Donnerstag, April 20, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Falsch parkieren reisst ein Loch ins Portemonnaie

Nachdem unser Mietwagen wegen Falschparkierens abgeschleppt wurde machten wir uns auf zur Polizeistation, welche wir glücklicherweise in einem 5 Minuten Fussmarsch erreichen konnten. Die Polizistin teilte uns mit, dass Sie den Vertrag mit der Mietwagenfirma benötige um das Auto auszulösen. Wo hatten wir den bloss verstaut, entweder im Handschuhfach oder im Hotel… Da der Abschleppdienst gerade in Beverly Hills zu weiteren Schandtaten unterwegs war konnte niemand im Handschuhfach nachsehen, sprich: wir sollten später nochmals vorbei kommen. Der Abend war inzwischen schon recht fortgeschritten, und wir machten uns auf etwas zwischen die Zähne zu bekommen.

Eine Stunde später waren wir zurück auf dem Polizeiposten, genau rechtzeitig. Der Abschleppdienst knackte gerade unser Auto und fand den Vertrag leider nicht im Handschuhfach, sprich er war im Hotel… Die Polizistin ersparte uns den Weg ins Hotel und liess sich von der Autovermietung Alamo das Dokument durchfaxen. Wir erhielten nun, in the middle of the night, die Erlaubnis unser Auto wieder auszulösen. 70$ kostete der Spass – so dachten wir zumindest.

Wir schnappten uns ein Taxi zu dem Abschleppdienst, und dort erwartete uns die nächste Überraschung: über 200 $ sollte es kosten, wenn wir das Auto noch diese Nacht auslösten (Nachtzuschlag)!!! Also liessen wir uns zurück ins Hotel chauffieren und genehmigten uns auf den Schreck erstmal eine Margarita.

Am nächsten Morgen früh fuhren wir mit dem Taxi gleich nochmals zum Abschleppdienst und konnten das Auto für 173$ definitiv wieder zurück erhalten. Falsch Parkieren in den Staaten kann teuer werden, in unserem Fall kostete der Spass über 300 Stutz, gopferdelli!

Der Himmel wie auch unsere Stimmung war eher wolkig als heiter. Am Abend zuvor hatten wir uns für eine Sightseeing Tour in Los Angeles angemeldet, und so absolvierten wir in einem halben Tag das „Pflichtprogamm“ für Touristen: in Beverly Hills die Häuser der Stars ankucken („Letzte Woche war Ben Affleck im Auto neben uns“), am Rodeo Drive die Nasen an den sündhaft teueren Geschäften platt drücken, auf dem Walk of Fame laufen (dort wo wir ausstiegen war Bugs Bunny mir die einzige bekannte Showgrösse), die Melrose Avenue abfahren (wobei das Haus aus der TV Serie „Melrose Place“ einige Meilen weiter liegt), den Sunset Strip, vom Mullholland Drive das Hollywood Signet am Berg bestaunen (welches beim Papstbesuch in Holywood „verunstaltet“ wurde und in den Siebzigern als "Hollyweed" herhalten musste) und zum Schluss noch ein Halt bei den Universal Studios.

Der Regen an diesem Tag hatte auch sein Gutes: Wir sahen L.A. in seinen vollen Dimensionen, da der ganze Smog runtergewaschen worden war. Unser Hotel lag auf dem Heimweg von Jesse, dem Busfahrer, und somit hatten wir noch eine kurzweilige Fahrt mit lustigen Anekdoten von seinen Sightseeingtours. Trotzdem war unser Aufenthalt nicht das Gelbe vom Ei gewesen, und wir waren nicht unglücklich als wir uns von Santa Monica aus dem Staub machten in Richtung … Long Beach!








Mein Amerika Roadtrip – Unser Auto samt Gepäck verschwindet in Santa Monica…

Hello Los Angeles! Angesichts dieser ausufernden, ungezähmten Metropole mit all Ihren Facetten fühlte ich mich doch leicht unwohl. Nichtsdestotrotz hatten wir einen guten Start und brachten die Fahrt in den Vorort Santa Monica gut über die Runden. Unterwegs konnten wir in einem riesigen Flohmarkt zwei schattenspendende Cowboy Hüte erstehen - ich dachte, es sei ein Supermarkt und wollte Wasser kaufen...

