Das praktische an der Überfahrt von Southampton nach New York ist die Zeit, die man gewinnt: jeden Tag werden die Uhren eine Stunde zurück gestellt. Im Gegensatz zum umgekehrten Weg.
Die Gäste schlafen überall. Im Kino, Konzert, in der Bibliothek – aber wenigstens wird nicht geschnarcht.
Bei den Performances wird zu Beginn jeweils darauf hingewiesen, dass Filmaufnahmen verboten sind und bei Fotografien der Blitz auszuschalten sein, damit die Künstler nicht verletzt werden (sic!).
Warnungen gab es all überall, dabei sind wir ja noch gar nicht in den USA? Beim Duschen bitte das Wasser auf die Temperatur prüfen bevor man sich darunter stellt, schnelle Schnitte im Kinofilm und die Stroboskope in der Disko sind für Epileptiker nicht geeignet.
Harry, der Pianist, preist seine CD damit an. Er müsse damit seine 11 hungernden Kinder zu Hause ernähren.
Die Stille in der Bibliothek wurde nur vom Klacken des Gehstocks unterbrochen. Das Holz des Schiffs knirscht und knackst im Rhythmus des Wellengangs.
Der Kapitän Nick Bates hat in seinem Buch „A pinch of salt“ seine Erlebnisse auf der QM2 niedergeschrieben. Kann man sicher auf Amazon bestellen, bin gespannt was er damit an Umsatz macht.
Die (Ami?) Kids sehen den Eltern wie aus dem Gesicht geschnitten aus - wie aufgeblasene Luftballons.
Kaum liessen es die Temperaturen und die Sonne zu, ging das Wettrösten los. Die „Lobster“ liessen sich am nächsten Tag strahlend bestaunen. Ehrlich, ab so viel Ignoranz und Übernahme von Selbstverantwortung kann ich nur staunen.
Die philippinschen Kellner schmetterten eine Geburtstagshymne nach der anderen hin. Mein Kellner Raffael hatte gerade in Southampton wieder auf dem Schiff eingecheckt, nach 3 Monaten Auszeit zu Hause bei seiner Frau und seinem Sohn. Die nächsten 9 Monate ist er wieder auf See.
Für 2 Stunden Internet Zugang sind fast 50$ fällig, für 8h knapp 170$... dieses mal ohne mich.
Er ist ab. Der Bart. Nach über 10 Jahren war es an der Zeit, auch diesen Zopf mal abzuschneiden. Gefällt mir gut beim zweiten Hinkucken.
1018 Fuss lang ist die Queen Mary 2. Wer damit nichts anfangen kann, dem sei gesagt dass es der Eiffelturm auf nur 984 Fuss bringt. Das Schiff ist auch länger als die britische Tower Brücke, resp. länger als 3 Fussballfelder. Mit über 150'000 Tonnen bringt sie auch ein anständiges Gewicht auf die Waage.
Ach ja, da bin ja noch ich - muss noch ein bisschen an meiner Fotogeni(ali)tät arbeiten, nobody is perfect - kommt aber.
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