- Morgan Stanleys Internet Report über die Nutzung von Social Media.
- Google Maps Fahrtrouten Creator für die eigene Homepage - mehr hier.
- Web 3.0: Eine Übersicht der wichtigsten Entwicklungen die uns bevorstehen hier.
- Pro Audito lancierte mit Unterstützung von Swisscom den Telefon-Hörcheck. Über die Nummer 0900 400 555 kann jeder ganz einfach sein Hörvermögen testen. In der Schweiz haben ca. 500'000 Menschen mit Hörproblemen zu kämpfen.
- Die 10 besten Inhalte der Web 2.0 Expo 2008 in San Francisco
- Bluewin TV neu mit Zweikanalton bei Video on Demand, denn jeder Filmfan weiss es: Einen Film kann man nur in der Originalsprache in vollem Mass geniessen. Mehr bei Video on Demand von Bluewin TV.
- Pump up those little grey cells: great article in the UK's Sunday Times listing a variety of free or inexpensive brain health-related resources.
- Think beyond the browser: PicLens instantly transforms your browser into a full-screen, 3D experience for enjoying photos and videos across the web.
Freitag, Mai 02, 2008
Links you should CLICK! (2008-05-02)
Dienstag, April 22, 2008
Swisscom Generalversammlung - mittendrin statt nur dabei!
Die letzten Jahre hatte ich mir das online reingezogen, aber das „in echt“ Erlebnis ist schon besser. Da sieht man Kollegen, die nun ihre Pensionierung geniessen, einer Herausforderung ausserhalb Swisscom nachgehen oder auch Weggefährten aus den letzten Jahren. Also verzeiht wenn ich meine objektive Brille heute zu Hause gelassen habe, als Grossaktionär und Swisscom Mitarbeiter muss man schliesslich seinen Pflichten nachkommen.
Ich war der einzige im ganzen Saal mit 1600 Personen, der sich elektronisch Notizen machte. Um „Live Blogging“ bei einer Swisscom GV zu institutionalisieren wird es bei der zugegenen Klientel wohl noch ein paar Helppoint Ausbildungen benötigen. Ich denke, der Altersdurchschnitt war tendenziell hoch, analog zur Vermögensstruktur der Schweizer Bevölkerung.Ein paar Take aways:
Kunden
- Der Privatkunde nutzt in seinem täglichen Leben drei zentrale Geräte: ein Handy, einen PC und den Fernseher (Man merke: das Festnetz-Telefon wurde nicht explizit erwähnt). In Zukunft werden alle Kommunikationsmöglichkeiten auf allen Endgeräten zur Verfügung stehen. Swisscom hat den Anspruch, diese technologische Komplexität so einfach wie möglich zu machen für seine Kunden!
- Für die Geschäftskunden spielt das Telekommunikationsnetzwerk eine zentrale Rolle und wird immer bedeutender – sprich: es ist das Rückgrat des Unternehmens. Die Sicherheits- und Qualitätsanforderungen steigen, Swisscom will deshalb das globale Angebot ausbauen.
- Service Champion will Swisscom werden. „Was müssen wir verbessern bei unseren Leistungen, um jeden Kunden davon zu überzeigen, dass Swisscom der beste Anbieter ist?“, fragt Carsten Schloter. Das Swisscom Management hat hohe Erwartungen an das Thema Service und seine Mitarbeitenden.
- Die Dienstleistungskultur des Unternehmens sei zu verstärken, sagt Anton Scherrer, es brauche dafür aber keinen Kulturwandel, weil schon heute eine ausgeprägte Kultur vorhanden sei! Als Beispiel wurde ein weiterer Ausbau der Dienstleistung kürzlich lanciert: Swisscom hilft dem Kunden neu auch zu Hause, bspw. bei Computerproblemen.
- Neuer Markenauftritt und Logo: Generell wenn es ums Design geht hat jeder seinen Senf dazuzugeben - mich und andere eingeschlossen. Carsten Schloter erläutert, dass ein neuer Auftritt zum Teil notwendig war. Ein eigener Auftritt pro Gruppengesellschaft hatte auch separate Werbebudgets zur Folge, die Kostenersparnisse der neuen Marke seien deshalb im ersten Jahr höher als die Investition in das neue Erscheinungsbild. Obwohl der einzige Votant aus den Aktionären, Herr Struchen, meinte es sei „hässlich“ und sehe aus wie eine Mischung aus „Feige, Zewtschge und Erdbeere“ (NB: Herr Struchen's Auftritt war das Highlight der GV, er hatte die Lacher auf seiner Seite und betonte trotz Kritik auch was Swisscom gut gemacht hat). Augenfällig war ausserdem die neue Swisscom Bekleidung. Farblich passend, stark körperbetont und deshalb nicht in jedem Fall die bestmögliche modische Wahl.
