Freitag, April 21, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Der grosse Nepp in Las Vegas

Wir wollten ursprünglich durch das Death Valley nach Las Vegas fahren, weil durch den starken Regen in den letzten Wochen die Flora und Faune dort sehr schön sein sollte. Das sagten uns ein paar überwinternde Schweizer Rentner in San Francisco, doch die Fahrt von Long Beach aus wäre aber ein zu grosser Umweg gewesen. Somit fuhren wir durch die Mojave Wüse nach Las Vegas.

Da in einigen Bundesstaaten der „Spring Break“ gerade endete und in anderen begann, waren die Strassen dementsprechend stark frequentiert. Wir hatten aber Glück und mussten nur einmal eine halbe Stunde rumstehen, weil infolge Strassenarbeiten zwei Autospuren in eine zusammengeführt wurden.


Nach 6 Stunden erreichten wir kurz vor dem Einnachten Las Vegas – leider etwas zu früh für meinen Geschmack, da ich gerne das Lichtermeer aus dem Nichts auftauchen sehen wollte. Da wir gegen Mittag in Long Beach losgefahren waren konnten wir nicht einfach mitten in der Wüste auf bessere Zeiten warten. Was lag da näher als in einem Outlet Store noch ein bisschen Zeit zu vertrödeln? Eigentlich gar nichts, ausser dass heute Ostermontag war und alle Geschäfte bereits frühzeitig geschlossen hatten…


Doch wie hat uns Las Vegas gefallen? Um es mit den Worten eines Reisenden aus Wyoming zu sagen: „A strange place…“. Der ganze Hochglanzkitsch täuscht nicht darüber hinweg, dass man in Vegas abgezockt wird, natürlich NICHT gegen den eigenen Willen! Nota bene weiss das Jeder, und doch hofft man insgeheim dass sich hier der grossen Reibach ohne Mühe über einem ergiesst, damit man seine Träume verwirklichen kann. Aber gewinnen tut doch jedes mal nur einer: die Bank.

Nachdem wir einige Dollars an die computerisierten Banditen verloren hatten und uns der bissige Wind auf die Nerven ging suchten wir einen kleinen Imbiss. Gibt’s an jeder Ecke, sollte man meinen. Doch weit gefehlt, wir liefen dem Strip entlang und fanden kein gemütliches Lokal, welches auch Gerichte ohne Fleich im Angebot hatte - bis wir fast in unserem Hotel waren und auf das "Peppermill" Restaurant stiessen. Im hippen Retrolook mit Leuchten an allen Ecken in einer schummrigen Atmosphäre kam es daher, also richtig cool! Wir besorgten uns da noch zwei Säcke voller "HabbaHabba" mit allem Drum und Dran, bevor wir uns ziemlich kaputt im Hotel ins Bett legten.

Als Domizil haben wir uns das Travelodge Hotel am südlichen Ende der Amüsiermeile von Vegas, dem Strip, ausgesucht. Eigentlich eine gute Lage zu einem vernünftigen Preis (49 $ mit Discount), aber das Gebäude selbst war doch eher schäbig. Und, wie wir am nächsten Morgen um 7 Uhr feststellten, direkt neben einer Baustelle gelegen...

Meinen Swisscom Kollegen Marc verpassten wir leider ganz knapp, unsere SMS kam einen Tag zu spät - er hatte eine ähnliche Route geplant wie wir, nur in die andere Richtung. Aber wir werden uns sicherlich schon bald über die grandiose Reise unterhalten können :-).





Am nächsten Morgen besuchten wir den "Stratosphere Tower", das mit1149 Fuss höchste freistehende Gebäude in den Vereinigten Staaten. Der Rundblick zeigte uns ganz klar: nebst dem "Strip" gibt es in Las Vegas wohl nicht viel zu sehen. Oder vielleicht entdecken wir doch noch mehr beim nächsten Besuch :-)...


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