Samstag, August 26, 2006

Picture Generators - eigene Bilder kreieren a gogo

Für die nächste Party können die Eintrittskarten mit dem "Concert Ticket Generator" erstellt werden, der "Street Party Sign Generator" zeigt dann anschaulich wie's beim letzten Mal zu und her ging und für den Anfahrtsplan kann man die österreichische Ortsschilder zum Zuge kommen lassen. Und wenn's dann ums bezahlen geht kann man mit der personalisierten Kreditkarte dank dem "Maestro Card Generator" Eindruck schinden.

Keine eigenen Meinung? Don't worry, der "Objection Generator" hilft aus. Extrovertierte können die eigene Meinung auch per "Hipster Tee Shirt Generator" kund tun, wer auf Retro steh dem gefällt sicherlich der Pix Generator mit dem lachenden Mann aus dem letzten Jahrhundert. Oder doch lieber etwas modernes ? Dann kann ich Euch mit dem "Web 2.0 Logo Generator" beglücken :-).

Donnerstag, August 24, 2006

Identity Management im digitalen Zeitalter - denn das Internet vergisst nicht

Manchmal, wenn ich nicht versunken in den Tiefen des Internets auf Entdeckungsreise bin, frage ich mich was die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung sind.




Ich kann mir eine gefakte Identität mit ein paar Mausklicks zulegen, mein zukünftiger Hund wird anstatt mit einer Hundemarke mit einem USB Stick rumlaufen (...was heisst da Hund, auch die amerikanischen Soldaten sind schon bald im Visier), und Zukunftsszenarien sind manchmal rosig, können aber auch Angst machen.
Ich (und jeder andere auch) kann mich selbst "googlen" oder "egosurfen". Das schafft Transparenz - aber auch Unsicherheit. Will ich denn dass jeder sehen kann was ich im Netz publiziert habe? Werde ich plötzlich dafür gebüsst dass ich ein Bild von einer anderen Webseite kopiert habe? Wie werden diese Daten in Zukunft genutzt?

Und wenn ich an all' die MySpace Kiddies und Facebook Studis denke, die ihre pubertierenden Phantasien, Erlebnisse, Ängste und Wünsche ins Schaufenster der Welt stellen wird mir Angst und Bange. Das sind ja nicht nur Texte, sondern oft auch Bilder und Videos. Da kann die Jobsuche bald mal zum Spiessrutenlaufen werden...

In den USA wurden Schüler wegen illegalem Alkohol Konsum in die Mangel genommen, ein Schüler hatte einen Witz bezüglich eines Anschlags auf George W. Bush gemacht - und schon stand der Secret Service vor der Tür! Manch einer wird in ein paar Jahren bereuen was er da ins Netz gestellt hat, aber dann ist es zu spät, denn Google vergisst nicht. Google’s Vice President Marissa Mayer sagt zwar, Google sei keine "Big Brother Company" - aber was nicht ist kann ja noch werden…

Da ist guter Rat nicht teuer: Trotz den vielen Möglichkeiten des Internets sollte man sich dort vorausschauend verhalten - wer über die Strasse geht schaut auch zuerst links und rechts.

Montag, August 21, 2006

News zu Newsfeeds & Co. - All around the world

  • Den Newsfeeds gehört die Zukunft, das predige ich schon geraumer Zeit. Wird RSS gar das neue Intranet Protokoll? Ich hätte nichts dagegen :-)!
  • RSS macht auf jeden Fall die Suche frisch und müde News munter.
  • Comic Junkie? Deine Droge bekommst Du dank dem Comic Slurper von Dark Gate frei Haus!Aus über 400 unterschiedlichen Comics kann jeder seinen persönlichen Comicfeed zusammen stellen.
  • Auch Wikipedia goes RSS: wenn man auf den "History" Link zuoberst auf einer Einstiegsseite klickt, findet man den RSS Feed auf der linken Seite.
  • Feedburner bietet nun die Statistik auf der personalisierten Google Homepage an.
  • Spassig und für bestimmte Anwendungen sicher auch praktisch (für welche hat sich mir noch nicht erschlossen): der RSS to GIF Generator.
  • Der neue Schweizer Slug Reader ist nun in die Betaphase gestartet.
  • NewsGator schaut in die Zukunft, und auch der beliebte Outlook Newsreader Attensa steht in einer neuen Version zur Verfügung: "Attensa for Outlook 1.5 is the first version of Attensa for Outlook that uses our AttentionStream technology™ to automatically and intelligently prioritize RSS feeds and articles to bring the subscriptions and articles you find most interesting to the top. Download the beta here."
  • Wizag zeigt basierend auf den eigenen Feeds, dem Benutzerverhalten und semantischen Analysen weitere Inhalte an, die für den User interessant sein können.
  • Hans Mestrum fragte seine Leser welches Protokoll er für die Syndikation benutzen soll. Und das Resultat erstaunt nicht: RSS 2.0 - 68%, egal - 22%, OPML - 18%, Atom 1.0 - 11%, RSS 3.0 - 3%, RSS 1.0 - 0%
  • Nur-Text Feeds sind eigentlich öde - Wired News zeigt Beispiele, wie mit Flash etc. der Bleiwüste Leben eingehaucht wird.
  • Drüben, in Amerika, gibt es up-to-date Verkehrsmeldungen als Newsfeed für verschiedene Städte, von Albany bis Washington.

Sonntag, August 20, 2006

All about Blogging - News aus aller Welt

Der beliebte "SchoolNetGuide" der Swisscom Initiative "Schulen ans Internet" widmet sich in der neusten Ausgabe dem Thema "Blogs und Wikis" - und kann hier gratis bestellt werden.

Gemäss einer Studie beteiligen sich 24% der Ami Studenten an Online Bulletin Boards, Groups oder Chats. Eine andere Studie von PEW sagt, dass 12 Millionen Amerikaner (das sind 8%) bloggen. Die Higlights aus "A portrait of the internet's new storytellers":

  • Wenige Blogger bloggen um des Bloggens willens.
  • 46% der Blogger sind Frauen.
  • Gratisdienste sind beliebt, 19% nutzen  LiveJournal, 9% MySpace und 6% Blogger.
  • Nur 18% geben an, einen Newsfeed anzubieten - obwohl vermutlich die meisten gar nicht wissen, dass sie automatisch einen solchen Feed anbieten…

Weitere Details dazu bei Debbie Weil, Joe Wikert und Loic Le Meur.