- By the way, am Flughafen Zürich ist mir dann ein Wandbild in Farbe und Form aufgefallen, welches unter Umständen den Expertern von Moving Brands (die Agentur, die das neue Markekonzept mitgestaltet hat) bei ihrer Ankunft aus London zur Inspiration ins Auge gestochen ist.
Zahlen
- Swisscom hat rund 5.3 Millionen Festnetz Anschlüsse, wovon letztes Jahr über 170 000 neue Anschlüsse dazukamen. Der Wettbewerb spielt und macht Swisscom fit, also nicht grad nach Regulierung schreien ;-). Pro Jahr werden rund 260.- CHF pro Anschluss investiert, die in Rechnung gestellte Grundgebühr von 25.- auf 12 Monate schlägt dann mit 300.- Einnahmen zu Buche.
- Im Bereich Mobilfunk sind über 5 Millionen Kunden verzeichnet, ein Zuwachs von rund 375 000 Kunden – über 2.2 Millionen Kunden nutzen das Liberty Abo, 460 000 das M-Budget Abo.
- 30% aller Digital TV Kunden sind bei Swisscom, womit Bluewin TV über 70 000 Abonnenten hat.
- Das über das Festnetz transportierte Datenvolumen im Internet hat sich vervierfacht, im Mobilfunk war eine Verdreifachung des Volumens zu beobachten.
- Stellenbestand: Im Bereich Kundenservice, Fernsehen und Shops wird es mehr Stellen geben (Stichwort: Service Champion), im Bereich Auskunftsdienst wird der Bedarf geringer.
- Entlöhnung: im Sinne der Corporate Govornance hat Swisscom bereits ab 2001 die Bezüge von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung separat ausgewiesen. Die Entlöhnung beträgt für den VR. 2,1 Millionen, wovon 2/3 in bar und 1/3 in Aktien zur Verfügung gestellt werden. Die Konzernleitung erhält 11.5 Millionen, wovon 1.7 Millionen an den CEO Carsten Schloter ausbezahlt werden.
Alles in allem ein spannender Anlass, wir sehen uns nächstes Jahr - 21.4.2009 heisst das Stichdatum - und an Kollege Müller: Termin schon mal reservieren, gell!
Mittwoch, November 28, 2007
My Bluewin World - here we go again!
Was geboten wird zeigt der Blog auf: "Bisher konntest du auf My Bluewin World Fotos und Videos zu einem bestimmten Event hochladen und Freunde einladen, ihre eigenen Aufnahmen einfach und ohne Mühe dazu zu stellen. Das fanden sehr viele Leute super. Aber jetzt kannst du mit My Bluewin World viel mehr machen. Du kannst- ein Profil einrichten
- dein Profil mit den Profilen deiner Freunde vernetzen
- Fotos, Videos und Audiofiles in beliebig viele Alben einordnen
- Videos von Kyte.tv, YouTube und ähnlichen Sites einbinden
- dich mit anderen Leuten zu Gruppen zusammenschliessen
- Events mit deinem Profil und mit deinen Gruppen verbinden
- Diskussionsforen einrichten
Und das beste: My Bluewin World bleibt auch weiterhin für alle kostenlos! Wenn du nicht schon bei My Bluewin World registriert bist, solltest du es unbedingt nachholen: jetzt gratis registrieren".
Check it out!

Dienstag, Oktober 30, 2007
Bluewin TV - mein Herz schlägt für Dich!
Ich muss sagen dass wir einige Anläufe und nervenaufreibender Aktivitäten benötigten, bis die Installation schliesslich wie gewünscht funktionierte. Das ging von Anrufen beim Helpdesk bis hin zu mehreren vor-Ort-Besuchen von Technikern und Austausch der kompletten Infrastruktur, doch auch während dieses Hürdenlaufs war mir klar: das Teil gibst Du nicht mehr her.
Die Gründe sind trivial:
- Über 120 verfügbare Sender (inklusive n-tv und den deutschen Lokalsendern)
- einfache (Serien)Programmierung und Suche, resp. Eingrenzung auf interessante Themen der gewünschten Sendungen via Web
- Pay TV (Teleclub) ist über die selbe Box möglich, ausserdem lassen sich auch Filme mieten
- Grosse Speicherkapazität für aufgenommene Inhalte
- Sehr einfache Bedienung
Verbesserungspotential gibt es aber auch noch ein kleines bisschen ;-).
