Montag, Februar 06, 2006

Vision 2015 - wie wir in 10 Jahren leben und arbeiten werden

Die "Vision 2015" wurde von Swisscom Innovations in Zusammenarbeit mit externen Forschern aus der ganzen Welt erarbeitet. Ich hatte letztes Jahr einen Workshop mit der Post, SBB und der Swiss Re zum Thema Intranet organisiert und den Projektleiter von Swisscom Innovations eingeladen, uns ihre Vision vorzustellen - very interesting and impressive! Ich will das hier nicht alles wiederkauen, schaut Euch einfach die Übersichtsmap als pdf an. Nun kann auch die Öffentlichkeit an weiteren Details teilhaben, ich habe im Blog von Mark Vanderbeeken einen Beitrag zu diesem Thema entdeckt:

"Swisscom's Vision 2015 highlights the most probable future with respect to developments and usage of ICT. Taking into consideration both technological and societal trends, Swisscom developed a number of storylines covering different aspects of the every-day life in order to understand how these trends could affect the evolution of the ICT world in different domains (e.g. work, mobility, health care) and which new ICT applications could be commercialised and adopted by 2015.

The vision consists of six stories: the digital life, the perfect worker, the global tourist, the safest world, the virtual doctor and education on demand, as well as a trends report (pdf, 891 kb), a 100 years innovation trajectories overview (pdf, 352 kb) and a mini-revolutions map for 2015 (pdf, 477 kb)."

Weitere interessante Publikationen von den Swisscom Innovations Forschern gibt's hier.

cocomment - damit hast Du Deine Kommentare im Griff!

Seit der Lift06 Conference ist cocomment in aller Munde, vor allen Dingen weill Laurent und Nicolas das fleissig unter die Leute gebracht haben. Und wenn dann Robert Scoble darüber bloggt und cocomment in Techcrunch, Memorandum und vielen weiteren Blogs aufgegriffen wird, was kann einem da besseres passieren!

Aber: Um was gehts überhaupt ;-)?
  • cocomment hilft Dir dabei, Deine Blog-Kommentare an einem zentralen Ort übersichtlich aufgeführt zu haben ("Capture").
  • Ausserdem kannst Du Dich informieren lassen, wenn jemand auf Deine Blog-Kommentare antwortet ("Alert").
  • Und wenn Du Lust hast kannst Du die von Dir gemachten Kommentare in Deinem Blog anzeigen ("Share"). Learn more...

Da das Tool aktuell noch in der Beta-Phase muss man sich unter http://www.cocomment.com/ mit einem persönlichen Code registrieren - ich habe meine alle bereits verteilt, und die Feedbacks liessen nicht lange auf sich warten. Der Tenor: coole Sache, nun gilt es das Tool aus dem Beta Stadium zu hieven und in der Blogosphäre zu etablieren. Übrigens: man kann sich vor-registrieren, denn weitere Codes an Interessierte werden versandt.

Sonntag, Februar 05, 2006

Lift06 Conference - a great source of inspiration!

LIFT06  Life, Ideas, Futures. Together
It was a great time! Die Lift06 Conference gab mir die Möglichkeit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und neue interessante Leute kennen zu lernen. Auch die Speeches - nun online verfügbar - waren mehrheitlich gut und interessant, so dass ich auch einiges an Stoff intellektuell zu verarbeiten habe.

„consumactors“ und „transformactors“
Der zweite Tag der Lift06 Conference startete mit Xavier Comtesse vomThinkThank Avenir Suisse, welcher nicht unbedingt in Höchstform war. Ich habe ihn vor einigen Monaten in Bern gesehen und war begeistert, dieses Mal haute er mich nicht aus den Socken. Er zeigte auf, dass die Internetpioniere einen Goldrausch auslösten (welcher dann in der Internetblase ein jähes Ende fand) und dass die Zukunft stark von „consumactors“ und „transformactors“ beeinflusst werden wird. Zentrales Element um erfolgreich zu sein ist... Networking!

China und das Internet
Interessant war am Nachmittag die Fragestellung, ob China das Internet kontrollieren wird. Marc Laperrouza von der London School of Economics zeigte auf, dass es in China über 100 Mio Internetnutzer, mehr als die Hälfte davon hat Breitband Zugang. Blogs gibt es bereits zwischen 1 und 8 Millionen! Die Chinesische Regierung setzt alles daran, dass das Web zu zensurieren und seine Bürger zu kontrollieren - aber die Chinesen wollen wie der Rest der Welt das Internet nutzen können. "All of the big mistakes made in China since 1949 have had to do with a lack of information." sagt Guo Liang, von der Chinese Academy of social sciences in Bejing. Da bleibt uns einfach zu hoffen, dass sich auch in China andere Prinzipien durchsetzen werden und die freie Meinungsäusserung ohne Zensur zunehmen wird. Die vielen bloggenden Chinesen sind ein Schritt in diese Richtung. Bruno Giussani hat das Referat hier zusammengefasst. By the way, Bruno ist unglaublich! Während dem Referat schreibt er fleissig in seinen Blog, um am Schluss noch die Killerfragen an den Referenten zu stellen.

Multitasking - eine gute Sache?
Es gab viele Leute, welche Ihren Laptop dabei hatten - und den auch exzessiv nutzten zum Bloggen, Chatten, Mailen, Gamen, Surfen, Bildupload, Arbeiten,... Auf dem Rückweg nach Bern hatte ich eine angeregte Diskussion mit Stefana Broadbent, unter anderem zu diesem Thema - wie viel Multitasking verträgt der Mensch, respektive ab wann wird es ineffizient mehrere Dinge gleichzeitig zu tun? Die Arbeitspsychologen und Management Gurus predigen ja schon lange, dass man eins nach dem anderen machen soll und sich auf 5 (+/- 2) Ziele fokussieren muss, um erfolgreich zu sein. Ich für meinen Teil versuche herausfinden, welche Dinge ich gut parallel erledigen kann und wann ich um ein sequentielles Vorgehen nicht herum komme. Reflektion ist schliesslich der Weg zur Erkenntnis ;-).

