Samstag, Dezember 27, 2008

Carribean Cruise – Ankommen auf See

An Bord gibt es täglich neue Aktivitäten, an denen man mitmachen kann oder Mann muss :-). Eine grosszügige Bibliothek, ein SPA, Kunstgalerie, Casino, verschiedene Bars und Restaurants, Swimming Pools, Sauna, Fitness Center, ... In der Tat einiges, das wir erkunden können.

Noch bevor das Schiff den Hafen verliess wurden wir alle aufgefordert, am offiziellen Sicherheitsdrill mitzumachen. Wer sich nicht blicken liess wurde abgemahnt, da gab es kein Pardon. Das Schiffshorn röhrte, wir schnappten unsere Rettungswesten und machten uns auf den Weg. Aus allen Ecken strömten die Leute herbei, und eine gute Viertelstunde später war der Spuk schon wieder vorbei.

Kaum hatten wir vor dem Auslaufen des Schiffs den Willkommens-Drink bestellt, stand der Kellner auch schon mit gezücktem Block da, nahm unsere Bordkarte in Augenschein und wartete auf die Unterschrift. Ich merkte schnell: das Gefährlichste an Board ist diese Plastikkarte - sie dient als Türöffner zur Kabine, Identifikation und Zahlungsmittel zugleich - und die Einkäufe des täglichen Gebrauchs - vom Internet-Zugang über Getränke, etc. - summieren sich.

Doch nun lösten wir die Leinen und fuhren davon! Nach der Willkommensparty schaute ich nochmals aufs Meer - und ausser ein paar hellen Punkten am Horizont, welche zu anderen Kreuzfahrt-Schiffen wie der Queen Mary 2 gehörten, war absolut nichts zu sehen.




Carribean Cruise – wir stechen in See!

Am nächsten Morgen brachte uns ein Shuttle Bus mit dem ganzen Bagage an den Hafen, zusammen mit zwei Amis die unentwegt über die Kanadier herzogen, was der afrikanische Chauffeur nur zu unterstreichen wusste. Die würden alles in Kanada einkaufen, sogar das Benzin und Essen, und dann damit an die amerikanischen Strände kommen und eine Riesensauerei hinterlassen.

Das Einchecken auf dem Schiff ging rasch voran, es gab einen kurzen offiziellen Teil mit Passkontrolle und schwupps waren wir schon an Board und konnten den Blick in den Hafen geniessen.











Auf dem Schiff erwartete uns ein einladendes Mittagsbuffet mit leckeren Sachen, vom indischen Curry bis zum britischen Cookie. Unser Dampfer gehört zur holländischen Reederei Holland America Line und nennt sich stilecht "Maasdam". Natürlich wollten wir nach dem Essen unser Zimmer in Augenschein nehmen und waren sehr zufrieden damit.





Florida: Von Fort Lauderdale ab auf die Karibik Kreuzfahrt

Nachdem ich das Auto abgegeben hatte und auch wieder im Hotel angekommen war, wollten wir unsere hungrigen Mäuler stopfen. Dazu schien uns die ans Hotel "Rodeway Inn" angrenzende Sports-Bar genau das Richtige. Diese war dann tatsächlich der Hammer: Der Service miserabel, der Salat verfault, das Besteck zum Essen mussten wir selber organisieren.

Aber anyway, das Gute am Hotel war, dass der Transfer vom Flughafen zum Hotel, resp. vom Hotel auf das Kreuzfahrtschiff inklusive war.

Nun geht es los, unsere erste Kreuzfahrt durch die Karibik steht bevor. Vermutlich werden wir trotz unseres jugendlichen Alters den Altersdurchschnitt nicht signifikant nach unten beeinflussen können.

Doch eigentlich ist mir das egal, ich will interessante Orte kennen lernen und auf dem Schiff bloss in Ruhe Lesen, Denken und Schreiben. Von dem her bevorzuge ich eine ruhigere Atmosphäre gegenüber einem Partyschiff.

