Mittwoch, Juli 18, 2007

Colorado: Ich im Ghetto und Lyle Lovett auf der Bühne

Nachdem ich mich durch den Freitag Abendlichen Stau gequält hatte kam ich in Lakewood an und suchte nach einem Hotel.

Ich wurde fündig im "Denver West Inn" und erkundigte mich nach den Preisen. 60$, mit Triple A Rabatt und allen Taxen inklusive. Tönt gut, dachte ich mir, und war einen Blick in das Zimmer. Spartanisch eingerichtet, etwas verkommen - aber wenigstens sauber.

Da ich gleich los musste um rechtzeitig ans Lyle Lovett Konzert in den Red Rocks zu kommen liess ich mich nur bedingt irritieren dass meine ID kopiert wurde, die rumstehenden Autos oftmals bei uns nicht mehr auf die Strasse hätten dürfen und auf dem Vorplatz die Polizei herumkurvte.

In den Red Rocks angekommen fand ich sofort einen Parkplatz und musste nun nur noch mein telefonisch reserviertes Ticket beim "Wilco" Stand abholen. Wo der sei, wollte ich von einer netten Dame wissen. "2 miles down the road." Super, ich also schon das Auto parkiert und nun sollte ich noch eine solche Strecke zurücklegen um an mein Eintrittsbillet zu kommen. Warum wird denn der Stand nicht direkt neben dem Anlass platziert?


Wie auch immer, es herrschte eine mystische Stimmung in den Red Rocks und so ein Spaziergang hat auf jeden Fall seinen Reiz. Ich machte mich also auf dem Trampelpfad davon, immer schön stampfend damit die Klapperschlangen verscheucht werden.



Tatsächlich fand ich den Stand und mein Ticket war wie versprochen da - also nichts wie zurück ins Amphitheater.

Ohne Konzert:

Mit Konzert:

Kaum dort angekommen legte K. D. Lang auch schon los. Der Mann (Korrektur 18.07.07 - 17 30h: K.D. ist eine Frau, was auch die glockenhelle Stimme erklärt - man kann ja nicht alles wissen ;-)... ) hat eine glockenhelle Stimme und machte seine Sache gut, wenn auch nicht unbedingt mein Stil. Ich unterhielt mich mit meinen Nachbarn, Craig und Terri, aus der Nähe von Denver.

Sie gaben mir noch Tipps für das Wochenende und wollten wissen, wo ich denn untergebracht sei. Als sie das hörten wurde ihr Gesicht länger und Craig sagte vertrauensvoll zu mir: "Don't mess around, buddy. There are a lot of gangs around there."

Wunderbar, da war ich also mit meinem Luxusschlitten in einer tollen Nachbarschaft abgestiegen. Ich versuchte, nicht daran zu denken und genoss das Konzert von Lyle Lovett - der Mann hat es drauf.

Ich hatte keine Lust im Stau zu stecken wenn die Tausende Besucher mit ihren Autos aus dem Städtchen Morrison rauskommen wollten und machte mich kurz vor Ende des Konzerts davon. Die Heimfahrt in mein Nachtquartier verlief reibungslos, und ich schlich mich in mein Zimmer. Ende gut, alles gut.