In Deutschland vermeldet das Meinungsforschungsinstitut USUMA, dass 5% aller Deutschen regelmässig Bloggen - das wären dann gut vier Millionen. David Sifry, CEO von Technorati, hat bekannt gegeben dass seine Blogsuchmaschine bereits über 50 Millionen Blogs trackt.

Grund genug also, zu schauen was über das eigenen Unternehmen geschrieben wird: 10 things you should be monitoring

Es wird ja auch immer einfacher, selbst einen Blog zu führen: Google's Blogger Plattform kommt mit einer neuen Beta Version, die endlich auch die Eingabe von Tags erlaubt. Dienste wie Keotag, die für die gewünschten Tags den entsprechenden HTML Code generieren, sind nun nicht mehr notwendig. Wer für seinen Blogger.com Blog ein neues Design sucht sollte mal bei den Blogger Templates vorbeischauen. Auch Closed User Groups werden neu möglich sein, wer aber lieber bastelt kann sich Vincent Cheung's Lösung anschauen, wie man einzelne Blogbeiträge verschlüsselt..

Microsoft hat den Windows Live Writer vorgestellt, der es einem ermöglicht sehr einfach Inhalte zu publizieren.

CoComment, das Tool das die Kommentare in der Blogosphäre trackt, ist um einen hellen Kopf ärmer, denn Laurent hat das Team verlassen.

Wie viel ist mein Blog eigentlich wert? Der Blog Worth Calculator errechnet 140$, bei "How much is my blog worth" sind es bereits 14'113$.

Die Blogsuchmaschine Quiro.org haut mich also nicht aus den Socken… Beiträge vom Juli auf der Startseite sollten bei einem so schnellebigen Medium wie Blogs nicht sein.

Dafür tönt die Blogstatistikanalyse mit 103bees sehr spannend, insbesondere wenn man seine Seite mit Werbung gezielt ausstatten will. "It's a real-time online web analytics tool that is highly focused on search term analysis. Everything you need to know about your search engine traffic in one place! Compared to other web analytics services you get a lot more in-depth information and detailed statistics on your search engine traffic and on the search terms that drive visitors to your pages."

That's all folks, have a nice day!

Samstag, August 19, 2006

Hart auf Hart - (kostenlose) Alternativen zu Microsoft's Office

Microsoft's Office ist heute DER Standard in der Bürokommunikation, und die neue Version 2007 (hier als Beta Download) ist wirklich ein hervorragendes Instrument, um die Arbeit effizienter und effektiver zu gestalten. Doch alles hat ein Ende, und bei Microsofts Office ist die Konkurrenz nun langsam aber sicher erwacht und gewinnt Marktanteile. Mit Alternativen zu Microsoft Office können Unternehmen bis zu 25 Prozent sparen. Grund genug, die Mitbewerber zum Microsofts Office Package anzuschauen.

Office Suiten

Bei den lokal zu installierenden Office Suiten ist das Angebot überschaubar. Im Praxistest hat mich gestört, dass das OpenOffice Format ODF in Word nicht lesbar ist. In Zukunft soll dies ändern dank dem ODF-AddIn für Word.

Google hat übrigens auch eine praktische Software Suite im Angebot, das Google Pack in über 20 Sprachen (hier die Schweizer Version).

Webtools

Nebst der lokal zu installierenden Software machen die Webtools nicht zuletzt danke Ajax Boden gut!

Erste Anlaufstelle für eine umfangreiche Suite ist sicherlich Zoho. Untenstehend eine Übersicht der Alternativen zu den einzelnen Office Produkten. Beim Lifehacker findet sich eine gute Anleitung, wie diese Produkte auf dem Desktop integriert werden können.

Conclusio: Microsoft muss sich anstrengen, dass die 08/15 User nicht zu kostenlosen Alternativen greifen!

Sonntag, August 13, 2006

Mobile Geräte - Fluch oder Segen?

  • Was ist der grösste Vorteil der Mobilität? Effizienzsteigerung. Wer am meisten davon profitiert zeigt der Report von Fujitsu Siemens.
  • Doch die steigende Anzahl der mobilen Endgeräte birgt auch Gefahren, vom Handy als 007 ist die Rede… Und Handy-TV könne auch gefährlich sein, heisst es.
  • Für mich stehen die praktischen Funktionen im Vordergrund. Da gibt es den "Mobile Visual Search", also die Suche über die im Handy integrierte Kamera. Nicht zu verwechseln mit den BeeTag oder Semapedia Codes, welche einen 2D Code entschlüsseln und sofort Informationen und Inhalte aus dem Internet abrufen. Ausblicke in diese Materie gibt es hier.
  • Oder das in Korea zu kaufende Handy LP4100 von LG Electronics Worldwide mit integriertem Promilletester.
  • Auch spannend ist es, die eigene Musiksammlung vom heimischen Rechner als Stream zu beziehen - Mycast macht's möglich!
  • Google will nicht nur den Desktop, sondern mit Google Maps for mobile auch den Handyscreen. Der kann individuell konfiguriert werden, und wer in den USA lebt erhält mit einem neuen Feature die aktuellen Verkehrsmeldungen für über 30 Städte.
  • Das Portal www.local.ch gibt es nun auch in der mobilen Version - gut gemacht! Übrigens, die suchen noch frische Blut, vor allem Software Engineers.
  • Swisscom hat vor kurzem ein Patent angemeldet, welches Marketingabteilungen aufhorchen lässt. Kern ist ein mobiles Vehikel für den Versand von elektronischen Nachrichten, welche dann versandt werden wenn ein Kommunikationsgerät in die Nähe kommt. Details und Reaktionen gibt's hier und hier und hier und hier.
  • Das Webgremium W3C hat Standards für das Entwickeln mobiler Websites herausgegeben. Grosse Grafiken, Pop-Up's oder Scrollen sollen vermieden werden, auf Usability ist ein grosses Augenmerk zu richten. Wusstet Ihr übrigens dass die Startseite des Swisscom Internetauftritts dem Rechnung trägt und für mobile Geräte optimiert ist?

