Donnerstag, April 24, 2008

Mein neuer Mega-Computer

...ich habe die Schnauze von der Computer-Technologie richtig vollgehabt!

Deshalb habe ich meinen PC umgebaut, nachdem ich:

  • die gesamte Software auf den neuesten Stand gebracht
  • sämtliche Virenattacken abgewehrt
  • alle Hackerangriffe unmöglich gemacht
  • Eindringen mit einer gewaltigen Firewall vereitelt
  • die Verbindung zum Provider gekappt
  • alle unsicheren Schnittstellen und Bauteile entfernt
  • ein paar sichere Schnittstellen hinzugefügt und
  • viele darausresultierende kleinere Probleme beseitigt habe,

läuft mein umgebauter Computer jetzt genau so, wie ich es zuvor nie zuträumen wagte!

Mittwoch, April 23, 2008

Präsentationstechnik: So macht man es sicher nicht

Heute an einer Präsentation eindrücklich erlebt, wie man es nicht macht:

  • Keine Agenda, sprich was uns im Folgenden erwartet bleibt nebulös
  • Die Wand/Slides anstelle des Publikums ansprechen
  • Einen Monolog führen, das Publikum nicht einbeziehen
  • Time Management nicht im Griff und überziehen
  • Eine grosse Klappe führen, Gedanken nicht fertig denken („Ihr wisst ja was ich meine..:“ -> nicht wirklich…)
  • Kein Wrap Up (Frei nach dem Motto: Sag ihnen was Du sagen willst – sag es ihnen – sag, was Du ihnen gesagt hast!)
  • Nächste Schritte und Termine offen lassen
  • Die eigene Firma erst am Schluss vorstellen

Ob wir so ins Geschäft kommen…?

P.S.: Der Zen-Meister der Präsentationstechnik schreibt hier.

verOspelt

Neues vom Duden: verospeln

verospeln; du verospelst, du verospeltest; verospelt; verosple!; sich übernehmen, den Überblick über eingegangene Risiken komplett verlieren, scheibchenweise tiefer in eine unangenehme Situation rutschen; etwas verospeln; etwas ruinieren, indem man über längere Zeit glaubt, auf der sicheren Seite zu stehen, obschon die Risiken bereits unüberschaubar geworden sind; (ugs. auch für beschissen)

Marcel Ospel wird an der heutigen Generalversammlung der UBS wohl seinen letzten Auftritt haben. Schade, mir hat der Mann imponiert - von der Pike auf hochgearbeitet, die UBS an die Spitze geführt und zum Schluss die Zügel wohl etwas zu locker gelassen. Wir sind halt alle nur Menschen, und auch ein anständiges Salär macht keinen Gott aus uns.

Dienstag, April 22, 2008

Swisscom Generalversammlung - mittendrin statt nur dabei!

[Swisscom] lässt den Kunden nie ---NIE--- hängen! sagt Dr. Anton Scherrer einleitend. So tönte es heute eindringlich an der heutigen Generalversammlung (Medienmitteilung hier) der Swisscom im Hallenstadion in Zürich. Ich war das erste Mal an einem solchen Anlass, aber bestimmt nicht das letzte.

Die letzten Jahre hatte ich mir das online reingezogen, aber das „in echt“ Erlebnis ist schon besser. Da sieht man Kollegen, die nun ihre Pensionierung geniessen, einer Herausforderung ausserhalb Swisscom nachgehen oder auch Weggefährten aus den letzten Jahren. Also verzeiht wenn ich meine objektive Brille heute zu Hause gelassen habe, als Grossaktionär und Swisscom Mitarbeiter muss man schliesslich seinen Pflichten nachkommen.

Ich war der einzige im ganzen Saal mit 1600 Personen, der sich elektronisch Notizen machte. Um „Live Blogging“ bei einer Swisscom GV zu institutionalisieren wird es bei der zugegenen Klientel wohl noch ein paar Helppoint Ausbildungen benötigen. Ich denke, der Altersdurchschnitt war tendenziell hoch, analog zur Vermögensstruktur der Schweizer Bevölkerung.

