Mittwoch, Januar 07, 2009

Carribean Cruise - der letzte Tag an Land, unser "private" Stand auf den Bahamas

Am letzten Tag unserer Kreuzfahrt stand Half Moon Cay auf dem Programm, eine private Insel auf den Bahamas. Die Sonne strahlte uns an, das Wasser erblühte in allen Blau- und Türkistönen. Ich war nicht der einzige, der „I wish I could stay forever“ (so hiess ein Teil der Beach) murmelte und gedankenverloren auf den Ozean schaute.


Der letzte Tag mit der „Familie“, sprich der uns sehr ans Herz gewachsenen Leute, war ein Erlebnis. Wir tollten im Wasser umher wie Kinder, wünschten dass der Tag nicht enden möge. Trevor und Josh bauten unser Schiff, die "Maasdam", aus Sand nach, während Greg die Drachen steigen liess.

Am Abend genossen wir die Abschiedsshow der Crew, zuerst liess Chris Nicholson seine Gitarre erklingen, gefolgt von einem lustigen Entertainer und der krönende Abschluss war die Sängerin Alfrieda. Sie brachte selbst die Greise im Saal zum Klatschen und Mitwippen.

Danach gab es im „Rotterdam“ Restaurant ein delikates 4 Gang Menu und wir gingen zur Krönung des Tages noch ein letztes Mal abtanzen im "Crow's nest" – bevor der Abschied endgültig und in aller Härte kam.

Es schmerzt sehr, loszulassen. Ich hasse Abschiede, doch ist mir auch klar dass dies zum Leben gehört und jeder Tag „with no regrets“ ausgekostet werden sollte. Das Schiff war in den letzten zwei Woche mein kleiner Mikrokosmos gewesen, als hätte ich schon immer dazugehört. Immer wieder bin ich auf die selben Personen getroffen und habe dabei viel über mich gelernt, mehr als mir alle mitgebrachten Bücher hätten beibringen können. Die Erinnerungen an diese Zeit wird mich begleiten.

Zurück in der Kabine hiess es morgens um 2 Uhr packen, da wir am nächsten Tag um 7 Uhr das Schiff verlassen mussten. Ich schlief miserabel.

iPhone - Musik über WLAN kaufbar, 10 Mio. Songs ohne Kopierschutz

Seit gestern Abend kann über das iPhone Musik auch ohne WLAN gekauft werden.
http://www.macprime.ch/news/article/itunes-store-alle-songs-drm-frei/

Ausserdem sind seit gestern Abend 8 Mio. Songs in iTunes ohne Kopierschutz. Bis Ende 1. Quartal werden alle 10 Mio. Songs ohne Kopierschutz angeboten.

von Fritz via E-Mail erhalten

Dienstag, Januar 06, 2009

Carribean Cruise - ein schöner Strand und ein gutes Buch auf Tortola, abgerundet mit einem Basketball Game - what a wonderful day!

Die Karibik Kreuzfahrt neigt sich dem Ende zu, und mit zwei Bekannten machten wir uns auf an einen Strand. Das Taxi fuhr uns über Stock und Stein, hoch hinauf auf den Berg über halsbrecherisch steile Strassen und gleich wieder hinunter auf die andere Seite der Insel.

Wir vereinbarten eine Zeit, wo uns der Fahrer wieder abholen sollte. Der Strand war malerisch in einer Bucht gelegen, und nur spärlich trafen die Touristen ein. Ein Liegestuhl für 5$ war auch vertretbar.

Ich lief einige Meter am Strand entlang, schaute den Pelikanen beim Fische jagen zu und entdeckte zu meiner Verwunderung Zelte gleich hinter den nahgelegenen Bäumen.

Neugierig geworden riskierte ich einen zweiten Blick und stellte fest, dass diese wohl nicht temporärer Natur waren. Bettmatratzen lagen darin am Boden, Kochnischen, etc. Da hatte sich eine Gruppe eingenistet, und lebte direkt in der Natur mit Meerzugang.


Nun trafen auch unsere "Dutch Brothers" Thomas and Mark ein, zwei lustige Holländer vom Schiff. Ich gönnte mir ein Bier und eine Reise nach Indien mit dem Buch "Notbremse nicht zu früh ziehen" von Andreas Altmann. Ein Meister der Worte und des Reisens, dieser Autor.