Samstag, August 12, 2006

Spass muss sein, besonders an diesem grauen Wochenende

Ein bisschen Spass muss sein wenn einem das Wetter wieder mal so übel mitspielt! Die folgenden Links helfen Euch sicher beim Zeitvertreib.

  • Ich bin ein Simpsons Fan, denn aus meiner Warte wird da die Gesellschaft so grandios durschaut und auf die Schippe genommen wie nirgends sonst. Ihr könnt Euch meine Freude vorstellen als ich auf den "Simpsons Random Quote Generator " gestossen bin, der Homers Sprüche zum besten gibt. Kostprobe gefällig? "Just because I don't care doesn't mean I don't understand." Ha!
  • Wir Schweizer haben den Kantönligeist verinnerlicht, wenn ich da an die Zürcher-Aargauer Hassliebe denke. Mit dem Dialekttest wird nun gnadenlos aufgezeigt, wer man wirklich ist. Ich konnte meine Freiburger Wurzeln verleugnen, sehe aber dass ich im Innersten ein Berner Oberländer bin.
  • In der neuen Web 2.0 Welt fällt es schwer, sich alle die neuen tollen Namen zu merken. Wer meint er könne das besser versuche sich mal an dem "Web 2.0 or Star Wars Character?" Namenstest. Da schaue ich mir lieber an wie etablierte Offline Brands im neuen Web 2.0 Look & Feel aussehen könnten als diese klingonischen Namen zu lernen. 
  • An langweiligen Meetings empfiehlt sich übrigens das Bullshit-Bingo, wie das funktioniert erläutert Marcel Widmer im Job Blog unter dem Titel "Kuhfladen-Lotto in der Business-Ausführung".
  • Gibt es eine Website, die Du nicht ausstehen kannst? Dann lasse Deiner Zerstörungswut freien Lauf, sei's mit Tomaten, Meteoriten, Kettensäge etcetera! Netdisaster sagt man dem ;-).
  • Zu guter letzt noch eine ernsthafte Empfehlung: hier geht’s zum IQ Test.

Mittwoch, August 09, 2006

eCommerce – aktuelle Studien und News

Ein paar Häppchen zum Thema eCommerce - bon appetit!

  • Das Thema "Long tail" ist in aller Munde. Ein spannendes 2 minütiges Video beschäftigt sich damit, wer mehr wissen will sollte sich das Buch von Chris Anderson anschauen.
  • Schnäppchen bei eBay ersteigern geht ganz einfach, wenn nämlich der Anbieter einen Tippfehler drin hat und so über die Suche nicht gefunden wird. Die Seite http://www.vertippdich.de/ hilft dabei!
  • Amazon Japan überlegt sich, mit einer virtuellen Shopping Mall Kunden anzuziehen.
  • Forrester Research hat die eCommerce Statistik Herausgegeben, 100 Millionen Europäer sollen im Schnitt 1000 Euro ausgeben.
  • PayPal hat auch eine Studie zum Thema eCommerce aus Kunden und Händlersicht veröffentlicht, hier als pdf.
  • Thomas Melles, bekannter Teleshopping Analyst, hat eine Studie zum Auktionsfernsehen in Deutschland herausgebracht, hier als pdf.

Sonntag, August 06, 2006

News aus der Blogosphäre

Samstag, August 05, 2006

Microsoft. My passion, your potential :-)

Microsoft. Entweder man liebt diese Firma oder man hasst sie, etwas dazwischen findet man selten. Ich persönlich habe mich bereits als "Microsoftie" deklariert, und wenn ich die "Executive Mails" von Bill Gates lese habe ich den Eindruck dass da in die richtige Richtung gesteuert wird.

  • Wusstet Ihr dass sich Bill Gates ursprünglich weigerte, einen Browser zu entwickeln weil mit dem Internet kein Geld zu verdienen sei? Well, jeder hat mal einen schlechten Tag. Es ist dem Querkopf J. Allard zu verdanken, dass die Microsoft.com Adresse registriert wurde. Er hat dort testhalber erste Seiten live geschaltet, wie ich bei Peter Schüpbach gelesen habe.
  • Seattle Pi vermeldet das Microsoft seinen eigenen Anstellungsrekord gebrochen hat: im letzten Jahr wurden 10 081 neue Mitarbeitende weltweit rekrutiert und hat nun über 71 553 Mitarbeitende per Ende Juni 2006!
  • Aber einen wichtigen Mann hat Microsoft verloren: Robert Scoble! Er wurde von Wired über Blogs, seinen Weggang und den zukünftigen Plänen interviewt. Einige Microsoft Mitarbeitende bloggen übrigens unter http://www.roboscoble.com/.
  • Dazulernen ist nicht verboten: Microsoft öffnet sich gegenüber Konkurrenz-Software und erlegt sich selbst 12 Regeln auf.
  • Die Zukunft bleibt sowieso spannend, wie Rick Rashid (Senior Vice President of Research) im Artikel "Microsoft looks ahead" der Washington Post
    aufzeigt. Auch im Webbereich macht
    Windows Live von sich reden, wie eine Vorschau und Interviews mit dem Produktteam zeigt.
  • Ein cooles Add-in für Outlook lässt einem einfach Kartenausschnitte zu Besprechungsanfragen hinzufügen.
  • Der iPod ist ein Meisterstück von Steve Jobs, doch wie so oft holt Microsoft zum Gegenschlag aus: laut Gerüchten soll Zune zum Weihnachtsgeschäft in die Läden kommen. Ob es zum iPod Killer reicht steht in den Sternen.
  • Microsoft reformiert sein Partnergeschäft, wie der CEO Steve Ballmer in Boston aufzeigte.
  • Kürzlich fragten wir uns im Büro, was denn ein Wechsel auf Windows Vista bringen soll. ComputerWorld hilft aus der Patsche und zeigt die 20 wichtigsten Windows Vista Features auf. Interessanterweise wird bei Vista auf die eher verpönte Peer-To-Peer Technologie gesetzt. Wer's selbst testen will sollte sich die Windows Vista Beta 2 herunterladen.
  • Das neue Office 2007 ist seit dem 2. August kostenpflichtig - 1.50 US Dollar muss für jedes heruntergeladene Package bezahlt werden. Als Alternative steht der Online Testdrive mit einemOnline Training zur Verfügung, oder ein Video mit den Highlights.

