Wir dockten in Philipsburg auf der Insel St. Maarten an, einer niederländisch und französisch geprägten Insel, und liessen uns mit dem Wassertaxi rüberschippern.
Der Hafen war voll auf Touristen ausgerichtet. Es gab drei Strassen, parallel zur Wasserfront, mit Souvenirs, Kleidern, Schmuck, etc. und in der Tat fanden sich darunter einige gute Deals.
Die Frauen liessen sich das nicht zwei mal sagen und warfen sich in die Menge, ich lief gemütlich die Häuser- und Geschäftereihen ab und machte mich in die hinteren Gassen auf.
Auf dem Markt kaufte ich mir zwei Nummernschildern von St. Maarten, worauf mich die Frau fragte ob ich denn auch Lacoste T-Shirts wolle, nur 15$ das Stück. Ich schaute mir diese an und nach einigem Feilschen erhielt ich 2 Stück für 20$.
Zufrieden lief ich weiter und landete vor einem Geschäft, das "Wholesale und Retail" anbot. Das Wiederverkaufsangebot machte mich neugierig und ich schaute rein. Packenweise gefälschter Markenware lag dort herum, und ich kaufte mir einige Shirts - hier nicht für 10$ das Stück, sondern 3 Stück für 20$ -übrigens genau die selben Teile, die auch auf dem Markt angeboten worden waren ;-).
Ich fragte den jungen indischen Angestellten, wo denn die Ware her sei. Dumme Frage, dachte ich mir im Nachhinein - aus Indien natürlich. Ich wollte wissen ob das denn keinen Stress mit dem Zoll gebe, was er lächelnd verneinte. Schliesslich kommt das alles in grossen Containern an und geht im Rauschen unter.
Da ich noch zum Coiffeur wollte blieb ich bei einem Barbershop stehen und erkundigte mich nach dem Preis. 10$ sollte es etwa kosten, der Meister selbst war aber nicht da und ich beschloss, später wieder zu kommen - was dann aber nicht klappte.
Ausser den Shops fand sich nicht viel "Kultur", ich statte aber dem Gericht einen Besuch ab. Kaum eingetreten begrüsste mich ein Schild, dass hier dann nicht etwa das Post Office sei! Was die lokalen Vergehen sind konnte ich nicht im Detail entschlüsseln, mein Holländisch hat da noch Potential.

Unterwegs traf ich auf Michael und Kathy, die nach einem Wireless Hotspot Ausschau hielten. Michael hatte dafür ein praktisches Gerät gekauft, einen WiFi Signalstärkemesser. Damit muss er nicht immer den PC auspacken, sondern sieht auf Knopfdruck ob ein starkes Signal in der Nähe ist (leider ohne Info ob das Netz offen zugänglich oder verschlüsselt ist). Wie er mir später erzählte wurde er zwar nicht fündig, als er aber für die Crew Mitglieder ein ähnliches Gerät im Elektronikshop kaufen wollte bot ihm der Inhaber an, sich direkt an seine Leitung anzudocken.