Samstag, Dezember 20, 2008

Florida: Wie man zum Nulltarif an einen Dom Perignion für 189 $ rankommt

Der Titel ist vielversprechend, ich weiss - doch alles der Reihe nach: Auch den zweiten Tag auf Anna Maria Island (genau genommen waren wir in Bradenton, but who cares) starteten wir ähnlich früh bei „Peach’s“, wir wussten nun dass diese bereits ab 6 Uhr morgens offen hatten ;-).

Der Kaffee schmeckte, aber noch besser war er mit dem Vanille Kaffeerahm. Der Kellner Erol King wusste nicht genau, wo wir den kaufen konnten – und brachte uns deshalb eine ganze Burger-Styropor-Schachtel vollgepackt damit, so dass wir die nächsten Tage nicht darben mussten!

Wir genossen den Tag am Strand, nur unterbrochen von einer kurzen Ausfahrt in die „Sandbar“ – einem „In-Lokal“. Das Rauschen der Wellen vermischt sich nur selten mit dem der Autos von der Strasse, braungebrannte Männer führen ihre Bäuche spazieren, der Pelikan zieht majestätisch seine Bahnen, die Möwe jagt den Fischen im Sturzflug hinterher, die Jetskis starren teilnahmslos aufs Meer, deren Besitzer tun es ihnen gleich. Ein wundervoller Tag, und daran ändert auch die Weihnachtsmusik nichts, die einem von überall her entgegen schlägt.

Gegen Abend machte sich der Hunger bemerkbar und wir strandeten erneut im „Beach House“ zum Sonnenuntergang. Auf die Frage, wann denn die Sonnen untergehen würde, schlug ich ein „17 40 Uhr und 35 Sekunden“ vor, und wir warteten bis das Schauspiel zu Ende war. Plötzlich stand jemand hinter uns und machte sich mit einem „Excuse me“ bemerkbar.

Patrick, der Manager, überreichte uns formvollendet eine Flasche Dom Perignion für 189 $, die wir mit der korrekten Schätzung des Sonnenuntergangs gewonnen hatten! Der Champus mundete vorzüglich, wenngleich auch der Unterschied zu einem wesentlich günstigeren Exemplar aus dem Denner sich mir nur schwerlich erschloss. Den Rest der Flasche durften wir darauf hin sogar im Plastiksack nach Hause mit nehmen.


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