Fragenstafette oder getroffen vom Stöckchen

Wann freut sich der Blogger genauso wie der Hund? Genau, wenn ihm ein Stöckchen zugeworfen wird! Daran hängen dann ein paar Fragen, auf die ich im Folgenden gerne eingehe. Ein herzliches Dankeschön an den Stöckchenwerfer Stefan Bucher.

Warum bloggst Du?
Ich habe schon immer gerne geschrieben und versucht, für mich interessante Themen anderen Leuten näher zu bringen. Als ich 16 war habe ich deshalb eine Zeitschrift lanciert rund um das Thema Computer, ok seien wir ehrlich: Computerkriminialität :-). Nach ein paar Jahren habe ich diese aufgrund beruflicher Aktivitäten und begleitender Ausbildung einstellen müssen. Doch ich merkte, dass mir der Dialog mit Gleichgesinnten fehlte. Bloggen gibt mir wieder die Möglichkeit, Fundstücke aus dem Netz anderen Interessierten zugänglich zu machen und auch selbst Themen aufzuarbeiten.

Seit wann bloggst Du?
Seit Oktober 2005, eine halbe Ewigkeit in der Netzwelt ;-).

Warum lesen deine Leser Deinen Blog?
Ich würde jetzt sagen dass sollen meine Leser doch in den Kommentaren kund tun, aber da ich weiss dass viele "kommentarfaul" sind mutmasse dass sie das Thema elektronische Kommunikation mit allem drumherum interessiert und einige mich persönlich kennen und wissen wollen, was mich beschäftigt.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Gleich mal nachgekuckt, und: Fähribeizli!

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Bei der Arbeit zum Thema "Swisscom Dienste im Jahre 2020" habe ich mir mehr Feedback gewünscht.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Der Scobleizer.

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
Ich muss ehrlich gestehen dass ich das nicht mehr weiss, ist schon ein paar Tage her. Ich werde mir aber heute all' die neuen Beiträge in meinem RSS Reader zu Gemüte führen.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Und warum? Weil mich deren Antworten interessieren!

Sonntag, Juli 23, 2006

Diese Google Maps laden zum Verweilen ein!

  • Geografie lernen mit dem Map Quiz, indem man den gesuchten Ort auf der Karte markieren muss.
  • Mit Quik Maps kannst Du Dir Deine eigene Map erstellen (bspw. Standort des Büros,...).
  • Wer selbst Google Maps erstellen möchte sollte mal bei den "Creation Tools and Resources" vorbeischauen.
  • Eigene Fotos bestimmten Orten zuzuweisen hat eine Eigendynamik entwickelt. Google Maps Mania hat sich die Mühe gemacht und die wichtigsten dieser Mapping-Dienste zusammengestellt.
  • Superhighstreet.com lässt einem virtuell shoppen - und zwar mit allem Drum und Dran! Auch Jargol.com und Google Maps ergeben diesbezüglich eine interessante Kombination.
  • Virtual Video Map macht sich den Boom des Online Video Sharings zu Nutze und zeigt handverlesene Videos nach Standorten. Wem das gefällt sollte auch bei Virtual Tourism und GChart Video Map vorbeischauen.
  • Der neuste Google Earth Newsletter macht, wie der Name schon sagt, auf Neuerungen rund' um Google Earth aufmerksam.

