Montag, April 14, 2008

Florida: Hungrig in Tarpon Springs und müde in Treasure Island

Am nächsten Morgen im griechisch angehauchten Tarpon Springs machten wir uns auf die Suche nach einem leckeren Frühstück. Ein schwieriges Unterfangen, einzig bei Opa's! gab es vor 11 Uhr überhaupt etwas zu Essen! Grund: erst dann schwärmen die Touristen an und kaufen die Regale leer.




Von Tarpon Springs fuhren wir weiter nach Treasure Island. Es war nicht trivial noch ein Zimmer zu finden, im "Sea Jay" wurden wir dann doch noch willkommen und erhielten das letzte Logis.

Wir machten uns auf in eine mexikanische Bar und genehmigten uns dort einen Margerita und mexikanische Küche - was genau wir bestellten lässt sich im Nachhinein nicht mehr eruieren, der Margarita hielt mehr als er versprach... Unser Hotel war in Laufdistanz, weshalb wir das Auto "zu Hause" gelassen hatten, was sich als eine weise Entscheidung herausstellte ;-).

Am nächsten Tag suchten wir ein Zimmer, das etwas näher am Strand lag und wurden in der "Travelodge" fündig.

Auch hier wartete das letzte Zimmer auf uns, welches wir für 2 Übernachtungen buchten.

Wir sassen am Meer in einer lauschigen Bar und liessen uns von zwei Musikanten den Abend einläuten.



Wir legten uns zu Bett, jedoch an Schlafen nicht zu denken. Das Zimmer in der Travelodge bestach durch seine Ringhörigkeit, und die "Springbreaker's" taten ihr bestes die Nacht zum Tage werden zu lassen...

Als die Erschöpfung einkehrte freuten wir uns auf ein paar Stunden Schlaf, doch leider hatten die Gäste über uns wohl senile Bettflucht und begannen um halb fünf Uhr morgens unentwegt im Zimmer auf und ab zu gehen. Habe ich die knirschenden Dielen bereits erwähnt?


Anyway, um 7 Uhr früh cancelten wir unsere zweite Nacht und machten uns auf den Weg - schliesslich will man ja noch was vom Tag haben wenn einem schon die Nacht gestohlen wurde.

Dienstag, April 08, 2008

Florida: Schiffparkplatz, Traumvilla inklusive

Richtung Küste wurde die Gegend charmant, wie folgende Bilder veranschaulichen.



Natürlich gehört zu einem herrschaftlichen Haus auch ein schöner Schiffparkplatz in Hafennähe.


Wir machten Halt in Tarpon Springs, berühmt-berüchtigt für seine Schwammtaucher, und suchten uns ein Hotel. Während wir das Zimmer besichtigten trafen wir auf einen älteren Mann mit einem Coupon Heft. Er kramte eine Schere hervor und schnitt uns einen seiner übrigen Coupons für eine verbilligte Übernachtung in diesem Hotel aus.

Diese nette Geste finanzierte uns dann das halbe Abendessen beim Griechen (abgesehen vom Wein, der mit 7$ pro Glas völlig überteuert zu Buche schlägt). Da schätze ich die Freundlichkeit der Amis doch umso mehr ;-).

Sonntag, April 06, 2008

Florida: Der Arm des Gesetzes schlägt zu

Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück im "Green Iguana" machten wir uns auf Richtung Ybor Street.



Dort parkierte ich das Auto in der weissen Zone und schauten uns in den Geschäften um. Nicht unbedingt viel Spannendes zu entdecken, das Viertel hat seine besten Zeiten wohl hinter sich, bot aber zumindest ein paar attraktive Fotosujets.






Als wir zurückkamen stand das Auto zwar noch da, aber war mit einem orangen Umschlag verschönert worden. Die Hüter des Gesetzes sind unerbittlich, obwohl mir bis heute nicht klar ist, gegen welche Vorschrift ich verstossen habe. Naja, wenigstens wurde uns dieses mal nicht wieder das Auto abgeschleppt...



Im Walmart erkundigte ich mich bei der Suntrust Bank wie ich die Busse nun bezahlen soll (man darf kein Bargeld schicken), und Charlie war so nett und stellte mir gegen bar einen entsprechenden Check aus.