Ein paar Take aways:

Kunden

  • Der Privatkunde nutzt in seinem täglichen Leben drei zentrale Geräte: ein Handy, einen PC und den Fernseher (Man merke: das Festnetz-Telefon wurde nicht explizit erwähnt). In Zukunft werden alle Kommunikationsmöglichkeiten auf allen Endgeräten zur Verfügung stehen. Swisscom hat den Anspruch, diese technologische Komplexität so einfach wie möglich zu machen für seine Kunden!
  • Für die Geschäftskunden spielt das Telekommunikationsnetzwerk eine zentrale Rolle und wird immer bedeutender – sprich: es ist das Rückgrat des Unternehmens. Die Sicherheits- und Qualitätsanforderungen steigen, Swisscom will deshalb das globale Angebot ausbauen.
  • Service Champion will Swisscom werden. „Was müssen wir verbessern bei unseren Leistungen, um jeden Kunden davon zu überzeigen, dass Swisscom der beste Anbieter ist?“, fragt Carsten Schloter. Das Swisscom Management hat hohe Erwartungen an das Thema Service und seine Mitarbeitenden.
  • Die Dienstleistungskultur des Unternehmens sei zu verstärken, sagt Anton Scherrer, es brauche dafür aber keinen Kulturwandel, weil schon heute eine ausgeprägte Kultur vorhanden sei! Als Beispiel wurde ein weiterer Ausbau der Dienstleistung kürzlich lanciert: Swisscom hilft dem Kunden neu auch zu Hause, bspw. bei Computerproblemen.
  • Neuer Markenauftritt und Logo: Generell wenn es ums Design geht hat jeder seinen Senf dazuzugeben - mich und andere eingeschlossen. Carsten Schloter erläutert, dass ein neuer Auftritt zum Teil notwendig war. Ein eigener Auftritt pro Gruppengesellschaft hatte auch separate Werbebudgets zur Folge, die Kostenersparnisse der neuen Marke seien deshalb im ersten Jahr höher als die Investition in das neue Erscheinungsbild. Obwohl der einzige Votant aus den Aktionären, Herr Struchen, meinte es sei „hässlich“ und sehe aus wie eine Mischung aus „Feige, Zewtschge und Erdbeere“ (NB: Herr Struchen's Auftritt war das Highlight der GV, er hatte die Lacher auf seiner Seite und betonte trotz Kritik auch was Swisscom gut gemacht hat). Augenfällig war ausserdem die neue Swisscom Bekleidung. Farblich passend, stark körperbetont und deshalb nicht in jedem Fall die bestmögliche modische Wahl.
  • By the way, am Flughafen Zürich ist mir dann ein Wandbild in Farbe und Form aufgefallen, welches unter Umständen den Expertern von Moving Brands (die Agentur, die das neue Markekonzept mitgestaltet hat) bei ihrer Ankunft aus London zur Inspiration ins Auge gestochen ist.