- Websuchmaske weiter nach Sparten detaillieren, Empfehlungen für den Benutzer abgegeben gemäss den programmierten Sendungen (analog TiVo in den USA)
- VPS Funktion - oft fehlen die letzten Minuten eines Films, das darf ja nicht sein!
- Bei zwei oder mehr Geräten ist die Synchronisation von Bild und Ton der Geräte heute zeitversetzt
- Import und Export von Daten aus anderen Systemen (bspw. PC, Memory Stick,...)
- Integration eines DVD Player Laufwerks und Verknüpfung der Box mit weiteren interaktiven Diensten (Internet, Gaming, Betty TV, ...)
Preislich ist Bluewin TV doch ein paar Franken teurer als die Cablecom Angebote "Digital TV" und "Digital TV ohne Rekorder", hat aber aus meiner Warte auch mehr zu bieten. Mein Tipp: Bluewin TV ausprobieren kostet nix! (Disclaimer: Ich bin Swisscom Angestellter).
Sonntag, Dezember 31, 2006
Frust mit Teleclub via Bluewin TV und cablecom - einer ist zu viel im Boot
Wie die geneigte Leserschaft weiss bin ich ein begeisterter Nutzer von Bluewin TV und langjähriger Teleclub Kunde. Ich habe mir das Teleclub Abo auch für Bluewin TV freischalten lassen und die Teleclub Box weiterhin für den Zweitfernseher genutzt, da an meinem Wohnort die Bandbreite nur für eine Bluewin TV Installation ausreicht und der Zweitfernseher noch via cablecom angesteuert wird.
Freitag, Dezember 29, 2006
Böse Cablecom, wieder ein paar Sender weniger
"Der Kabelnetzbetreiber Cablecom schaltet 2007 in der Deutschschweiz sechs weitere analoge Sender ab. Canale5, Rai Uno und N-tv können ab April nur noch digital empfangen werden. Im Juni verschwinden auch France2, TF1 und WDR aus dem analogen Angebot. ->"Neeein, ihr könnt mir doch den N-tv nicht wegnehmen - zum Glück habe ich bereits Bluewin TV im Hause!
Donnerstag, Dezember 28, 2006
Bluewin TV - zuerst die gute oder die schlechte Nachricht?
Bestellungen sind’s per 15. Dezember bereits 15'000 (Launch: war am 1. November 2006). Erfahrungsberichte haben die Peter Wolf und Hogenkamp auf Lager und noch mehr gibt’s beim Bluewin TV Blog von Tassilo! Für Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an das FAQ.
Ich spare mir lange Prosa…
Positiv (sozusagen die Featureliste):
- Gute Bildqualität
- Grosse Senderauswahl (über 100)
- Programmierung und Verwaltung via Internet, einfache Serienprogrammierung
- Livepause, zeitversetztes Fernsehen
- Video on demand (Online Videothek)
Negativ:
- Der Online Programmguide fällt massiv gegen den von Bluewin TV 300 (mein ehemaliger Festplattenrekorder) ab
- Kinderkrankheiten sind mühsam (Ton weg, Bild friert ein oder ist zerstückelt, Ton ist nicht synchron mit Bild)
- Es lässt sich mit ADSL nur ein TV Gerät ansteuern, Cablecom bleibt also trotzdem im Haus und das Teleclub Chäschtli steht auch noch rum
- Der Anfang oder das Ende von Aufnahmen fehlen
- Bluewin TV und Betty TV („Fernsehen zum Mitmachen“) sind nicht kompatibel
Ich als Techie kann mit diesen Problemen umgehen, mein Vermieter jedoch hat das letzte Mal als er mich sah mitten auf der Strasse angehalten um mir seinen Unmut zu schildern und schloss mit den Worten „Weisch was: dr Vertrag hani no nid ungerschribe, süsch schicki ne de dr ganz Plunder zrügg!“ Ich würde das auf keinen Fall tun, unser Fernsehverhalten hat sich ganz klar zum Positiven verändert indem wir gezielt schauen was uns interessiert und Zappen der Vergangenheit angehört.
Dienstag, Oktober 31, 2006
Bluewin TV - ein Star ist geboren, und die Schlacht eröffnet
Hier ein Auszug aus der Swisscom Medienmitteilung von grade eben.
"Bluewin TV bietet Swisscom über 100 Fernseh- und mehr als 70 Radiokanäle, über 500 Top-Filme auf Abruf, Live-Sport und bis zu 30 Teleclub-Kanäle an. Sehr einfach können Sendungen gesucht, aufgenommen, programmiert oder angehalten werden. Der Kunde entscheidet selber, was er wann sehen will. Benötigt wird ein Telefonanschluss mit Breitband-Internetzugang. Swisscom verfolgt mit Bluewin TV die Vision Triple Screen (Fernsehen über TV-Gerät, Computer und Mobiltelefon).
