Montag, April 24, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Get your kicks on Route 66

Unser TomTom Navigationsgerät lotste uns zuverlässig zu allen "Points of interest", ob das nun Tankstellen, Hotels, Supermärkte oder Touristenattraktionen waren.


Ohne dieses Wunderwerk der Technik hätten wir sicherlich Stunden mit Durchfragen und Rumkurven verbracht, doch so landeten wir meist auf Anhieb genau da, wo wir hin wollten. Ich bin überzeugt, dass in Zukunft standortbezogene Dienste an Wichtigkeit gewinnen werden. Im Moment steigen die Benzinpreise in Amerika, und der ganzen Nation stockt der Atem. Da helfen Internetseiten wie http://www.gasbuddy.com/ dabei, die günstigste Tankstelle in der Umgebung zu finden. Solchen Internet Diensten, kombiniert mit meinem aktuellen Standort, gehört die Zukunft. Zum Beispiel: Sobald ein Hotel oder ein Restaurant in meine Nähe kommt, sehe ich, wie andere Gäste dieses bewertet haben und ob sich gerade Personen aus meiner Adresskartei dort aufhalten. Die Zimmeraustattung- und preise werden mir natürlich auch angezeigt (bspw. direkt von der Website http://www.hotels.com/), das selbe gilt für die Speisekarte des Restaurants. Natürlich ist dies alles Zukunftsmusik, aber die Zeichen zeigen klar in diese Richtung.

Doch genug prognostiziert. Wir fuhren ein Stück auf der Route 66. Hier trafen wir mehr Biker an als in den letzten drei Wochen zusammen. Diese Spezies erkannte man an den Raststätten sofort an ihrer Lederkluft und den sonnenverbrannten Gesichtern. Überall konnte man Souvenirs der Route 66 kaufen, oft völlig überteuert. Ich freue mich darauf, die Route 66 bei nächster Gelegenheit an einem Stück zu befahren, quer durch Amerika.



Wieder mal ein reichhaltiges Frühstück bekamen wir am nächsten Morgen in Page am Lake Powell, beeindruckend war übrigens der Staudamm - doch seht selbst!

Als wir unsere Teller gefüllt hatten waren leider bereits alle Tische besetzt. Da anerbot uns ein älteres Ehepaar mit Ihnen zu Frühstücken. Claudine und Bernie waren auf dem Weg zu Ihrem Sohn an der Ostküste und hatten noch eine lange Fahrt vor sich, was sie aber nicht daran hinderte mit uns ein Stündchen zu plaudern. Sie hatten Europa einige Male besucht, unter anderem auch die Schweiz und wollten sich das Matterhorn ansehen, doch dieses war leider am selbigen Tag in dicken Nebel gehüllt. So gemein, oder? In Bern wurden Sie dann von einem Taxifahrer abgezockt, der sie eine halbe Stunde in der Stadt rumchauffierte, obwohl das gesuchte Lokal nur zwei Strassen vom Hotel entfernt gewesen wäre.

Wir erfuhren viel über ihre Kinder, über die erste Heirat von Claudine in jungen Jahren, die Scheidung wegen einer Affäre ihres Mannes, den Umzug zu ihren Eltern und wie sich die zwei kennen gelernt haben. Claudine arbeite in einem Geschäft und Bernie dachte immer, dass sie bereits verheiratet sei wegen dem Ring am Finger. Claudine zügelte weg, doch die zwei trafen sich ein paar Jahre später wieder bei gemeinsamen Freunden. And they lived happily ever after! Echt romantisch, oder nicht?

Den Grand Canyon erreichten wir am späten Nachmittag. Das Grand Canyon Village im Grand Canyon selbst sowie gleich vor den Toren das Dörfchen Tusayan waren komplett ausgebucht – wenn man von 200 Dollar Suiten absieht… Uns blieb somit nichts anderes übrig als in das 90 Minuten weiter entfernte Städtchen Williams zu fahren.

Eine gute Entscheidung, wir fanden dort nebst einer Übernachtungsmöglichkeit auch ein feines mexikanisches Restaurant, in welchem es saftige Tacos - gefüllt mit Bohnenpaste, dem scharfen „Pico de gallo“ (Tomaten, Zwiebeln und scharfe Pfefferschoten), etwas Salat, Oliven, Avocadocreme und gegrillten Peperoni - gab. Mir läuft gleich wieder das Wasser im Mund zusammen. Abgelöscht wurde die Chose mit einem zuckersüssen Margarita.