Zahlen

  • Swisscom hat rund 5.3 Millionen Festnetz Anschlüsse, wovon letztes Jahr über 170 000 neue Anschlüsse dazukamen. Der Wettbewerb spielt und macht Swisscom fit, also nicht grad nach Regulierung schreien ;-). Pro Jahr werden rund 260.- CHF pro Anschluss investiert, die in Rechnung gestellte Grundgebühr von 25.- auf 12 Monate schlägt dann mit 300.- Einnahmen zu Buche.
  • Im Bereich Mobilfunk sind über 5 Millionen Kunden verzeichnet, ein Zuwachs von rund 375 000 Kunden – über 2.2 Millionen Kunden nutzen das Liberty Abo, 460 000 das M-Budget Abo.
  • 30% aller Digital TV Kunden sind bei Swisscom, womit Bluewin TV über 70 000 Abonnenten hat.
  • Das über das Festnetz transportierte Datenvolumen im Internet hat sich vervierfacht, im Mobilfunk war eine Verdreifachung des Volumens zu beobachten.
  • Stellenbestand: Im Bereich Kundenservice, Fernsehen und Shops wird es mehr Stellen geben (Stichwort: Service Champion), im Bereich Auskunftsdienst wird der Bedarf geringer.
  • Entlöhnung: im Sinne der Corporate Govornance hat Swisscom bereits ab 2001 die Bezüge von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung separat ausgewiesen. Die Entlöhnung beträgt für den VR. 2,1 Millionen, wovon 2/3 in bar und 1/3 in Aktien zur Verfügung gestellt werden. Die Konzernleitung erhält 11.5 Millionen, wovon 1.7 Millionen an den CEO Carsten Schloter ausbezahlt werden.

Alles in allem ein spannender Anlass, wir sehen uns nächstes Jahr - 21.4.2009 heisst das Stichdatum - und an Kollege Müller: Termin schon mal reservieren, gell!

So macht Gott Geld...

Habe mir gerade bei Swissquote einen Account eingerichtet, und mich nicht zuletzt von diesem Bild inspirieren lassen :-).

Montag, April 21, 2008

Florida: Sehen wir uns bald wieder?

Florida ist ein toller Ort zum Ferien machen (einfach nicht Mitte bis Ende März, dann sind die Preise nämlich am höchsten ;-) ). Verschrien als "Altersheim von Amerika" gibt es Städte, wo man mindestens 55 Jahre alt sein muss um überhaupt einen Wohnsitz zu erhalten.

In der Tat sind uns viele Menschen begegnet, die braungebrannt (ausser den Hautfalten) vom Geld und manchmal auch vom Wohlstand um die Hüften gekennzeichnet sind. Bei den amerikanischen Touristen herrscht der Rotstich vor, damit unterscheiden sie sich auch nicht gross von den deutschen Touristen. Doch auch mich hat es, trotz Vorsichtsmassnahmen, einmal erwischt.

Hmm, ich könnte eigentlich ein Business mit einem Computer Training für diese "Silver surfer" aufziehen und mir damit auch ein Leben unter Palmen, Strand und Sonne ermöglichen. Und in der Freizeit einen Bestseller schreiben.

Sonntag, April 20, 2008

Florida: Heulen hilft nicht weiter...

...der Rückflug steht bevor. Wenn man Esel so beladen würde wie wir am Check In standen würde wohl der Tierschutz auf den Plan treten. Das Gesamtgewicht war weiter über 100 kg, erlaubt waren pro Person 2 Gepäckstücke mit maximal je 23 kg = Total 92 kg.

In weiser Voraussicht hatte ich in jedem Gepäckstück eine Tasche platziert, die wir notfalls mit ins Flugzeug nehmen konnten. Unser Mann am Check In plauderte mit uns und meinte zum Schluss, wir hätten ja doch etwas viel Gepäck - aber das spiele heute keine Rolle. Er drückte beide Augen zu und verabschiedete uns mit einem "God bless you". Dem dankten wir, denn das Übergewicht hätte uns locker 100$ gekostet.


Der Rückflug war eine Sache für sich, to keep a long story short: wir flogen mit 90 Minuten Verspätung von Orlando nach Newark, da das Flugzeug hoffnungslos überbucht war und Freiwillige gesucht wurden die auf den nächsten Flug warteten. Wir hätten uns fast gemeldet, als "Goodie" gab es 600$ pro Person.

Leider hatte es im Anschlussflug am nächsten Tag in Newark keine Plätze mehr gehabt... Aufgrund der Verspätung kalkulierte ich, dass es auch an diesem Tag mehr als knapp mit dem Umsteigen wurde. Und tatsächlich: wir kamen genau dann an, als unser Anschlussflug Richtung Zürich los legte - ohne uns an Board.