Nachdem wir uns mit den wichtigsten Sachen eingedeckt hatten flitzten wir los an die Küste, um dem Feierabendverkehr noch ein Schnippchen zu schlagen.


Florida: Von verschollenen Koffern und Investment Bankern

Ähnlich chaotisch ging es in Newark (New York) beim Umsteigen zu. Wir warteten über eine halbe Stunde an der Immigration, nachdem wir da durch waren wollte wir unser Gepäck in Empfang nehmen – nur leider war das unsrige sowie das von ein paar weiteren Gästen nicht auffindbar. Nachdem wir uns durchgefragt hatten entdeckten wir plötzlich in der Nähe des Laufbands die gesuchten Koffer, halleluja. Irgend jemand hat die in Ecke gestellt...

Also flugs geschnappt, vom Terminal C ins Terminal B gerast und dort das Gepäck wieder aufgegeben. Dann hatten wir wieder erwarten noch massig Zeit, uns zu verpflegen, bevor es weiter Richtung Tampa geht. Der Flug nach Tampa dauerte nur etwa 2 ½ Stunden, die buchstäblich wie im Flug vergingen.

Als wir einstiegen kam ich mit Hans-Peter ins Gespräch, ein Schweizer Bauernjunge aus dem Emmental, wie sich herausstellte. Aus dem Jungen ist nun ein gestandener Investment Banker geworden, der seit 11 Jahren in Sarasota lebt. Er kauft mit seinem Partner bankrotte Firmen auf, nimmt deren Firmenhülle und füllt diese mit hoffnungsvollen Startups. Scheinbar lebt es sich gut davon.

Wir unterhielten uns angeregt und ich konnte im ein paar Insider-Tipps für unsere Ferien abluchsen. Vermutlich werden wir auf dem Weg der Küste entlang bei ihm einen Zwischenhalt einlegen – mal schauen ob er uns noch kennt oder bereits die amerikanische Mentalität angenommen hat ;-).

In Tampa gelandet nahmen wir ein paar Minuten später unser Gepäck in Empfang und machten uns auf den Weg ins nahe gelegene Hotel, GPS sei dank. Wir bestellten uns ein Nachtessen vom Chinesen, welches recht ordentlich mundete und dafür dank des tiefen Dollarkurses für uns mit 11 und ein paar Zerquetschte $ sehr preiswert war. Müde, aber zufrieden gönnten wir uns ein paar Stunden Schlaf.

Samstag, April 05, 2008

Florida: here we come again, my dear!

Eben noch mitten drin in den Projekten und De-Eskalationen im Office und schon sitze ich im Auto auf einem Walmart Parkplatz mit Toby Keith in den Ohren und schreibe diese Zeilen. Wir haben graue Wolken eingetauscht gegen sommerliche Temperaturen und Sonne, die Schweiz gegen Florida.


Wie immer auf den letzten Drücker haben wir mit einer Woche Vorlauf auf http://www.ebookers.ch/ einen Flug gekauft (nicht nachmachen, zu kostspielig :-( ), auf http://www.usa-mietwagen.de/ ein Auto gemietet und auf http://www.hotels.com/ eine Übernachtung im "Extended Stay America" in der Nähe des Flughafens von Tampa gebucht.

Da wir erst am Montag flogen, aber für Samstag den Besuch des Seven Konzert im Zürcher Kaufleuten geplant hatten genossen wir noch ein Weekend in Zürich. Auf eBay lassen sich bekanntlich Übernachtungen in verschiedenen Städten ersteigern, wir hatten noch einen Gutscheind für das Swissotel übrig. Da wir zwei Nächte geplant hatten fragte ich nach dem (regulären) Preis für die zweite Übernachtung. Fazit: wir haben letzte Woche noch einen zweiten Gutschein ersteigert – und fürs selbe Zimmer pro Nacht rund 100 Franken weniger bezahlt. Doch genug der Rappenspalterei, aber wie mein Grosi immer sagt: wer den Rappen nicht ehrt ist des Frankens nicht wert ;-). Zürich war aber nur der Nebenschauplatz, bevor wir über den grossen Teich flogen.

And here we are! Nachdem wir in Zürich zuerst den Zug verpasst haben, dann durch die Zollkontrolle und den Security Check durchwaren merkte ich, dass wir am falschen Gate waren. Aber halb so wild, ein paar Minuten später war das geregelt.