Die essentiellen News aus der Blogosphäre

Details unter http://blaugh.com/2006/07/10/jarvis-unravels-media-continuum/












  • Darauf hat die Bloggerwelt gewartet: bLaugh ist der neue (in)offizielle Comic der Blogosphäre. Family Circus hat kürzlich auch einen lustigen Comic zum Thema Blogging publiziert, und wenn wir schon dabei sind sollte ihr Euch die “GooglePark” Version anschauen, köstlich :-).
  • Die grossen (amerikanischen!) Unternehmen entdecken Blogging - mit einer unerwarteten Schnelligkeit: 34% haben bereits einen, 35% planen die Einführung eines Blogs. Das ergibt nach Adam Riese dass im Jahre 2007 bereits 70% der grossen amerikanischen Unternehmen einen Blog ihr eigen nennen werden - gemäss Jupiter Research! Bei einer Querbeet Auswahl von Top 1000 Fortune Firmen (die Details als pdf beim State of Corporate Blogging Survey) zeigt sich eine etwas andere Quintessenz: 20% haben keine Ahnung um was geht, 30% sehen komplett durch und rund 50% haben ein vages Verständnis. Hier eine Übersicht über die bloggende Zunft der Fortune 500 Unternehmen.
  • Der Dell Blog "One2One" macht in den Staaten von sich reden. In Deutschland sind es vor allem KMUs die auf Blogs setzen, ein ähnliches Bild zeigen die Schweizer Produktblogs. Wen das Fieber gepackt hat und nun selbst einen Blog starten will sollte bei Meryl K. Evans vorbeischauen und das "ChangeThis Manifesto" lesen. Dort wird erläutert, wie man einen besseren Business Blog lanciert. Und nicht vergessen: Ann Handley hat die grössten Lügen rund um's Bloggen zusammengestellt, damit diese gleich von Anfang an transparent auf dem Tisch liegen.
  • Im Artikel "Aktiv in der Blogosphäre“ stehen drei Kommunikationsexperten im direkten Ländervergleich von USA, Frankreich und Deutschland Red' und Antwort zu den Chancen und Risiken von Corporate Blogs. Das der Umgang mit Blogs nicht trivial ist zeigen die negativen Schlagzeilen um Nestlé Suisse, die Antwort eines Nestle Managers versucht den Schaden in Grenzen zu halten.
  • Deutsche Blogger ungeschminkt im Interview gibt's beim Eint.de Weblog. Unter anderem dabei sind Basic Thinking Blog Robert Basic, Punktlog Johannes Duske, Trendhure Pascal Langer, Webmaster Blog Thomas Frütel, Taxi-Blog Torsten Bentrup, Webdesignblog Christian Strang, Bundesliga-Blog Markus Klöschen, GoogleWatchBlog Jens Minor und Werbeblogger Patrick Breitenbach.
  • Studien bis "a Bach abe": Die Blog-Studie (pdf) von Dr. Nora Ganim Barnes befragte 74 erfolgreiche Blogger. Resultat: 65 Prozent der Teilnehmer investieren weniger als eine Stunde pro Tag in Ihren Blog. Um sein Zeitmanagement beim Bloggen im Griff zu haben lohnt sich der Besuch beim PR-Blogger Klaus Eck. Das "Pew Internet and American Life Project" hat in einem Report über 200 Telefoninterviews gemacht, und crmmetrix hat eine neue Studie zur französischen Blogosphere herausgegeben. Man kann sich ein Summary als pdf downloaden, Eckdaten zeigen dass über 1/4 aller Onlineuser mindestens 1 im Monat einen Blog besucht, fast 20% haben auch schon kommentiert. Es sollen bereits ca. 8% einen Blog gestartet haben (letztes Jahr waren es angeblich rund 3.5 Millionen Blogs in Frankreich was bei einer Einwohnerzahl von ~60 Mio und einer Internetquote von ca. 43% zu einer kalkulierte Blognutzungsquote von ca. 14% führt, wie Robert Basic ausgerechnet hat). Wer des Italienischen mächtig ist erfährt hier mehr über Blogs und Journalismus. Auch die im Herbst 2005 populäre Umfrage „Wie ich blogge“ fragt die Teilnehmer nochmals an und verspricht in Kürze erste Resultate.
  • Überblogger Darren hat auf ProBlogger zusammen mit seinen Lesern eine Sammlung des "A - Z of Professional Blogging" erarbeitet. Und noch mehr Tools gibt die Blog Add-on Liste her.
  • Ziemlich abstrakt schaut das Mapping der Blogosphere aus…
  • Und last but not least: coComment ist ein hilfreiches Bloggetoll, dass alle meine Kommentare zentral trackt steht nun mit neuen Features zur Verfüung - die gut ankommen!

Samstag, Juli 22, 2006

Gadgets aufgespürt im WWW

Einen Mini-Projektor zum Kamerahandy? Ja, das gibt's tatsächlich, mit einer Bilddiagonale von 17 - 90 cm! Und für Paparazzis ein weiterer Leckerbissen: ein 6-fach Vergrösserungteleskop für's Handy!

Das neue Nokia Handy N91 hat eine 4 GB Festplatte, WLAN Unterstützung und ist damit bestens geeignet für den Download von Podcasts! Bis heute sind 32 Millionen iPods verkauft worden, während Nokia allein 46,5 Millionen musikfähige Handys Series 40 und 60 abgesetzt habe. Nokia rechnet mit dem Verkauf von total 80 Millionen Musikhandys per Ende Jahr.

Google bietet Headsets für weniger als 20$ an, mit einer Reihe von netten Features. Vielleicht hilft das dabei, Google Talk beliebter zu machen. Der Instant Messaging Dienst ist mit 3.4 Millionen Abonennten das Schlusslicht, verglichen mit MSN Messenger/Windows Live Messenger (204 Millionen Abonennten), Yahoo! Messenger (78 Millionen), AIM (34 Millionen) und ICQ (33.9 Millionen).

Ach ja, und die selbstreinigenden Kleider sind nun auch keine Utopie mehr…

Wer sucht, der findet!

Freitag, Juli 21, 2006

Top 15 Online Picture Generators

That's the way I like it! Das Generieren von halbwegs professionellen Bildchen ermöglicht mir, schnell eine persönliche Botschaft zu kreieren - und entlockt dem Empfänger meist eine überraschende Reaktion.

Meine Freundin freute sich über das Geburtstagsgeschenk mit ihrem Konterfei auf einem Magazin Layout, und wie kann man einem Kollegen einen guten Rat besser überbringen als mit der Konfuzius'schen Weisheit verpackt?

Nun, hier sind sie - meine Top 15 Online Bildgeneratoren:

  1. Confucius Message Generator
  2. Meine Lieblinge, die Simpsons: Homer auf der Strasse, ein Kirchen Billboard oder der Bart Wandtafel Generator
  3. US License Plate Maker
  4. Dummies Book Cover Generator
  5. Billboard Generator
  6. Zidane Video Subtitle Generator
  7. Highway Sign Generator
  8. Magazine Covers
  9. Warning Sign Generator und der Safety Sign Builder
  10. Linux Sign Generator
  11. Tombstone Generator
  12. Movie Poster Generator
  13. Lucky Luciano Generator (Who the f**k is Lucky Luciano? Das zeigt der Wikipedia Eintrag...)
  14. Fast Food Restaurant Sign Generator
  15. Flickr Badge Generator

Wenn wir schon bei Generatoren sind: allen die sich beim ersten Satz ihres Buches schwer tun hilft der "Story Starter Generator" ;-).

Google Tools - a bunch of new features

Google allüberall - hier die News zu den verschiedenen Diensten:

Eine Menge News von Google - es rappelt in der Strategiekiste

In meinen Ferien habe ich mehr als tausend Blogbeiträge gesichtet, welche in den letzten Wochen aufgrund anderer Engagements liegen geblieben sind. Die spannendsten News werde ich thematisch gegliedert hier in den nächsten Tagen publizieren. Starten wir also mal mit den News aus der Google'schen Küche mit dem Fokus auf Strategie und Zukunftsaussichten - Details zu Tools folgen später.

