Samstag, Juli 18, 2009

American Adventure: Ein Abend mit Mike Bloomberg, dem Bürgermeister von New York City

Der ganze Raum war von einem Stimmengeflirr erfüllt. Und voller schöner und schön gemachter Menschen, alle auf einem Haufen. Irgendwie war mir wohl der Dresscode durch die Lappen gegangen, wie einer Handvoll anderer Jeansträger auch. Zumindest hatte ich mein Jacket dabei und konnte das damit kaschieren.

Ich gehörte nebst der Garderobe noch einer weiteren Minderheit an, fast alle Teilnehmer gehörten zur Gruppe der jungen schwarzen Businessmenschen. Meine Gehirnmembranen knisterten, ich spürte die guten Vibes und dass viel Tatendrang zu einem "Change" kanalisiert werden will.

Und dann kam er, der Mike. Was für eine Begrüssung: Kühne, kahlköpfige, schwarze Brüder!, oder im O-Ton "Bold bald black brothers"! Der unabhängige New Yorker Bürgermeister Mike Bloomberg weiss, wie er sein Publikum nehmen muss. Er wird sich im Januar 2010 oder vier Jahre später zur Ruhe setzen. Mein Bauch sagt, dass er noch eine Weile warten muss mit dem Ruhestand. Verkniffen der Gesichtsausdruck, spröde wirkt er auf den ersten Blick - doch sobald er loslegt, will man zuhören.



Die Ansprache von Cory Booker, dem Bürgermeister von Newark, hat mir auch sehr gut gefallen - ein Mann mit Persönlichkeit, inspirierend.



Per Zufall traf ich noch auf B und R, und wollte nach dem gelungenen Anlass den Abend noch mit etwas Musik in der Rodeo Bar asuklingen lassen. Dort gab es aber noch keine fetzigen Rhytmen, und so machte ich auf dem Turnschuh-Absatz kehrt und galoppierte über den XING Streifen, in Richtung "La Posada" - was auf Deutsch "Das Gasthaus" bedeutet, aber damit nicht viel gemein hat.

Für 5 Dollares erhielt ich einen vollen Teller mit Bohnen, Reis, Enchilada, Pico de Gallo und Sauercreme - garniert mit dem unsäglichen amerikanischen Cheddar Käse.

Neben der Tür stach mir sofort das Mike Bloomberg Plakat ins Auge, und ich peilte die mexikanische Senorita an. Aus welchen Gründen sie für Mike stimmen werden, wollte ich wissen (immer vorausgesetzt dass die fleissigen Angestelltenbienen das Recht dazu haben). Überraschend die Antwort: "Oh, ich weiss auch nicht - DIE haben das da aufgehängt."

Auf wen sich das imaginäre DIE bezieht werde ich beim nächsten Besuch ergründen.

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