Am nächsten Morgen erhielten wir in untenstehendem Diner ein echt amerikanisches Frühstück, was will man da noch mehr?


Mein Amerika Roadtrip – Weiche Knie am Bryce Canyon

„How did they made it?“ fragte ein kleiner Junge seinen Grossvater. Eine berechtigte Frage, angesichts dieser unbeschreiblichen Landschaft. Ich bekam weiche Knie, als ich am Bryce Point dieses faszinierende Panorama sah. Am Horizont erspähte man sogar noch die Rockie Mountains, das sagten zumindest die Ami Familie neben dran. Da meine Geographie Kenntnisse noch Ausbaupotential haben plappere ich das hier einfach mal nach.

"Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten Utahs in den USA. Innerhalb des Nationalparks befindet sich der eigentliche Bryce Canyon, der trotz seines Namens keinen Canyon im eigentlichen Sinne, sondern ein natürliches Amphitheater darstellt. Der Bryce Canyon entstand durch Erosion an der östlichen Seite des Paunsaugunt-Plateaus. Er unterscheidet sich von anderen Canyons durch seine einzigartigen geologischen Strukturen, die Hoodoos, welche durch Wind, Wasser und Eis aus den Sedimenten geformt werden. Die roten, orangefarbenen und weißen Sedimente bieten einmalige Aussichten. Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahe gelegene Zion-Nationalpark oder der Grand-Canyon-Nationalpark." (Quelle: Wikipedia)












Ich hatte ein paar Audio Hörbücher mitgenommen, so konnte ich mir unterwegs endlich „Der kleine Prinz“ zu Gemüte führen, eine wirklich berührende Geschichte. Interessant war auch als wir uns gemeinsam das Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ von Allan und Barbara Pease anhörten, da gingen uns ein paar Lämpchen auf ;-). Ansonsten freute ich mich natürlich über die zahlreichen Country Musik Radiostationen, welche manchmal für meinen Geschmack zu viel Werbung (Spam! :-) ) sendeten. Wenn das wieder mal der Fall war gibt es nur eins: Radio ausschalten und die tolle Landschaft in aller Stille geniessen!


Freitag, April 21, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Der grosse Nepp in Las Vegas

Wir wollten ursprünglich durch das Death Valley nach Las Vegas fahren, weil durch den starken Regen in den letzten Wochen die Flora und Faune dort sehr schön sein sollte. Das sagten uns ein paar überwinternde Schweizer Rentner in San Francisco, doch die Fahrt von Long Beach aus wäre aber ein zu grosser Umweg gewesen. Somit fuhren wir durch die Mojave Wüse nach Las Vegas.

Da in einigen Bundesstaaten der „Spring Break“ gerade endete und in anderen begann, waren die Strassen dementsprechend stark frequentiert. Wir hatten aber Glück und mussten nur einmal eine halbe Stunde rumstehen, weil infolge Strassenarbeiten zwei Autospuren in eine zusammengeführt wurden.


Nach 6 Stunden erreichten wir kurz vor dem Einnachten Las Vegas – leider etwas zu früh für meinen Geschmack, da ich gerne das Lichtermeer aus dem Nichts auftauchen sehen wollte. Da wir gegen Mittag in Long Beach losgefahren waren konnten wir nicht einfach mitten in der Wüste auf bessere Zeiten warten. Was lag da näher als in einem Outlet Store noch ein bisschen Zeit zu vertrödeln? Eigentlich gar nichts, ausser dass heute Ostermontag war und alle Geschäfte bereits frühzeitig geschlossen hatten…


Doch wie hat uns Las Vegas gefallen? Um es mit den Worten eines Reisenden aus Wyoming zu sagen: „A strange place…“. Der ganze Hochglanzkitsch täuscht nicht darüber hinweg, dass man in Vegas abgezockt wird, natürlich NICHT gegen den eigenen Willen! Nota bene weiss das Jeder, und doch hofft man insgeheim dass sich hier der grossen Reibach ohne Mühe über einem ergiesst, damit man seine Träume verwirklichen kann. Aber gewinnen tut doch jedes mal nur einer: die Bank.

