wochen. Ich habe temporär das Zimmer von Henouk, der für 2 Monate in Äthiopen Familie besucht und Research für sein Medizinstudium macht. Die Studis sind cool, bin froh dass es geklappt hat. Und für 800$/Monat mitten in Manhattan gibt es da nichts zu bemängeln.

Als ich am Nachmittag bei meinem russischen Coiffeur sass, rief mich Y an, und wir trafen uns nach der Arbeit auf einen Snack und eine ausgedehnte Unterhaltung zu unseren Kulturen und den Unterschieden zu den USA, Horizonterweiterung pur. Als der grosse Regen kam waren wir grad unterwegs, mein neuer Schirm hat gerade mal einen Platzregen mit Windstoss ausgehalten und ist schon reif für den Eimer.

Doch so schnell wie das Gewitter kam, so zügig war es auch wieder weg. Und dann gab es noch ein Sonnenuntergang aus dem neuen Zuhause.

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