Der Flug verging rasch, vermutlich lag es daran dass durch die arktische Kälte verströmende Klimaanalage das Zeitempfinden entsprechend beeinträchtigt wurde. Neben uns war eine Familie mit einer kleinen Tochter, die gerade ihr erstes Wort gelernt hatte, „Nei(n)“ - dieses übte die Kleine dann auch fleissig bis zum Umfallen... Und wir freuten uns auf die Landung und die nächsten zwei Wochen in sommerlichen Klima.

Freitag, Februar 29, 2008

How to fail exams

Wer grad nichts Aktuelles zu bloggen oder keine Zeit hat greift auf Konserven zurück,
nicht wahr Herr Stuber?! ;-)










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Samstag, Februar 23, 2008

Der Manager-Test

Das folgende kurze Quiz besteht aus nur vier Fragen und wird klären, ob Sie tatsächlich ein professionell denkender Manager sind.

1.: Wie bekommen Sie eine Giraffe in den Kühlschrank?
Korrekte Antwort: Öffnen Sie den Kühlschrank, setzen Sie die Giraffe hinein und schließen Sie die Tür wieder.
Diese Frage hat überprüft, ob Sie dazu neigen, einfache Vorgänge unnötig zu verkomplizieren.

2.: Wie bekommen Sie einen Elefanten in den Kühlschrank?
Falsche Antwort: Öffnen Sie den Kühlschrank, setzen Sie die Giraffe hinein und schließen Sie die Tür wieder.
Korrekte Antwort: Öffnen Sie den Kühlschrank, nehmen Sie die Giraffe heraus, setzen Sie den Elefant hinein und schließen Sie die Tür wieder.
Diese Frage überprüfte Ihre Fähigkeit, die Auswirkungen Ihrer vergangenen Aktionen in neue Entscheidungen mit einzubeziehen.

3.: Der König der Löwen hat zur Konferenz der Tiere eingeladen. Alle Tiere sind gekommen, außer einem. Welches Tier fehlt?
Korrekte Antwort: Der Elefant. Der Elefant ist im Kühlschrank.
Diese Frage überprüfte Ihr Gedächtnis.
Selbst wenn Sie die ersten drei Fragen falsch beantwortet haben, gibt es noch eine Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Beantworten Sie die folgende Frage richtig:

4.: Sie müssen einen Fluss überqueren. Sie wissen, dass in dem Fluss gefährliche Krokodile leben. Wie kommen Sie ans andere Ufer?
Korrekte Antwort: Sie schwimmen. Alle gefährlichen Krokodile sind auf der Konferenz der Tiere. Diese Frage überprüfte Ihre Fähigkeit, schnell aus vergangenen Fehlern zu lernen.
Laut Anderson Consulting Worldwide beantworteten 90% aller getesteten Manager alle Fragen falsch. Hingegen hatte eine Gruppe bestehend aus Vorschülern viele der gestellten Fragen völlig korrekt beantwortet.
Dies widerlege laut Anderson Consulting Worldwide glaubhaft die Theorie, dass viele Manager auf dem geistigen Level von Vierjährigen seien.

Si no Fraage?!

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Freitag, Februar 22, 2008

Stromausfall in Zollikofen - very charming

Wir sind gerade von der Geburtstagsfete vom kleinen Louis Anjel, heute stolze 3 Jahre alt, zurück nach Zollikofen gekommen. Irgendwie war es dunkler als sonst bei der Anfahrt, und unsere Vermutung bestätigte sich rasch: Stromausfall!

Wann habe ich das zum letzten Mal erlebt? Als kleiner Junge, ehrlich gesagt. Kurze Unterbrüche gab es vielleicht ab und an, aber nun ist schon seit über einer Stunde die Welt ohne Strom. Eine interessante Erfahrung, in der Tat. Glücklicherweise hatten wir die Kerzen schon aus den Umzugskartons befreit und tappen nun nicht ganz im Dunkeln ;-).

Mein Laptop und die Mobile Unlimited Karte jedoch tun ihren Dienst, und deshalb kann ich hier Live vom "Stromausfall in Zollikofen" bloggen. (Im Gegensatz zu meiner Freundin, die via Sunrise keine SMS versenden kann, hehe).