Nachdem wir einige Dollars an die computerisierten Banditen verloren hatten und uns der bissige Wind auf die Nerven ging suchten wir einen kleinen Imbiss. Gibt’s an jeder Ecke, sollte man meinen. Doch weit gefehlt, wir liefen dem Strip entlang und fanden kein gemütliches Lokal, welches auch Gerichte ohne Fleich im Angebot hatte - bis wir fast in unserem Hotel waren und auf das "Peppermill" Restaurant stiessen. Im hippen Retrolook mit Leuchten an allen Ecken in einer schummrigen Atmosphäre kam es daher, also richtig cool! Wir besorgten uns da noch zwei Säcke voller "HabbaHabba" mit allem Drum und Dran, bevor wir uns ziemlich kaputt im Hotel ins Bett legten.

Als Domizil haben wir uns das Travelodge Hotel am südlichen Ende der Amüsiermeile von Vegas, dem Strip, ausgesucht. Eigentlich eine gute Lage zu einem vernünftigen Preis (49 $ mit Discount), aber das Gebäude selbst war doch eher schäbig. Und, wie wir am nächsten Morgen um 7 Uhr feststellten, direkt neben einer Baustelle gelegen...

Meinen Swisscom Kollegen Marc verpassten wir leider ganz knapp, unsere SMS kam einen Tag zu spät - er hatte eine ähnliche Route geplant wie wir, nur in die andere Richtung. Aber wir werden uns sicherlich schon bald über die grandiose Reise unterhalten können :-).





Am nächsten Morgen besuchten wir den "Stratosphere Tower", das mit1149 Fuss höchste freistehende Gebäude in den Vereinigten Staaten. Der Rundblick zeigte uns ganz klar: nebst dem "Strip" gibt es in Las Vegas wohl nicht viel zu sehen. Oder vielleicht entdecken wir doch noch mehr beim nächsten Besuch :-)...


Donnerstag, April 20, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Wer sagt Long Beach sei ein Kaff?! Here we go again!

Long Beach war eine knappe Stunde von LA entfernt. Wir staunten nicht schlecht als sich eine ausgewachsene Stadt mit einem riesigen Frachthafen und einer Brücke, die den Vergleich mit der Golden Gate Bridge nicht zu scheuen braucht, vor uns aufbaute! Wir entschieden uns für das „Vagabond Inn“ Hotel in der Nähe von Downtown, was uns einen gemütlichen Fussmarsch zur Pine Avenue ermöglichte - der Strasse, wo der Bär steppt.

Wer Long Beach besucht, darf etwas nicht verpassen. Nicht die Besichtigung der Queen Mary, der Ausflug nach Catalina Island oder der Besuch des „Museum of Latin American Art“ – dafür hatten wir keine Lust, wir wollten ein bisschen relaxen :-). Nein, ein Besuch bei „George’s Greek Deli“ darf auf keinen Fall fehlen!

George begrüsste und umarmte uns wie alte Freunde, welche er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Wir hatten an diesem Abend noch vor, ins Kino zu gehen (tja, das scheint eine Obsession von uns zu werden ;-) ) und fragten die Kellnerin, ob das mit dem Essen denn noch reichen würde. Innerhalb von zehn Minuten stand unser gesamtes Menü auf dem Tisch, so was habe ich noch in keinem Restaurant erlebt! Das Essen selbst war ein Gedicht, welches Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.

Am nächsten Tag liess ich mir als einziger Gringo in einem afroamerikanischen Friseursalon die Haare schneiden, ganz nach dem Motto „öfter mal was Neues“.

Long Beach hat uns wirklich gut gefallen, auch wenn der Strand etwas karg ausgefallen ist, sprich keine Shops und Restaurant, geschweige denn Sonnenschutz in der Nähe von Downtown. Nach den zwei erholsamen Tagen in Long Beach steht als nächstes auf dem Programm: Las Vegas!




