Um unser Auto zu tauschen fuhren wir direkt nach Fort Myers durch. Ich gab in meinem Navigationsgerät den Zielort "Alamo" ein, und als wir den Ort erreicht hatten - standen wir mitten in der Pampa!
Ein Nachtwächter eines in der Nähe gelegenen Areals teilte uns mit, dass wir zum neuen Terminal des Southwest Florida Airports fahren müssen, da die Mietautos nun dort angesiedelt seien. Mein Navigationsmaterial hatte das scheinbar noch nicht mitbekommen, wir fuhren laut Display direkt im "No mans land" herum…
Wie auch immer, ein paar Nerven weniger und einige Kilometer mehr waren wir dort und konnten, halleluja, das alte zurück geben und ein neues Auto aussuchen.
Wir entschieden uns für den Buick Lucerne, fast das selbe Modell hatten wir bereits in Kalifornien gehabt und waren begeistert gewesen. Ich freute mich auf den eingebauten MP3 Player, nun konnte ich endlich die mitgebrachten Podcasts durchhören, was ich schon lange hatte machen wollen.
Im Nachhinein kam mir in den Sinn dass ich eigentlich auf einen Chrysler 300C hätte upgraden sollen, der dort verloren in der Luxus Abteilung rumstand. Ich mache mir nicht viel aus Autos, aber dieses Teil finde ich einfach geil.
Wir suchten eine Bleibe für die Nacht und machten uns am nächsten Morgen rechtzeitig wieder auf die Socken. Beim Morgenessen kamen wir mit einem älteren Ehepaar aus St. Augustine ins Gespräch, die einfach ein bisschen "rauskommen" wollten und sich gen' Süden aufgemacht haben. Andere Länder, andere Sitten - bei uns findet man die Rentner in den Zügen, hier auf den Strassen.
Unsere Reise führt nach Sanibel Island, wo wir im netten "Anchors Inn" noch ein Zimmer ergattern konnten.

Wir machten uns auf an einen Strand gleich neben der berühmten "Bowmans Beach", welcher aber ausser uns fast niemanden beherbergte. Dort soll man die schönsten Muscheln finden, weil es praktisch kein Riff gibt welches diese vom Strand fernhält.
Ganz eifrige Sammler machen sich sogar vor Sonnenaufgang mit der Stirnlampe auf den Weg um die besten Exemplare zu ergattern. Auch wir werden mit einigen Schmuckstücken im Gepäck ausreisen, so viel ist sicher.
Ich genoss es, die Vögel zu beobachten. Einige tauchten pfeilschnell ins Wasser hinunter, andere trippelten aufgeregt am Strand umher und die Möwen standen stoisch herum während die fliegenden Pelikane wie Wesen aus einer längst vergangener Zeit anmuteten.
Ein schönes Fleckchen Erde, vielleicht bleiben wir da noch etwas länger...









