Innovation Labs - so kreiert man institutionalisiert Innovationen
Der Vortrag zum Thema "Innovation Labs" von. Thomas Sevcik stellt fest, dass Leute nicht mehr fokussieren können, weil Multitasking überall Einzug hält. Sein Ansatz; temporäre Innovation Labs einrichten, um vorwärts zu kommen! Diese müssen natürlich gut vorbereitet sein, es sollen Leute mit unterschiedlichem Hintergrund teilnehmen und ein spezifischen Thema in einer bestimmten Zeit behandeln: temporary, guerilla, instant, open, play! Dieser Ansatz bringt neue Ideen, neue Produkte – und neue Freunde hervor. "Innovation Lab is a physical blog on speed.", so sein Schlusswort.

Anonymität im Internet - ein wertvolles Gut
Ein weiteres spannendes Referat kam von Emmanuelle Richard. Sie widmete sich dem Thema Anonymität im Internet. Plastisch vor Augen geführt: Dein Google Cookie läuft im Jahre 2036 ab. "We trust those companies don’t do bad things with our information!" ...aber eben, Vertrauen ist gut und Kontrolle noch besser. Deshalb hier einige Links zum Selbstschutz, denn Data mining, personalisierte Informationen und Transparenz gehören in der globalisierten Netzwelt dazu, und wer das vermeiden will muss sich eben selbst darum kümmern.

Meine Highlights - Semple von BBC und Scoble von Microsoft
Zum Schluss kamen meine zwei Highlights: Euan Semple mit dem Thema "Working In A Wired World" und Robert Scoble mit "Corporate Blogging". Euan arbeitete lange bei BBC als Chef des Knowledge Managements Teams und bewegte einiges bei BBC. Er stellte den Mitarbeitenden Tools zur Verfügung (Blogs, Wikis, Foren,...) um diese zu befähigen möglichst effizient mit Informationen umzugehen und miteinander in einen Dialog zu treten. So sollte es sein, empower your employees! Bei der Financial Times gibt's eine Case Study, und hey - wenn Ihr Euch ein Referat der Lift06 anschaut, dann muss es dieses sein! Hier geht's zu seinem Blog, und hier gibt's seine Consultingdienste.

And last but definitly not least: The Scobelizer himself, Robert Scoble von Microsoft. Er hat sich dem Thema Corporate Blogging angenommen. Es war ein sehr anregendes Referat, und ich finde es beeindruckend wie Scoble das Image von Microsoft beeinflussen kann. Hier einige Quick quotes seiner Kernaussagen in loser Folge, ich denke dies gibt ein gutes Bild ab was Corporate Blogging den Unternehmen bringt!
  • If you don’t get people linked to you, you loose your business.
  • Demonstrate authority, then people link to you. Sharing your thoughts builds relationship.
  • Change is not death, fear of change is death.
  • The word of mouth network is very efficient!
  • RSS Aggreagators are important if you don’t want to lose track. (Siehe dazu mein Beitrag). Your customers can find everyone who says “you suck” or "the problem with product xy is..." on Google.
  • Customers will help you out if you invite them in! This creates trust and participation, and they are emotionally connected and more involved.
  • Blogging is the best relationship building machine.
  • If you blog: be honest, fast and link to things. And: No manipulation, just conversation!
That's it, mehr zur Lift Conference gibt's hier - hope to see you there in 007!

Freitag, Februar 03, 2006

Lift 06 Conference - the day before is the day after, ein Wrap Up des ersten Tag

Halbzeit. Das war ein intensiver Tag gestern an der Lift Conference, aber das Versprechen „A conference about new technologies and people (lift: life ideas future together)“ wurde eingelöst.

Der Groove an der Convention ist angenehm entspannt, das Publikum durchmischt. Diversity par excellence, alt und jung, Männlein und Weiblein, Businessmen und Geeks, bekannte Namen und neue Gesichter,… Was mich erstaunte waren die zum Teil unprofessionell gestalteten Slides und dass die Botschaft trotz ausgewiesenem Expertenwissen einfach nicht rüber kam oder klar formuliert war – zum Glück ist dies nicht nur mir so gegangen.

Hier ein kurzer Wrap Up:

  • Bruno Giussani startete mit einer Keynote, welche einige Fenster öffnete und das ganze Spektrum der elektronischen Kommunikation abdeckte. Interessant die Erkenntnis, dass jeder Mensch potentiell ein Zeuge von Geschehnissen ist und diese auch öffentlich machen kann - und somit die klassischen Medien umgeht. Ich hoffe, dass Bruno uns die Präsentation zur Verfügung stellt damit ich mir das nochmals in aller Ruhe zu Gemüte führen kann.
  • Dann übernahm David Galipeau das Ruder und erläuterte die Problematik von Consumerism vs. Activism. Die Kernfrage, die sich auf Basis einer Umfrage stellt die David letztes Jahr durchgeführt hat, lautet: Wie werden die Bürger des globalen Dorfs vom Konsum in Richtung aktiver Handlungen bewegt? Interessanterweise machen uns da die Politiker und Glaubensgemeinschaften vor, wie das gehen könnte. Kleine Randbemerkung: David hatte in seiner Präsentation einige starke OneWord Slides wie „Me“ oder „God“ – wie Steve Jobs zeigt er uns, dass mehr manchmal weniger ist.
  • Cory Doctorow referierte über Digital Rights Management. Kernaussage: was soll die Leute dazu bewegen, einen Song mit Digital Rights Management zu kaufen wenn genau der gleiche Song gratis im Internet heruntergeladen werden kann? Conclusio: dies kann kein Internet-Businessmodell sein!
  • Bruce Sterling! Der Name sorgte bei einigen Individuen bereits für frenetische Entzückung. Bruce war mir ein Begriff, ich hatte vor etwa 10 Jahren als Grünschnabel ein Buch von ihm gelesen – notabene am Bildschirm, da ich keine Papierversion zur Verfügung hatte. Mein erstes eBook, sozusagen. An den Inhalt erinnere ich mich nicht mehr en detail, aber an die Emotionen: Ich spürte, dass dies ein besonderes Buch war von einem besonderen Menschen, der Visionen hat. Und das machte mich glücklich. Bruce zeigte uns nun auf, wie er die Zukunft sieht, insbesondere mit Objekten wie Spimes und Blobjects. Mehr dazu dürft Ihr im neuen Buch nachlesen, ist eine relativ komplexe Thematik.
  • „Women in technology“ hiess das folgende Panel. Zuerst wurden einige Facts und Figures zu diesem Thema aufgezeigt, welche erschreckend aufzeigen dass es mit der (die?) Frauenpower in der Technologiebranche nicht weit her ist. Warum das so ist gestaltete sich etwas schwieriger herauszufinden, und Patentlösungen hatte auch niemand parat. Robert Scoble meldete sich zu Wort und erzählte von seinen öffentlichen „Blogging Dinners“, an welchen auch praktisch keine Frauen teilnehmen. Darauf kam eine starke Wortmeldung einer Lady aus der ersten Reihe: Frauen müssen sich selbst „empowern“ und nehmen was Ihnen zusteht, sprich sich nicht auf den Goodwill der Männergesellschaft verlassen. Gut gebrüllt, Löwin!
    An dieser Stelle noch ein Hinweis auf die Veranstaltung „Blog Her“, welche den bloggenden Frauen eine Plattform gibt. Wer sich die Panels anhört spürt sofort den kleinen Unterschied. Meine Lieblingssession mit Charlene Li, Halley Suitt und Co. gibt’s hier als MP3.
  • Pierre Dillenbourg machte klar, dass eLearning nicht tot ist. Er zeigte anhand plastischer Beispiele auf, welche Konzepte sich durchsetzen können. Beispielsweise wird an einer Schule der Computer so gut in die Infrastruktur integriert, dass die Kiddies gar nicht merken dass Sie mit einem Computer Lesen und Schreiben lernen. Ein anderes Beispiel sind in einen Tisch eingelassene Mikrofone, welche die Aktivität in einer Diskussion visualisieren – wer zu viel quatscht wird mittels roten Punkten auf dem Tisch gebremst, die Aktivität der anderen Beteiligten lässt sich ebenfalls anhand von Farben abschätzen. Sehr spannend und enthusiastisch vorgetragen, Chapeau!
  • Stefano Mastrogiacomo hatte sich dem Thema „Organizational Design“ vorgenommen. Kernaussage: es gibt keine Organisation, sondern nur Objekte die miteinander interagieren. Oder anders gesagt kann man eine Organisation zwar über Nacht ändern, aber die Objekte interagieren trotzdem nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Interessanterweise sind die heute gebräuchlichen Organisationen oftmals aus dem letzten Jahrhundert (Taylorismus) und für die heutigen Bedürfnisse einfach nicht mehr zeitgemäss. Eine Organisation muss somit über die Menschen anfangen sich zu entwickeln, nicht über die Struktur.
  • Stefana Broadbent von Swisscom Innovations hatte das Schlusswort. Stefana beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen die verschiedenen Kommunikationskanäle einsetzen, bspw. unter welchen Bedingungen ein SMS anstelle einer E-Mail versandt wird oder wann zum Festnetz und wann zum Mobiltelefon gegriffen wird. Die Erkenntnisse dieser qualitativen Studien zeigen auf, dass die Menschen ganz genau wissen, wann Sie welchen Kommunikationskanal einsetzen wollen! SMS beispielsweise ist ein gutes Instrument, um mit seinem erweiterten Freundeskreis in Kontakt zu bleiben oder um sehr persönliche Kommunikation mit seinen engsten Freunden und Familie zu führen. E-Mail dagegen bietet sich an um nicht dringliche Sachen zu organisieren und ist eher ein Medium für weniger persönliche Kontaktaufnahme. Wir dürfen gespannt sein, inwiefern die neuen Medien wie Blogs, Instant Messaging und VOIP die bestehenden Kanäle substituieren wird. Beim „Group Fondue“ diskutierte ich mit Paul Farnell die Highlights. Sein Rating? Na was wohl, die Lady von Swisscom Innovations! Das dachte sich auch das Fernsehen der französischen Schweiz, wo Stefana auch noch ein Interview geben durfte – well done, Stefana!

Nun wurde die zweite Runde der Lift Conference eingeläutet, steigen wir also in den Ring!

Donnerstag, Februar 02, 2006

Lift06 - let's get started!

Smoky mountains high, Colorado… Wenn ich schon um 5 25 Uhr aus den Federn muss, dann wenigstens mit anständigem Sound in den Tag starten. Um 6 08 Uhr war ich bereits am Bahnhof in Bern, nur leider fuhr der Zug bereits um 6 04 Uhr Richtung Genf. Aber kein Problem, eigentlich habe ich sowieso den 6 34 Uhr Zug vorgesehen - und das People Watching am Morgen früh hat einen besonderen Reiz ;-).

In Genf angekommen hab' ich mir mit ein paar Kollegen ein Taxi zur Konferenz geschnappt, und innert ein paar Minuten standen wir schon im "Centre International de Conférences Genève" und waren registriert. Da blieb nur noch die Zeit, kurz einen O'Saft einzuwerfen und ein bisschen zu diskutieren - und schon geht's ab!

Laurent begrüsst sympathisch die versammelte Mannschaft, und Bruno Giussani legt gleich und öffnet einige Fenster. ...und bis jetzt gibt es gerade mal 2 Posts dazu bei Technorati! Ok, es ist einfacher zuzuhören als gleichzeitig zu schreiben. But there is more to come!