Nach zwei Tagen auf See legen wir dann fast jeden Tag auf einer anderen Karibikinsel an, bevor es dann anfangs Januar zurück nach Fort Lauderdale geht. Glücklicherweise konnten wir ein Schnäppchen in letzter Minute erwischen und werden folgende Route ansteuern:

Die Details "for my record":

19.12.2008: Ft. Lauderdale, Florida
20.12.2008: At Sea
21.12.2008: At Sea
22.12.2008: San Juan, Puerto Rico
23.12.2008: Charlotte Amalie, St. Thomas
24.12.2008: Basseterre, St. Kitts
25.12.2008: Roseau, Dominica
26.12.2008: Bridgetown, Barbados
27.12.2008: Castries, St. Lucia / Soufriere, St. Lucia
28.12.2008: Antigua
29.12.2008: Philipsburg, St. Maarten
30.12.2008: Road Town, Tortola, B.V.I.
31.12.2008: At Sea
01.01.2009: Half Moon Cay, Bahamas (Private Island)
02.01.2009: Ft. Lauderdale, Florida

Montag, Dezember 22, 2008

Gedanken zum Reisen (Part 4 von 4)

Das praktische am Urlaub ist, dass er einem nicht nur die Kraft gibt, die Arbeit wieder aufzunehmen, sondern einen auch derart pleite macht, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt.
Anonym

Die Lust am Reisen entspringt der Lust, dort zu sein, wo es auf uns nicht ankommt.
Michael Rumpf

Nicht Menschen machen Reisen; Reisen machen Menschen.
John Steinbeck

Menschen reisen, um die Höhe der Berge zu bestaunen, die riesigen Wellen des Meeres, die Länge der Flussläufe, die ungeheure Ausdehnung des Ozeans, die Umlaufbahnen der Sterne – und sie gehen an sich selbst vor über, ohne zu staunen.
Aurelius Augustinus

Die meisten meiner kostbaren Reiseerinnerungen knüpfen sich an Momente ruhigen Dasitzens.
Robert Thomas Allen

Das schönste am Urlaub ist die Erinnerung daran.
Gerald Dunkl

Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.
Theodor Fontane

Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern ans Ziel.
Marie von Ebner-Eschenbach

Gedanken zum Reisen (Part 3 von 4)

Wahre Entdeckungsreisen bestehen nicht darin, neue Landstriche zu suchen, sondern die bekannten mit neuen Augen zu sehen.
Marcel Proust

Die Frage ist nicht, was man betrachtet, sondern was man sieht.
Henry David Thoreau

Früher zeichnete man auf Reisen, um sich erinnern zu können, wo man war. Heute filmt man auf Reisen, um zu erfahren wo man gewesen ist.
Albert Camus

Der Reisende wird entdecken, wie viele wahrhaft grossherzige Menschen es gibt, mit denen er niemals zuvor zu tun hatte und auch später nie wieder zu tun haben wird und die ihm doch die alleruneigennützigste Hilfe anbieten.
Charles Darwin

Wenn eine Reise uns zu gewissen Zeiten zerstreut, so führt sie uns zu anderen desto schneller auf uns selbst zurück; der Mangel an äusseren Verhältnissen und Verbindungen, ja die lange Weile, ist demjenigen günstig, der manches zu verarbeiten hat.
Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei, und meist von der unerwarteten Seite; man empfängt mehr oder weniger, als man hofft, man kann ungestraft eine Weile hinschlendern und dann ist man wieder genötigt, sich einen Augenblick zusammenzunehmen.
Für Naturen wie die meine, die sich gerne festsetzen und Dinge festhalten, ist eine Reise unschätzbar.
Johann Wolfgang von Goethe

Du kannst Dich also nach Belieben in der Welt umsehen, denn die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

Gedanken zum Reisen (Part 2 von 4)

Vergnügungs-Reisende. Sie steigen auf den Berg hinauf, dumm und schwitzend; man hatte ihnen zu sagen vergessen, dass es unterwegs schöne Aussichten gebe.
Friedrich Nitzsche

Reisen sollte nur ein Mensch, der sich ständig überraschen lassen will.
Oskar Maria Graf

Reisen heisst leben lernen.
Sprichwort der Tuareg

Es gibt Reisen, die man wieder und immer wieder macht, wie Bücher, die man liest, oder Musik, die man hört, wie Gesichter die man sieht, Menschen,zu denen man spricht, und jedesmal ist etwas verändert und etwas gleich geblieben.
William Saroyan

Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst.
Antoine de Saint-Exupéry

Unsere glücklichsten Augenblicke als Touristen scheinen sich immer dann einzustellen, wenn wir über eine Sache stolpern, während wir etwas ganz anderes gesucht haben.
Lawrence Block

Gedanken zum Reisen (Part 1 von 4)

Nicht geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts.
Walter Scheel

Das ist das Angenehme auf Reisen,
dass auch das Gewöhnliche
durch Neuheit und Überraschung
das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.
Johann Wolfgang von Goethe

Der Mensch kann nur lernen, wenn er das Bekannte zurücklässt und ins Unbekannte vorstösst.
Claude Bernard

Kehre nie auf halbem Wege um, denn der Weg bis ans Ziel ist nicht weiter als der Weg zurück.
Karin Heinrich

Nimm dir als Ziel den Mond, selbst wenn Du ihn verpasst, wirst Du zwischen Sternen landen.
Les Brown

Reisen können ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müsste man es im Hauptberuf betreiben.
Walter Nissen

Sonntag, Dezember 21, 2008

Florida: Muschelsammler damals - heute

Wir machen es den "old fashioned way", aber haben nun gesehen dass es auch anders geht.


