a) am Wochenende das Handy in Connecticut vergessen hatte und dieses nun holen musste,
b) sich wegen der Schweinegrippe sicherheitshalber untersuchen lassen musste (und bereits über 20 andere Personen auf den Doc warteten - Resultat noch ausstehend),
c) die Schweizer Freunde von der Reise doch etwas angeschlagen waren und
d) ich dann alleine auf die Einladung zum Dinner mit anschliessendem Konzert von Michael Beauchamp and the Barn Roughs zurück kommen konnte. Bin wirklich dankbar dass mich die New Yorkies so freundlich aufnehmen und ich nicht alleine im Big Apple versauere.
Um 18 Uhr traf ich mich mit Bernie und Anja, und wir genossen die Aussicht auf dem sich drehenden Restaurant im Marriot Hotel. Während die zwei sich entschieden, den Times Square unsicher zu machen, hetzte ich Richtung Brooklyn davon. Wir hatten um Viertel vor Acht im Lazy Catfish abgemacht, einen gemütlichen Lokal, das ich (wie man sich das von uns Schweizern gewohnt ist) pünktlich auf die Minute genau erreichte. "I'm super late", liess mich gleichzeitig die SMS auf dem Handy wissen.Doch die Viertelstunde Verspätung war halb so wild, da der andere Teil unseres Trios bereits da war. Die Jungs an der Bar und Nebentischen waren damit beschäftigt, sich zu betrinken und bereits voll im Baseballfieber. Während dessen trällerten Klassiker von Aerosmith, Edith Piaf, Neil Diamond und Co. aus den Musikboxen, und ich lernte dabei so wesentliche Dinge wie was eine "Baby shower party" ist, dass das WG-Leben nicht immer gerecht ist und wie man Songs schreibt...
Das Essen für die Vegetarier unter uns war bescheiden, ich entschied mich für ein Cheese Sandwich mit Pommes - und merkte, dass ich mir wirklich mal einen Laden mit anständigem Brot und Käse suchen muss und kein Freund der frittierten Esswaren bin. Käse und Brot, einige der wenigen Dinge, die ich bis jetzt vermisse.
Wir liefen dann rechtzeitig los, das Lokal "Pete's Candy Store" war ein paar Blocks weiter. Ich sah zwei Typen im Auto sitzen, und mit einem Instrument spielen. Noch bevor ich etwas dazu sagen konnte öffnete sich die Tür, und alte Bekannte fielen sich um den Hals. Das Konzert war auf halb elf Uhr angesagt, eher spät für einen Montag Abend. Einer der Bands war offensichtlich das Gras ausgegangen, und um die Kreativität zu stimulieren musste da für Nachschub gesorgt werden. Telefonnummer und Codewort wechselten den Besitzer.
Das Konzert fand in einem umgebauten Zugwagon statt, hier ein paar Impressionen dazu. Zuerst kam die Vorgruppe...
Ich gönnte mir ein paar Stunden Schlaf. Als mich am Morgen die Sonne wachküsste, entschied ich mich, nicht darauf einzugehen und weiter zu schlafen. Bis es dauernd klapperte, und ich mit einem Seitenblick feststellte, dass der Fensterputzer sich an meinem Ausblick zu schaffen machte. Good morning then!
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