Mittwoch, Juli 18, 2007

Colorado: Der Rocky Mountain National Park bezirzt mich

Also weiter im Text durch die schönen Rockies nach Estes Park, dem Eingangstor zum Rocky Mountain National Park. Eine sehr attraktive Fahrt, vorbei an kleinen Käffern und grossen Hügeln.


Kaum in Estes Park angekommen öffnete sich der Himmel und es goss wie aus Kübeln.



Doch was soll's, die Sonne kam ja schon bald wieder hervor und bescherte mir auf dem Rückweg Regenbögen und beschauliche Zwischenhalte.






Ich fuhr Richtung Tower Road, welche 10 Minuten vom Flughafen entfernt war. Dort suchte ich ein Hotel, aber ich fand 160$ für eine Übernachtung doch zu viel und erkundigte mich nach einem günstigeren Platz für die Nacht. Microtel, lautet die Empfehlung. Und in der Tat, für 70$ war ich dabei. Das Zimmer selbst war optimal, da hatte ich wirklich Glück gehabt.

Zum Abschluss bestellte ich mir bei Papa John's eine Pizza. Nach einer Stunde war die Pizza immer noch nicht, worauf ich nochmals dort anrief. Ich Dumpfbacke hatte statt dem Zimmer 221 die Nummer 121 angeben, worauf der Bote wieder unverrichteter Dinge abziehen musste. Schlussendlich fanden wir uns aber doch noch und ich konnte den Abend mit einer so richtig deftigen Pizza beschliessen.

Colorado: Ein halber Tag Shoppen bei WallMart, ein halber Tag in die Rocky Mountains

Am nächsten Tag schlief ich aus, und während ich duschte klopfte es nervös an meiner Türe. Halbnackt setzte ich dem ein Ende und versprach, in den nächsten 10 Minuten auszuchecken…

Um die Ecke hatte ich einen WallMart ausgemacht, eine riesige Shopping Mall. Ich hatte am Vortag ein paar Jeans erstanden, aber ansonsten noch nichts gekauft. Und irgendwie wollte ich ja meine mitgebrachte Tasche füllen ;-). Ich wurde fündig, einerseits mit Kleidern und andererseits mit Fressalien. Was sollte ich meinen Kollegen im Büro mitbringen? Da kam mir der Geistesblitz: Supersüsse Donuts, Zuckerrollen, Muffins. Mal schauen wie das ankommt ;-).

Ich hatte etwa 2 Stunden in der Mall verbracht, wollte aber noch etwas sehen und fuhr los Richtung Estes Park. Mein Navigationsgerät tat seinen Dienst wie immer ausgezeichnet, eine Errungenschaft die ich nicht mehr missen möchte.

Unterwegs machte ich an einem Antiquitätenshop halt, um gebrauchte Nummernschilder zu erstehen. Leider war das gesamte Arsenal einen Tag zuvor an jemanden verkauft worden - sicher so ein "bloody tourist" ;-). Die Dame wollte wissen wo ich denn her sei, was ich mit "Switzerland" beantwortet. Sie erklärte mir darauf, dass die Amis im Moment alle irrsinnig auf "swedish furniture" abfahren. Ich ersparte mir einen Witz mit IKEA und fuhr weiter…




An einer Abzweigung stach mir wieder ein Stand ins Auge, den ich näher anschauen wollte. Aus Holz geschnitzte Bären all überall, und auch sonst ein ganzer Zoo.


Im Haus selbst war ein älterer Herr. Auch er wollte wissen wo ich herkomme. "Switzerland, from the capital called Berne", was er mit einem "Die haben doch einen Bären im Wappen, richtig?" erwiderte. Es verkaufte mir für 5$ einen Stapel Stickers mit dem Aufdruck "Vegetarien is an old indian word for Bad hunter".

Hehe, nebst mir ist meine halbe Familie Vegetarier, ich hoffe die können auch über sich selbst lachen. Wer auch einen solchen Aufkleber will, einfach kurz eine Mail mit Postadresse an master at webonomy . ch senden.

Colorado: Ich im Ghetto und Lyle Lovett auf der Bühne

Nachdem ich mich durch den Freitag Abendlichen Stau gequält hatte kam ich in Lakewood an und suchte nach einem Hotel.

Ich wurde fündig im "Denver West Inn" und erkundigte mich nach den Preisen. 60$, mit Triple A Rabatt und allen Taxen inklusive. Tönt gut, dachte ich mir, und war einen Blick in das Zimmer. Spartanisch eingerichtet, etwas verkommen - aber wenigstens sauber.

