Ich habe hier ein Zimmer im NYU Medical Center, well, eigentlich ein ganzes Apartment da Kollege Arka bereits ausgezogen ist. Sein Mitbewohner Chris macht aktuell Peru unsicher, weshalb ich sein Zimmer bezogen habe. Leider konnte Chris die Hausverwaltung nicht überzeugen, die Renovation des Apartments nach seiner Rückkehr in Angriff zu nehmen. Die Folge davon: Umzug seines Hab und Gut's, 4 Stöcke nach unten.
Dort warten Brian und sein Hund Professor auf den neuen Kollegen. Oder besser gesagt auf dessen Sachen. Ich hatte im Vorfeld schon mal Schachteln organisiert und das Gerümpel verstaut, mit der Absicht den Umzug rasch und effizient über die Bühne zu bringen. Am Dienstag Abend tauchten dann Brian und Pete auf, und in gut 1 1/2 Stunden hatten wir mein Apartment leer geräumt und machten uns zum Abendessen auf an die "Waterfront".
Ich werde nun noch ein paar Tage im leeren Apartment bleiben und danach für eine Woche runterziehen, bevor ich das Haus verlasse - und auf der anderen Strassenseite in die neu renovierte Wohnung bei Anna und Frank einziehe. Dort bleibe ich während zweier Monate, bis Henock aus Afrika zurück kommt. Dann sehe ich weiter. Das Praktische ist, dass ich selbst wirklich nur zwei Taschen und einen Rucksack habe - und die Angebote zum Zügeln meines "iPods", wie gewisse Leute scherzeshalber zu sagen pflegten, ohne Gewissensbisse ausschlagen konnte.
Ich hatte das Glück gehabt, dass mir mein bisheriger Raumgenosse Arka anbot, ein Rundmail an seine Klassenkollegen zu machen, damit ich meinen Aufenthalt hier in New York verlängern kann. Nach dem Treffen mit Henock, respektive seinen Kollege, wurden wir rasch handelseinig. Interessant übrigens: ich bin ja in der Regel schlau genug, Ware (sprich Wohnungsschlüssel) gegen Geld zu tauschen. Da dies im vorliegenden Fall nicht möglich ist, wählte ich eine andere Anwendung der Vertrauensbildung: "Facebook Friending". Damit konnten wir beide sicherstellen, dass wir diejenigen sind, für die wir uns ausgeben.
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