  • Google gab heute die Resultate des zweiten Quartals 2006 bekannt. "Google grew at an impressive pace during a seasonally slower quarter," said Eric Schmidt, CEO of Google. "We continue to deliver valuable new products and services to users around the world through our partnerships and investments in our business. Our strong performance results from our clear focus on increasing the quality of user experience, particularly in search and ads."
  • Marissa Meyer (Vice President für Google's Search Produkte und User Experience) wurde von Business Week interviewt und plaudert aus dem Nähkästchen - wer nicht weiterliest ist selber schuld ;-)...
  • Ist Google wirklich ein Gemischwarenladen oder steht immer noch die Google Suche im Mittelpunkt?
  • Kennt Ihr schon Google’s geheime IPv6 Pläne? Oder die von der Google Radio. Und auch der Metatrend Gesundheit macht auch vor Google nicht halt - das Google Health Portal steht ins Haus.
  • Blogger Philipp Lenssen (Google Blogoscoped) hat sich Gedanken gemacht, welche Dienste Google wohl im Jahr 2022 anbieten könnte. Wir gingen da noch etwas weiter und fragten uns, was Swisscom denn im Jahre 2020 für mobile Dienste anbieten könnte.
  • Was wäre wenn Google verschwinden würde (...ist gar Wikipedia 3.0 das Ende von Google?), nie existiert hätte - oder gar böse wäre?
  • Eine Vision der Webbürger ist schon lange das semantische Web, vorangetrieben vom Internet Pionier Tim Berners Lee. Google sieht das anders, wie hier und da nachzulesen ist.
  • Der Report "Undermining Freedom of Expression in China. The role of Yahoo!, Microsoft and Google" von Amnesty International zeigt auf, dass die grossen Suchmaschinenbetreiber gegen selbst aufgestellte Richtlinien zur Informationsfreiheit verstossen. Mehr dazu beim Suchmaschinen Weblog.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Swisscom im Jahre 2020 - das pessimistische Szenario

Swisscom steht vor dem Aus - Nach dem optimistischen Szenario hier nun die mögliche Kehrseite der Medaille, llustriert an einem Tag im Leben von Carsten Schloter, noch CEO von Swisscom.

5 Uhr: Wie jeden Tag setzt sich Carsten zuerst auf seinen Hometrainer um etwas für die Fitness zu tun. Heute würde er am liebsten sein Rennvelo schnappen und ganz weit weg fahren…

6 Uhr: Das hätte er sich nicht erträumen lassen als er vor 14 Jahren, im Januar 2006, die Leitung von Swisscom übernahm. Dass die Privatisierung scheitern würde war absehbar, die Telecom PTT gehört sozusagen zum Allgemeingut der Schweizer. Aber abgesehen davon hatte alles so schön angefangen…

  • 2007: Die internationale Expansion nimmt Formen an, die Akquisition von einigen ausländischen Firmen sichert Swisscom wichtige Assets für die Positionierung als Service Provider.
  • 2008: Die Penetration der Mobilfunkgeräte beträgt 120%, das bedeutet dass es mehr Geräte als Personen in der Schweiz gibt. Sunrise, Konkurrentin von Swisscom, muss Konkurs anmelden – Swisscom kann die Kunden zu einem Spottpreis übernehmen. Die Zeichen stehen auf Erfolg, auch der Aktienkurs ist seit Jahren wieder über die magische 500er Grenze gestiegen.
  • 2009: Der vor zwei Jahren lancierte Dienst „Swisscom Data Harbor“ erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, viele Schweizer schenken Swisscom ihr Vertrauen und lassen alle ihre digitalen Daten zentral verwalten. Es treten aber vermehrt Fälle von „Identitätsdiebstahl“ auf, indem sich Hacker unbefugt Zugang zu diesen Daten verschaffen und Benutzer erpressen. Auch werden vielfach Urheberrechtsverletzungen begannen und diese Daten bei Swisscom gespeichert. Das Medienhaus Time-Warner übt Druck auf Swisscom aus, indem sie ihr das Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen - Swisscom bezieht nämlich für den „Bluewin TV“ Dienst TV-Spartenprogramme und einen elektronischen Filmverleihservice von Time Warner.
  • 2012: Der „Swisscom Hologramm Service“ wird zweckentfremdet, indem Prostituierte ihre Dienste darüber anbieten. Dies ist entgegen den Nutzungsbedingungen und schadet dem Image von Swisscom. Die religiösen Fundamentalisten stellen Swisscom an den Pranger.
  • 2013: Die Unglücke wollen kein Ende nehmen, der „Swisscom Device Control“ Service hat wegen technischer Probleme bereits mehrere Hausbrände verursacht, die als Partner gewonnenen Unternehmen künden die Zusammenarbeit auf. Der Kassensturz publiziert einen vernichtenden Bericht über den Dienst und zeigt auf, wie man diese Vorfälle einfach hätte verhindern können. Swisscom steht im Kreuzfeuer der Kritiker.
  • 11. September 2015: Der Tag an dem die Welt still steht. Was viele Experten schon lange orakelten trat ein: der digitale Supergau, die Hauptschaltzentralen des Internet fielen aus – und nichts ging mehr. Noch schlimmer: durch eine Verkettung unglücklicher Zustände entweicht ein elektromagnetischer Impuls eines Swisscom Forschungsprogramms und schickt alle Daten des „Swisscom Data Harbor“ ins digitale Nirwana – inklusive der Sicherheitskopien. Hunderte Geschäfte müssen Bankrott anmelden, es gibt Suizide und öffentliche Demonstrationen – vom Vandalismus an den Swisscom Gebäuden ganz zu schweigen. Die Stimmung der Bevölkerung kippt, die Bewegung der „Digital-NO’s“ – also der Technikverweigerer – bekommt extensiven Zulauf.
  • 2016: Als Folge auf den 11.09.2015 wurde der „Digital Patriot Act“ ins Leben gerufen. Er untersagt es Unternehmen, personenbezogene Daten zu speichern. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Bis anhin konnten dank der prall gefüllten Kriegskasse die Verluste ausgeglichen werden, doch mit diesem Akt ist alles zunichte gemacht, worauf Carsten die letzten 10 Jahre hingearbeitet hatte. Weg von dem Netzanbieter, hin zum Lösungsanbieter von individuellen Dienstleistungen – das war einmal. Ausländische Unternehmen nutzen die Rechtslage zu ihren Gunsten und bieten den verbleibenden Kunden Dienstleistungen an, welche der Swisscom untersagt wurden.
  • 2020: Eine gross angelegte Langzeitstudie zeigt erstmals unmissverständlich auf, dass die Unfruchtbarkeit der Männer und Frauen eindeutig durch die Mobilfunkantennen- und Geräte ausgelöst wird. Das Parlament beschliesst, die Mobilfunknetze per Ende Jahr ausser Betrieb zu nehmen.