Mittwoch, Februar 01, 2006

Kaffeesatz-Vorhersagen 2006 - was sich in der ICT Branche tun wird

Ich habe mich entschlossen, meine im Kaffeesatz entdeckten Vorhersagen für das 2006 doch noch zu publizieren. Folgender Grundsatz nehmt mit auf den Weg: Aufmerksamkeit wird zum entscheidenden Gut in der e-Economy!

Hier nun ein paar bei weitem nicht abschliessende Gedankenanstösse, was sich im Jahre 2006 in der ICT Welt tun wird.

Web-Technologie

  • Best Practices aus dem Internet kommen nun auch in Firmen internen Intranets vermehrt zum Einsatz - und werden sich langfristig bewähren (bspw. Blogging, Tagging, Wikis,...)
  • Thematisch spezifische Nischen-Blogs werden sich behaupten, zu breit gefächerte Blogs untergehen. Corporate Blogging wird nicht mehr ein Hype sein, sondern effizientes Instrument zur Unternehmens- und im Bedarfsfall Krisenkommunikation.
  • Der Siegeszug von Tagging, dem Beschlagworten von Inhalten, ist nicht mehr aufzuhalten und hilft dem Semantic Web, einen Schritt weiter voran zu kommen.
  • Podcasting und Videocasting wird zunehmen, vor allem bei der schreibfaulen Bevölkerung. Wird es sich aber auch in Ländern mit einer geringen Internetpenetration durchsetzen, zumal um einen Podcast zu erstellen gar kein Internetzugang (Telefon reicht) mehr notwendig ist?
  • Das Zielgruppen, resp. Personen orientierte Advertising nimmt noch stärker zu - erfreulicherweise erhalte ich endlich die für mich relevanten Werbeeinblendungen und kann davon profitieren.

Companies & Products

  • VOIP Handys treten Ihren Siegeszug an, mobile Geräte werden noch konvergenter und multifunktionaler.
  • Microsoft wird mit Windows Vista und Office12 einen weiteren Meilenstein in der Computergeschichte platzieren - und den Kampf um das Wohnzimmer weiter anheizen mit Ihrem Home Entertainment Programm.
  • Google wird seine vorherrschende Stellung im Suchmaschinenmarkt halten - und natürlich in andere Bereiche vordringen (Desktop, Advertising, Local Search&Find, ...).
  • Wikipedia und Konsorten setzen Ihren Siegeszug fort, und Wikis werden auch in Unternehmen salonfähig.

Global

  • China wird weiter vorpreschen und mit Indien zusammen einen grossen Wachstumsbereich der ICT-Branche darstellen, was den Markt anurbeln wird. Bald werden auch erste Innovationen aus Asien kommen.
  • In Amerika wird das Thema "Privacy" für hitzige Diskussionen und heisse Köpfe sorgen - und schlussendlich macht die Regierung, was Sie will.
  • Die Verschmelzung zwischen klassischen Geräten und Internetdienstleistungen schreitet voran (mein Kühlschrank bestellt mir endlich rechtzeitig meine Red Bulls, damit ich nicht auf dem Trockenen sitze ;-) ).

What did I miss?!

Alle Auktionen auf einen Klick, eine herausragende Alternative zu eBay und Ricardo

Kürzlich bin ich in einem Blog auf den Link www.alleauktionen.de gestossen, und heute habe ich die Zeit gefunden mir diese Seite mal anzuschauen.
  • 136 Auktionsplattformen werden parallel nach dem gewünschten Suchbegriff durchsucht
  • Die Auktionsplattformen sind auch noch thematisch geordnet, was dabei hilft spezifische Plattformen ausfindig zu machen - bei www.Netcross.de kann man "Devotionalien prominenter Personen für den guten Zweck ersteigern". Nun steht die Domain aber zum Verkauf, war wohl doch nicht so ein einträgliches Geschäft.
  • Interessant ist die Spionfunktion - aktuell wird nach Herzschrittmacher, Berggraben, güldengossa, Taura und Jugendstillampe gesucht :-).

Wenn Ihr in Zukunft auf der Suche nach einem bestimmten Artikel seid empfiehlt sich diese Seite definitiv als Ausgangspunkt!

Dienstag, Januar 31, 2006

Blogpulse Zeitgeist 2005 - die Blogosphäre als Paralleluniversum

Blogpulse, eine Blogsuchmaschine welche auch als Trendmonitor zum Einsatz kommt, hat die im Jahr 2005 in der Blogosphäre aufgepoppten Begriffe zusammengestellt. Und es zeigt sich, dass diese nicht mit dem Zeitgeist der Suchmaschinen übereinstimmen!

  • Interessanterweise ist die wichtigste Person der imaginäre Harry Potter, gefolgt von Präsident Bush und Papst Johannes Paul dem II - sein Nachfolger, Joseph Ratzinger, taucht in den Top25 dann gar nicht erst auf!
  • bei den TopMovies rangiert "Sin City" auf Platz eins, gefolgt von Star Wars und dem grandiosen "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy". Harry Potter ist abgeschlagen auf Platz 9, und von Mittelerde spricht kein Mensch mehr. Bei Google sah das gaaaaanz anders aus...
  • Bei den TopEntertainers stehen ähnliche Personen wie bei Google im Rampenlicht:
    Janet Jackson, Brad Pitt, Michael Jackson, Britney Spears, Angelina Jolie - interessante Ausreisser sind aber Kelly Clarkson (American Idol), Tim Burton und Johnny Depp.

Fazit: Die Blogosphäre scheint ein bisschen anders als der Rest der Welt zu ticken, ein Paralleluniversum wo vieles gleich ist, aber manches doch erfrischend anders. Das ist es doch, was die Faszination des Bloggens ausmacht!

via blue

Montag, Januar 30, 2006

Resultate der Euroblog 2006 Umfrage - Kommunikationsfachleute wissen Bescheid!