Danach haben wir bei einem Zwischenstopp in einem Subway Restaurant unsere Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt uns sind weiter Richtung Santa Monica. Wir konnten der Rushhour knapp entkommen und landeten in einem Travelodge Hotel drei Meilen vom Venice Beach entfernt. Also gleich ab an den Strand, wo wir einen der raren Parkplätze ergattern konnten - was sich nicht wirklich als ein Vorteil herausstellen sollte, wie sich später zeigte. Wir genossen den gemütlichen Spaziergang, machten tolle Fotos und liessen die Sonne ins Meer versinken.



Gegen 19 Uhr kehrten wir zu unserem Auto zurück, resp. besser gesagt: Zu dem dazugehörigen Parkplatz, denn das Auto ward nicht mehr gesehen. Oh my gosh, what happend?

Wir hatten unser Auto vor einem gemütlichen Café abgestellt, und die Kellner dort teilten uns nun mit dass die Polizei das Auto abgeschleppt hatte. Warum? Ganz einfach, die zum Parkplatz gehörigen Schilder sagten folgendes:

  • 3 bis 5 Uhr nachts nicht parkieren
  • 9 Uhr morgens bis 6 Uhr abends parkieren ok
  • 6 Uhr abends bis 2 Uhr nachts von Dienstag bis Samstag werden Autos abgeschleppt…

In der Hitze des Gefechts hatten wir den untersten Passus übersehen und steckten nun im Schlamassel!

Wir liefen zum nächst gelegenen Hotel, einem echten Luxusschuppen, und fragten wo denn die nächste Telefonkabine sei, damit wir der Polizei telefonieren könnten. Der Concierge, freundlich und zuvorkommend wie die meisten Amerikaner die wir trafen, rief gleich selbst an. Wir müssten zur Polizeistation, dort würden wir weitere Details erhalten. Er druckte uns einen Plan aus damit wir uns nicht verlaufen und wünschte uns viel Glück. Das werden wir brauchen, drückt uns die Daumen!

Dienstag, April 18, 2006

Mein Amerika Roadtrip – Auf dem Highway 1 von Santa Cruz aus entlang der Pazifikküste

Gegen Mittag fuhren wir von Santa Cruz weiter nach Monterey. Dort machten wir am Hafen eine kurze Rast, genossen die Sonne und besuchten am Nachmittag das „Monterey Bay Aquarium“. Nicht umsonst hat dieses Aquarium zahlreiche Auszeichnungen erhalten! Die Vielfalt an Farben und Formen, die das Meer hervorbringt kann man dort mit eigenen Augen sehen, zuweilen glaubt man es kaum was sich da alles tummelt.

Nebst den allgemein bekannten Arten wie Otter, Schildkröten, Thunfischen etcetera haben mir haben die Quallen sehr gut gefallen. Diese durchsichtigen Wesen aus einer fremden Welt strahlen eine beeindruckende Ruhe aus.


Der Tag neigte sich schon wieder dem Ende zu, also machten wir uns auf die Suche nach einem Nachtquartier und wurden in Carmel fündig. Ein kleines Städtchen, welches uns durch seine ruhige Lage schnell gewinnen konnte. Unser Motel lag in einem Pinienwäldchen, hat eine hawaianische Einrichtung und ein Gas-Cheminée :-). Also dann: guet Nacht!


Am nächsten Morgen fuhren wir los entlang dem Highway 1 Richtung Los Angeles. Da es seit langem nicht mehr so stark geregnet hatte (vor unserer Ankunft gab es praktisch drei Wochen Dauerregen) war der Highway 1 infolge eines Steinschlags gesperrt. Wir wollten uns das aber trotzdem nicht entgehen lassen und fuhren entlang des Pazifiks durch eine grandiose Kulisse.


Kurz vor der Strassensperre drehten wir dann wieder um und fuhren zurück in Richtung Morro Bay, wo wir uns ein Zimmer für die Nacht suchten.

