Dienstag, Juli 08, 2008

USA 2008 - Houston: die Irrungen und Wirrungen eines GPS Geräts, aber was ich suchte fand ich anyway

Der nächste Morgen war bereits Mittag. Um 11 Uhr kroch ich auf und rief die Rezeption an, ob ich mein Zimmer etwas länger behalten konnte. Leider war da nichts zu machen, und Punkt 12 Uhr gab ich frisch geduscht mein Zimmer ab.

Ich lungerte noch mit dem Laptop an der Rezeption herum, um interessante Orte in der Umgebung zu finden. Mein Entscheid viel auf den riesigen Flohmarkt „Traders Village“, den ich ansteuerte. Leider wussten weder mein GPS Gerät noch die Anwohner, wo denn dieser zu finden sei… Mein GPS Gerät hatte aber einen weiteren Flohmarkt im Angebot, doch nachdem ich laut Gerät das Ziel erreicht hatte war auch da nichts zu finden! Ich irrte durch Houston, und es schien als sollte das nicht mein Tag sein.

Doch das täuschte. Als ich durch die Strassen kurvte fand ich in einem Hinterhof einen mexikanischen Kleidermarkt, wo ich unter Zuhilfenahme meiner Spanischkenntnisse ein Hemd für 3$ und eine Lederbrieftasche für 8$ ersteigerte. Eigentlich wollte ich auch noch ein paar coole CDs kaufen, doch 5$ für eine Kopie mit handgeschriebener Hülle fand ich dann doch frech und liess es bleiben. Aber eine Szene machen wollte ich auch nicht...

Es gab auch geil gepimpte Fahrräder zu kaufen.

Beim Einkaufen in den nahe gelegenen Geschäften hatte ich bereits festgestellt, dass ich der einzige „Gringo“ war, und mein Auto auch in den Top 10 vor Ort rangierte. Etwas später traf ich bei „Homedepot“ auf die (illegalen) Mexikaner, die in der Nähe des Eingangs auf ihre Kundschaft lauerten, um für eine Handvoll Dollar das Haus zu streichen oder das „Deck“ auf Vordermann zu bringen.

Die Werbung „Feed 4 for 10$“ in einem (mexikanischen) Einkaufszentrum war starker Tobak oben drauf. USA, das Land wo Milch und Honig fliesst? Wohl eher nicht.

Eine Rasur war noch fällig, und statt das selbst zu machen wollte ich mich in professionelle Hände begeben. Für 2 Dollar in einem asiatischen Coiffeur Salon versuchte man, mir den Bart mit der Domteuse stutzen. Gebracht hat's nicht viel, aber lustig wars.

Eingekauft hatte ich genug, und ich machte mich auf, das Auto zurück zu geben und ins Hotel für die nächsten paar Tage der „Microsoft Worldwide Partner Conference“ einzuchecken. Ich wollte das Auto bei einer Station in der Nähe meines Hotels abgeben, doch beim guten Vorsatz blieb es.

Es war unmöglich, die „Dollar Rent a Car“ Station zu finden, mein GPS lotste mich wieder ins Nirvana. Nach einigen gescheiterten Durchfrageversuchen fuhr ich entnervt an den George Bush International Airport, wo ich das Auto erhalten hatte. Endlich im Hotel bezog ich mein Zimmer und beschloss, noch ein bisschen die Erlebnisse der letzten Tage nieder zu schreiben – here we go!

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