Da ich gleich los musste um rechtzeitig ans Lyle Lovett Konzert in den Red Rocks zu kommen liess ich mich nur bedingt irritieren dass meine ID kopiert wurde, die rumstehenden Autos oftmals bei uns nicht mehr auf die Strasse hätten dürfen und auf dem Vorplatz die Polizei herumkurvte.

In den Red Rocks angekommen fand ich sofort einen Parkplatz und musste nun nur noch mein telefonisch reserviertes Ticket beim "Wilco" Stand abholen. Wo der sei, wollte ich von einer netten Dame wissen. "2 miles down the road." Super, ich also schon das Auto parkiert und nun sollte ich noch eine solche Strecke zurücklegen um an mein Eintrittsbillet zu kommen. Warum wird denn der Stand nicht direkt neben dem Anlass platziert?


Wie auch immer, es herrschte eine mystische Stimmung in den Red Rocks und so ein Spaziergang hat auf jeden Fall seinen Reiz. Ich machte mich also auf dem Trampelpfad davon, immer schön stampfend damit die Klapperschlangen verscheucht werden.



Tatsächlich fand ich den Stand und mein Ticket war wie versprochen da - also nichts wie zurück ins Amphitheater.

Ohne Konzert:

Mit Konzert:

Kaum dort angekommen legte K. D. Lang auch schon los. Der Mann (Korrektur 18.07.07 - 17 30h: K.D. ist eine Frau, was auch die glockenhelle Stimme erklärt - man kann ja nicht alles wissen ;-)... ) hat eine glockenhelle Stimme und machte seine Sache gut, wenn auch nicht unbedingt mein Stil. Ich unterhielt mich mit meinen Nachbarn, Craig und Terri, aus der Nähe von Denver.

Sie gaben mir noch Tipps für das Wochenende und wollten wissen, wo ich denn untergebracht sei. Als sie das hörten wurde ihr Gesicht länger und Craig sagte vertrauensvoll zu mir: "Don't mess around, buddy. There are a lot of gangs around there."

Wunderbar, da war ich also mit meinem Luxusschlitten in einer tollen Nachbarschaft abgestiegen. Ich versuchte, nicht daran zu denken und genoss das Konzert von Lyle Lovett - der Mann hat es drauf.

Ich hatte keine Lust im Stau zu stecken wenn die Tausende Besucher mit ihren Autos aus dem Städtchen Morrison rauskommen wollten und machte mich kurz vor Ende des Konzerts davon. Die Heimfahrt in mein Nachtquartier verlief reibungslos, und ich schlich mich in mein Zimmer. Ende gut, alles gut.

Dienstag, Juli 17, 2007

Colorado: Im Banne der Eichhörnchen

Ich mag diese Viecher, vorwitzig und aufgeweckt.










Colorado: Sightseeing in Denver - und ein lang gehegter Wunsch erfüllt sich

Am nächsten Morgen schlief ich erst mal aus, um dann Denver unsicher zu machen.



Das Wetter war strahlend schön (wie oft in den letzten Tagen, meist gegen Abend gab's dann ein Gewitterchen) und ich machte mich auf Richtung Denver Capitol, Art Museum, Hard Rock Café und bestaunte die Wolkenkratzer.









Als ich genug durch die Umgebung gestreift hatte machte ich mich auf Richtung Hotel, doch zuerst gab es noch einen feinen Veggie Wrap bei "Chili's". Gestärkt davon wagte ich den Sprung ins "ROSS" Geschäft, dessen Slogan "Dress for less" lautet. Der Name ist Programm, ich erstand vier Paar Jeans für nicht mal 60$ - und darunter bekannte Marken wie Calvin Klein, Denim etc.

Habe ich schon meiner Vorliebe für Wolkenkratzer Ausdruck verliehen?







Dann liess ich mich an den Flughafen zum Autoverleih chauffieren.

...im Shuttle Bus natürlich ;-). Ich hatte das Auto bereits telefonisch über eine preiswerte Agentur in Deutschland gemietet, und bei Alamo angekommen erkundigte ich mich nach dem Aufpreis wenn ich einen Chrysler C300 haben möchte. Um die 40$, hiess es. Heureka, endlich konnte ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen.

Ich mache mir sonst wirklich nichts aus Autos, aber dieses Teil hat es mir angetan. Also nichts wie rein und davon gebraust Richtung Lakewood, wo ich ein Hotel für die Nacht suchte.