Kürzlich wurden die Resultate der "Wie ich blogge?" Umfrage veröffentlicht, und nun stehen die der "Euroblog 2006" ins Haus. Zielgruppe waren Personen aus dem Public Relations und Kommunikationssektor, die komplette Präsentation gibt es hier als pdf.

Unter dem Strich kam dabei raus, dass die Kommunikationsfachleute recht gut Bescheid wissen und das Medium Blog auch einsetzen. Es gibt teilweise noch einige Berührungsängste, ich gehe aber davon aus dass diese in den nächsten Jahren definitiv verschwinden werden.

Ein wichtiges, aus meiner Sicht nicht einfach zu lösendes Problem, wurde erkannt: der Umgang mit Feedbacks ist aufwändig und - dies kommt auch ganz klar aus der Umfrage hervor.

Hier die Erkenntnisse en detail:
  • Rund 2/3 der Umfrageteilnehmer sind mit Blogs vertraut, 68% schreiben selbst oder lesen mit - aber nur 36% nutzt Blogs wöchentlich.
  • 42% planen, innerhalb eines Jahres einen Blog zu starten, 32% sehen davon ab.
  • Faktoren, warum Blogs nicht genutzt werden:
    - unsichere Technologie
    - mangelnde Feedback Kontrolle
    - Keine Ressourcen (Budget, Personal,...)
    - Unklare Vorteile
  • Limitierende Faktoren für die Nutzung von Blogs sind vor allen Dingen:
    - Reaktionen auf Feedbacks der Nutzer
    - Erstellung von Inhalten, generieren von Ideen
    - Implementation von Blogs in Kommunikationsstrategie
    - Fehlende Möglichkeit zur Kontrolle der Inhalte
  • Chancen beim Einsatz von Blogs
    - Feedbacks der Nutzer
    - Übersicht der Themen in diesem Umfeld
    - Rasche Reaktionsmöglichkeit auf aktuelle Themen
    - Authentische, persönliche, direkte Kommunikation
    - Erreichen neuer Zielgruppen
    - Einbezug der Mitarbeitenden
Die Eckdaten der Umfrage waren wie folgt:

  • Online Fragebogen im November/December 2005 mit 25 Fragen
  • Teilnehmer
    - 587 PR Professionals aus 33 europäischen Ländern
    - 71% unter 40 Jahre
    - 52% männlich, 47% weiblich
    - 48% mit einer akademischen Bildung
    - 39% in einer Senior Management Position
    - 59% arbeiten in Kommunikationsabteilungen
    - 81% in Abteilungen mit bis zu 10 Personen

Doodle.ch - so einfach lassen sich Termine finden!














Termine suchen wird zum Kinderspiel. Ja, wirklich - unter http://www.doodle.ch/ kann jeder einfach seine Präferenzen bezüglich des nächsten Klassentreffens etc. eintragen. Hier ein Beispiel, und wem das noch nicht reicht: Doodle wurde vom Chefredaktor von InfoWeek.ch zu seinem persönlichen Produkt des Jahres 2004 gewählt. Weitere Stimmen zu Doodle gefällig?

Sonntag, Januar 29, 2006

Wer mit wem - Parteispenden mit Google Maps öffentlich gemacht

Andere Länder, andere Sitten. In den Vereinigten Staaten sind alle Wahlkampfspenden der letzten Präsidentenwahl im Internet frei zugänglich.
  • John Kerry greift sich selbst grad mal mit mickrigen 25 000$ unter die Arme.
  • Hier kann man schauen wie spendabel die Schönen und Reichen in Beverly Hills 90210 sind!
  • Und warum spendet die liebe Alice Lainer gleich doppelt (siehe unten), einmal 25 000$ an DNC (Democratic National Committee unter Howard Dean) und dann läppische 2000$ an Joe Lieberman? Ui, wenn das der Joe rauskriegt...

Ob bei uns in der Schweiz eine solche Transparenz möglich wäre?!

Samstag, Januar 28, 2006

Wurm infiziert Blogosphäre

Blog.Worm

Und noch ein (Schweizer) Blog Contest - "Die goldene Maus"!

Selbst wenn die Schweizer Blogosphäre noch in den Kinderschuhen steckt, zumindest gibt's jetzt bereits einen zweiten Blog-Contest (nebst den Swiss Blog Awards) ! Aus dem Blog der Veranstalter kommt folgende frohe Kunde:

"Der Wettbewerb "Die Goldene Maus" existiert bereits seit längerer Zeit und wurde ursprünglich zur Förderung der Integration von ICT ins Bildungswesen ins Leben gerufen. Die Jury hat beschlossen, dieses Mal nicht "klassische" Websites, sondern Schweizer Blogs auszuzeichnen, und zwar vier aus den Bereichen

  • Bildung
  • Kultur
  • Politik
  • "Leben" (ein Sammelgefäss, in das vieles hineinpassen könnte)

Es werden in jeder Kategorie mehrere Blogs nominiert. Die vier Gewinner der Kategorien erhalten als Preis je CHF 4'000. Die Website der Goldenen Maus (de/fr) mit allen offiziellen Informationen zum Wettbewerb findet sich unter http://www.goldenemaus.ch/."

Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Integration von ICT ins Bildungswesen zu fördern ist. Blogs dienen in diesem Bereich als Informationsquelle, ermöglichen aber (jungen) Menschen auch, sich kreativ auszudrücken und mit Gleichgesinnten in Kontakt und Dialog zu treten. Durch diesen spielerischen Umgang mit der Informationstechnologie wächst die Medienkompetenz, welche in der heutigen Zeit unabdingbar ist.

Am besten stecke ich gleich mal meinen Kollegen von der Swisscom Berufsbildung mit Ihrem innovativen Lehrlingsausbildungs-Modell (pdf) und denen von "Schulen ans Internet", dass Sie mit Ihren Bestrebungen leider nicht nominiert werden - und sich somit schleunigst einen Blog zulegen sollten, um ein Stück vom Käse abzubekommen!