Die Dame am Schalter von Continental buchte uns auf einen Flug nach Zürich via Paris um. Nach der Stadt der Liebe war uns in dem Moment weniger zu Mute, wir waren sauer auf den miserablen Kundenservice. Mal schauen ob uns wenigstens die Flugmeilen nachträglich gutgeschrieben werden...

Zurück in Zürich nahmen wir übermüdet unser Gepäck in Empfang - und planten bereits unsere nächsten Ferien, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Florida: Was bei den Amis auffällt im Gegensatz zu uns

Hier mal eine Hitliste was uns so alles bei den Amis auffiel:

  1. Radiowerbung: die Leute haben's drauf, jedes kleine KMU hat die Selbstpräsentation besser im Griff als manche unserer Grossunternehmen in der Schweiz. Da werden beispielsweise kurzerhand die verhassten "Car Trolls" angeschossen, damit der Kunde auch ja nicht von denselben veräppelt wird beim Gebrauchtwagenkauf.

  2. Dicke Leute: ist halt immer noch so und auch nicht unbedingt ein Wunder bei den Riesenportionen (Ankedote: ich bestellte einen Salat und erhielt eine RIESENSCHÜSSEL. Auf meine Frage ob das überhaupt jemand essen könne antwortete die Serviererin dass EINMAL ein Mann das verdrückt habe. Sie glaube aber stark, dass ihn seine Frau unterstützt hat...). Auf jeden Fall kann man sich immer die Resten in den "Doggy bag" einpacken lassen.

  3. Abwechslungsreiche Küche: Ja, auch die Italiener, Mexikaner, Griechen, Chinesen, Inder etc. haben sich in den USA niedergelassen und bilden mit dem verdammten (und manchmal doch sehr leckeren) Fastfood eine gute Mischung. Wo die Amis definitv noch am Anfang stehen ist beim Brot und Käse - das Brot ist weiss und pappig, der Käse fad und gummig.

  4. Trinken: Im Restaurant gibt es immer Wasser vom Hahn ("tap water"), welches fürchterlich nach Chlor schmeckt. Auch ungewohnt für uns Europäer sind die Eiswürfel in allen Getränken. Der Umgang mit Alkohol ist sicherlich bekannt, sprich: in der Öffentlichkeit darf nicht offensichtlich getrunken werden, deshalb packen auch die Penner ihren Schnaps in die sogenannten "Brown bags". Es gibt ausserdem Lokale, welche zwar Wein und Bier ausschenken, jedoch keine harten Sachen ("Liquor").
  5. Zuvorkommende Freundlichkeit: Der Umgang ist angenehm freundlich, auch wenn das bei uns oft als "aufgesetzt und oberflächlich" taxiert wird. Aber hey, man kommt schnell mit Leuten in Kontakt und erfährt einiges. Auf der Suche nach einem AT&T Laden um (m)ein iPhone zu kaufen hat man für mich rumtelefoniert und mir dann eine Karte gemalt. Das passt mir hundertmal besser als die verbitterten Gesichter morgens in der Bahn bei uns. Auch das Autofahren ist übrigens sehr entspannt.

  6. Diversity: Die Vielfalt wird gefördert, jedes Jahr verlosen die USA 50'000 Greencards die zum Aufenthalt und Arbeitsbewilligung dienen. Seit jeher ein Einwandererland haben es die vereinigten Staaten geschafft, bei den Einwanderern einen kollektiven Nationalstolz zu etablieren (nirgends auf der Welt habe ich so viele Flaggen mit dem Landeswappen gesehen) ohne dabei trotzdem die eigene Kultur nicht zu verlieren. Für Behinderte gibt es vor jedem Geschäft extra einen entsprechend gekennzeichneten Parkplatz nahe dem Eingang sowie meist eine entsprechende Toilette und natürlich auch ein speziell eingerichtetes Hotelzimmer.

