Montag, September 24, 2007

Korfu - Beobachtungen eines Reisenden

In fremden Ländern falle ich immer in eine stille Beobachterrolle, was Menschen, Sitten und Gebräuche angeht. Hier auf Korfu ist das nicht anders.

Da stellt sich bei mir rasch die Frage, warum denn die Toiletten so klein gebaut sind, dass man sich oft fast nicht darin um die eigene Achse drehen kann. Oder warum dass die Hälfte der Häuser nur halb fertig erscheint, resp. viele Häuser am verlottern sind.


Darauf habe ich nun Antworten gefunden. Da die Griechen nicht unbedingt grosses Vertrauen in die Banken haben, wird gebaut so lange das Geld reicht – und wenn da die Kassen wieder voller sind erfolgt der nächste Bauschub. Die alten abbruchreifen Häuser gehören irgendwelchen Familien, wo die Erben nicht auffindbar oder im Ausland sind. Die Obrigkeit hat da keine Gewalt einzugreifen.

Im Restaurant schenkt sich der Gast das bestellte Getränk aus der Flasche selbst ins Glas ein, wo bei uns normalerweise der Kellner Hand anlegt. Einige Kellner trällern munter ihre Liedchen, was man dafür bei uns eher selten antrifft. Cola Zero, ein von mir gern getrunkenes Blubberwasser, gibt es hier fast nirgends. Nun denn, zur Not komme ich auch mit einem Cola light über die Runden.


Als Vegetarier ist es nicht immer ganz einfach, etwas gluschtiges auf den Tisch zu kriegen. Mittlerweile kann ich mich schon fast als Experten für den „griechischen Salat“ bezeichnen (Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Peperoni, Blattsalat, Feta an Öl und Essig).

Das Essen wird dann immer von einem Kampf mit den Wespen begleitet, welche hier in überproportionaler Dichte auftreten. Streunende Katzen sind auch des öftern Zaungäste des Geschehens, der Kampf der Gladiatoren scheint ihnen Gefallen zu bereiten ;-)…

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