Florida: Christmas Decoration





Florida: Einkaufswagen Gschicht'n bei Walmart

Ein einfaches Prozedere beim Einkaufen besteht darin,

  • einen Wagen in die Hand zu nehmen,
  • die Einkäufe darin zu plazieren,
  • an der Kasse zu bezahlen,
  • die Einkäufe ins Auto zu laden
    UND
  • den Einkaufswagen wieder zurück zu bringen

Wobei, den letzten Schritt kann man sich ja auch sparen, dafür hat Walmart für ein paar Dollar die Stunden mexikanische Immigranten angestellt, welche all die auf dem Parkplatz stehen gelassenen Wagen zusammen sammeln.

Man will den lieben Kunden ja nicht noch den Weg zur nächsten Einkauswagen Sammelstelle zumuten.


Florida: MONSTER unleashed!

Bei uns kennen wir die kleinen Red Bull oder M-Budget Energy Drinks - in Amerika gibt es schon länger die Halbliter Cans "Rockstar", welche nun auch im Coop Einzug halten.
Doch natürlich muss es immer grösser werden, hier ein Bild der neusten Monster Drink Kanne - hatte kaum Platz in meiner Hand.

Die Drinks wurden übrigens von Coca Cola für Fernfahrer entwickelt, doch der Bedarf ist auch bei anderen Zielgruppen gegeben.

Florida: Beach Life





Florida: Muschelsuche auf Sanibel und weiter geht‘s auf den Tamiami Trail

Sanibel ist bekanntermassen so gelegen, dass jede Menge Muscheln zu finden sind. Nach dem Frühstück fuhren wir an den Bowman’s Beach, wo meine Liebste sich der Muschelsuche hingab wie damals die Goldgräber vom Klondike.


Ich machte in der Zwischenzeit ein paar Fotos der Nummernschilder der Autos, um die Diversität der anwesenden Staaten aufzuzeigen, als ich jäh von einem „…need some help!?“ unterbrochen wurde. Der ältere Herr aus Ohio wollte natürlich wissen, warum ich denn seine Autonummer fotografiere und schien meine Touristenerklärung halbwegs nachvollziehen zu können. Wir tauschten noch einige freundliche Worte, bevor ich weiter meine Runde machte.











Die Polizei auf Sanibel hat auch andere Untersätze, als man sich das sonst gewohnt ist:

Die Insel selbst ist eher den gutbetuchten Zeitgenossen vorbehalten, wir hatten bei unserem letzten Abstecher jedoch ein Super Hotel in der Nähe gefunden, welches wir auch dieses Mal wieder beehrten – das La Quinta Inn am Sanibel Getaway. Da ich das Zimmer während Thanksgiving gebucht hatte, erhielt ich noch 15% Rabatt und war mit dem Angebot sehr zufrieden – für nicht mal 60$ hatten wir eine Top-Bleibe gefunden.

Leider hatte ich beim Auschecken nicht bemerkt, dass mir der reguläre Preis verbucht worden war – und stattete dem Hotel nochmals einen Besuch ab um das zu berichtigen. Die nette Dame an der Reception klärte mich auf, dass bereits bei der Online Buchung der korrekte Betrag von der Kreditkarte abgebucht worden war und in ihrem System auch alles korrekt war - und schon war die Sache geregelt.

Von Fort Myers, gleich neben der Insel Sanibel, fuhren wir also nach Fort Lauderdale an die andere Küste rüber, über den so genannten Tamiami Trail, auch als „Alligator Alley“ bekannt. Was indianisch tönt hat einen viel simpleren Ursprung: Die Strasse von TAmpa nah MIAMI.


Dort setzte ich Frau und Gepäck im Hotel ab und brachte, nach einer kleineren Irrfahrt, unser Auto am Flughafen zurück. Ich bestellte mir den Shuttle Bus ins Hotel und wartete - und wartete - und rief nochmals an, worauf mir versichert wurde dass der Bus unterwegs sei.
Und in der Tat, wenige Minuten später kam dieser angefahren - und fuhr an mir vorbei! Ich rannte hinterher, und erwischte ihn dann noch an der nächsten Haltestelle. Dort stellte ich auch fest, dass es eben genau an diesem Ort war, wo die Hotelbusse fuhren - und nicht dort, wo ich dem Typen am Telefon gesagt habe, dass ich stehe...

