Der Flug von Honolulu nach Houston war gemütlich, leider schaffe ich es nicht im Flugzeug zu schlafen. Andreas Altmann, Schreiberling mit Klasse, half mir dabei, auf dem Flug über den Pazifik eine Reise durch gelobte Land anzutreten.
„Im Land der Freien – Mit dem Greyhound durch die USA“ heisst die Lektüre (Leseprobe hier). Auch sein Buch „Weit weg vom Rest der Welt“ ist mir auf dieser Reise schon zum Opfer gefallen, und „Getrieben“ wird folgen. Zügig, ohne Schönfärberei und Lamentieren, bereichernd und berauschend, führt der Autor seine Erlebnisse und Erkenntnisse auf und aus.
Ankunft in Houston am George Bush Airport um 7:45 Uhr morgens. Mein Sitznachbar und ich machen uns auf den Weg ans Rollband, um unsere Koffer in Empfang zu nehmen. Das geht einigermassen zackig, und ich nehme meinen Dodge in Empfang und brause los Richtung Sam Houston Race Park.
Das ist einfacher gesagt als getan, mein mitgebrachtes GPS Gerät mit der 2 Jahre alten Karte fand den Ort nicht. Nach einigem Rumkurven hat man sich meiner erbarmt und ich traf im „Best Western Sam Houston Inn & Suites“ ein. Es war kurz vor 10 Uhr, und mein Zimmer bereits bezugsbereit um mich frisch zu machen sowie Kamera und Laptop mit Saft zu versorgen.
In der Nähe des Hotels erwartete mich das „Willie Nelson 5th of July Picnic“. Was nach Familienplausch tönt ist ein ausgewachsenes Country Festival. Der Fussmarsch vom Hotel zum Park wäre nicht wirklich weit, aber das Gelände schlecht begehbar. Mein Dodge und ich fuhren also die paar Minuten und waren gegen 12 Uhr bei den Ersten, die Einlass begehrten.
Beim Anstehen in der Schlange kam das Gerücht auf, dass Merle Haggard krank sein. Merle, ein alter Country Veteran, erschien auch nicht auf dem offiziellen Programmzettel. Schade, beim nächsten Mal vielleicht.
Kameras waren nicht erlaubt. Sch..., was nun? Ich hatte keine Lust, meine ins Auto zu bringen und dann die hunderte Meter lange Schlange wieder vorne zu beginnen und steckte sie deshalb unter den Hut. Einige der Leute vor mir mussten ihre Kopfbedeckung heben, ich lenkte die Security Dame mit meinem sonstigen Gepäck ab (alter Zaubertrick ;-) ) und konnte mit etwas Glück und Herzklopfen passieren.
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