9 Uhr: Carsten Schloter tritt vor das Schweizer Parlament. Die Vorsitzende des Bundesrats zeigt eine vernichtende Chronologie der Ereignisse auf, der einzige rechtsbürgerliche Bundesrat kommt nicht zu Wort. Die Debatte wird lieblos geführt, Carsten sitzt auf verlorenem Posten. Ihm bleibt nur eins: er reicht seinen Rücktritt ein, und meldet im gleichen Atemzug Konkurs an. Damit wurde Swisscom der Todesstoss versetzt.


Summary:
Wie gesagt ist diese Arbeit im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule Bern zusammen mit meinen Kollegen Martin Buri, Thomas von Känel, Sandro Napoli, Urs Schöni und Reto Suter entstanden. Die zwei vorgestellten Szenarien geben einen Überblick, wie sich mobile Dienste auf das Leben von Herr und Frau Schweizer auswirken werden. „Wild Cards“ im Sinne von Trendbruchereignissen sind in diesen Szenarien bereits integriert.

Aus strategischer Sicht gibt es heute einen, aber über alles entscheidenden Faktor zu berücksichtigen: was will der Kunde, resp. was könnte der Kunde wollen.
In dem Sinne: auf in die Zukunft, in die schöne neue Welt! ;-)

Swisscom im Jahre 2020 - das optimistische Szenario

Was könnte Swisscom im Jahre 2020 für mobile Dienste für Herr und Frau Schweizer anbieten? Diese Fragen haben wir uns im Rahmen der Zukunftsforschung gestellt und darauf basierend zwei Szenarien entwickelt. Mich würde interessieren wie Ihr das einschätzt - total futuristisch oder doch im Bereich des Möglichen? Und was haben wir bei unseren Überlegungen vergessen oder zu wenig berücksichtigt? Let us know!

Also, im Jahre 2020 ist Swisscom ist der Marktleader im Bereich der mobilen Dienstleistungen - veranschaulicht an einem Tag im Leben von Hans Meier:

7:00 Uhr: Der Wecker geht los und spielt automatisch zuerst 2 Minuten die Lieblingsmusik ab, bevor die neusten Nachrichten von der Kommunikationszentrale abgespielt werden (ehemals Combox). Mit einer einfach Sprachsteuerung werden diese zum Teil noch direkt im Bett beantwortet (Weiter, Antworten, Löschen).

7:30 Uhr: Der Kühlschrank hatte schon bessere Zeiten gesehen und sollte wieder mal aufgefüllt werden. Kein Problem, die Standardbestellung abzüglich der noch vorhandenen Artikel wird direkt auf das mobile Kommunikationsgerät übertragen.

8:00 Uhr: Die Tagesplanung steht an, heute steht ein Kundenbesuch auf dem Programm. Da Hans nicht genau weiss wo der Kunde lokalisiert ist lässt er sich automatisch durch den „Swisscom Autopiloten“ in seinem Jaguar Baujahr 1995 auf dem schnellsten Weg dorthin lotsen.

9 Uhr: Der Kunde bespricht mit Hans die laufenden Arbeiten direkt an seiner Kommunikationszentrale und möchte von Hans gerne einige Details zu dem laufenden Projekt wissen. Hans ruft diese Informationen ganz einfach aus seinem „Swisscom Data Harbor“ bei Swisscom ab, dort wo er alle seine digitalen Daten verwaltet.

10 Uhr: Es wird kurzfristig ein Workshop einberufen, doch leider sind nicht alle benötigten Personen vor Ort. Diese werden dann über den patentierten „Swisscom Hologramm Service“ einfach interaktiv zugeschaltet und können sozusagen „aktiv“ teilnehmen. Schwieriger wird es mit dem Kollegen in New York, da der morgens um vier Uhr gemäss seiner Präsenzinformation noch nicht verfügbar ist und wohl am Schlafkissen horcht. Da der ganze Workshop digital aufgezeichnet wird hat dieser aber bei Arbeitsbeginn die Möglichkeit, sich die wichtigsten Szenen anzuschauen und allfällige Inputs nachzuliefern. Die Teilnehmer des Workshops begrüssen sich, bei denen die noch nicht miteinander bekannt sind tauschen die elektronischen Kommunikationszentralen automatisch die „Business Cards“ aus.

12 Uhr: Denken macht hungrig, doch wohin sollen die Ortsunkundigen denn gehen bei der Riesenauswahl an Lokalen? Die elektronische Kommunikationszentrale von Swisscom macht ein paar Vorschläge, sortiert nach Präferenzen der Teilnehmer (diese sind in den übertragenen Business Cards vorhanden), Preis, Entfernung und Bewertungen von anderen Gästen. Die Gruppe ist sich nicht sicher ob es zum Chinesen oder Italiener gehen soll. Ein kurzer Blick auf das heutige Menu in Text und Bild sowie die aktuelle Ansicht der Lokale über eine Webkamera machen die Auswahl leichter – der Chinese ist hoffnungslos überfüllt und hat „Appenzeller Hund“ als Tagesspezialität im Angebot wogegen der Italiener eine gute alte Vollkornpizza zum Swisscom Spezialpreis anbietet. Also nichts wie ab nach „Bella Italia“!