Bluewin TV funktioniert ohne Kabelnetzanschluss und ist ab 1. November verfügbar.Swisscom beschränkt sich nicht länger auf das Angebot von Zugangs- und Transportleistungen wie Breitband-Internet, Fix- oder Mobilkommunikation. Ziel ist es, mit integrierten Dienstleistungen im Markt neue Massstäbe zu setzen. Bluewin TV ist Teil dieser neuen integrierten Produktpalette und macht Swisscom zum Verbreiter von TV- und Filminhalten und zum neuen Herausforderer im Fernsehmarkt.
Die Entwicklung zu rein IP-basierten Diensten ist unaufhaltsam. Swisscom nimmt dabei eine aktive Rolle ein und unterstützt den Innovationsschub in der Schweiz. Mit Bluewin TV steht Swisscom am Anfang einer technologischen Entwicklung, die den TV-Konsum verändern wird.“
Montag, Oktober 23, 2006
Bluewin Online Hilfe - auch da werden Sie geholfen!

Wie konnte ich eine Lösung für die Routerkonfiguration finden? Zu später Stunde noch meine lieben PC Experten anrufen fand ich nicht opportun, und als mir die automatisch installierte Bluewin Quick Help ins Auge sprang, war guter Rat nicht teuer.
Sogleich angeklickt zeigt sich die Möglichkeit, direkt mit einem Agenten in Kontakt zu treten und mein Anliegen zu schildern. Cooooole Sache, aber schliesslich ist Bluewin ja der führende Schweizer Internetprovider und ich als Kunde darf effiziente Unterstützung erwarten.
Ich schilderte mein Anliegen per Chat und hatte innert ein paar Minuten die Lösung auf der Hand. Auch wenn das vielleicht ein bisschen nach PR aus dem eigenen Hause Swisscom tönt, dieser Support war wirklich kompetent und effizienter als mancher Anruf in einem Call Center - dafür besten Dank an den Kollegen!
Mittwoch, Oktober 11, 2006
Minus 1 x TV, minus 1 x Bluewin TV300 - und trotzdem wird alles gut!
Es kam wie es kommen musste. Unser TV mit dem Kosenamen "Philip(s)" gab seinen Geist auf und wollte partout keine TV Sender mehr empfangen, da der Tuner seinen Dienst quittiert hatte. Halb so wild, wer braucht schon einen Tuner wenn er stolzer Besitzer eines Bluewin TV 300's ist - so dachte ich als ahnungsloser Pragmatiker. Doch weit gefehlt! Just ein paar Tage nachdem wir uns damit arrangiert hatten, die Programmwahl via Bluewin TV 300 anstatt über den TV Tuner zu tätigen war das zuviel des Guten!
Mitten in der spannendsten Szene hatte der Bluewin TV 300 plötzlich das Gefühl, das Motto "ein Boot tut immer gut" für bare Münze zu nehmen und startete sich alle paar Minuten einfach selbst wieder. Wer selbst im Besitze eines solchen Geräts ist weiss, dass dies der grösste Schwachpunkt ist, da beim neu Starten einige Minuten ins Land ziehen.
Nachdem die Unterbrechung der Stromzufuhr und die Hilfesuche bei der Hotline keinen Erfolg brachten waren meine pragmatischen Ansätze in die Schranken verwiesen. Der Leidensdruck wurde zu stark und meine bessere Hälfte machte sich daran, diese Situation durch die Anschaffung von neuen Gerätschaften zu bereinigen.
--Schnitt--
Wir sind nun stolze Besitzer eines neuen Flachbildschirms, und ehrlich gesagt, der macht ganz schön was her in unserer "guten Stube".
Auch dem Bluewin TV 300 hat bald sein letztes Stündchen geschlagen, er wird nämlich durch einen Bluewin TV ersetzt (ohne 300, sprich einem richtigen Empfänger für digitale Programme via Telefonnetz und Festplattenrekorder inklusive). Nach 2 Jahren Tests scheint das Produkt nun seine Marktreife erreicht zu haben.
Wenn man es am wenigsten erwartet stehen plötzlich technologische Errungenschaften zur Verfügung und warten nur darauf, die eigene Komfortzone zu erweitern.
Bluewin TV, wir sehen Dir erwartungsvoll entgegen!
Donnerstag, Juli 20, 2006
Swisscom im Jahre 2020 - das pessimistische Szenario
Swisscom steht vor dem Aus - Nach dem optimistischen Szenario hier nun die mögliche Kehrseite der Medaille, llustriert an einem Tag im Leben von Carsten Schloter, noch CEO von Swisscom.