Wie vereinbart war unser Taxi Chauffeur wieder zur Stelle, früher als erwartet - und früher als wir eigentlich gehen wollten. Aber no rush, er bestellte sich ein Bier und wartete bis wir alle zusammen gepackt hatten.

Ich hatte bemerkt dass er hinkte und fragte, was mit seinem Bein passiert sei. Er sei Lastwagenfahrer gewesen, doch einiges Tages hätten die Bremsen nicht mehr funktioniert und er sei auf diesen Strassen einem anderen Auto hinten rein gefahren, wobei sein Bein völlig verdreht worden sei, so dass schliesslich nichts mehr zu machen war und er seit damals mit einer Prothese unterwegs sei. Aber in der Zwischenzeit hätte er zwei Kinder gezeugt, sein bestes Stück habe glücklicherweise keinen Schaden genommen, versicherte er mir mit einem Grinsen.

Auf dem Rückweg fuhr er mit uns einen Umweg an einen Aussichtspunkt, von wo man einen guten Blick auf Tortola selbst und die umliegenden Inseln hat.


Zurück an Bord frönte ich meiner wieder entdeckten Leidenschaft: Basketball Körbe werfen, mit Monica aus Kanada, Linnea aus Vermont, Sebastian aus Holland und Trevor aus Montana.

Nach einer Stunde kamen dann die jungen Teens und wollten ein Match gegen Sebastian und mich spielen. Verdammt, dabei habe ich gemerkt dass ich älter werde...

Carribean Cruise – laid back attitude in St. Maarten

Wir dockten in Philipsburg auf der Insel St. Maarten an, einer niederländisch und französisch geprägten Insel, und liessen uns mit dem Wassertaxi rüberschippern.

Der Hafen war voll auf Touristen ausgerichtet. Es gab drei Strassen, parallel zur Wasserfront, mit Souvenirs, Kleidern, Schmuck, etc. und in der Tat fanden sich darunter einige gute Deals.

Die Frauen liessen sich das nicht zwei mal sagen und warfen sich in die Menge, ich lief gemütlich die Häuser- und Geschäftereihen ab und machte mich in die hinteren Gassen auf.

Auf dem Markt kaufte ich mir zwei Nummernschildern von St. Maarten, worauf mich die Frau fragte ob ich denn auch Lacoste T-Shirts wolle, nur 15$ das Stück. Ich schaute mir diese an und nach einigem Feilschen erhielt ich 2 Stück für 20$.

Zufrieden lief ich weiter und landete vor einem Geschäft, das "Wholesale und Retail" anbot. Das Wiederverkaufsangebot machte mich neugierig und ich schaute rein. Packenweise gefälschter Markenware lag dort herum, und ich kaufte mir einige Shirts - hier nicht für 10$ das Stück, sondern 3 Stück für 20$ -übrigens genau die selben Teile, die auch auf dem Markt angeboten worden waren ;-).

Ich fragte den jungen indischen Angestellten, wo denn die Ware her sei. Dumme Frage, dachte ich mir im Nachhinein - aus Indien natürlich. Ich wollte wissen ob das denn keinen Stress mit dem Zoll gebe, was er lächelnd verneinte. Schliesslich kommt das alles in grossen Containern an und geht im Rauschen unter.

Da ich noch zum Coiffeur wollte blieb ich bei einem Barbershop stehen und erkundigte mich nach dem Preis. 10$ sollte es etwa kosten, der Meister selbst war aber nicht da und ich beschloss, später wieder zu kommen - was dann aber nicht klappte.

Ausser den Shops fand sich nicht viel "Kultur", ich statte aber dem Gericht einen Besuch ab. Kaum eingetreten begrüsste mich ein Schild, dass hier dann nicht etwa das Post Office sei! Was die lokalen Vergehen sind konnte ich nicht im Detail entschlüsseln, mein Holländisch hat da noch Potential.


Unterwegs traf ich auf Michael und Kathy, die nach einem Wireless Hotspot Ausschau hielten. Michael hatte dafür ein praktisches Gerät gekauft, einen WiFi Signalstärkemesser. Damit muss er nicht immer den PC auspacken, sondern sieht auf Knopfdruck ob ein starkes Signal in der Nähe ist (leider ohne Info ob das Netz offen zugänglich oder verschlüsselt ist). Wie er mir später erzählte wurde er zwar nicht fündig, als er aber für die Crew Mitglieder ein ähnliches Gerät im Elektronikshop kaufen wollte bot ihm der Inhaber an, sich direkt an seine Leitung anzudocken.

