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Donnerstag, Oktober 04, 2007

Microsoft Partner Executive Event - Steve Ballmer in action

Heute war es also soweit – ich traf den Microsoft CEO Steve Ballmer am "Microsoft Partner Executive Event". Ok, nebst mir waren noch ein paar hundert andere Leute dabei, aber das ist doch schon bedeutend weniger als das letzte mal ;-). Wusstet ihr übrigens dass Steve der Sohn eines Schweizer Auswanderers ist und bereits seit 7 Jahren Bill Gates an der operativen Spitze von Microsoft abgelöst hat?

Steve wurde von einer Gruppe mit Kuhglockengebimmel und tosendem Applaus empfangen. Seine Botschaften:
...Partner haben einen grossartigen Enthusiasmus wie Microsoft Mitarbeitende…
…das Internet hat viel verändert und führt zu einer Re-Definition davon, was Software ist…
... wir müssen alle gemeinsam die Software + Services Initiative vorantreiben um zu verstehen, dass eine Transformation auf uns zukommt…
…es handelt sich dabei um einen langfristigen Approach, aber die Aktivitäten müssen jetzt starten um den Markt vorzubereiten.

Die Software + Services Initiative ist ein wichtiges Standbein in der Strategie von Microsoft. Sie soll das "Beste aus allen Welten" vereinen, wie die folgende Übersicht veranschaulicht.

  • Desktop (rich user interface, offline access, personal integration)
  • Enterprise (Management, compliance, security)
  • Web (click -> run (no install) -> search & collaboration built in, anywhere access, scaled operations)
  • Devices (Mobile, TV -> have their own Software; form factors and mobility)

Wie gemeinhin bekannt ist, bietet Microsoft eine breite Palette an Diensten an. Auch davon wurde ein Auszug präsentiert.

  • Personal services
    Windows Live, Office Live, Popfly
    MSN, Live Search, Virtual Earth
  • Business Services
    Exchange Hosted Services
    Managed Communication and collaboration services
    Office Live Small Business, Dynamics Live CRM
    Titan
  • Developer Services
    Windows Live Cloud Infrastructure Services
    Silverlight Streaming, BizTalk Services
  • Service Enablers
    Web sites: Windows Server, SQL, VS, AdCenter
    Click to run client: Active X, AJAX, Silverlight, .NET, Win32 Softgrid

Doch genug die Werbetrommel gerührt ;-).

Im Anschluss an die Präsentation gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Steve Ballmer (CEO Microsoft), Beat Sommerhalder (Microsoft Schweiz), David Brodbeck (Garaio Technology Lab) Matthias Keller (Paninfo AG), Andreas Kleeb (redIT AG), Patrick Püntener (ITSystemes AG).

Alle sagten brav ihre vorbereiteten Fragen auf, und da es ein paar gute darunter hatte, gestaltete sich das Ganze kurzweilig und informativ.



(Bilder sind von
hier aus dem offiziellen Microsoft Schweiz Blog zu Steve's Besuch)

Microsoft Partner Executive Event - die schlagkräftige Truppe der Partner soll auf den Putz hauen

Über 300 Microsoft Partner waren anwesend, als Beat Sommerhalder, der das SMS&P Department von Microsoft Schweiz leitet, heute morgen eine flotte Präsentation im amerikanischen Stil hingelegt hat. Mir hat's gefallen, obwohl man sich darüber streiten kann, warum er das nicht im "klassischen" Stil und auf deutsch gemacht hat. Dabei stand die Microsoft Strategie und die Zusammenarbeit mit den Partnern im Vordergrund.

Einleitend ein paar Kenngrössen:
  • 90% des Microsoft Business kommt von den Microsoft Partnern,
  • In der Schweiz sind 70% der Aufträge Opportunity basiert und nur rund 30% Account basiert.
  • Die Gold Partner Communitiy soll Skills-mässig vertieft werden und nicht unbedingt noch stark vergrössert werden - Differenzierung über Skills und Knowledge.
  • Microsoft unterstützt die Partner bestmöglich und stellt das notwendige Verkaufs- und Trainingsmaterial zur Verfügung.

Conclusio: Profitable Geschäfte sorgen für zufriedene Partner und diese sind die Basis für das Wachstum von Microsoft. Und dafür kann eine einfache Formel zum Zuge kommen: Copy&Paste, sprich erfolgreiches Business replizieren.