Morro Bay war ein Kaff, welches sich wohl nur über seinen grossen Felsblock vor der Küste definiert, den die Natur dort grosszügigerweise platziert hatte. Wir fanden es nicht sonderlich ansprechend und sind dann auch früh zu Bett gegangen. Immerhin haben wir am nächsten Morgen in „Kitty’s Kitchen“ ein feines Frühstück erhalten, welches uns für den Weg nach Santa Barbara stärkte.

Santa Barbara war ganz nach unserem Geschmack, ein kleines Städtchen dass sich für seine Besucher heraus geputzt hat. Am Abend wollten wir Tanzen gehen, fanden aber kein geeignetes Lokal und landeten wieder mal, wie könnte es anders sein, im Kino :-).

Mein Amerika Roadtrip – die Tücken der Technik führen zu ungewollten Abenteuern

Nach den schönen Tagen in San Francisco haben wir uns den Highway 1 an der Pazifikküste entlang als nächste Route ausgesucht. Doch zuerst machten wir einen Abstecher nach Gilroy in einen Outlet Store mit hunderten von Geschäften, wo man und Frau sich stundenlang zwischen Markenartikeln aller Art austoben konnte. Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Santa Cruz.




Plötzlich war die Strasse gesperrt, und so lotste uns das TomTom Navigationsgerät auf eine Umfahrungsstrasse, welche durch wunderschönes ländliches Gebiet führte. Danach wurde es ein bisschen hügeliger und wir fuhren in einen Wald auf eine Landstrasse, welche mit der Zeit irgendwie immer steiler wurde und zu einer einspurigen Lehmpiste mit massiven Schlaglöchern mutierte.

Wir fanden diese "Rough Road" plötzlich gar nicht mehr lustig, die Strasse wurde immer steiler, die Beschaffenheit immer weniger ausgeprägt, es nachtete ein und an ein Umkehren war nicht zu denken – ausser wenn man das ganze rückwärts runterfahren wollte…

Nach einer Ewigkeit landeten wir unverhofft wieder auf einer geteerten Strasse (halleluja!), wo ein Schild in die Richtung zeigte, wo wir herkamen: Road closed! Wir hatten noch mal Glück gehabt und waren mitten nun auf dem Mount Madonna gelandet, wo wir nebst einem einsamen Wolf nur ein Meditationszentrum mit riesigen Buddha's antrafen. [Auf der Website http://www.mountmadonna.org/ habe ich dann den Hinweis gefunden, "CAUTION! NEVER use Yahoo, MapQuest, or GPS for Directions to MMC!!" - warum kann einem das niemand vorher sagen oder ein Schild aufstellen?!].

Plötzlich kam ein Auto, welches ich gleich stoppte und fragte, wo denn die geteerte Strasse hinführe und welche Richtung wir nehmen sollten. Die drei Jungs schauten mich verwundert (oder bekifft?) an, und meinten die eine Richtung führe nach Watsonville, dort kämen Sie her. Die andere sei „probably a dead end“. Sprachen's und fuhren munter drauflos, Richtung Dead End…

Abends um 22 Uhr waren wir dann endlich in Santa Cruz! Dank eines Hefts, welches Vergünstigungen für viele Hotels anbietet, konnten wir mit einem Coupon preiswert in ein gutes Hotel einchecken (59$ anstatt 109$) und verbrachten endlich eine ruhige Nacht! Ein Tipp an alle Reisenden: diese Coupon Hefte sind Gold wert, schnappt Euch die wo immer möglich.

Am nächsten Morgen erwarteten wir das übliche „Continental Breakfast“, also Kaffe mit irgendwelchem süssen Gebäck und wenn’s hoch kommt noch ein Apfel dazu. Aber falsch gedacht: ein riesiges Buffet stand zu unserer Verfügung, und wir genossen das in vollen Zügen.

Mein Amerika Roadtrip – San Francisco lässt uns nicht mehr los

Die sechs Stunden Zeitverschiebung zwischen Bern und New York haben uns Gelegenheit gegeben, in den Rhythmus der Amerikaner zu kommen – nach dem sechsstündigen Flug nach San Francisco mussten wir die Uhr nochmals drei Stunden zurückstellen. Wenn Ihr liebe Schweizer zum Znacht an den Tisch sitzt suchen wir uns ein nettes Lokal, um ein anständiges Zmorge zu erhalten.