Ich hoffe, dass dem ganzen kein ernster Zwischenfall zu Grunde liegt, dass mein Computer den aprubten Unterbruch überlebt hat, dass überall wo es drauf ankommt das Notaggregat angesprungen ist, dass die Gefriertruhe die Kälte beibehalten kann und dass wir in 9 Monaten das Resultat der ganzen Chose sehen werden.

P.S.: Offizielle Information und Stand der Dinge im Web oder via Radio - Fehlanzeige (oder ich bin zu doof, diese zu finden).

Update: 23:17 h - Power is back, halleluja!

Einmal Mr. Intranet ...

Obwohl ich nun schon bald 2 Jahre eine neue Funktion inne habe und nicht mehr für das Intranet bei Swisscom zuständig bin holt es mich immer wieder ein – und das ist gut so!

Bis nächsten Freitag wird für den Intranet-Fachkongress "Swiss Intranet Summit" noch ein Rabatt von knapp 50% auf den regulären Eintrittspreis im Rahmen eines "Save the Date"-Angebots gewährt. Ich war am letzten Event als Liveblogger dabei und habe einiges mitnehmen können. Also, Interessierte können sich unter http://www.intranet-summit.ch/konferenzprogramm.html anmelden, and: hope to see you there!

Mehr Details und Konferenzprogramm hier.

Dienstag, Februar 19, 2008

Telefonspam - Generali macht's vor

Heute Abend einen Anruf von Generali (Versicherungen) gekriegt, die mir eine dritte Säule verkaufen wollten, resp. eine Infoveranstaltung dafür. Dabei haben sie glatt übersehen dass ich schon langjähriger Kunde von Ihnen bin!

Aber solche "Streuverluste" nehmen die Marketing Verantwortlichen sicherlich gerne in Kauf um ein bisschen Umsatz zu bolzen. Dieser Telefon Spam am wohlverdienten Feierabend wird bei mir aber noch eine Weile nachhallen und hat das Image der Firma nachhaltig ramponiert.

Montag, Februar 18, 2008

Kandersteg - up in the mountains!

What a great weekend at a beautiful place - come up and slow down, all the pictures here.




Freitag, Februar 15, 2008

Exsila-Punkte kaufen per Telefonrechnung und Artikel Einscannen per Webcam

"Kaufst du dir Exsila-Punkte, steigerst du dein Exsila-Vergnügen und unterstützt gleichzeitig Exsila. Jetzt geht das noch einfacher: Mit ClickandBuy von Swisscom kannst du ab sofort Exsila-Punkte über deine Swisscom-Festnetzrechnung bezahlen."

Ha, das hört der Exsilaner und Swisscömler in meinem Herzen gerne!

Und noch eine Innovation wurde angekündigt:

"Deine Webcam wird zum Exsila-StrichcodeleserWer eine Webcam besitzt, kann sich jetzt das Eintippen der Strichcode-Nummer sparen. Deine Webcam wird zum Exsila-Strichcodeleser! Willst du einen Artikel anbieten? Klicke auf das Webcam-Icon und filme den Strichcode deines Artikels mit deiner Webcam. In Sekundenschnelle werden die Daten an Exsila übermittelt und du kannst den Artikel anbieten."

Exsila ist toll - was mir nun zum vollendeten Glück noch fehlt sind RSS Feeds auf meine gesuchten Artikeln, damit ich bei Neuzugängen automatisch informiert werde.

Montag, Februar 11, 2008

LIFT 08 Conference: Scattered notes and quotes

Nabaztag roulez the world!

"The world is accelerating."

"Ideas are like raindrops, the processes based on it are often only ice."

"The power of procrastination - Don't try to be efficient. Good ideas will adapt and catch on, even if you neglect them for one time."

"Wikis are the leafs (compost), blogs the plastic" --> means: Wiki pages evolve while blog posts stay static.

"Permeability: Real life + virtual life = One life"

"Dont think, try!" John Hunter

"We tell 6 to 200 lies per day." (I counted - and achieved at least the minimum ;-) ) "Women lie about weight, age, marriage and shopping. Men about cars, jobs, spare time and marriage."

"To hold information back means to keep it safe."

"Telecom technology has more users in underdevelop countries then in the developed world, and the war for telco standerds is fight in asia."

"3.1 of 6.5 Billion people are using mobile devices"

"Worldwide Top Mobile Operators: 1. China Mobile, 2. Vodafone, 3. China Unicom,.."

