Sonntag, Januar 04, 2009

Carribean Cruise – Marktplatz auf Castries, St. Lucia

Gestern Nacht wurde es spät. Heute morgen deshalb auch. Wir schnappten nach unserem Frühstück, eingekeilt zwischen der „Lungenbrötchen“ Fraktion auf Deck. Die Sonne brannte bereits vor 9 Uhr kräftig herunter, während wir die Aussicht vom Deck auf St. Lucia genossen.


Wir gingen von Bord und liefen einen kurzen Fussmarsch nach Castriers.



Dort holten wir im Supermarkt Koffein Nachschub mit einem Energy Drink und einer Coca Cola. "Schweizer" Produkte scheinen hoch im Kurs zu stehen:

Schliesslich hatten wir den Markt vor uns, wo viele Souvenirs und auch Essen, Trinken etc. feilgeboten wurde. Ich erkundigte mich nach einigen Preisen und stellte rasch fest, dass die Schnäppchen hier dünn gesät sein würden.





Deshalb wartete ich auf meine besser Hälfte und stieg dazu in eine Bar ein. „Einsteigen“ kann hier wörtlich genommen werden, denn eine 50 cm hohe Mauer musste zuerst überschritten werden. Diese dient dem Zweck, das Hochwasser abzuhalten.

Ich wollte etwas bestellen, doch schon nahm sich Thomas meiner an. Er war ein gutgelaunter 70ig jähriger Schreiner aus Barbados und schon viel rumgekommen in Europa. Spontan und gastfreundlich lud er mich auf ein Bier und einen Schwatz ein.

Doch alles hat ein Ende, und da unser Schiff bereits zeitig den Hafen verliess machten wir uns auf den Rückweg zum Hafen. Auf dem Weg dorthin hatten Taxifahrer und Tourguides die besten Angebote für uns.

Wo wir denn her seien, war die erste Frage. Ohhh, Switzerland. Sicherlich hätten wir hart für unser Geld gearbeitet und wollten nun im Urlaub nichts verpassen, in einer Stunden würden wir dies und jenes für nur 20$ sehen. Wir winkten aus Zeitgründen ab, worauf auf die Tränendrüse gedrückt wurde. Er hätte zu Hause eine Familie zu ernähren und für das neue Auto eine Versicherung zu bezahlen.

Ein gutes Argument, und ich schenkte ihm den Sack Mandarinen, den ich vorher einem anderen fliegenden Händler abgekauft hatte, der damit Geld für seine kranke Tochter verdient.
Wir fuhren weiter, immer der Sonne entgegen.








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