Nach der Ankunft am Flughafen von San Francisco nahmen wir unser Auto in Empfang - zu unserem Erstaunen ein roter, grosser Buick Lucerne mit allem Schnickschnack (MP3 CD Player, automatische Licht- und Scheibenwischersteuerung, Tempomat, Beeper bei geringem Abstand zu anderen Objekten, Innenausstattung komplett in Leder, ...). Ich habe noch nie einen solchen Schlitten gefahren, da kann unser Toyota Starlet nicht mehr mithalten. Einen Super Deal hat uns Frau Ruchti vom Spacegate Travel Reisebüro organisiert. Kleiner Tipp: Die günstigsten Mietwagen habe ich auf der Seite http://www.usa-mietwagen.de/ gefunden, diese Preise dienen als gute Verhandlungsbasis.

Meine beste Investition dieser ganzen Ferien war das TomTom Navigationsgerät und die dazugehörigen USA Karten. Diese Meisterwerk der Technik führte uns in San Francisco sicher zum Travelodge Hotel lotste - und auch auf direktem Weg zu allen weiteren Stationen auf unserer Reise, ohne langes Suchen. In Frisco angekommen haben wir gleich den ersten Erkundungsspaziergang durch die schönen Strassen und einen kleinen Park Richtung Fishermans Wharf unternommen. Eine richtige Touristenmeile mit vielen Shops zum Schmökern. Wir haben dann in einem italienischen Restaurant ein feines Abendessen zu uns genommen und nach langem Suchen hat uns ein Taxi ins Hotel gebracht.

Am nächsten Tag stellten wir fest, dass jemand vergessen hatte den Wasserhahn zu schliessen und es schüttete wie aus Kübeln! Nichtsdestotrotz machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden und fuhren von Fishermans Wharf über den Pier 39 (bekannt für seine Seelöwenkolonie) über den Union Square bis hinauf nach Castro, zuerst mit dem Cable Car und dann mit einem unseren Tram ähnlichen Gefährt. Alle unsere Bemühungen, die Sonne zu einem Lächeln zu bewegen, brachten nichts.

Das Schicksal meinte es aber trotz allem gut mit uns und wir landeten von Zauberhand geführt vor einen riesigen Kinokomplex! Für uns Filmfreaks gab es da kein Vorbeikommen, und wir sahen uns „Ice Age 2 – The Meltdown“ an. Danach haben wir uns ins IMAX Kino rübergeschmuggelt und auf einer Riesenleinwand „V for Vendetta“ reingezogen.


Am darauf folgenden Tag war das Wetter gnädig, ein paar Regentropfen gemischt mit einer dollen Portion Sonne! Zuerst fuhren wir in die „Muirwoods“, einem Nationalpark in der Nähe von San Francisco. Dort bewunderten wir den majestätischen Anblick der Redwood Bäume auf einem romantischen Spaziergang. Auf dem Rückweg stoppten wir am "Muirwood Beach" und beneideten die Leute, welche direkt dort ihr Domizil hatten. Wer weiss, vielleicht bietet sich auch uns einmal diese Möglichkeit? Doch genug geträumt, wir fuhren zurück nach San Francisco und genossen von den „Twin Peaks“ Hügeln her eine absolut geniale Aussicht über die ganze Stadt. Etwas später besuchten wir den Golden Gate Park mit dem Japanese Garden, welcher ab 17 Uhr übrigens freien Eintritt gewährt.


Am Abend hatten wir das Vergnügen, mit Tom - einem Swisscom Kollegen der für den Swisscom Innovations Outpost im Silicon Valley arbeitet, schaut Euch mal seinen Blog an – und seiner Frau durch die Strassen zu ziehen. Ein wirklich schöner Abend, der dem Besuch der „europäischsten Stadt Amerikas“ das i-Tüpfelchen aufsetzte. Doch alles hat ein Ende, und so setzten wir am nächsten Tag unsere Reise gen Süden fort.


