Mike Torti, Competitive Solutions Manager, bringt auf's Tapet wie sich Microsoft und Open Source verhalten. Ein zentraler Punkt ist das Entwicklungsmodell zwischen Open Source und kommerzieller Software, das er mit "Product versus Process" umschreibt.
Die Frage ist, was für die Anwendung im Vordergrund steht. Kommerzielle Software bietet eine reduzierte Komplexität, Zentralisierung und kommerziellen Support. Open Source wartet mit hohem Anpassungsgrad, Dezentralisierung und Support über eine Community (oder selbst) auf.
Es gibt auch kommerzielle Open Source Produkte, wie bspw. RedHat Linux. Microsoft selbst ist auch in Open Source Aktivitäten unterwegs und bietet bspw. die Plattform CodePlex an, wo über 100 Projekte entwickelt werden. Ausserdem wurden Partnerschaften mit Jboss, Novell, Linspire, Zend (PHP), Firefox, XenSource und SugarCRM eingegangen.
Wenn man den Total cost of ownership (TCO) anschaut, hat IDC herausgefunden dass die wichtigsten Faktoren Staffing (62%) und Downtime (23%) sind und die Software (Lizenzen) nur ein kleiner Anteil ausmacht. Verschiedene Studien von Forrester, Yankee Group, Eleven etc. zeigen, dass Windows Server den kleineren TCO haben als Open Source. (NB: Interessant wäre es nach Studien zu suchen, die aufzeigen dass es genau umgekehrt ist).
Das wichtigste Element eines Systems ist seine Zuverlässigkeit? Doch was bedeutet das?
- Kunden sehen ein zuverlässiges System an, wenn es
- Zuverlässigen End-user service anbietet,
- Einfach zu konfigurieren und zu unterhalten ist und ein
- Plan- und voraussehbares Verhalten bei Veränderungen an den Tag legt.
Doch wie steht es um das Thema Sicherheit? Gartner sagt, dass Microsoft an einem Punkt angekommen, wo dies nicht mehr als ausschlaggebendes Argument gegenüber Linux zum Zuge kommt.
Das Patch Management ist ebenfalls sehr ausgereift, WIPRO hat herausgefunden dass es 30% weniger Aufwand für das Patchen eines Windows Servers benötigt gegenüber einem Open Source System.
Vielleicht führen diese Faktoren auch dazu dass laut IDC heute 68% Windows Server verkauft, gegenüber 20% Linux ;-). Die Linux Jüngerschaft darf jetzt getrost über mich herfallen, aber ich bin ja nur der Bote.
Mehr auch unter http://port25.technet.com/ und http://www.getthefacts.com/.
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