Mein Amerika Roadtrip – Falsch parkieren reisst ein Loch ins Portemonnaie

Nachdem unser Mietwagen wegen Falschparkierens abgeschleppt wurde machten wir uns auf zur Polizeistation, welche wir glücklicherweise in einem 5 Minuten Fussmarsch erreichen konnten. Die Polizistin teilte uns mit, dass Sie den Vertrag mit der Mietwagenfirma benötige um das Auto auszulösen. Wo hatten wir den bloss verstaut, entweder im Handschuhfach oder im Hotel… Da der Abschleppdienst gerade in Beverly Hills zu weiteren Schandtaten unterwegs war konnte niemand im Handschuhfach nachsehen, sprich: wir sollten später nochmals vorbei kommen. Der Abend war inzwischen schon recht fortgeschritten, und wir machten uns auf etwas zwischen die Zähne zu bekommen.

Eine Stunde später waren wir zurück auf dem Polizeiposten, genau rechtzeitig. Der Abschleppdienst knackte gerade unser Auto und fand den Vertrag leider nicht im Handschuhfach, sprich er war im Hotel… Die Polizistin ersparte uns den Weg ins Hotel und liess sich von der Autovermietung Alamo das Dokument durchfaxen. Wir erhielten nun, in the middle of the night, die Erlaubnis unser Auto wieder auszulösen. 70$ kostete der Spass – so dachten wir zumindest.

Wir schnappten uns ein Taxi zu dem Abschleppdienst, und dort erwartete uns die nächste Überraschung: über 200 $ sollte es kosten, wenn wir das Auto noch diese Nacht auslösten (Nachtzuschlag)!!! Also liessen wir uns zurück ins Hotel chauffieren und genehmigten uns auf den Schreck erstmal eine Margarita.

Am nächsten Morgen früh fuhren wir mit dem Taxi gleich nochmals zum Abschleppdienst und konnten das Auto für 173$ definitiv wieder zurück erhalten. Falsch Parkieren in den Staaten kann teuer werden, in unserem Fall kostete der Spass über 300 Stutz, gopferdelli!

Der Himmel wie auch unsere Stimmung war eher wolkig als heiter. Am Abend zuvor hatten wir uns für eine Sightseeing Tour in Los Angeles angemeldet, und so absolvierten wir in einem halben Tag das „Pflichtprogamm“ für Touristen: in Beverly Hills die Häuser der Stars ankucken („Letzte Woche war Ben Affleck im Auto neben uns“), am Rodeo Drive die Nasen an den sündhaft teueren Geschäften platt drücken, auf dem Walk of Fame laufen (dort wo wir ausstiegen war Bugs Bunny mir die einzige bekannte Showgrösse), die Melrose Avenue abfahren (wobei das Haus aus der TV Serie „Melrose Place“ einige Meilen weiter liegt), den Sunset Strip, vom Mullholland Drive das Hollywood Signet am Berg bestaunen (welches beim Papstbesuch in Holywood „verunstaltet“ wurde und in den Siebzigern als "Hollyweed" herhalten musste) und zum Schluss noch ein Halt bei den Universal Studios.

Der Regen an diesem Tag hatte auch sein Gutes: Wir sahen L.A. in seinen vollen Dimensionen, da der ganze Smog runtergewaschen worden war. Unser Hotel lag auf dem Heimweg von Jesse, dem Busfahrer, und somit hatten wir noch eine kurzweilige Fahrt mit lustigen Anekdoten von seinen Sightseeingtours. Trotzdem war unser Aufenthalt nicht das Gelbe vom Ei gewesen, und wir waren nicht unglücklich als wir uns von Santa Monica aus dem Staub machten in Richtung … Long Beach!








Mein Amerika Roadtrip – Unser Auto samt Gepäck verschwindet in Santa Monica…

Hello Los Angeles! Angesichts dieser ausufernden, ungezähmten Metropole mit all Ihren Facetten fühlte ich mich doch leicht unwohl. Nichtsdestotrotz hatten wir einen guten Start und brachten die Fahrt in den Vorort Santa Monica gut über die Runden. Unterwegs konnten wir in einem riesigen Flohmarkt zwei schattenspendende Cowboy Hüte erstehen - ich dachte, es sei ein Supermarkt und wollte Wasser kaufen...

Danach haben wir bei einem Zwischenstopp in einem Subway Restaurant unsere Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt uns sind weiter Richtung Santa Monica. Wir konnten der Rushhour knapp entkommen und landeten in einem Travelodge Hotel drei Meilen vom Venice Beach entfernt. Also gleich ab an den Strand, wo wir einen der raren Parkplätze ergattern konnten - was sich nicht wirklich als ein Vorteil herausstellen sollte, wie sich später zeigte. Wir genossen den gemütlichen Spaziergang, machten tolle Fotos und liessen die Sonne ins Meer versinken.