Mittwoch, April 12, 2006

Mein Amerika Roadtrip - New York, die Stadt die niemals schläft ... to be continued!

Amerika, the great! Ich fühle mich pudelwohl im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das mal vorne weg.

Wir haben unseren USA Roadtrip mit einem 3 Tage Aufenthalt in New York begonnen, resp. um genauer zu sein: Manhattan. Ein Meer aus Wolkenkratzern, eine Symphonie an Eindrücken, ein Schmelztiegel der Welt. Unser Hotel "Central Park Plaza" war einen Spaziergang vom Times Square und Central Park entfernt und ein geeigneter Ausgangspunkt für Erkundungen. Drei Tage in New York ermöglichten uns, an der Spitze des Eisbergs dieser grossartigen Metropole zu kratzen.

Beeindruckend war für mich, direkt nach der Ankunft, als uns auf der Fahrt nach Manhattan nicht weniger als 3 Friedhöfe begegneten! Nicht einfach ein paar Grabsteine, nein - die waren mindestens so gross wie das Dorf (sagenhafte Website, by the way...), in dem ich aufgewachsen bin!

In New York angekommen checkten wir im Hotel Park Central ein, und um dem Jetlag ein Schnippchen zu schlagen machten wir uns gleich auf Achse, um bald in den Rhytmus der "Stadt, die niemals schläft" zu kommen. Nach einem gemütlichen Bummel zum Times Square landeten wir in einem Kino und führten uns den neuen Spike Lee Film, "Inside Man", zu Gemüte. Müde, aber zufrieden fielen wir in Morpheus Arme.

Den nächsten Tag (wie auch die folgenden) begannen wir mit einem grandiosen Zmorge bei Fluffy's Café, gleich vis-à-vis des Hotels. Danach stand der Besuch des Guggenheim Musem und des Musem of modern Art auf dem Programm. Ein Spaziergang durch den Central Park bereitete uns mental auf den grandiosen Ausblick vom Empire State Building vor, welches wir danach noch besuchten. Die Aussicht ist einfach unbeschreiblich, ganz New York lag uns zu Füssen und auch Petrus gab uns seinen Segen und liess die Sonne scheinen.

Am folgenden Morgen machten wir eine ausgedehnte Bustour nach Downton (Little Italy, Chinatown, Greenwich Village, Financial District,...). Die Idee war gut, aber das Wetter wurde immer schlechter - zuerst Wind und Regen, doch das wurde noch getoppt: es schneite wie im tiefsten Winter! Wir änderten unsere Pläne und fuhren mit der kostenlosen Fähre nach Staten Island um die Freiheitsstatue "State of Liberty" und die grandiose Skyline zu bewundern. Der Times Square zu nächtlicher Stunde war das letzte Schauspiel, was uns New York an diesem Abend bot.

Am nächsten Mittag flogen wir bereits weiter nach San Francisco, den Rucksack gefüllt mit neuen Erfahrungen.








Donnerstag, März 30, 2006

Bilanz-Geplapper über Swisscom - Insider plaudern aus dem Nähkästchen

Die Bilanz hat sich einen (ehemaligen?) Insider geschnappt und plappert munter drauflos, wer nach dem ersten Sesselrücken bei Swisscom nun um seine Zukunft fürchten muss. Die "Friends of Jens", dem ehemaligen Swisscom CEO Jens Alder, schauen keiner rosigen Zukunft entgegen - heisst es.

Lassen wir den Bilanz Artikel einfach mal mit all seinen Facetten im Raum stehen. Veränderung ist aus meiner Sicht ein Schlüssel zum Erfolg, und sicherlich werden noch Personalentscheide in den Teppichetagen fallen. Doch sollte nicht vergessen gehen, dass die "Friends of Jens" dabei geholfen haben, Swisscom zu dem zu machen was es ist - ein tolles Unternehmen. Ob ich da wohl ein bisschen befangen bin ;-)?

Ach ja, dass die Bilanz weder den Namen von Christoph Brand(t) noch den von Mark(c)us Roth richtig schreibt zeugt von intensiver Recherche...