"Cyworld: over 20 Mio. population, 98% of the 20's in South Korea are members."

Kevin Warwick - the first human cyborg.

Die zentrale Intelligenz Agentur schlägt zu, bspw. mit Powerpoint Karaoke.

"Casual games = are small bits of drugs you take regularly and maybe much too often. Epic games = giving you the full dose which you maybe shouldn't take every day."

LIFT 08 Conference: Gedankensplitter und Evolutionsfragmente

Wieder ist die LIFT Konferenz vorbei - I liked it. Open minded people aus aller Herren Länder trafen sich in Genf zum interkulturellen Austausch über "Life, Ideas, Future, Together -> LIFT".

Dannie aus Bern wollte nicht mit mir auf Deutsch reden, weil es in diesem Umfeld nicht angebracht ist und andere ausgrenzt. Wer sich an den Kopf greift: Sie hat recht, das nennt sich Empathie! Und meine welschen Kollegen waren so freundlich mit mir auf Englisch zu parlieren weil mein Französisch doch noch Potential hat.

Auf der anderen Seite genoss ich meine Dinners. Den ersten Abend verbrachte ich mit dem Grossteil des Swisscom Incubation Teams (die ich bis anhin noch nicht kennen gelernt hatte - thanks for the invitation, Katharina, Marta, Madeleine & Michael - Jasper war mit seinen Panel Kollegen unterwegs), den zweiten Abend am traditionellen LIFT Fondue mit Yves aus Genf, Carl aus Holland, Martin aus Schweden sowie Martin aus Toronto. Startups, "Going solo", Freelancing, old fashioned business attitude, bad managers, Wikis, Couchsurfing, Business Models, Revenue shares,… die Themen waren vielfältig und anregend, von den Köpfen dahinter ganz zu schweigen.

Während der Konferenz gab es in den Pausen immer wieder Gelegenheit mit Leuten aller Couleur zu sprechen. Anzumerken ist, dass Swisscom (nun als Sponsor der Konferenz aktiv) überproportional vertreten war - rund 25 Personen haben sich angemeldet. Ich glaube dass wir anno 2006 wohl zu zweit oder dritt von Swisscom waren. Nun denn, das Ticket war trotzdem nicht umsonst.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren konnten die Teilnehmer am ersten Tag an Workshops mitmachen. Ich habe mich für den "Business Model Stage fight" entschieden. Grund: Nach einer kurzen Einführung war die Erarbeitung eines Business Models in verschiedenen Gruppen gefragt. Das bedeutete aktives Gestalten anstelle Passivem berieseln lassen. Wild zusammen gewürfelt standen wir etwas hilflos in den Arveticum Büroräumen.

Ich hatte mir vorgenommen die Gruppendynamik zu beobachten, welche doch eher schleppend ins Rollen kam. Also brainstormten wir zuerst, entwickelten darauf basierend ein mögliches Business Modell (welches gar nicht schlecht war) und präsentierten dies dann den anderen Gruppen. Wir gewannen den Contest und damit - nicht wie angekündigt 1 Million $ Venture Capital - sondern eine Tafel Schokolade. Ich war erstaunt was wir innerhalb von 60 Minuten in der Gruppe mit den verschiedenen Leuten erreichten, auch wenn dies weder perfekt noch unter Einbezug aller möglichen Aspekte geschah - eine tolle Erfahrung!




Doch zurück zur Konferenz: Die letzten Jahre habe ich live gebloggt - das war dieses Mal schwieriger. Bei einigen Referaten versagten schlicht meine intellektuellen und kognitiven Fähigkeiten - bei anderen war ich so fasziniert dass ich wie gebannt an deren Lippen hing. Und ihr könnt darauf wetten, mich auch nächstes Jahr wieder an der LIFT anzutreffen!

Samstag, Februar 09, 2008

LIFT 08 Conference: Tipps für Konferenz Besucher

Wer geschäftig den ganzen Tag am Laptop rumwerkelt und die Präsentationen verpasst, dafür dann in den Pausen wichtig telefoniert anstatt sich in die Menge zu stürzen, ist selber schuld. Andererseits, wer auf die Menschen zugeht lernt viele interessante Leute (und auch ein paar Schwätzer ;-) ) kennen.