Freitag, Januar 20, 2006

Bye Bye Jens Alder - mein Chef geht, Swisscom verliert heute ein Stück Identität

Was die Spatzen von den Dächern pfiffen wollten wir nicht wahrhaben. Swisscom ohne Jens Alder? Unvorstellbar! Aber seit jetzt und heute Realität.


Jens Alder tritt als CEO von Swisscom zurück und verlässt das Unternehmen. Mit ihm geht ein Stück Identität und Selbstvertrauen von Swisscom. Und das schmerzt.

Ich habe immer grosse Stücke auf meinen Swisscom Boss gehalten. Eloquent, intelligent, gebildet, mit Schalk und einem verschmitzten Lächeln - so habe ich ihn wahrgenommen.

Mein persönlicher Kontakt belief sich leider nur auf ein flüchtiges "Grüessech Herr Alder" auf der Toilette und der Teilnahme an einigen CEO Roadshows. Seit 8 Jahren bin ich bei Swisscom, und habe die Karriere von Jens Alder und die Entwicklung des Unternehmens hautnah miterlebt. Es wurde viel erreicht - und gibt noch einiges zu tun. Was aber in den letzten Monaten passiert ist, sprich die Schachzüge und das Taktieren der Regierung, hat für mich einen schalen Nachgeschmack und letztendlich zum Bauernopfer Jens Alder geführt.

Lieber Jens Alder, ich hoffe Du schaust stolz auf das Geleistete zurück und voller Vertrauen in die Zukunft, getreu nach dem Motto: "Life is a journey, not a guided tour."

Doch genug der Lobhudelei - der geneigte Leser wird in diesem Fall meine Emotionen sicherlich goutieren. Wie geht's nun weiter mit Swisscom?

Carsten Schloter, früherer CEO von Swisscom Mobile, wird ab nun die Geschicke und Geschichte von Swisscom prägen. "Wenn nicht er, wer dann" - sagt mancher, insbesondere natürlich meine Kollegen von Swisscom Mobile ;-). Ein herausragender Leistungsausweis und nicht zuletzt sein fliessendes Französisch haben ihn auf den Chefposten gehievt.

Seine deutsche Herkunft wird ihm kein Bein mehr stellen, inzwischen ist er in der Schweiz praktisch assimiliert und hat Swisscom Mobile zu einem festen Wert in der Mobilfunkbranche etabliert. In Zukunft hat Swisscom mit Carsten Schloter an der Spitze auch noch einiges vor im Schweizer ICT Markt.

Das Sesselrücken geht nun los, denn wie jeder andere neue CEO wird Carsten Schloter ausgewählte Positionen neu besetzen und die Schaltzentrale nach seinen Vorstellungen einrichten - wir dürfen vor allen Dingen gespannt sein, wer neuer CEO von Swisscom Mobile wird. Vielleicht ein Topkader Mitglied der Swisscom Gruppe, ein Externer - oder rutscht gar jemand aus seinem bisherigen Führungsteam nach?

Die nächsten Wochen und Monate werden es zeigen. Doch wie kam es eigentlich zum Eklat, dass Jens Alder den Sessel räumen muss?

  • Seit geraumer Zeit prüfte Swisscom, ihre finanziellen Mittel in verwandte Märkte zu investieren. Eine Übernahme von ausländischen staatlichen Telekomfirmen wie Cesky Telecom, Telecom Austria und vor einigen Wochen Eircom scheiterteten aber immer.
  • Das öffentliche Veto des Bundesrats gegen den Kauf der irischen Eircom führte dazu, dass neue strategische Ziele für Swisscom definiert wurden - Auslandsbeteiligungen an Grundversogern (also dort wo Swisscom sich auskennt...) kommen nun nicht mehr in Frage.
  • Der Bund möchte auch die Mehrheitsbeteiligung an Swisscom loswerden und damit die Staatskasse mit einer Finanzspritze beglücken. Dies hat faktisch eine Privatisierung der Swisscom zur Folge - sofern das Volk dafür grünes Licht gibt. Wer sich den tauchenden Aktienkurs in der Grafik im Vergleich mit dem SMI anschaut versteht die Regierung nicht, denn der forcierte Rücktritt von Jens Alder wird nach dem eh schon gesunkenen Vertrauen der Anleger zu einer gewaltigen Wertvernichtung führen.
  • Zudem steht ein neuer Verwaltungsratspräsident ins Haus, denn Markus Rauh (links im Bild mit roter Krawatte) wird von Anton Scherrer (rechts), ehemals Migros Chef, abgelöst. Jens Alder und Markus Rauh haben in den letzen Jahren gemeinsam das Unternehmen Swisscom durch schwierige Zeiten manövriert, doch die Sparringspartner wechseln nun.

Unter diesen Bedingungen scheint ein Jens Alder nicht mehr glaubwürdig die Interessen von Swisscom vertreten zu können. Nachdem er in den letzten Jahren für eine Auslandsinvestition gekämpft hat müsste er jetzt vor Mitarbeitenden, Politik und Investoren eine 180° andere Meinung verkünden.

Eine Ära geht zu Ende, möge eine neue beginnen!




Montag, Januar 16, 2006

Die Erkenntnisse der Umfrage "Wie ich blogge"

Fleissige Blogleser sind im Herbst 2005 überall auf diesen grellgrünen Teaser gestossen und haben den auch fleissig geklickt.

Nun sind die Ergebnisse der Umfrage „Wie ich blogge?!“ raus, rund 5.246 Personen (wovon 84 Prozent aktive Blogger sind) gaben Ihre intimen Details zum Bloggen bekannt. Es sind keine bahnbrechenden Erkenntnisse herausgekommen, das hätte mich auch überrascht. Aber die Umfrage ist eine solide Referenz und Bestandesaufnahme der Blogosphäre. Den kompletten Bericht gibt's hier als pdf Datei.