Florida: Muschelsammler im Paradies

Sanibel hatten wir bereits auf unserer letzten Reise angesteuert, ein wunderbares Fleckchen Erde. Sonnenuntergänge gibt es dort nicht, dafür muss auf die vorgelagerte Insel Captive Island gefahren werden. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen.


Was man gesehen haben muss ist der Shop "Antiques at Sanibel" - ein Sammelsurium an alten Sachen, wunderbar arrangiert.



Und natürlich Bowmans Beach, wo jeder Muschelsammler seine Droge in Hülle und Fülle kriegt.


Wir gönnten uns eine Nacht in einem tollen Hotel - von begehbarem Kühlschrank, Dusche mit 2 Brausen, Playstation, Bibliothek,... war alles vorhanden, ein Appartment das zum Verweilen einlädt.


Plötzlich brach Hektik aus - zwei Jungs waren verschwunden, und das halbe Resort suchte nach ihnen. Des Rätsels Lösung: die zwei hatten sich auf gemacht, den Leuchtturm der Insel zu besichtigen... Dass Sie Ihre Erkundungspläne das nächste Mal ihren Erzeugern kund tun sollten haben Sie glaub' ich nun verstanden. Das nächste Mal könnten Sie ja Sandburgen bauen.



Um unser Budget nicht noch mehr zu schröpfen war nach einer Nacht direkt auf Sanibel Schluss und wir siedelten am nächsten Tag nach der Konsultation unseres Hotel Gutscheinhefts RoomSaver ins "La Quinta Inn" um. Dieses war neu renoviert und wenige Minuten ausserhalb der Insel Sanibel gelegen - sehr zu empfehlen, nicht nur wegen dem für amerikanische Verhältnisse reichhaltigen Frühstücksbuffet.



Nach der ersten Nacht verlängerten wir, und dafür kam trotz Wochenende die reduzierte Rate zum Tragen. Wir sparten also in den zwei Nächten gegen 150$, verglichen mit dem regulären Preis. In der zweiten Nacht hatten sich auf unserem Stock eine Hochzeitsgesellschaft sowie zwei kläffende Köter eingenistet, welche allesamt um die Wette Radau machten.

Als wir dies am folgenden Morgenan der Reception mokierten erhielten wir die Hälfte der Übernachtungskosten gutgeschrieben - das nenne ich Kundendienst.

Wir fuhren nach Orlando - und quartierten uns aufgrund der guten Erfahrungen (und weil es, ehrlich gesagt, auch keine anderen freien Zimmer mehr hatte ;-) ) erneut in einem "La Quinta Inn" ein.

Florida: Was man in den USA einmal getan haben sollte um sich die Zeit zu vertreiben

Eine weitere Liste mit Dingen, die ihr in den USA machen solltet um Euch die Zeit zu vertreiben.


  1. Shopping: Food bei Walmart, Kleider bei ROSS - dress for less, iPhone bei AT&T, Krimskrams an einem grossen Flohmarkt - so geht das!


  2. Country Concert: Gut, ich bin da emotional aufgrund meines Musikgeschmacks vorbelastet - aber ein Country Concert zieht eine breite Masse an, da lässt sich Amerika pur erleben.


  3. Sport Event: Wem das Country Music Konzert zu riskant ist sollte sich wenigstens einen Baseball, Basketball oder American Football Event reinziehen.


  4. Ins Kino gehen: Wer weder auf Country Musik noch auf Sport steht kann ab 1.50$ pro Person den Tag im Kino verbringen. Und unter Kino versteht man hier einen Komplex mit mehr als nur einem Saal.


  5. Watch TV: Das TV Programm bietet viel - viel Schmarren und Banales, der köstlich anzusehen ist. Vom Nachrichtensender zum religiösen Priester bis zu Cops auf Achse ist alles zu haben, notabene nur alle 5 Minuten von einer 10 minütigen Werbepause unterbrochen.


Links you should CLICK! (2008-05-11)

Links sind die Essenz des Internets! Hier also ein paar Perlen zum Stöbern.