5 Uhr: Wie jeden Tag setzt sich Carsten zuerst auf seinen Hometrainer um etwas für die Fitness zu tun. Heute würde er am liebsten sein Rennvelo schnappen und ganz weit weg fahren…
6 Uhr: Das hätte er sich nicht erträumen lassen als er vor 14 Jahren, im Januar 2006, die Leitung von Swisscom übernahm. Dass die Privatisierung scheitern würde war absehbar, die Telecom PTT gehört sozusagen zum Allgemeingut der Schweizer. Aber abgesehen davon hatte alles so schön angefangen…
- 2007: Die internationale Expansion nimmt Formen an, die Akquisition von einigen ausländischen Firmen sichert Swisscom wichtige Assets für die Positionierung als Service Provider.
- 2008: Die Penetration der Mobilfunkgeräte beträgt 120%, das bedeutet dass es mehr Geräte als Personen in der Schweiz gibt. Sunrise, Konkurrentin von Swisscom, muss Konkurs anmelden – Swisscom kann die Kunden zu einem Spottpreis übernehmen. Die Zeichen stehen auf Erfolg, auch der Aktienkurs ist seit Jahren wieder über die magische 500er Grenze gestiegen.
- 2009: Der vor zwei Jahren lancierte Dienst „Swisscom Data Harbor“ erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, viele Schweizer schenken Swisscom ihr Vertrauen und lassen alle ihre digitalen Daten zentral verwalten. Es treten aber vermehrt Fälle von „Identitätsdiebstahl“ auf, indem sich Hacker unbefugt Zugang zu diesen Daten verschaffen und Benutzer erpressen. Auch werden vielfach Urheberrechtsverletzungen begannen und diese Daten bei Swisscom gespeichert. Das Medienhaus Time-Warner übt Druck auf Swisscom aus, indem sie ihr das Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen - Swisscom bezieht nämlich für den „Bluewin TV“ Dienst TV-Spartenprogramme und einen elektronischen Filmverleihservice von Time Warner.
- 2012: Der „Swisscom Hologramm Service“ wird zweckentfremdet, indem Prostituierte ihre Dienste darüber anbieten. Dies ist entgegen den Nutzungsbedingungen und schadet dem Image von Swisscom. Die religiösen Fundamentalisten stellen Swisscom an den Pranger.
- 2013: Die Unglücke wollen kein Ende nehmen, der „Swisscom Device Control“ Service hat wegen technischer Probleme bereits mehrere Hausbrände verursacht, die als Partner gewonnenen Unternehmen künden die Zusammenarbeit auf. Der Kassensturz publiziert einen vernichtenden Bericht über den Dienst und zeigt auf, wie man diese Vorfälle einfach hätte verhindern können. Swisscom steht im Kreuzfeuer der Kritiker.
- 11. September 2015: Der Tag an dem die Welt still steht. Was viele Experten schon lange orakelten trat ein: der digitale Supergau, die Hauptschaltzentralen des Internet fielen aus – und nichts ging mehr. Noch schlimmer: durch eine Verkettung unglücklicher Zustände entweicht ein elektromagnetischer Impuls eines Swisscom Forschungsprogramms und schickt alle Daten des „Swisscom Data Harbor“ ins digitale Nirwana – inklusive der Sicherheitskopien. Hunderte Geschäfte müssen Bankrott anmelden, es gibt Suizide und öffentliche Demonstrationen – vom Vandalismus an den Swisscom Gebäuden ganz zu schweigen. Die Stimmung der Bevölkerung kippt, die Bewegung der „Digital-NO’s“ – also der Technikverweigerer – bekommt extensiven Zulauf.
- 2016: Als Folge auf den 11.09.2015 wurde der „Digital Patriot Act“ ins Leben gerufen. Er untersagt es Unternehmen, personenbezogene Daten zu speichern. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Bis anhin konnten dank der prall gefüllten Kriegskasse die Verluste ausgeglichen werden, doch mit diesem Akt ist alles zunichte gemacht, worauf Carsten die letzten 10 Jahre hingearbeitet hatte. Weg von dem Netzanbieter, hin zum Lösungsanbieter von individuellen Dienstleistungen – das war einmal. Ausländische Unternehmen nutzen die Rechtslage zu ihren Gunsten und bieten den verbleibenden Kunden Dienstleistungen an, welche der Swisscom untersagt wurden.