Auf der Strasse wurde Livemusik gespielt, verdammt gut und unterhaltsam waren die Jungs. Etwas weiter traf ich auf einen Steeldrum Spieler. Nachdem alle ihre Einkäufe getätigt hatten ging ich noch ins Greenhouse Café um ein bisschen zu schreiben. St. Maarten ist definitiv eine Insel, wo ich gerne länger geblieben wäre.



Sonntag, Januar 04, 2009

Carribean Cruise – ein Tag am Meer in Antigua

Wir wurden unsanft um 8 Uhr aus den Federn geweckt, zwei Bekannte fragten ob wir mit an den Strand kämen. Wir verneinten, da wir zuerst richtig wach werden mussten.


Nach einem erquickenden Frühstück gingen wir von Bord, schnappten uns ein Taxi und fuhren an die Dickinson Bay. Ein schöner Strand, wie neben uns auch ein Haufen anderer Leute entdeckt hatte. Doch das Bad im Meer war angenehm erfrischend und wir machten uns dann am Nachmittag auf, um ein bisschen um die Häuser zu ziehen.









Rasch entdeckte ich einen Wireless Hotspot, der leider schon von einem halben Dutzend anderer Kreuzfahrer belagert war und nur noch eine sehr langsame Verbindung hergab. Somit ergab sich keine Möglichkeit, um noch ein paar Bilder hochzuladen. Die Szenerie der Internet Jünger, alle auf dem Boden sitzend und in ihre Kisten vergraben, diente nicht wenigen anderen Kreuzfahrer als Kulisse für einen Schnappschuss.

Schöne Schnappschüsse gab auch der Sonnenuntergang her:



Carribean Cruise – Marktplatz auf Castries, St. Lucia

Gestern Nacht wurde es spät. Heute morgen deshalb auch. Wir schnappten nach unserem Frühstück, eingekeilt zwischen der „Lungenbrötchen“ Fraktion auf Deck. Die Sonne brannte bereits vor 9 Uhr kräftig herunter, während wir die Aussicht vom Deck auf St. Lucia genossen.


Wir gingen von Bord und liefen einen kurzen Fussmarsch nach Castriers.



Dort holten wir im Supermarkt Koffein Nachschub mit einem Energy Drink und einer Coca Cola. "Schweizer" Produkte scheinen hoch im Kurs zu stehen:

Schliesslich hatten wir den Markt vor uns, wo viele Souvenirs und auch Essen, Trinken etc. feilgeboten wurde. Ich erkundigte mich nach einigen Preisen und stellte rasch fest, dass die Schnäppchen hier dünn gesät sein würden.





Deshalb wartete ich auf meine besser Hälfte und stieg dazu in eine Bar ein. „Einsteigen“ kann hier wörtlich genommen werden, denn eine 50 cm hohe Mauer musste zuerst überschritten werden. Diese dient dem Zweck, das Hochwasser abzuhalten.

Ich wollte etwas bestellen, doch schon nahm sich Thomas meiner an. Er war ein gutgelaunter 70ig jähriger Schreiner aus Barbados und schon viel rumgekommen in Europa. Spontan und gastfreundlich lud er mich auf ein Bier und einen Schwatz ein.

Doch alles hat ein Ende, und da unser Schiff bereits zeitig den Hafen verliess machten wir uns auf den Rückweg zum Hafen. Auf dem Weg dorthin hatten Taxifahrer und Tourguides die besten Angebote für uns.

Wo wir denn her seien, war die erste Frage. Ohhh, Switzerland. Sicherlich hätten wir hart für unser Geld gearbeitet und wollten nun im Urlaub nichts verpassen, in einer Stunden würden wir dies und jenes für nur 20$ sehen. Wir winkten aus Zeitgründen ab, worauf auf die Tränendrüse gedrückt wurde. Er hätte zu Hause eine Familie zu ernähren und für das neue Auto eine Versicherung zu bezahlen.

Ein gutes Argument, und ich schenkte ihm den Sack Mandarinen, den ich vorher einem anderen fliegenden Händler abgekauft hatte, der damit Geld für seine kranke Tochter verdient.
Wir fuhren weiter, immer der Sonne entgegen.