Gegen 19 Uhr kehrten wir zu unserem Auto zurück, resp. besser gesagt: Zu dem dazugehörigen Parkplatz, denn das Auto ward nicht mehr gesehen. Oh my gosh, what happend?

Wir hatten unser Auto vor einem gemütlichen Café abgestellt, und die Kellner dort teilten uns nun mit dass die Polizei das Auto abgeschleppt hatte. Warum? Ganz einfach, die zum Parkplatz gehörigen Schilder sagten folgendes:

  • 3 bis 5 Uhr nachts nicht parkieren
  • 9 Uhr morgens bis 6 Uhr abends parkieren ok
  • 6 Uhr abends bis 2 Uhr nachts von Dienstag bis Samstag werden Autos abgeschleppt…

In der Hitze des Gefechts hatten wir den untersten Passus übersehen und steckten nun im Schlamassel!

Wir liefen zum nächst gelegenen Hotel, einem echten Luxusschuppen, und fragten wo denn die nächste Telefonkabine sei, damit wir der Polizei telefonieren könnten. Der Concierge, freundlich und zuvorkommend wie die meisten Amerikaner die wir trafen, rief gleich selbst an. Wir müssten zur Polizeistation, dort würden wir weitere Details erhalten. Er druckte uns einen Plan aus damit wir uns nicht verlaufen und wünschte uns viel Glück. Das werden wir brauchen, drückt uns die Daumen!

Dienstag, April 18, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Auf dem Highway 1 von Santa Cruz aus entlang der Pazifikküste

Gegen Mittag fuhren wir von Santa Cruz weiter nach Monterey. Dort machten wir am Hafen eine kurze Rast, genossen die Sonne und besuchten am Nachmittag das „Monterey Bay Aquarium“. Nicht umsonst hat dieses Aquarium zahlreiche Auszeichnungen erhalten! Die Vielfalt an Farben und Formen, die das Meer hervorbringt kann man dort mit eigenen Augen sehen, zuweilen glaubt man es kaum was sich da alles tummelt.

Nebst den allgemein bekannten Arten wie Otter, Schildkröten, Thunfischen etcetera haben mir haben die Quallen sehr gut gefallen. Diese durchsichtigen Wesen aus einer fremden Welt strahlen eine beeindruckende Ruhe aus.


Der Tag neigte sich schon wieder dem Ende zu, also machten wir uns auf die Suche nach einem Nachtquartier und wurden in Carmel fündig. Ein kleines Städtchen, welches uns durch seine ruhige Lage schnell gewinnen konnte. Unser Motel lag in einem Pinienwäldchen, hat eine hawaianische Einrichtung und ein Gas-Cheminée :-). Also dann: guet Nacht!


Am nächsten Morgen fuhren wir los entlang dem Highway 1 Richtung Los Angeles. Da es seit langem nicht mehr so stark geregnet hatte (vor unserer Ankunft gab es praktisch drei Wochen Dauerregen) war der Highway 1 infolge eines Steinschlags gesperrt. Wir wollten uns das aber trotzdem nicht entgehen lassen und fuhren entlang des Pazifiks durch eine grandiose Kulisse.


Kurz vor der Strassensperre drehten wir dann wieder um und fuhren zurück in Richtung Morro Bay, wo wir uns ein Zimmer für die Nacht suchten.

Morro Bay war ein Kaff, welches sich wohl nur über seinen grossen Felsblock vor der Küste definiert, den die Natur dort grosszügigerweise platziert hatte. Wir fanden es nicht sonderlich ansprechend und sind dann auch früh zu Bett gegangen. Immerhin haben wir am nächsten Morgen in „Kitty’s Kitchen“ ein feines Frühstück erhalten, welches uns für den Weg nach Santa Barbara stärkte.

Santa Barbara war ganz nach unserem Geschmack, ein kleines Städtchen dass sich für seine Besucher heraus geputzt hat. Am Abend wollten wir Tanzen gehen, fanden aber kein geeignetes Lokal und landeten wieder mal, wie könnte es anders sein, im Kino :-).