M hatte zur Dachterrassen Party in Brooklyn geladen, und ich verzichtete auf das
Feuerwerksspektakel in der City. Man(n) muss Prioritäten setzen, und brav hatte ich mir auf den Google Maps alle Verbindungen rausgeschrieben - um den Notizzettel dann unterwegs zu verlieren. Doch clevererweise habe ich mir vorher noch die Karte auf dem PC abfotografiert, und so schaffte es ohne Irrwege an die vorgesehene Destination.

Die Aussicht von dort war beeindruckend, ich schoss ein paar Bilder und hätte sogar fast mein Apartment ausmachen können. Dieses liegt auf der Höhe des Empire State Building, einfach ein paar Blocks weiter gen' Süden, in der Nähe des East Rivers.




Ein leichtes Hüngerchen wurde dann mit vegetarischen Burgern und Würstchen gestillt, angereichert mit Salat, Dips, Chips und Cherry Coke.

Langsam aber sicher kommt Bewegung auf die Terrasse, und eine illustre Runde versammelt sich. Viele, ja praktisch alle, sind Künstler aus Leidenschaft und Angestellte aus den Umständen heraus - die Rechnungen müssen ja Ende Monat irgendwie bezahlt werden.
Kelly ist Fashion Designerin, Johan Tänzer, Michael sorgt als freischaffender Bühnenarbeiter für tadellose Konzerte, Ross ist als DJ unterwegs, Monique unterrichtet Kids in Kunst, Melissa, Deborah, Sarah, Mark, Don, Barb, Susan etc. sind Maler,
Victor ein Musiker und Poet, Butch ein
Drummer - und Mary Puppenspielerin, was ich unbedingt bald mal in Action erleben will.
Auf die Frage "Bist Du auch ein Künstler?" habe ich gelernt zu erwidern, dass meine Passion unter anderem auch dem Schreiben gilt - herzlich willkommen im Club! In der Tat wird dies zunehmend wichtiger für mich, doch dazu ein andermal mehr.



Auch die Nachbaren nutzen den Nationalfeiertag für eine ausgelassene Fete, recht so.

Als die Sonne sich verabschiedete hätte der Himmel nicht schöner sein können, an diesem Tag der Unabhängigen, im Land der Frommen und Freien.

...und im zweiten Versuch schaffte ich es dann, auch ein anständiges Gesicht zu machen.

Die spektakulären Farben hängen übrigens damit zusammen, dass sich das Licht in den Dreckspartikeln der Atmosphäre bricht (und dass ich ein bisschen mit den Bildern rumgespielt habe, ich bekenne). Sagenhaft schön, oder?


In dieser Nacht war Manhattan ganz weit weg, und das war gut so.
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