Microsoft Partner Executive Event - Software plus Services heisst die Losung

Microsoft hat sich ein paar andere Dinge auf die Fahne geschrieben, die sie mit verschiedenen Aktivitäten vorantreiben:

  • Business Informationen organisieren
  • Zusammenarbeit vereinfachen und effizienter gestalten, verbunden bleiben
  • Marktbearbeitung, Verkaufen und Kunden betreuen
  • Informationen schützen und sichern, Systeme am Laufen halten

Hinter all diesen Bestrebungen steht die Harmonisierung und Konsolidierung der IT Infrastrukturen. Man darf von Microsoft erwarten, dass sie zuhören, die Bedürfnisse der Kunden verstehen und innovative Lösungen mit einem hohen Kundennutzen anbieten.

Was dabei an vorderster Front steht ist die Software + Services Initiative, sozusagen als Antwort auf den "Software as a service" Hype. Diese zielt auf folgende Aspekte ab.

  1. Advertise
  2. Refer
  3. Resell
  4. Design&Develop
  5. Host
  6. Customize
  7. Consulting
  8. Support&Training

Interessant ist das zugehörige Delivery Model - einerseits kann jeder Kunde selber eine Lösung hosten, die Dienstleistung von Microsoft Partnern oder, und das ist neu, auch von Microsoft selbst beziehen.

Aber keine Angst: Microsoft weiss sehr wohl dass sie ihren Partnern durch selbst gehostete Dienste nicht allzu viel Business abspenstig machen dürfen. Es bleibt also spannend wie sich die Software + Services Strategie in der Praxis in den nächsten Jahren manifestieren wird.

Samstag, Oktober 13, 2007

Software as a Service - Swisscom springt auf den Zug auf

Wie man Inside IT und der Netzwoche entnehmen konnte (und wie ich auch am Microsoft Partner Executive Event von letzter Woche aus erster Hand erfahren durfte), will Swisscom Applikationen von Drittentwicklern in einem "Software as a Service", kurz SaaS, Online-Shop anbieten. Es wird nach dem Modell Preis/Monat/Nutzer abgerechnet - profitieren davon tun Swisscom und der Anbieter, denn die Miete wird zwischen beiden Parteien geteilt.

Der Vorteil für den Kunden:

  • keine Investitionen in eigene IT-Infrastruktur
  • Aktivierung der Applikationen mit ein paar Klicks
  • Applikationen von überall her verfügbar (nur Web-Browser nötig)
  • Test vor dem Kauf

Das Swisscom-Angebot basiert auf dem von Microsoft gesponsorten "Software and Services Marketplace. Der S + S Marketplace ist seit dem 4. Oktober online und soll Softwareentwicklern eine Möglichkeit geben, SaaS-fähige Geschäfts-Applikationen an den Mann und die Frau zu bringen. Swisscom ist der weltweit erste Provider, der seinen Kunden Applikationen aus dem S + S Marketplace unter dem Namen "Swisscom Teamnet" anbietet.

Dort sollen auf Basis von Microsofts SharePoint Services entwickelte Anwendungen angeboten werden. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen, welche von Swisscom neu auch mit dem "One Workplace" umworben werden.

Montag, Oktober 15, 2007

Betty Bossi rockt - oder warum eine Roadmap wichtig für den Erfolg ist - Part I

Betty Bossi kannte ich schon als Kind und heute ist der Bekanntheitsgrad nochmals sprunghaft gestiegen. Der CEO, Walter Lüthi, gab mir am Microsoft Partner Executive Event die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und die Entwicklung der letzten 7 Jahre dieser Marke aus der Nähe zu sehen.

Doch alles schön der Reihe nach: Früher wurde jeden Tag das Mittag- und Nachtessen nach Rezepten gekocht - heute ist dies nur noch am Wochenende der Fall. Viele andere Firmen haben zur Jahrtausendwende die Betty Bossi Rezepte konkurriert, nicht zuletzt das Internet.

Der traditionellen Zielgruppe gehören1.4 Millionen Schweizer an - doch diese nimmt stetig ab. Dazu kommen weitere 1.4 Millionen in der wachsenden "Fast Casual" Kategorie - wenig Zeit, aber hohe Ansprüche.

Betty Bossi will die Menschen mit der Vision "Betty Bossi ist jederzeit für alle (Familie, Freunde und Bekannte) die Nummer 1 beim Kochen und Geniessen" ansprechen. Doch mit den klassischen Rezepten war das nicht mehr möglich.

Auf der Lebenszykluskurve stand Betty Bossi im Jahr 2000 auf dem absteigenden Ast. Es gab zwei Möglichkeiten: Optimieren um den Abschwung zu verlangsamen - oder eben Innovationen rein bringen. Nach einem Wechsel im Management war klar, dass Innovationen das Rezept sind.
Doch wie wurden diese nun umgesetzt? Dazu mehr in Kürze ;-).