Hier also ein paar Tipps für Konferenzbesucher:

  • Location: wo ist mein Hotel, wie komme ich zum Veranstaltungsort, will ich den Trip noch verlängern und mir den Ort ansehen,…
  • Speaker: schaue Dir das Programm und die Speaker im Vornherein an, Google macht's möglich und hilft dabei die Spreu vom Weizen zu trennen und die für Dich interessanten Sessions heraus zu picken.
  • Teilnehmer: auch da lohnt sich Research - wen kennt man schon oder will man noch kennen lernen, wen mit einer Idee begeistern, wen auf einen Kaffee treffen, wen schon mal getroffen etc. Ad-hoc ergeben sich dann immer noch viele weitere spannende Kontakte und Geschichten.
  • Kontakte: Nicht die Anzahl Business Cards zählt, sondern was dahinter steckt. Nichts ist aber ärgerlicher als wenn einem die eigenen Visitenkarten ausgehen.
  • Notizen: Wer Notizen macht ist meist aufmerksamer als wer sich nur berieseln lässt - am besten die Notizen in die eigene Sprache transformieren und mit geeigneten Techniken dokumentieren (Mindmapping, Grafiken,…). Ob on- oder offline ist Geschmackssache, Hauptsache die Notizen regen die kleinen grauen Zellen beim Durchlesen zum Denken an.
  • Blogging: Wer sich berufen fühlt, zu (live) Bloggen bereite sich gut vor - das ist harte Arbeit, von der Vorbereitung (bspw. Absatz über den Referenten mit Links vorbereiten) bis zum Abschluss (Vortrag zusammen fassen und Keypunkte hervor streichen, Fotos hochladen,…) und zur Nachbearbeitung (bspw. auf Folien des Referenten oder seinen Blogbeitrag verlinken).
  • Nachbearbeitung: Networking und Kontaktmanagement bedingt auch eine seriöse Nachbearbeitung und Qualifizierung - über http://www.xing.com/, http://www.linkedin.com/ oder http://www.facebook.com kann der erste Kontakt nachhaltig aggregiert werden und bei aktiver Pflege auch wachsen. Und wenn ihr in die geografische Nähe der Person kommt sollte daraus zumindest ein anregender Kaffeeplausch entstehen oder im Cyberaum in einem interessanten Chat enden! Und ich sag es gerne noch einmal in aller Deutlichkeit: wen seine Kontakte nicht um ihrer selbst willen interessieren, sondern nur zum eigenen Vorteil, der hat den Sinn und Zweck des Networkings nicht erkannt.
  • Last but not least: Have fun and enjoy - and let your mind evolve!

Mittwoch, Februar 06, 2008

LIFT 08 Conference: To help ideas evolve into new companies

Die Idee ist so simpel wie erfolgsversprechend: Ideen sollen sich in neuen Unternehmen manifestieren und die Entwicklung der IT Kompetenz stimulieren.

Der Anlass zu diesem Vorhaben fand heute Abend in Genf statt. Ein Panel aus jungen "Wilden" wie auch „Senioren“ haben aus 50 Ideen 8 ausgewählt, die dort vor grossem Publikum präsentiert werden konnten. Das Panel, welches diese challengte (wie sagt man dem auf Neudeutsch am besten?!) bestand aus Ouriel Ohayon, Fred Destin (VC von Atlas Venture), Pierre Chappaz (Kelkoo, Wikio, Netvibes), Jasper Bouwsma (Swisscom Incubation), Faris Sabeti (Coach at CTI) und natürlich Weltklassblogger Robert Scoble. Nicht zu vergessen der von Laurent Haug (Organisator der LIFT Conference) angeheuerte Guido van Nispen, der ihn mit dem Mikro und einem Schlachtruf „Vite, Vite, Vite“ durch die Reihen scheuchte

Hier also in eine kurze Übersicht der vorgestellten Projekte:

1. www.viewdle.tv wurde von Barry Shiftman, dem Co-Founder und COO vorgestellt. Es handelt sich um eine Software, welche Personen und deren Statements in Videos erkennt. Dies erlaubt die Suche innerhalb von Videodaten, Gesichtserkennung etc. – und das nicht basierend auf Tagging, sondern Logik. Aktuell nur in Englisch verfügbar soll künftig Französisch und weitere Sprachen folgen. Die Erkennungsrate von 99% ist beeindruckend, auch wenn die Initialzuweisung von Namen (dieses Gesicht gehört zu XY) im Moment noch notwendig ist, steht dem Unternehmen aus New York doch eine spannende Zukunft bevor.