Florida: GPS Pannen

Wir fuhren von Sarasota weiter nach North Fort Myers und suchten das Howard Johnson Motel. Laut GPS fuhren wir genau daran vorbei, doch ausser Sträuchern war da nichts zu finden. Entnervt gab ich auf und fuhr weiter drauflos, in der Hoffnung auf ein anderes Hotel zu stossen.

Und siehe da, plötzlich tauchte wie aus dem Nichts eine Strasse auf, mit Hotel an Hotel. Das GPS hatte uns an der Nase herumgeführt. Aber da wir nun fündig geworden waren verzeihten wir diesen Ausrutscher, schliesslich hätten wir ohne Navigationssystem schon etliche Male ganz alt ausgesehen.

Rocky, junger Spund an der Rezeption im gesuchten HoJo, gab uns ein Zimer und empfahl uns eine Pizza bei "Papa John's" zu bestellen. Er habe selber mal in Chicago einen solchen Betrieb geleitet - und werde in ein paar Monaten dann dieses Hotel hier übernehmen. Respekt!

Die Pizza schmeckte übrigens lecker!

Florida: Flugzeugbekanntschaften

Im Flugzeug von Newark nach Tampa habe ich Peter kennen gelernt, der in Sarasota als Investmentbanker seine Brötchen bäckt. Er meinte, wir sollen uns melden wenn wir in die Nähe kommen.


Gesagt, getan. Und siehe da, wir waren in Erinnerung geblieben und trafen uns eine Stunde später im "Café l'Europe", um von dort in einen Country Club zu fahren und uns über Amerika und die Schweiz zu unterhalten. Dies machten wir mit Blick aufs Meer und einem reichhaltigen Buffet. Ja, da verstehen wir Peter: so lässt es sich leben.



Samstag, April 19, 2008

Florida: Maria Island ist eine Reise wert

Es wurde uns empfohlen, auf Anna Maria Island Halt zu machen. "Anna Maria Island, oft kurz mit AMI abgekürzt, ist eine kleine Insel vor der Westküste Florida's - leicht südlich der Tampa Bay.

Die Insel konnte sich trotz Tourismus ihre Natürlichkeit bewahren und verzichtete auf Hotelburgen am Strand. Statt dessen Privatunterkünfte, kleine Motels und Hotels. Alles in allem eine Trauminsel zum Entspannen mit leeren Stränden, typischen Insel Restaurants ..." heisst es im Internet.



Und genau so war es! Unser Stammlokal war am ersten Tag gewählt. Es war nicht die "Sandbar" (90 Minuten auf einen Tisch warten), sondern das "Beach House" (15 Minuten warten).

Wunderbare Menus haben wir dort gefunden, und auf die Frage an unsere Bedienung wie man es bei diesen Portionen schafft so schlank zu bleiben entgegnete diese offenherzig, dass Sie im zweiten Monat schwanger sei. Wir gratulierten.

Am nächsten Tag im "Beach House" unterhielten wir uns angeregt mit einer jungen Mutter über Florida und Kindererziehung. Florida roules (nicht nur wegen dem Wetter), und Vitamin B und "Baby Einstein" helfen dem Nachwuchs sich zu bewähren. Schliesslich verordnen auch Angelina Jolie und Brad Pitt ihrem Nachwuchs den Unterricht von "Baby Einstein", heisst es in den einschlägigen Klatschpostillen.



Florida: Relax heisst die Maxime - nicht einfach bei dem tiefen Shopping-Dollarkurs

Unsere Maxime in diesen Florida Ferien war klar: Relax - kein Stress, bleiben wo es uns gefällt, in den Tag hinein leben.

Das mit dem "kein Stress" liess sich nur bedingt vermeiden, wenn auf 10 Hotels nur eines ein Zimmer für 290$ (ohne Taxen) übrig hat. Das ist der Preis der Flexibilität, und meist fanden wir auch eine Alternative.

