Montag, Mai 25, 2009

American Adventure: Survival of the fittest

Wir sitzen im Bryant Park und geniessen die letzten Sonnenstrahlen. Ein Mann kommt auf uns zu, und grinst uns freundlich mit seinem letzten Zahn an. Er sei homeless und verkaufe eine Zeitung für 2 Dollar, ob wir interessiert seien. Ich habe noch ein paar Scheine in der Tasche und greife zu.

Wir kommen ins Plaudern, er sei von Barbados, hier aufgewachsen, wie uns denn Bridgetown gefallen habe, und ja natürlich sei es ganz anders da, was den Zusammenhalt der Sippe angehe, und im Winter gehe er dann wieder zurück in die Heimat, wir sollen ihn gefälligst besuchen kommen, seine Mutter selig habe ihm da ein wenig vermacht.

Gebildet ist der Mann, wache Augen, registriert die feinen Details und geht darauf ein. Ich getraue mich nicht zu fragen, warum dass er jetzt auf der Strasse lebt. "Survival of the fittest", und manchmal braucht es einfach verdammt wenig um durch die Maschen im Netz der Gesellschaft zu fallen.

Ein Lachen, gute Vibes, frische Ideen, Gesellschaft und Essen gebe ich gerne und jederzeit kostenlos weiter. Wenn aber jemand Geld von mir will, erwarte etwas dafür, sei es Musik, eine gute Story (ob erfunden oder wahr ist sekundär) oder eben eine Zeitung. Nur zu Geben, um das eigene Gewissen zu befriedigen, das bringt niemanden weiter.

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