Ankunft in New York. Die Immigration hatten wir innert Kürze durchlaufen, schnappten unser Gepäck und machten uns auf Richtung Manhattan. Am preislich attraktivsten sei es mit der Bahn zur Penn Station zu fahren, hiess es. Wir stiegen also ein und fuhren los. Nach ein paar Minuten kamen wir bereits an der Penn Station an und suchten uns ein Taxi. Der Fahrer eröffnete uns, dass wir hier in New Jersey seien – und nicht Manhattan! Dies passiere aber regelmässig…
Da es gerade anfing zu giessen hatte ich keine Lust mit dem ganzen Gepäck nochmals auf den Zug zu springen und wir leisteten uns eine Spazierfahrt durch New York’s Vorort. Der Taxifahrer schlängelte sich durch den Verkehr und bog dann abrupt in eine Seitenstrasse ein. Links und rechts plötzlich nur noch alte Fabriken, keine Autos uns Menschen mehr… wir tauschten einen bedeutungsschwangeren Blick aus und ich zückte meine Kreditkarte … als der Fahrer souverän auf die Strasse zum Highway einbog.
In Manhattan angekommen verfuhr er sich einige Male und begann in einer fremden Sprache zu fluchen, bevor er dann unser Hotel ausfindig machte und sein Vehikel einparkierte und damit dem Hupkonzert hinter ihm ein Ende setzte.
Wir bezogen unser Zimmer – oder so was ähnliches. Naja, dafür waren wir direkt hinter dem Empire State Building inmitten der pulsierenden Stadt. Wir machten uns frisch, ich genehmigte mir einen Monster Energy Drink (was für Fernfahrer entwickelt wurde kann für „ÜberDenTeichFlieger“ nicht allzu schlecht sein) und dann freuten wir uns auf einen gemütlichen Abend.
Markus, ein Geschäftspartner von mir, holte uns im Hotel ab. Er ist Schweizer, lebt und arbeitet aber schon seit Jahren in New York. Wir fuhren mit der Subway Richtung „Uptown“ in ein asiatisches Restaurant und genehmigten uns ein leckeres Abendessen. Die Portionen waren, wie nicht anders erwartet, „King Size“. Gesättigt fuhren wir weiter zum „Times Square“. Viele Einheimische meiden diesen Ort wie der Teufel das Weihwasser, und vor ein paar Jahren noch war hier ein Sündenpfuhl - doch unter Rudy Giuliani hat sich die Gegend zum Nabel der Welt gemausert.
Markus, der in Manhatten wohnt, verstand es uns Touris zu beeindrucken. Im Marriot Hotel am Square fuhren wir mit dem Lift bis zuoberst hoch – und sahen rundherum die Wolkenkratzer gen‘ Himmel zeigen. Doch damit nicht genug. Diese Plattform drehte sich, und nach einer Stunde waren wir einmal rund herum und konnten Blicke auf das Empire State Building, Chrysler Building, Pan Am Building und so weiter erhaschen. Diese Aussicht sollte man sich nicht entgehen lassen!
Doch alles hat ein Ende, und wir verabschiedeten Markus und schlenderten noch ein bisschen durch die Strassen, um dem Jetlag ein Schnippchen zu schlagen und die Müdigkeit aus den Gliedern zu verscheuchen.
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