Montag, März 27, 2006

Intranet - was Du schon immer wissen wolltest, aber nie zu fragen wagtest

Hoplpla, fast wäre mir das noch durch die Lappen gegangen, doch zum Glück lese ich ja den Namics-Blog ;-)! Während ich mich an den X-Days inspirieren liess fand am 22. März die Namics Intranet-Fachtagung in Zürich statt.

Die Thematik Intranet begleitet mich seit einigen Jahren, da ich in der Swisscom Unternehmenskommunikation für die Intranet Governance der Swisscom Gruppe zuständig bin. Bis anhin traf man sich mit Freud- und Leidensgenossen an den Intranet Breakfasts der Stimmt AG um Erfahrungen auszutauschen. Die von Stimmt beobachteten Entwicklungen schlagen sich dann jährlich im Intranet Report nieder, eine gute Ergänzung zum Nielsen Intranet Design Report (welcher trotz Designlastigkeit interessante Einblicke in die Intranets anderer Firmen erlaubt).

Doch auch Namics hat einen prall gefüllten Rucksack für dieses Gebiet, wie die Slides der Intranet Fachtagung zeigen. Meiner Meinung nach hat Bernd Schopp einen guten Spagat in seinen Präsentationen hinbekommen, für Interessierte bieten diese einen umfassenden Überblick was ein gutes Intranet ausmacht und die Profis können sich auch noch eine Scheibe davon abschneiden. Ganz nach dem Motto: Intranet - was Du schon immer wissen wolltest, aber nie zu fragen wagtest. Die gezeigten Präsentationen (und weitere mehr!) gibt's hier, resp. untenstehend zum direkten Download von der Namics Website:

Donnerstag, März 23, 2006

X-cellent! Das waren die X-Days 2006 in Interlaken

An erster Stelle möchte ich meine Leserschaft um Nachsicht bitten, da mein Publikationsrhytmus in der Tat zu wünschen übrig lässt. In 10 Tagen geht's einen Monat ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, doch zuerst muss ich mit einigem Effort meine begrenzten Chancen bei der Prüfung in Finanz- und Rechnungswesen im Rahmen meines Nachdiplomstudiums "Betriebswirtschaft und Unternehmensführung" aufbessern. Und wie so oft vor längeren Ferien möchte man den Kollegen keine Baustellen hinterlassen, somit stehen auch geschäftlich noch einige Projekte vor dem Abschluss.

Nichtsdestotrotz: 2 Tag voller Inspiration, Networking und neuen Ideen - das waren die X-Days 2006! " x.days – Die nationale Business- und IT-Networking-Plattform für zukunftsorientierte Entscheidungsträger" - so vollmundig wurde das Ganze angepriesen, wenn das dem Ego der Teilnehmer nicht schmeichelt >;-)!

Für mich persönlich waren diese 2 Tage out-of-office, eingebettet in der beeindruckenden Kulisse Interlakens, eine Bereicherung. Hochkarätige Referenten sorgten für Brainfood- and feed, und auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Beeindruckt haben mich insbesondere:

  • Prof. Dr. Lothar Späth, ehem. Ministerpräsident Baden-Württemberg. Als Politiker und Unternehmer baute er die Jenoptik GmbH zum führenden Hightech-Konzern mit 10 000 Mitarbeitern aus. Bei seinem Referat spürte man: Da spricht ein weiser Mann, der seine Ziele erreicht hatte und mit seinen Anekdoten aufzeigte, dass er oftmals steinige Wege zum Erfolg beschreiten musste. Doch wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen und Entscheidungen zu überdenken stehen die Chancen gut.
    Kernbotschaft für mich: "Verlassen Sie Ihre Komfortzone."
  • John Naber, vierfacher Olympiasieger im Rückenschwimmen, danach Moderator bei unzähligen amerikanischen TV Stationen und nun Buchautor und Kämpfer für eine bessere Welt. Als Spitzenschwimmer war er der erfolgreichste Olympia-Teilnehmer von Montreal, da er am selben Tag gleich zwei olympische Goldmedaillen gewann! Als Referent vermochte er zu begeistern, versprühte amerikanische "Wir können das schaffen"-Mentalität gewürzt mit europäischem Charme. Sein Erfolgsrezept hat er in acht Schritten aufgebaut, mehr dazu gibt's in seinem Buch.
  • Last, but not least: Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, Zukunftswissenschaftler. Der Visionär mit Augenmass ist Professor an der Universität Hamburg und gilt als Vollblut-Wissenschaftler. Als Autor von mehreren Büchern beschäftigt sich der «Mr. Zukunft» seit Jahren erfolgreich mit Thesen und Prognosen über unser Leben in der Zukunft. Quintessenz: Verstehen Sie, was die Menschen wollen - und bieten dann diese Dienstleistungen an! Auch die soziale Komponente kam in seinem Vortrag stark zum Zuge. Es wird je längers je wichtiger in der virtuellen, globalisierten Welt dass persönliche Kontakte zu Familie und Freunden gepflegt werden, da dies eine zentrale Stütze für das Fundament unserer Persönlichkeit ist.

Dies waren meine persönlichen Highlights an den X-Days. Herzlichen Dank an die Einladung an ISolutions, einer jung-dynamisch-erfolgreichen Firma aus Bern, von der man in Zukunft noch mehr hören wird. Hope to see you next year!

Mehr Fotos gibt's hier, Präsentationen und Interviews mit Keynote Referenten (Audio Files) folgen in Kürze unter http://www.xdays.ch.

Freitag, März 10, 2006

Der Akku im "Sakku" - immer volle Power unterwegs

Was ist eine grosse Herausforderung der Technik in der Zukunft? Connectivity? Konvergenz? Privacy? Sicherheit? Interoperabilität?



Alles wichtige Aspekte, aber damit diese überhaupt zum Tragen kommen benötigen wir eine Basis, und die ist immer: Saft, Power, Energy! Ohne Strom geht gar nichts.

Ein Ansatz zur Lösung des Problems bietet der "Sakku", eine Tasche mit integrierten Solarzellen und einem Kabel zum Laden von Geräten. Einfach und genial, eh, ich meine: Einfach genial! Mehr dazu im Sakku Blog.

Mittwoch, März 08, 2006

Sesselrücken bei Swisscom - und die neue Strategie "Convergence is king"

Spekuliert wurde in den letzten Wochen ausgiebig, wer denn ein valabler CEO für Swisscom Mobile wäre. Ein TopShot von Vodafone, der Strategiechef Christoph Brand, Eurospot CEO Christian Petit oder gar Fixnet Chef Adrian Bult? Nun ist die Bombe geplatzt: Adrian Bult (bis anhin CEO Fixnet) übernimmt den vakanten Mobile CEO Posten, nachdem Carsten Schloter den Vorrang als CEO der Swisscom Gruppe erhielt.

Adrian Bult führt zwar nur noch halb so viele Leute wie bis anhin, macht sich aber fit für die Zukunft. Ein geschickter Schachzug um gruppengesellschaftsübergreifende Produkte zu gestalten und die Gesellschaften Fixnet und Mobile in den nächsten Jahren mittelfristig wieder zu einer Firma zusammenzubringen! Und wer wird dann dieses Megaprojekt stemmen? Genau, Adrian Bult als ehemaliger CEO von IT Services, Fixnet und Mobile mit seiner profunden Kenntnis der gesamten Swisscom und seinem Beziehungsnetzwerk.

Ueli Dietiker, neuer Festnetz Chef und bisheriger CFO der Swisscom Gruppe, kam vor einigen Jahren von Cablecom zu Swisscom und wird Swisscom Fixnet vis dahin dabei helfen, sich im Home Entertainment Bereich zu etablieren (Bluewin TV et al). Der neue CFO der Swisscom Gruppe wird der bisherige Finanzchef von Fixnet, Mario Rossi. Ein spannendes Sesselrücken innerhalb der Gruppenleitung, nachdem Jens Alder im Januar von Carsten Schloter abgelöst wurde.

