Mittwoch, April 26, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Palm Springs, coole Schlitten und der Nationalstoz der Amerikaner

Nur noch ein paar Tage sind wir unterwegs, dann geht’s zurück ins Schweizerländle. Um ein bisschen zur Ruhe zu kommen haben wir noch ein paar Tage am Meer in San Diego geplant. Auf dem Weg dahin suchten wir in Palm Springs ein Nachtquartier, was uns fast zur Verzweiflung brachte.




In den ersten 5 Hotels war alles ausgebucht und dann schnappte mir beim sechsten Versuch eine rassige Mitteldreissigerin das letzte Zimmer vor der Nase weg. Das Angebot der Dame, das Zimmer mit mir zu teilen musste ich ausschlagen, da meine bessere Hälfte bereits im Auto auf mich wartete. Doch wir hatten Glück: im „Motel 6“ fanden wir noch das letzte Zimmer, welches speziell für Behinderte eingerichtet ist. Das einzige Problem war das Bett, welches doch etwas klein geraten ist für zwei Personen. Man merke: wer am Wochenende in grösseren Städten übernachten will sollte rechtzeitig reservieren und sich auf saftige Zuschläge gefasst machen. Einfacher ist es am Wochenende in kleineren Orten abzusteigen – das spart Geld und Nerven.

Am nächsten morgen machten wir uns bei Zeiten auf den Weg. Gleich nach Verlassen der Stadt sahen wir dutzende von riesigen, vom Wind angetriebenen Propeller, welche wohl für die Energieversorgung von Palm Springs genutzt werden. Ein paar Meilen später landeten wir wieder in einem Outlet Store, was mir ein bisschen Zeit zum Bloggen verschaffte, während frau sich ins Getümmel warf.


Vor der Weiterreise nach San Diego legten wir nochmals einen Zwischenstopp in Long Beach ein, da wir unbedingt nochmals in „George’s Greek Cafe“ griechisch essen gehen wollten. Davor gab’s den obligaten Kinofilm, wir sahen uns „The Sentinel“ an. Spannender Thriller über einen Agenten des Secret Service (gespielt von Michael Douglas), der einen Mordkomplott gegen den amerikanischen Präsidenten vereitelt. Danach genossen wir das feine Essen bei George und staunten darüber, dass man sich an uns Schweizer erinnerte. Die mitgebrachte Toblerone wurde mit Wonne verzehrt und das Papier der Schoggi als Beweis für die Freunde aufbewahrt, dass man "real swiss made chocolate" erhalten hatte!











Themenwechsel. Die Amerikaner fahren geile Autos, von riesigen Pick Ups über familientaugliche Vans bis zu schnittigen Flitzern gibt’s alles, und meist sehen die Vehikel recht neu und komfortabel aus. Im Land der Blechlawinen ist das Auto also fast wie das zweite Zuhause, da würde ich mich wohl auch entsprechend ausstatten. Mein nächstes Auto wird wohl kein Hummer sein, aber für einen schnittigen Bentley (siehe unten)könnte ich mich sehr begeistern. Bekommt man die bei uns in der Schweiz eigentlich auch irgendwo? Die Strassen haben auch einige nette Eigenheiten, zum Beispiel im Teer eingelassene Rillen – wer über die Randline rausfährt wird sofort durch das laute Knattern der Reifen wieder zur Konzentration aufgefordert. In der Mitte der Strassen findet man oft kleine Erhebungen, welche die Spuren voneinander abtrennen und in der Nacht reflektieren und so den Weg weisen. Parkieren kann man (fast) überall, aber niemals dort wo der Randstein rot eingefärbt ist, und bei Gelb ist nur eine Einsteige- und Umladezone.














Nebst der Autovernarrtheit der Amerikaner ist mir auch der Nationalstolz aufgefallen. An jeder Ecke findet man die „Star spangled banner“ Flaggen, die Leute laufen mit T-Shirts rum (Proud to be an american, American by birth, Support our troops,…) und kleben sich Sticker auf die Autos. In Übersee sind manche Dinge schon etwas anders als bei uns ;-).

1 Kommentar:

swissfinanceadvisor hat gesagt…

Holla...

Den Bentley gibts auch in der Schweiz... wenn ich mich nicht täusche kriegst Du den für schlappe 100k... Naja gegenüber einem original Hummer H1 mit rund 200k ein echtes Schnäppchen... ich werde mich allerdings eher für den Hummer entscheiden ;-)

Grüessli