2. www.holistis.com “turns your unknown visitors into loyal customers”. Nun, welcher Unternehmer könnte da Nein sagen?! Heute werden rund 32.5 Milliarden $ dazu verwendet, mehr Besucher auf Websites zu bringen. Holistis decodiert diese Anfragen und adaptiert, basierend auf Profilen, Absichten und Verhalten, die dem Besucher angezeigte Seite. Nespresso verkaufte dadurch signifikant mehr Kaffeemaschinen, neu setzen auch TF1 und Zlio auf diese patentierte Technologie.

3. www.wua.la – die “Free and simple online harddisk”. Was weder bahnbrechend noch supercool tönt hat – da waren wir uns beim Dinner einig – die besten Erfolgschancen. Inhalte werden in den Kategorien „Privat“, „Shared“ und „Öffentlich“ auf einer virtuellen P2P Lösung verschlüsselt gespeichert. Die Daten sind bei allen Teilnehmern auf der eigenen Harddisk verteilt UND auch in einem Rechenzentrum gespeichert. Dominic, welcher die innovative Lösung präsentierte, ist überzeugt davon damit den Markt zu disrupieren. 10 000 Benutzer sind bereits aktiv, in 2 Monaten wird die Beta Version öffentlich zur Verfügung stehen. Wer nicht so lange warten will hinterlasse mir einen Kommentar, um mittels Invitation Code teilzunehmen. Interessant auch das Business Modell: Advertising, Photo prints und der Verkauf von Storage (zukünftig).

4. www.mixin.com: Nicolas Dengler, massgeblich am Erfolg von www.coComment.com beteiligt, wartet mit einer neuen Innovation auf. „From wishes to real activities”. Heute findet die Planung mit der eigenen sozialen Community mittels SMS, E-Mail, … etc. statt. Mixin vermengt alle diese Kanäle geschickt in einer Oberfläche und ermöglicht die Planung der zukünftigen Aktivitäten. Die eigenen (sozialen) Aktivitäten werden aggregiert, gefiltert und aus ihrem Inseldasein auf Plattformen wie www.dopplr.com, www.twittr.com, www.upcoming.com, www.flickr.com befreit.

5. www.ioagency.com / www.naturalinteraction.org - “Digital is more present in the physical world”. Die reale Welt wird dank den Projekten von iO virtueller ausgestattet. Mehr zu sagen gibt es hier nicht, das muss man SEHEN.

6. www.coComment.com : Khaled Bazzi zeigt die Lösung coComment auf, die vor 2 Jahren an der LIFT Conference mit Robert Scoble’s Starthilfe ihren Weg angetreten hat. Heute verfolgt über eine Million Benutzer ihre Kommentare auf coComment, und es lässt sich sogar Geld damit machen. Wie? So wie (fast) immer im Web, mittels Advertising – ergänzt mit Web Analytic und –Marketing.

7. www.clipperz.com : Clipperz bietet die sichere Speicherung von Daten, ohne diese dabei unverschlüsselt in die Hände eines Providers geben zu müssen. Marco Barulli hat das Konzept erklärt, beim Business Modell sind noch ein paar Fragezeichen aufgetauch. Nichtsdestotrotz, die technische Lösung funktioniert, Reinschauen und Testen kostet nix.

8. www.pixelux.com : Die Kosten bei der Videospielentwicklung sind heute auf 13% Administration, 17% Coding und 70% „Art“ aufgeteilt. Pixelux will das Verhältnis kippen. Ihre Technologie ermöglicht es, den Gegenständen im Spiel bestimmte Eigenschaften mitzugeben, anstatt diese zu programmieren. Beispiel: eine Vase die zu Boden fällt, zersplittert. Das Zersplittern muss aber nicht Teil für Teil programmiert werden, sondern basiert auf den Eigenschaften des Gegenstands. Interessanter Ansatz, der von Lucas Arts mit Exklusivrecht gekauft wurde und in Spielen wie „Star Wars“ und „Indiana Jones“ zum Einsatz kommen wird.

