Mittwoch, Januar 24, 2007

Florida: Letztes Kapitel unserer Reise, auf ein Neues!

So, nun sind wir wieder auf Schweizer Boden unterwegs, noch etwas durcheinander wegen den 6 Stunden Zeitverschiebung und der langen Reise. Der Empfang war auch ausgesprochen freundlich, in Zürich Wind und Regen und in Bern dann ein Graupelschauer, wie man auf Neudeutsch sagt... Doch die Sonne liess sich am Berner Bahnhof bald wieder blicken.

Wir hatten knapp zwei Wochen Florida Ferien genossen und sind auch ein bisschen rumgekommen.
Ich hoffe der Reisebericht war für die Daheimgebliebenen kurzweilig und hat die Lust entfacht, selbst ein bisschen auf Tour zu gehen. Für mich waren die Beiträge eine Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und für mich selbst festzuhalten, aber natürlich auch um Dir, geschätzter Leser, unsere Impressionen weiter zu geben.

Und um nochmals mit Nachdruck aufzuzeigen, dass es zum Winter in der Schweiz valable Alternativen gibt hier meine Karte an die Kumpels:

Als ich im Büro eintraf hier die Alternativversion meines Kollegen, der 5 Wochen in Australien unterwegs war:
Eine Auswahl der 2500 geschossenen Fotos wird dann in nächster Zeit mal unter http://www.webonomy.ch/ zu finden sein.

Nach Kalifornien/mittlerer Westen und Florida planen wir bereits die nächste USA Reise, wohl noch dieses Jahr - und die wird natürlich wieder verbloggt. CYA then!

Dienstag, Januar 23, 2007

Florida: Der lange Weg nach Hause

Wir kamen in Newark an, mit der entsprechenden Verspätung… Wir hatten knapp dreissig Minuten, um aus dem Flugzeug zu kommen (der Menschenstrom bewegte sich unglaublich zähflüssig) und vom Gate A ans Gate C zu kommen. Ich räumte uns nur eine geringe Chance auf Erfolg ein und wurde eines Besseren belehrt.

Gleich als wir aus dem Flugzeug in den Terminal kamen (Miami: 75° Fahrenheit/24° Celsius, Newark: 30° Fahrenheit/-1° Celsius, brrrr...) konnten wir auf einen Shuttlebus umsteigen der uns direkt ans Gate brachte. Als ich mich erkundigte, ob wir einsteigen konnten wurde mir mitgeteilt, dass das Boarding noch gar nicht begonnen hatte!


Wir starteten dann mit einer halben Stunde Verspätung Richtung Zürich, die Highlights unterwegs war der Blick auf New York und Paris bei Nacht, das vegetarische Menu (Indisch, lecker), die Filme "John Tucker must die" (Klamaukige Highschool-Klamotte) und "Little miss sunshine" (einer der Filme, die in meine Hall of fame aufgenommen werden, tragikomische Familiengeschichte zum Lachen und Weinen) sowie das Sortieren der Ferienfotos und das Schreiben dieser Zeilen.

Ich liebe ja Reisen ins Ausland, das ist nichts Neues. Im letzten Jahr haben wir auch die Perlen der Schweiz ausgekundschaftet und es sehr genossen, direkt vor der Haustür auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber wenn ich dann 24 Stunden unterwegs bin, eingekeilt zwischen zu breit geratenen Amerikanern und in stickigen Hallen stellt sich schon mal der Wunsch nach dem Ankommen ein. Ein treuer Begleiter war mir in diesen Situation Alain de Bottons Buch "Kunst des Reisen", welches wunderbar die Geschehnisse unterwegs aus unterschiedlichen Blickwinkeln reflektiert.
Und nun waren wir wieder daheim, plötzlich ging's dann doch schneller als mir lieb war... Unsere gekauften Strandstühle hatten den Flug heil überstanden, alles Gepäck war angekommen. Ich ging ursprünglich davon aus, dass sich die Stühle in den Koffern plazieren liessen - was leider ein Irrtum war. Schon wollte ich diese zusammen mit dem Sonnenschirm den nächst besten Touristen abtreten als mir die Idee kam, die Stühle diagonal in unserer grossen Tasche einzupferchen. Ausser den Stühlen hatte zwar nicht mehr viel anderes Platz darin, aber ich hatte Erfolg.

Da musste natürlich auch der Sonnenschirm mit, und ich war erstaunt als wir den ohne Probleme durch die Personenkontrolle brachten und auch einfach ins Flugzeug mitnehmen konnten. Nun ja, den Aufpreis für ein zu gross geratenes Gepäckstück hätten wir dann auch nicht auf uns genommen. Wer nun dieses Bild an heimische Gefilden antrifft ist eingeladenen, uns mit einem herzhaften "Howdie!" aufzuscheuchen.