- 2020: Eine gross angelegte Langzeitstudie zeigt erstmals unmissverständlich auf, dass die Unfruchtbarkeit der Männer und Frauen eindeutig durch die Mobilfunkantennen- und Geräte ausgelöst wird. Das Parlament beschliesst, die Mobilfunknetze per Ende Jahr ausser Betrieb zu nehmen.
9 Uhr: Carsten Schloter tritt vor das Schweizer Parlament. Die Vorsitzende des Bundesrats zeigt eine vernichtende Chronologie der Ereignisse auf, der einzige rechtsbürgerliche Bundesrat kommt nicht zu Wort. Die Debatte wird lieblos geführt, Carsten sitzt auf verlorenem Posten. Ihm bleibt nur eins: er reicht seinen Rücktritt ein, und meldet im gleichen Atemzug Konkurs an. Damit wurde Swisscom der Todesstoss versetzt.
Summary:
Wie gesagt ist diese Arbeit im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule Bern zusammen mit meinen Kollegen Martin Buri, Thomas von Känel, Sandro Napoli, Urs Schöni und Reto Suter entstanden. Die zwei vorgestellten Szenarien geben einen Überblick, wie sich mobile Dienste auf das Leben von Herr und Frau Schweizer auswirken werden. „Wild Cards“ im Sinne von Trendbruchereignissen sind in diesen Szenarien bereits integriert.
Aus strategischer Sicht gibt es heute einen, aber über alles entscheidenden Faktor zu berücksichtigen: was will der Kunde, resp. was könnte der Kunde wollen.
In dem Sinne: auf in die Zukunft, in die schöne neue Welt! ;-)
Sonntag, Mai 28, 2006
Ich mach's einfach noch mal, weil's so schön war...
- Ob http://peekvid.com/ ganz legal ist? Von Battlestar Galactica über South Park bis zu Bollywood Filmen kann man sich alles reinziehen, direkt online und ohne Registrierung. Nebst diesem Angebot fällt auf, dass amerikanischen Sender vermehrt ihr Programm auch online anbieten. Neu hat der Sender CBS Innertube lanciert, der sich als Konkurrenz zu ABCs Repeat-Streams etabliert. ABC bietet seine Dienste nämlich nur für Surfer aus den Staaten an, wobei bei CBS jeder nach Lust und Laune reinschauen darf. Vom Angebot her kann das schweizerische http://www.internettv.ch/ nicht mithalten, aber keine Angst: Bluewin TV kommt bestimmt schon bald :-)!
- Die Microsoft Mix06 Conference vom 20.-22. März in Las Vegas war ein voller Erfolg. Wer sich die rund 1000$ Eintritt nicht leisten konnte hat nun die Möglichkeit, die Auftritte der Webentwickler, Designer, Manager und auch die Keynote von Bill Gates als Videostreams zu konsumieren - die ganzen Sessions dauern auch 72 Stunden!
- Mit Ponyfish kann man sich von Webseiten, die noch nicht über RSS Feeds verfügen, selbst welche zusammenschustern. Der Dienst wirkt noch etwas experimentell, aber ich lasse mich mal überraschen. Eine Alternative um manuell RSS Feeds zu gestalten bietet übrigens FeedXs.
- Der Ipod City Guide bietet für über 300 Städte weltweit detaillierte Informationen über Hotels, Restaurants, Attraktionen, Events undsoweiter. Schade, dass das schöne Städtchen Bern noch nicht auf der Liste zu finden ist.
- Ein spannender Blog zum Thema Zukunftsszenarien kommt von Urs Aeberli , Herausgeber verschiedener Finanzbroschüren im HandelsZeitungs-Verlag (Derivate, Pensionskasse, Lebensversicherungen, Finanzplanung, Private Banking).
- Das von eBay übernommene Unternehmen Skype stellt neu Übersetzungsdienste in 150 (!) Sprachen für seine Kunden zur Verfügung! Für $2.99 pro Minute wird ein Übersetzer in die Konversation eingeschaltet, notabene rund um die Uhr verfügbar - und bezahlt wird ganz einfach über den Skype Account.
Dienstag, Mai 09, 2006
Fernsehen in der Zukunft, WM-Spiele auf Handy und warum Content "der King ist"
„Content is king“, heisst das Losungswort. Über Infrastruktur lässt sich kein Geld mehr verdienen, aber das Gerangel um eine Pole Position im Bereich der Audio- und Video Distribution ist in vollem Gange. Swisscom hat als Sponsor des Schweizer Ski Sports und im Fussball eine gute Ausgangslage – im Bereich Entertainment war die Beteiligung an der Cinetrade Gruppe (Kitag, Teleclub, Plazavista) ein strategischer Entscheid, um Kunden zukünftig mit den gewünschten Inhalten zu beliefern.