Über die Blogger
Wie erwartet ist das soziodemographische Profil der Blogger: Pioniernutzer neuer Internet-
Technologien (hohe formale Bildung; um die 30 Jahre alt; oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung) - und, was mich erstaunt, ein ausgeglichenes Verhältnis von Männlein und Weiblein - aber bei den Teenies sind die Frauen deutlich in der Überzahl!

Warum bloggen
  • "Die häufigsten Gründe für das Führen eines Weblogs sind Spass und Freude am Schreiben sowie der Wunsch, Ideen und Erlebnisse für sich selbst festzuhalten.
  • Inhaltlich dominieren Berichte aus dem Privatleben sowie (etwas seltener) dem schulischen, studentischen oder beruflichen Alltag.
  • Fotos und Bilder sowie Verweise auf andere interessante „Fundstücke“ im Netz werden ebenfalls von einer Mehrheit im Weblog publiziert.
  • Weniger als ein Drittel der Autoren bloggt unter einem Pseudonym oder völlig anonym; die Mehrheit gibt in Beiträgen oder auf gesonderten „about me“-Seiten Hinweise auf ihre realweltliche Identität.

Und wer liest und schreibt mit?

  • Nahezu alle Autoren erlauben Kommentare in ihrem Weblog, wobei oft nur wenige Beiträge tatsächlich zu Rückmeldungen der Leser führen.
  • Zum Leserkreis vieler Weblogs gehören sowohl Freunde der Autoren als auch Personen, die die Autoren nicht persönlich kennen.
  • Etwas mehr als die Hälfte der Autoren führt eine Blogroll, in der sie vor allem auf solche Weblogs verweisen, die sie selber gerne lesen oder die Freunde von ihnen führen. Mit steigendem Alter des Weblogs wächst der Umfang der Blogroll, sinkt aber die Aktualisierungshäufigkeit.
  • Von den knapp vier Prozent ehemaligen Bloggern, die an der Umfrage teilnahmen, hat etwa die Hälfte ihr Weblog schon nach höchstens drei Monaten wieder beendet. Wichtigster Grund für die Aufgabe war, die Lust daran verloren oder es als zu zeitaufwändig empfunden zu haben. Für diejenigen, die ihr Weblog länger führten, gewannen allerdings Bedenken zur Privatsphäre an Bedeutung.
  • Nur eine Minderheit der Befragten liest mehr als zehn Weblogs regelmässig; dominierende Erwartung an das Medienformat sind die Möglichkeit zu Kommentaren, die persönliche Meinung des Autoren in den Beiträgen zu erkennen, ein lockerer sprachlicher Stil und das Publizieren von Inhalten, die in anderen Medien nicht vorzufinden sind.

Blogssoftware

  • Etwa 60 Prozent der Autoren führen ihr Weblog bei einem Provider, wobei twoday.net, myBlog.de und blog.de in der Stichprobe am Häufigsten vertreten sind. Unter den Stand-Alone-Systemen dominiert Wordpress mit deutlichem Abstand vor Serendipity. Die Zufriedenheit mit der jeweiligen Weblog- Software und einzelnen Aspekten variiert zwar in einzelnen Punkten, ist aber im Grossen und Ganzen recht hoch."

Sonntag, Januar 15, 2006

Immer aktuelle Fotos auf dem Nachttisch mit dem Flickr LCD Frame

Das Foto auf dem Nachttisch von Deiner/m Liebsten hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ich weiss. Also schmeiss es weg, denn jetzt gibt es den "Flickr LCD Frame"!

Dieser ermöglicht es, immer aktuelle Bilder mittels RSS-Feed von Flickr (oder via Mail) als Slideshow mit bis zu 30 Bildern anzuzeigen. Das Teil muss via PC konfiguriert werden und läuft dann ohne Benutzereingriff, einzig WLAN Zugang wird vorausgesetzt. Einen Haken hat das Ganze: es kostet 250$ !

Mittwoch, Januar 11, 2006

Swisscom verdreifacht ADSL-Bandbreiten - und hat noch einiges in Petto

Ha, darauf haben wir gewartet! Swisscom hat heute morgen angekündigt, dass in den kommenden Monaten die Bandbreiten für ADSL-Anschlüsse je nach Angebot um mehr als das Dreifache erhöht wird. Die neuen Angebotsprofile sind durch die maximal erreichbare Bandbreite definiert - der Kunde erhält die maximal mögliche Datentransfer-Leistung von seinem abonnierten Profil. Die Übersicht der Bandbreiten Zuwächse:

Das ist erfreulich zu hören, wer bekommt nicht gern mehr Leistung zum gleichen Preis. Aber das kann ja nicht reine Nächstenliebe sein, oder? Man hat ja einiges gehört nachdem der Bund die neuen strategischen Ziele (als pdf - mein Kollege hat heute morgen angemerkt: "Das sind keine Ziele, sondern Rahmenbedingungen!").

Da Swisscom nun im Ausland nur bedingt Wachstumschancen hat, muss im Inland investiert werden um möglichst viele Kunden zu halten/gewinnen. "Die Schweiz hat Priorität", sagt Jens Alder. Aus der Welt der Telefonie und des Internets dringt Swisscom nun in eine neue Welt, die Fernsehwelt, vor - und bietet damit echtes Triple Play.

  • Dafür werden massive Investitionen in das neue VDSL Netz (Downloadraten bis 50 Mbit/s) vorgenommen,
  • damit nach einer erfolgreichen Lancierung von Bluewin TV die Dienstleistungen für die Kunden stetig erweitert werden können.
  • Und um die Konvergenz zu vervollständigen steht Swisscom Mobile vor der Einführung von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), einer neuen Übertragungstechnologie für den Mobilfunkstandard UMTS (Downloadraten bis zu 14,4 Mbit/s).

Das Jahr hat gerade erst begonnen - und verspricht spannend zu werden, da auch Cablecom mit Ihren Quadruple-Play Angeboten (Medienmitteilung als pdf) den Markt aufmischt!