Florida: Mitten in den Everglades kein Sprit mehr - und das Flugzeug in Miami wartet

Am nächsten Morgen machten wir uns zeitig Richtung Miami auf, nach wilden Träumen von verlorenen Autoschlüsseln, verschwundenem Auto, Stau etc…

Wir kamen gut voran und waren schon bald mitten in den Everglades unterwegs. Ich hatte schon festgestellt dass wir nicht mehr allzu viel Benzin hatten, wollte das Auto aber nicht mit halbvollem Tank zurückgeben. Doch als der Tank sich schneller als erwartet leerte fand ich es nicht mehr ganz so lustig und programmierte in meinem Navigationsgerät die nächste Tankstelle. Und da kam auch schon mit einem lauten Gepiepse die Meldung "Fuel level low" auf dem Display.
Doch wir schafften es rechtzeitig an die Tankstelle und haben unterwegs sogar noch einen Alligator an einer Raststätte gesehen - wenigstens dessen Augen ;-).
Kaum steuert man auf Miami zu merkt man auch, dass der Fahrstil aggressiver wird. Da wird nicht mehr geblinkt, dafür gehupt, reingequetscht und aufs Gas gedrückt… Wir kamen jedoch heil beim Autoverleih Alamo an und gaben unser Auto um ca.11 Uhr morgens zurück.
Danach liessen wir uns an den Flughafen chauffieren und checkten sogleich unser Gepäck ein. Dank dem am Vortag eingeleiteten elektronischen Check In und ausgedrucktem Ticket ging das dann auch fix und wir hatten noch jede Menge Zeit, einen Snack zu uns zu nehmen - so dachten wir zumindest.

Als wir dann auf dem Weg zu den Gates die Personenkontrolle passieren wollten hatte es davor eine Riesenschlange bis in die Flughafenhallen. Ein Röntgengerät war ausgefallen… Aber auch hier war uns Fortuna hold und brachte uns rechtzeitig ans gewünschte Gate. Der ganze Stress für nix, denn unser Flug wurde mit 40 Minuten Verspätung angepriesen. Und dann ging es los, Miami von oben gesehen hat einen speziellen Reiz, seht selbst:




De facto flogen wir dann mit fast eineinhalb Stunden Verspätung ab. Ausserdem erfuhren wir, dass aufgrund starker Winde in Newark/New Jersey weniger Flugzeuge als normal abgefertigt werden. Mal schauen ob wir den Anschlussflug erreichen, die dafür eingeplanten Reserven waren 90 Minuten gewesen und sind bereits vor dem Abflug zusammengeschmolzen. Aber wer sagt eigentlich dass ich überhaupt zurück will ;-)?!

Montag, Januar 22, 2007

Florida: Erst wird gepackt… und dann gefeiert!

Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen, inzwischen Freitag, nach Miami weiterfahren um für den Rückflug am Samstag bereits in der Nähe des Flughafens zu sein. Aber Naples liess uns nicht los, und so verlängerten wir unseren Aufenthalt um eine Nacht.

Am Freitag morgen machten wir uns auf die Suche nach einer zusätzlichen Tasche, denn während der zwei Wochen hatte sich einiges in Plastiktaschen angesammelt, das nun auch sicher nach Hause gebracht werden wollte. Wir wurden in einem KMart fündig, wo auch ich ins Shopping Fieber kam… Die haben übrigens geile Staubsauger da, mit so einem Gerät könnte ich mich vielleicht auch für dieses "Ämtli" begeistern?!

Um uns auf die bevorstehende Pack Session einzustimmen gingen wir an den Strand und gönnten uns bei dieser letzten Gelegenheit noch ein paar Sonnenstrahlen.


Unterwegs trafen wir auch auf ein politisches Statement, das ich einfach mal unkommentiert im Raum stehen lasse...
Das Packen ging wieder erwarten und im Gegensatz zu unserer letzten Amerika Reise reibungslos vonstatten, obwohl der Manager des Hotels bei einer Stippvisite (er musste noch die Lampe im Bad reparieren) ein erstauntes "oh boy…" ausstiess.
Wir waren happy als alle Gepäckstücke zu waren und hoffentlich das erlaubte Gewicht nicht überstiegen. Dann machten wir uns auf - ins Bistro 821 zu einem feinen Essen.

Leider waren wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen, denn das Restaurant war komplett voll und wir mussten an der Bar warten. Dort trafen wir erneut auf Kacey, welche Bardienst hatte und uns die Drinks gleich spendierte! In der Schweiz ist mir das noch nie passiert, in Amerika bereits zum wiederholten Male...

Nach einem feinen Mahl wurden wir mit einem "Hug" verabschiedet und schlenderten noch ein wenig durch die Strassen. Wir schauten uns in Schaufenstern einige zum Verkauf stehende Häuser an und kamen mit einem jungen Mann ins Gespräch. Es stellte sich heraus dass er auch Makler war und vor einigen Jahren aus Holland eingewandert war. Und scheinbar ist das ein gutes Business, zumal bis an die 10% des Verkaufspreises einer Liegenschaft an den Makler gehen!