Wie schaut also die Fernseh-Landschaft in einigen Jahren aus? Dazu ein paar Gedanken:
- Personalisierung: Ich denke, dass der Konsum von Inhalten generell viel personalisierter wird. Der über das Internet zu programmierende Festplattenrecorder Bluewin TV 300 ermöglicht mir bereits heute, mein Fernsehprogramm gezielt zusammen zu stellen und hat meinen TV Konsum drastisch verändert.
- Individualisierung: Mit Bluewin TV, dem digitalen TV via Telefonleitung – wenn es dann startet – stehen weitere Möglichkeiten ins Haus mein Programm individueller zu gestalten. Bald wird bestimmt ein Haufen an Spartenkanälen zur Verfügung stehen, welcher jedermanns und –fraus Interessen befriedigen. Vom Bildungssender über den Musiksender für Homeboys und Fly Girls bis zum Lack und Leder Shopping Channel wird die Palette reichen.
- Advertising: Geld verdient man mit Werbung. Die Streuverluste in der klassischen Werbung sind enorm, die neuen Medien erlauben dagegen eine (Werbe)Personalisierung à gogo. Ganze Geschäftsmodelle basieren heute bereits nur auf Werbeeinnahmen. Da wäre doch jeder doof, wenn er sich nicht auch ein Stück vom Kuchen abschneiden möchte, zumal die notwendige Basis (Interessen der Kunden sind bekannt) schon verfügbar ist!? Und by the way: Ich habe nichts gegen Werbung, wenn Sie meinen Interessen entspricht. Wenn ich besipielsweise regelmässig Reisesendungen zu Amerika aufnehme könnte ich Interesse an einem Flug dahin haben, oder?
- Lokalisierung: Es wird auch vermehrt lokale Minisender (über das Internet?) zu abonnieren geben, welche LowBudget mässig produziert werden und für eine geringe Zielgruppe eine hohe Relevanz haben (bspw. der Hornusserclub von Ostermundigen, das Schulfernsehen der Kanti, das Mitarbeiter TV der mittleren Unternehmen,…). Dies ist sozusagen die evolutionär nächste Stufe nach Blogging, Podcasting und den Videoblogs.
- Kollektiverlebnis: Doch keine Angst. Die klassischen Sender werden nicht von der Bildfläche verschwinden, denn das kollektive Erlebnis („Hesch geschter Lüthi und Blanc gseh?“) und das Darüber reden hat in unserer Gesellschaft immer noch einen wichtigen Stellenwert.
Prognosen sind immer Projektionen des heutigen Verhaltens in die Zukunft. Liege ich richtig oder komplett im Schilf?
Mittwoch, März 08, 2006
Sesselrücken bei Swisscom - und die neue Strategie "Convergence is king"
Adrian Bult führt zwar nur noch halb so viele Leute wie bis anhin, macht sich aber fit für die Zukunft. Ein geschickter Schachzug um gruppengesellschaftsübergreifende Produkte zu gestalten und die Gesellschaften Fixnet und Mobile in den nächsten Jahren mittelfristig wieder zu einer Firma zusammenzubringen! Und wer wird dann dieses Megaprojekt stemmen? Genau, Adrian Bult als ehemaliger CEO von IT Services, Fixnet und Mobile mit seiner profunden Kenntnis der gesamten Swisscom und seinem Beziehungsnetzwerk.
Ueli Dietiker, neuer Festnetz Chef und bisheriger CFO der Swisscom Gruppe, kam vor einigen Jahren von Cablecom zu Swisscom und wird Swisscom Fixnet vis dahin dabei helfen, sich im Home Entertainment Bereich zu etablieren (Bluewin TV et al). Der neue CFO der Swisscom Gruppe wird der bisherige Finanzchef von Fixnet, Mario Rossi. Ein spannendes Sesselrücken innerhalb der Gruppenleitung, nachdem Jens Alder im Januar von Carsten Schloter abgelöst wurde.
Den Hut nimmt der bisherige CEO von Swisscom Solutions, René Fischer - und sein Marketing & Sales Mann Markus Thomet geht gleich mit. René Fischer hat die vor einigen Jahren die marode Swisscom Systems zurück auf Kurs gebracht und danach die Firmen Swisscom Enterprise Solutons und Swisscom Systems zu einer schlagkräftigen Firma Swisscom Solutions gestaltet. Als neuer CEO von Solutions rückt der 46 jährige Urs Schaeppi nach, welcher bis anhin für die Leitung der 1300 Mitarbeitenden des Bereichs "Commercial Business" bei Swisscom Mobile zuständig war. Als ich mich gestern mit meinen Kollegen auf den Weg zu einer grandiosen Pizza im Restaurant Rebstock machte, begegneten wir Urs Schaeppi in der Garage. Und ich fragte mich noch, was er wohl bei uns am Hauptsitz macht... Jetzt wissen wir's, er liess sich vom Verwaltungsrat als CEO von Swisscom Solutions wählen, um konvergente Produkte für Geschäftskunden auf den Markt zu bringen.