Das Blogmonitoring Kochbuch - in 3 Schritten erfährst Du alles, was über Dein Blog/Deine Firma geschrieben wird

Die meisten Blogger stellen sich wohl die Frage, auf was für eine Resonanz Ihre Beiträge stossen. Und schauen dann mal bei Technorati vorbei um Ihre Neugier zu befriedigen. Aber auch für Firmen wird es aber immer wichtiger, über das Auftauchen Ihrer Produkte und Dienstleistungen und nicht zu letzt Ihrer Marke in der Blogosphäre Bescheid zu wissen!

Deshalb habe ich hier ein erstes rudimentäres Rezept zusammengestellt, mit dem Ihr Euch in zehn Minuten ein Monitoring aufbaut. Die Zutaten sind wie folgt:

  • Zu monitorende Begriffe (Blogname, Firmenname),
  • einen Newsreader (RSS/Atom) und
  • eine handvoll Blog Suchdienste im Internet

Das alles geschüttelt und nicht gerührt ergibt dann einen wunderbaren Cocktail zum Bestaunen.

  1. Also, man nehme sich einen Newsreader und installiere den (Mein Tipp: SharpReader, hier gibt's weitere)
  2. Dann abonniert Ihr folgende Links im Newsreader ("webonomy" im Link durch den gewünschten Begriff ersetzen!)
    - http://www.blogdigger.com/search?q=webonomy&sortby=date&type=rss
    - http://www.blogpulse.com/rss?query=webonomy&sort=date&operator=and
    - http://feedster.com/search.php?q=webonomy&sort=date&ie=UTF-8&hl=&content=full&type=rss&limit=15
    - http://www.google.ch/blogsearch_feeds?
    hl=de&q=webonomy&btnG=Blogs+durchsuchen&scoring=d
    &num=100&output=rss

    - http://www.icerocket.com/search?tab=blog&q=webonomy&rss=1
    - bei www.technorati.com müsst Ihr Euch zuerst registrieren und könnt dann eine Watchlist erstellen und diese via RSS abonnieren

    Für Firmen gibt's auch noch eine praktische Newssuche (leider vorerst nur auf Englisch)
    - http://news.google.com/news?q=webonomy&output=rss
    - http://news.search.yahoo.com/news/rss?p=webonomy&sm=Yahoo%21+Search&toggle=1&ei=UTF-8

    Wenn Du noch eine Statistik über die Besucher Deines Blogs haben willst versuchs mal mit
    - http://www.pubsub.com/site_stats_feed.php?site=URL-deines-Blogs
    - oder mehr hier
  3. Und lasst Euch überraschen :-)!

Sinnvollerweise gliedert Ihr die verschiedenen Beiträge alphabetisch um Dubletten (wovon einige auftauchen werden!) auszusortieren

Was mich interessieren würde: Wie geht Ihr vor um auf dem Laufenden zu bleiben?

Donnerstag, Januar 05, 2006

Top Searches 2005 - kongruenter Zeitgeist bei eBay und Google

Pünktlich zum Jahresende hat nach Google auch eBay die Top-Suchbegriffe des Jahres 2005 herausposaunt.

"Die Statistik belegt: Esprit ist der meist gesuchte Begriff im 2005 – BMW und Handy komplettieren die Top 3. Aber auch Ratzinger und Robbie Williams die großen Gewinner / Harry Potter, Fossil und DVD als Dauerbrenner" mehr bei eBay direkt.

Klar, bei Google suchen wir nicht nach Konsumgütern wie Esprit und BMW. Bei Froogle, der Preisvergleichsmaschine von Google, schon eher. Aber dort gehen die ersten zehn Plätze ausnahmslos an technische Gadgets, vier Positionen der Top Ten haben sich die verschiedenen IPod Varianten unter den Nagel gerissen (sic!). Was schliessen wir daraus? Froogle User sind Gadget Fans und Hinter-dem-PC-Hocker, eBay Nutzer drücken Ihre tollen Esprit Kleider und neuen Schlitten lieber der ganzen Welt aufs Auge.

Interessant wird es aber bei den aktualitätsgetriebenen Suchbegriffen! Dort ist das Bild schon deckungsgleicher. Sowohl der neue Papst Ratzinger führte zu wilden digitalen Wühltischrangeleien...


(Google Zeitgeist 2005)

...als auch die für jeden Haushalt unabkömmlichen Requisiten rund um Harry Potter und dem Herrn der Ringe konnten sich führende Plätze ergattern.


(Google Zeitgeist 2005)

Somit schliesst sich der Kreis und ich darf beruhigt zur Kenntnis nehmen dass sich die Welt doch überall gleich dreht. Ausser... Robbie Williams Stern ist am Sinken, denn bei Google krähen die Hähne, im Gegensatz zu eBay, zu wenig laut nach dem Sex'n'Drugs'n'Rock'n'Roller. Naja, seine Tournee dieses Jahr wird der Platzierung im Suchmaschinenranking sicher wieder entgegenkommen.

Sonntag, Januar 01, 2006

Wie man seine Domains NICHT nennen sollte

Einige Domainnamen, welche bei der Namensgebung definitiv daneben gegriffen haben :-). Vielleicht sollten sich diese Domainhalter für das neue Jahr den Vorsatz nehmen, Ihre Eigenwerbung zu überdenken.
  1. 'Who Represents?' A company database for agencies to the rich and famous. http://www.whorepresents.com
  2. Experts Exchange. A knowledge base where programmers can exchange advice and views. http://www.expertsexchange.com
  3. Looking for a pen? Look no further than Pen Island... http://www.penisland.net
  4. Need a therapist? Try here. http://www.therapistfinder.com
  5. Mole Station Native Nursery, based in New South Wales. http://www.molestationnursery.com
  6. Gas central heating anyone? http://www.gasheating.co.uk

Gefunden via Spleen.