14 Uhr: Nach einem ausgedehnten Mittagessen entscheidet sich Hans spontan, einen Verdauungsspaziergang am See zu machen. Seine Kommunikationszentrale stellt er auf „Relax“ ein, was bedeutet dass nur Kontaktaufnahmen von seiner Familie zu ihm durchgestellt werden und alle anderen automatisch nach voreingestellten Regeln eine Nachricht hinterlassen können. Gemütlich schlendert er nebst den rüstigen Rentnern und den spärlich gesäten jungen Müttern, als eine interaktive Werbung für eine „Waschmaschine ohne Wasser“ seine Aufmerksamkeit fesselt. Hans will mehr wissen und richtet die Kamera seiner Kommunikationszentrale auf den Code auf dem Plakat, worauf er weitere Informationen zu dem Angebot erhält – dank dem „Swisscom Smart Code Scanner“ hat er die notwendigen Daten direkt gespeichert. Er ist fasziniert von der Idee und leitet die Information an seiner Frau weiter – Sie verwaltet das Budget und muss entscheiden, ob diese Anschaffung getätigt werden kann. Wenn ja genügt eine kurze Bestätigung und das Gerät wird zu einem passenden Zeitpunkt geliefert, der Spediteur kann ja den öffentlichen Kalender von Hans’ Frau einsehen und bereits einen Terminvorschlag machen. Bezahlt wird dann praktischerweise direkt über die Swisscom Kommunikationsrechnung.

15 Uhr: Hans gefällt es am See. Er beschliesst, den Nachmittag über hier zu arbeiten. Er genehmigt sich im „Fähribeizli“ einen Espresso und ist von dessen Qualität begeistert – ein kurzes Foto wird geschossen, mit dem Kommentar „Lecker“ versehen und direkt im Internet mit den Lokalitätsangaben (Längen- und Breitengrad) zu den Bewertungen von anderen Kunden des Lokals angefügt – schliesslich sollen diejenigen, die nach ihm hier herkommen sehen was seine Meinung war. Für seine Kontakte hinterlässt er eine „Swisscom Local Message (SLM)“, sprich wenn jemand von seinen Kontakten an diesen Ort kommt erhält derjenige automatisch die von Hans verfasste Nachricht.
Über seine Kommunikationszentrale verteilt er Aufgaben an seine Mitarbeitenden und kommuniziert mit seinen Kunden. Er recherchiert zu einem Thema und findet dank dem lernfähigen „Swisscom Google Profiling“ Dienst innert Kürze die für ihn persönlich relevanten Inhalte.

16 Uhr: Sein Sohn hat nächste Woche Geburtstag. Bei Kindern in diesem Alter ist es nicht immer einfach das passende Geschenk zu finden, glücklicherweise hat sein Sohn im „Swisscom Gift Shop“ bereits eine Wunschliste zusammengestellt und Hans muss nur noch auswählen, was er ihm schenken möchte. Doch was ist das? Die Lizenz für den Film „Das Kettensägenmassaker der Karottenköpfen“ wird er seinem Sohn ganz sicher nicht zuschieben, im Gegenteil: diese Kategorie Filme setzt er grad auf die „schwarze Liste“ und wird zu Hause wohl noch ein Hühnchen rupfen müssen.

16:30 Uhr: Eine Anfrage von seinem Sohn trifft ein, anhand der Stimmungsanzeige auf seiner Kommunikationszentrale scheint Feuer im Dach zu sein. Er bestätigt die Anfrage und erhält zuerst mal einen Satz heisse Ohren. Was ihm einfalle, einfach eine Kategorie Filme für ihn zu sperren? Was denn seine Kollegen denken sollen, das dürfe ja wohl nicht war sein! Tja, die Errungenschaften der Technik – sein Sohn hat natürlich jegliche Veränderungen an seiner Wunschliste abonniert, damit er rechtzeitig sieht was von seiner offenen Liste verschwindet und er weiss, was auf dem Gabentisch liegen wird.

17 Uhr: Hans steckt im Stau. Seine Frau ist heute Abend ausser Haus, hat ihm aber das vorbereitete Essen bereits in den Ofen gestellt. So nutzt Hans die Gelegenheit und aktiviert das Gerät über seine „Swisscom Device Control“ von unterwegs aus und freut sich auf ein feines Mahl. Da kommt ihm in den Sinn dass der Kühlschrank ja immer noch leer ist. Er öffnet die Einkaufsliste, fügt noch ein paar neue Produkte sowie Sparempfehlungen vom „Swisscom Partner Network“ hinzu und sendet die Bestellung ab. Endlich geht’s auch auf der Autobahn weiter. Sein Bordcomputer meldet, dass das Benzin zur Neige geht und dass sich grad’ um die Ecke der günstigste Benzinanbieter innerhalb der nächsten 10 Kilometer befindet. Das lässt sich Hans nicht zwei Mal sagen, da die Benzinpreise wieder mal steigen und der ganzen Nation der Atem stockt.

18 Uhr: Hans kommt zu Hause an und begrüsst seinen Sohn. Dessen Ärger ist inzwischen auch verflogen und die beiden haben ein angenehmes Vater-Sohn Gespräch.Das feine Essen steht auf dem Tisch, die bestellten Waren sind bereits geliefert worden. Das Tüpfelchen auf dem i ist ein feiner Wein den er heute als Treuebonus zur 1000. virtuellen Bestellung erhalten hat.
Das Liefersystem ist inzwischen so intelligent dass zum Beipsiel zwei noch grüne Bananen geliefert werden und drei reife – die reifen sind nämlich für den nächsten Tag im Büro, die noch grünen für nach dem Wochenende geplant. Die laufenden Bewertungen der Produkte (ok, zu reif, zu wenig reif, …) haben sich gelohnt, inzwischen bekommt Hans genau das, was er gerne mag.

22 Uhr: Zufrieden sinkt Hans ins Bett – und findet es wieder mal toll, wie Swisscom ihm mit all den innovativen Diensten hilft, sein Leben besser und einfacher zu gestalten.