Florida: Naples war fast voll, und mit ihm auch der eine oder andere Besucher

Naples war ein charmantes Städtchen, das leider nicht nur uns zu beherbergen hatte. Wer in Amerika unterwegs ist sollte sich an die Coupon Hefte mit vergünstigten Hotels halten, damit lässt sich viel Geld sparen, resp. anders investieren.
Nach einigen Mühen fanden wir damit im "Lemon Tree Inn" ein Zimmer, das zweitletzte um genau zu sein (zum regulären Preis, aber der war auch tragbar). Das drittletzte hatte die quirlige Receptionistin, eine lustige "Mamma" mit einem losen Mundwerk, einem offensichtlich nicht mehr ganz nüchternen Mann zur Verfügung gestellt der uns beim Wegfahren um ein Haar gerammt hätte und während dem Einchecken zurückgestolpert kam, weil er sein Zimmer nicht gefunden hatte. Kurze Zeit später kam dann ein Freund, der sich nach ihm erkundigte. Leider konnten wir nicht weiterhelfen, sein Buddy war bereits wieder unterwegs und machte die Strassen unsicher...

Wir machten uns nach einer erfrischenden Dusche auf zum Nachtessen in die 5. Strasse. Das Bistro 821 hat uns angelacht, und wir lachten zurück. Kacey, unsere Kellnerin, brachte ein feines Essen und stellte unsere knurrenden Mägen mehr als zufrieden.
Der verschollene Trinker war inzwischen auch wieder heil nach Hause gekommen und schlief seinen Rausch aus. Ende gut, alles gut!

Florida: Kulinarische Tiefflieger und die schönsten Muscheln auf Sanibel

Wir blieben noch eine Nacht in Sanibel. "Unser" Strand lud zum verweilen ein und war im Gegensatz zu anderen Stränden überhaupt nicht überlaufen. Das Muschelsuchen gestaltete sich schwieriger als am Tag zuvor, da eine Seegraslawine den Strand überspült hatte.


Doch eine nette Dame bot uns ihre gefundenen Exemplare an, weil Sie zu Hause eh schon genug Muscheln haben und regelmässig nach Sanibel kämen. Wir besuchten also nach dem Sonnenuntergang Jane und John, beide noch nicht ganz 70, in ihrem Ferienhaus.
Jane spielte uns auf ihrem Saiteninstrument, eine Mischung aus Banjo und Steel Guitar, ein Ständchen vor und gab uns einen ganzen Sack voller wunderschöner Muscheln mit - nun müssen diese nur noch sicher in die Schweiz und durch den Zoll gebracht werden...



Am Abend machten wir einen zweiten Versuch mit einem italienischen Restaurant - das Matzaluna hatte uns am Tag zuvor alles andere als überzeugt, die Pizza und Bruschetta waren einzige Käselachen und die Penne verkocht und wohl mit einer Fertigsauce "aufgepeppt".


Auch das "Pizza Pasta" war nicht der Hammer, da waren die Teigwaren mehr als al dente und der Pizzateig noch nicht durch. Es ist ja nicht so dass unsere Ansprüche extravagant wären, aber da könnten wir der Küche doch noch den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.

Ich denke dass wir mit dem Schweizer (oder besser gesagt: mit unseren ;-) ) Vorstellungen von feinem Essen hier ein erfolgreiches Geschäft aufziehen könnten. Aber es gibt auch positive Beispiele aus der Gastronomie, als ich heute Morgen ein Omelett bestellt hatte, wo dummerweise Fleisch drin war wurde mir ohne Diskussion ein vegetarisches nachgeliefert. Und obwohl es mein Fehler war musste ich das nicht extra bezahlen. Besten Dank an das nette Personal von "Jerry's Food"!

Wir machten noch kurz einen Abstecher an die Bowmans Beach und zum Leuchtturm von Sanibel, damit wir die Wahrzeichen gemäss dem Touristenführer auch "abhaken" konnten. Aber wie so oft stehen die richtigen Perlen nicht im Touristenführer, sondern müssen selbst entdeckt werden.





Zwei Tage Sanibel waren eigentlich nicht genug, doch wir machten uns auf gen' Süden, nach Naples.

Donnerstag, Januar 18, 2007

Florida: Gefunde Trouvaillen auf Zelluloid, äh... in Nullen und Einsen - festgehalten

In den Läden hier kann man sich stundenlang rumtreiben, und mit den gefundenen Exemplaren liesse sich zu Hause manches "Themenzimmer" einrichten.


Deshalb hier ein Einschub mit einigen Trouvaillen, die wir unterwegs entdeckt haben…











Da muss man einfach zuschlagen, oder...?! Und wer wissen will wie man die Hände richtig wäscht, hier die Anleitung dazu.