Der tiefe Dollar lädt zum Shoppen ein und hat uns unvermeidlich in die Klauen der Warenhäuser gedrängt - da war es nicht einfach "relaxed" zu bleiben ;-).

Irgendwo habe ich gelesen dass deshalb bei den Schweizern die Reisen in die USA über 10% zugenommen haben. Wir schlagen bei den Kleidern zu, und auch ein iPhone ist nun in meinen Besitz übergegangen ;-).

Eigentlich hätte ich mir auch noch einen neuen Laptop und digitale Fotorahmen als Geschenk posten sollen, aber der Platz in unseren Koffern war leider bereits komplett ausgenutzt. Nächstes Mal dann.

Montag, April 14, 2008

Florida: Himmel und Erde treffen sich an der Swigwam Bar

Himmel und Meer verschmelzen zu einem gleissenden Horizont. Die Gedanken wollen raus, auf Papier artikuliert werden. Geschichtensammler sein.

So wie Em Nguyen, die mir die Haare schneidet. Vor 3 Jahren aus Vietnam eingeheiratet, betitelt die Kunden mit "Honey" und freut sich auf den Besuch zu Hause, endlich.

Privilegiert sind wir, sitzen hier an der Bar und werden "one Bud wiser". Und rumgekommen ist mein Gegenüber offensichtlich auch, mit dem Kunstoff Bierkühler vom St. Martins Festival und der Dächlikappe von Daytona Beach.
Nebenan filmt Daddy innbrünstig seine Tochter, auf dass der Nachwelt nichts verloren geht - ausser der Moment, den verpasst der liebe Daddy völlig aufzunehmen...

Ja, so ziehen die Gedanken an der Swigwam Beach Bar an St. Pete's Beach.

Florida: Hungrig in Tarpon Springs und müde in Treasure Island

Am nächsten Morgen im griechisch angehauchten Tarpon Springs machten wir uns auf die Suche nach einem leckeren Frühstück. Ein schwieriges Unterfangen, einzig bei Opa's! gab es vor 11 Uhr überhaupt etwas zu Essen! Grund: erst dann schwärmen die Touristen an und kaufen die Regale leer.




Von Tarpon Springs fuhren wir weiter nach Treasure Island. Es war nicht trivial noch ein Zimmer zu finden, im "Sea Jay" wurden wir dann doch noch willkommen und erhielten das letzte Logis.

Wir machten uns auf in eine mexikanische Bar und genehmigten uns dort einen Margerita und mexikanische Küche - was genau wir bestellten lässt sich im Nachhinein nicht mehr eruieren, der Margarita hielt mehr als er versprach... Unser Hotel war in Laufdistanz, weshalb wir das Auto "zu Hause" gelassen hatten, was sich als eine weise Entscheidung herausstellte ;-).

Am nächsten Tag suchten wir ein Zimmer, das etwas näher am Strand lag und wurden in der "Travelodge" fündig.

Auch hier wartete das letzte Zimmer auf uns, welches wir für 2 Übernachtungen buchten.

Wir sassen am Meer in einer lauschigen Bar und liessen uns von zwei Musikanten den Abend einläuten.



Wir legten uns zu Bett, jedoch an Schlafen nicht zu denken. Das Zimmer in der Travelodge bestach durch seine Ringhörigkeit, und die "Springbreaker's" taten ihr bestes die Nacht zum Tage werden zu lassen...

Als die Erschöpfung einkehrte freuten wir uns auf ein paar Stunden Schlaf, doch leider hatten die Gäste über uns wohl senile Bettflucht und begannen um halb fünf Uhr morgens unentwegt im Zimmer auf und ab zu gehen. Habe ich die knirschenden Dielen bereits erwähnt?


Anyway, um 7 Uhr früh cancelten wir unsere zweite Nacht und machten uns auf den Weg - schliesslich will man ja noch was vom Tag haben wenn einem schon die Nacht gestohlen wurde.