Freitag, Dezember 07, 2007

Intranet Forum: RSS zur Optimierung der Enterprise Communication

Unter dem Motto "Using RSS for optimizing Communication in the Enterprise and driving traffic to the Intranet" zeigt Stephane Cheikh (sein Blog Online Tools, Collaboration and Knowledge Management hier) von der SITA (Societe Internationale des Télécommunications en Aéronautique), was für ein Tool sie eingeführt haben. SITA ist global tätig, mit 4000 Mitarbeitenden werden 1800 Kunden an über 220 Ländern betreut.

Das Problem: "Corporate Spamming", jeder kommunizierte über Newsletters und füllte die Mailboxen. Die Lösung: ein Newsbereich im Intranet, wo alles zusammen geführt wurde.

Problem gelöst? Not at all! Die Leute nutzten diese Möglichkeit viel zu wenig. Auf Nachfragen kam heraus, dass die Mitarbeitenden sich News "abonnieren" wollen und nicht immer schauen müssen, ob was Neues aufgeschaltet wurde. Was wäre dafür besser geeignet als RSS-Newsfeeds?

Deshalb wurde ein RSS Reader evaluiert. Das sollte aber kein Browser-basiertes Tool sein, kein Online RSS Reader und auch keine im Mail integrierte Lösung. Die Software "Skinkers" wurde als interne "SITA Desktop Alert" Lösung an alle Benutzer ausgerollt. Die Implementation war aber überhaupt nicht einfach: interne Widerstände von Mitarbeitenden und Management, 6 Monate bis das Tool zum Standard Sofware Package gehörte, rechtliche Issues (alle Mitarbeitenden müssen von bestimmten Informationen erreicht werden) etc.

Die Resultate lassen sich sehen:

  • 25% der Newscenter Leser kommen über einen Newsfeed
  • Steigerung der Newscenter Besucher
  • Rund 50% der Mitarbeitenden konfigurierten ihre News und Alerts
  • Die versendeten Newsletter wurden um 75% reduziert
  • Aber: rund 1/3 der Mitarbeitenden hat das Tool nicht im Einsatz, sprich es ausgeschaltet. Und diese wieder auf den Zug zu bringen wird sehr schwierig.

Was kommt als nächstes? Für Stephane ist klar, dass die Leute weiter mit den neuen Möglichkeiten vertraut gemacht werden müssen. Auch kommen durch Leute von aussen weitere Anforderungen an kollaborative Plattformen, denen Rechnung getragen werden muss. Es gibt viel zu tun, packen wir's an.

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