By the way, ich bin überzeugt dass auch die Geschäftskunden Provider Swisscom IT Services und Swisscom Solutions zu einer B2B-Gesellschaft vereint werden. Zuerst wurde der schwerfällige ex-Staatsbetrieb einem Rebranding unterzogen (aus Telecom wird Swisscom), dann in einzelne eigenständige Gruppengesellschaften mit Ergebnisverantwortung zerschlagen, um effizienter und flexibler am Mark agieren zu können - und wird nun im Rahmen eines neuen Zyklus wieder vereint.
Unter dem Slogan "Convergence is king" lässt sich die neue Swisscom Strategie zusammenfassen.
- Im Mittelpunkt soll der Kunde stehen,
- welcher mit konvergenten, multimedialen Produkten und Bundlings aller Art
- über alle Zugangsnetze
- zu jeder Zeit
- an jedem Ort sein Glück finden soll -
- nota bene ohne sich mit der Komplexität der Technologie und der Organisationsstruktur von Swisscom auseinander setzen zu müssen!
Die Erosion in bestehenden Geschäftsfeldern wollen wir Swisscömler bis 2008/09 auffangen, was über eine Effizienzmaximierung im angestammten Geschäft erreicht werden soll. Doch damit nicht genug: der Bundesrat will nicht, dass Swisscom sich Grundversorger aus anderen Ländern einverleibt. Was bleibt da zu tun mit einer vollen Kriegskasse? Genau, innovativ in angestammten Geschäftsfeldern bleiben und in verwandte Diversifizieren. Es bleibt also spannend, von Swisscom und Ihren Partnerschaften wird man zukünftig noch vermehrt in den Bereichen Telekommunikation, IT, Multimedia und Entertainment hören (TIME-Ansatz)!
Details, natürlich auch zum Geschäftsergebnis (Umsatz ging zurück, Gewinn stieg), finden sich in der Medienmitteilung von Swisscom. Und wer profitiert davon? Genau, die Aktionäre - allen voran der Bund! Die erhalten nämlich Ausschüttungen in der Höhe von über 3 Milliarden Franken!
Die wichtigsten Köpfe von Swisscom von links nach rechts: Carsten Schloter (CEO Swisscom Gruppe), Adrian Bult (CEO Mobile), Urs Schaeppi (CEO Solutions), Ueli Dietiker (CEO Fixnet), Mario Rossi (CFO Swisscom Gruppe)




Mittwoch, Januar 11, 2006
Swisscom verdreifacht ADSL-Bandbreiten - und hat noch einiges in Petto

Das ist erfreulich zu hören, wer bekommt nicht gern mehr Leistung zum gleichen Preis. Aber das kann ja nicht reine Nächstenliebe sein, oder? Man hat ja einiges gehört nachdem der Bund die neuen strategischen Ziele (als pdf - mein Kollege hat heute morgen angemerkt: "Das sind keine Ziele, sondern Rahmenbedingungen!").
Da Swisscom nun im Ausland nur bedingt Wachstumschancen hat, muss im Inland investiert werden um möglichst viele Kunden zu halten/gewinnen. "Die Schweiz hat Priorität", sagt Jens Alder. Aus der Welt der Telefonie und des Internets dringt Swisscom nun in eine neue Welt, die Fernsehwelt, vor - und bietet damit echtes Triple Play.
- Dafür werden massive Investitionen in das neue VDSL Netz (Downloadraten bis 50 Mbit/s) vorgenommen,
- damit nach einer erfolgreichen Lancierung von Bluewin TV die Dienstleistungen für die Kunden stetig erweitert werden können.
- Und um die Konvergenz zu vervollständigen steht Swisscom Mobile vor der Einführung von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), einer neuen Übertragungstechnologie für den Mobilfunkstandard UMTS (Downloadraten bis zu 14,4 Mbit/s).
Das Jahr hat gerade erst begonnen - und verspricht spannend zu werden, da auch Cablecom mit Ihren Quadruple-Play Angeboten (Medienmitteilung als pdf) den Markt aufmischt!
Freitag, November 04, 2005
Tom & Jerry for the kids - und etwas Zeit für uns :-)
In der Schweiz wird aus TiVo dann übrigens Bluewin TV.