Samstag, Februar 02, 2008

LIFT08 Conference: Stets zu Diensten

Ich bin auf der Suche nach einem Hotel für die LIFT 08 Conference in Genf von nächster Woche.
Dabei bin ich auf folgende Hotel Bewertung gestossen, die mich schmunzeln liess. Quizfrage: Warum wird Günther nun wieder in diesem Hotel absteigen wollen?

Montag, Januar 28, 2008

Donnerstag, Januar 10, 2008

Durch die Pokerschule gehen mit http://www.pokerstrategy.com

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag.
Pokern ist irgendwie zum Hype avanciert. Jeder weiss (angeblich) wie’s geht und sahnt auch immer doll ab. Nur ich nicht, sprich: weder interessiert es mich damit den grossen Reibach zu machen noch habe ich einen Plan wie das genau funktioniert. Als ich aber von Trigami angefragt wurde, die Seite http://www.pokerstrategy.com/ unter die Lupe zu nehmen konnte ich nicht Nein sagen.

Die Fragestellung lautet, wie die Seite wirkt, ob Modell, Aufmachung und Inhalte überzeugen und wo es noch Potential hat. Grundsätzlich schätze ich jedes Unternehmen, dass sich von Aussenstehenden kritisch durchleuchten lässt, die haben schon mal einen Bonuspunkt verdient – oder eine Runde gewonnen, sollte ich wohl sagen.

Ein paar Hintergrundinformationen: Was ist eigentlich http://www.pokerstrategy.com/? Es handelt sich um eine Pokerschule, die ihre Mitglieder zu guten und erfolgreichen Pokerspielern machen will. Das soll seriös passieren, auf qualitativ hochwertigen Inhalten beruhen und auch Spass bereiten. Die Einführung ins Thema gibt’s hier.


Nun ist die Frage wie das Geschäftsmodell funktioniert – für einmal nicht mittels Werbung, wie das sonst im Internet üblich ist ;-). Here we go: „Kurz zusammengefasst: Die $50 sind eine Art Risiko-Investition. Wird ein Spieler erfolgreich, so erspielt er auf den Casinos nicht nur hohe Gewinne für sich, sondern auch hohe Umsätze. An diesem sogenannten Rake, den der Spieler auch bezahlen müsste, wenn er nicht "über uns" spielt, sind wir beteiligt. Von unserem Anteil finanzieren wir das Startkapital und unsere gesamten Inhalte - es ist quasi eine Win-Win-Situation für PokerStrategy und die Spieler, die sich wie ein Solidarsystem finanziert. Nur wenn wir unsere Spieler erfolgreich machen, können wir auch als Unternehmen Geld verdienen. Details dazu hier."

Zurück zu der Fragestellung: Mich persönlich hat die Seite und die Kommunikation des Unternehmens angesprochen, transparent kommuniziert, strukturiert, grafisch ansprechend gemacht. Ein Kollege (danke Dir, Ste…) meinte auch, dass die Seite einen guten ersten Eindruck gemacht hat. Auch die Strukturierung findet er ok, obwohl sehr viele Inhalte vorhanden sind, findet man sich rasch zurecht und die Inhalte sprechen Pokeranfänger an (Strategiesektion, Downloads, Forum). Der Shop sei nicht ganz gelungen was die Inhalte betrifft - aber das ist wahrscheinlich Geschmacksache ob Unterwäsche dazugehört ;-) ).


Fazit 1: „Ich werde die Site aber als Favoriten speichern (und das will was heissen)“.
Fazit 2
: Nun hat mich das Thema Pokern doch etwas neugierig gemacht, und wenn ich mich intensiver damit auseinander setze weiss ich wo die Einflugschneise sein wird, nämlich bei http://www.pokerstrategy.com!

Dienstag, Januar 01, 2008

Gratis Inserate ins Internet stellen - und schon haben wir einen Nachmieter gefunden

Nach wenigen Besichtigungen und vielen Anrufen sieht es so aus, dass wir unsere jetzige Wohnung bereits auf den 1. Februar 2008 in neue Hände übergeben können (*Daumendrück*) - und wir ziehen hierhin nach Zollikofen.

Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun, aber schliesslich bin ich ja ein erfahrener Projektmanager und werde das schon schaukeln ;-).

Hier ein paar Tipps, wenn ihr Eure Wohnung an die Nachmieter bringen wollt.