Samstag, Dezember 20, 2008

Florida: Geschenke auspacken in Sanibel

Am nächsten Morgen gönnten wir uns noch ein paar Stunden Strand und fuhren dann gemütlich Richtung Cape Coral. Ich hatte dort ein Treffen mit Tim ausgemacht, ein indischer UPS-Laden Manager aus England. Er hatte einige „Geschenke“ für mich auf Lager, sprich: Dinge die ich mir im Vorfeld im Internet bestellt hatte und an ihn liefern liess.

In der Tat war es fast wie Weihnachten, und das Auto wurde mit Kisten vollgeladen. Und noch wichtiger: unsere Reiseunterlagen für die nächsten Tage waren hier deponiert und warteten bereits auf uns! Tim hatte leider sehr viel um die Ohren so kurz vor Weihnachten, weshalb wir dieses Mal auf ein Feierabendbier verzichteten und nach Sanibel fuhren.


Eigentlich fuhren wir nur bis VOR die Insel Sanibel, wo ich uns im La Quinta Inn & Suites ein Zimmer reserviert hatte. Wir bezogen das Zimmer, ich packte meine Kisten aus und die mitgebrachte Tasche füllte sich im nu mit Kleidern, Schuhen, Uhren undsoweiter.

Nach einer kurzen Dusche machten wir uns auf zum Abendessen in Sanibel. Wir hatten die italienischen Restaurants bereits beim letzten Besuch „getestet“, und waren uns einig, auf das Matza Luna definitiv zu verzichten und dem La Vigna einen Besuch abzustatten.

Doch nachdem wir die Strasse auf und ab gefahren waren stellten wir fest, dass das La Vigna wohl gerade umgebaut wurde und wir mit dem Pizza Pasta vorlieb nehmen mussten. Gesagt, getan – und positiv überrascht! Die „Penne Arrabiata“ waren dieses Mal wunderbar scharf und nicht verkocht, der Salat frisch und das Bier kühl. Müde und satt fuhren wir nach „Hause“ und gönnten uns eine Ruhepause.

Florida: Wie man zum Nulltarif an einen Dom Perignion für 189 $ rankommt

Der Titel ist vielversprechend, ich weiss - doch alles der Reihe nach: Auch den zweiten Tag auf Anna Maria Island (genau genommen waren wir in Bradenton, but who cares) starteten wir ähnlich früh bei „Peach’s“, wir wussten nun dass diese bereits ab 6 Uhr morgens offen hatten ;-).

Der Kaffee schmeckte, aber noch besser war er mit dem Vanille Kaffeerahm. Der Kellner Erol King wusste nicht genau, wo wir den kaufen konnten – und brachte uns deshalb eine ganze Burger-Styropor-Schachtel vollgepackt damit, so dass wir die nächsten Tage nicht darben mussten!

Wir genossen den Tag am Strand, nur unterbrochen von einer kurzen Ausfahrt in die „Sandbar“ – einem „In-Lokal“. Das Rauschen der Wellen vermischt sich nur selten mit dem der Autos von der Strasse, braungebrannte Männer führen ihre Bäuche spazieren, der Pelikan zieht majestätisch seine Bahnen, die Möwe jagt den Fischen im Sturzflug hinterher, die Jetskis starren teilnahmslos aufs Meer, deren Besitzer tun es ihnen gleich. Ein wundervoller Tag, und daran ändert auch die Weihnachtsmusik nichts, die einem von überall her entgegen schlägt.

Gegen Abend machte sich der Hunger bemerkbar und wir strandeten erneut im „Beach House“ zum Sonnenuntergang. Auf die Frage, wann denn die Sonnen untergehen würde, schlug ich ein „17 40 Uhr und 35 Sekunden“ vor, und wir warteten bis das Schauspiel zu Ende war. Plötzlich stand jemand hinter uns und machte sich mit einem „Excuse me“ bemerkbar.

Patrick, der Manager, überreichte uns formvollendet eine Flasche Dom Perignion für 189 $, die wir mit der korrekten Schätzung des Sonnenuntergangs gewonnen hatten! Der Champus mundete vorzüglich, wenngleich auch der Unterschied zu einem wesentlich günstigeren Exemplar aus dem Denner sich mir nur schwerlich erschloss. Den Rest der Flasche durften wir darauf hin sogar im Plastiksack nach Hause mit nehmen.