Den Hut nimmt der bisherige CEO von Swisscom Solutions, René Fischer - und sein Marketing & Sales Mann Markus Thomet geht gleich mit. René Fischer hat die vor einigen Jahren die marode Swisscom Systems zurück auf Kurs gebracht und danach die Firmen Swisscom Enterprise Solutons und Swisscom Systems zu einer schlagkräftigen Firma Swisscom Solutions gestaltet. Als neuer CEO von Solutions rückt der 46 jährige Urs Schaeppi nach, welcher bis anhin für die Leitung der 1300 Mitarbeitenden des Bereichs "Commercial Business" bei Swisscom Mobile zuständig war. Als ich mich gestern mit meinen Kollegen auf den Weg zu einer grandiosen Pizza im Restaurant Rebstock machte, begegneten wir Urs Schaeppi in der Garage. Und ich fragte mich noch, was er wohl bei uns am Hauptsitz macht... Jetzt wissen wir's, er liess sich vom Verwaltungsrat als CEO von Swisscom Solutions wählen, um konvergente Produkte für Geschäftskunden auf den Markt zu bringen.

By the way, ich bin überzeugt dass auch die Geschäftskunden Provider Swisscom IT Services und Swisscom Solutions zu einer B2B-Gesellschaft vereint werden. Zuerst wurde der schwerfällige ex-Staatsbetrieb einem Rebranding unterzogen (aus Telecom wird Swisscom), dann in einzelne eigenständige Gruppengesellschaften mit Ergebnisverantwortung zerschlagen, um effizienter und flexibler am Mark agieren zu können - und wird nun im Rahmen eines neuen Zyklus wieder vereint.

Unter dem Slogan "Convergence is king" lässt sich die neue Swisscom Strategie zusammenfassen.
  • Im Mittelpunkt soll der Kunde stehen,
  • welcher mit konvergenten, multimedialen Produkten und Bundlings aller Art
  • über alle Zugangsnetze
  • zu jeder Zeit
  • an jedem Ort sein Glück finden soll -
  • nota bene ohne sich mit der Komplexität der Technologie und der Organisationsstruktur von Swisscom auseinander setzen zu müssen!

Die Erosion in bestehenden Geschäftsfeldern wollen wir Swisscömler bis 2008/09 auffangen, was über eine Effizienzmaximierung im angestammten Geschäft erreicht werden soll. Doch damit nicht genug: der Bundesrat will nicht, dass Swisscom sich Grundversorger aus anderen Ländern einverleibt. Was bleibt da zu tun mit einer vollen Kriegskasse? Genau, innovativ in angestammten Geschäftsfeldern bleiben und in verwandte Diversifizieren. Es bleibt also spannend, von Swisscom und Ihren Partnerschaften wird man zukünftig noch vermehrt in den Bereichen Telekommunikation, IT, Multimedia und Entertainment hören (TIME-Ansatz)!

Details, natürlich auch zum Geschäftsergebnis (Umsatz ging zurück, Gewinn stieg), finden sich in der Medienmitteilung von Swisscom. Und wer profitiert davon? Genau, die Aktionäre - allen voran der Bund! Die erhalten nämlich Ausschüttungen in der Höhe von über 3 Milliarden Franken!

Die wichtigsten Köpfe von Swisscom von links nach rechts: Carsten Schloter (CEO Swisscom Gruppe), Adrian Bult (CEO Mobile), Urs Schaeppi (CEO Solutions), Ueli Dietiker (CEO Fixnet), Mario Rossi (CFO Swisscom Gruppe)







Freitag, März 03, 2006

USA: Wie findet man gute und günstige Hotels etcetera?

New York ist ein teures Pflaster! Und ein Monat rumreisen kann ich mir leider noch nicht einfach aus der Portokasse leisten. Wie findet man also ein preiswertes Hotel, welches nicht gerade im wildesten Viertel liegt? Ich gehe für die Hotelsuche generell wie folgt vor:



  • Googlen! Beispielsweise "hotel" + "new york" + Ausdrücke wie "cheap", "save", "budget", "discount" - damit erhält man die wichtigsten Seiten im Netz und ein paar gesponserte Anzeigen, welche auf spezialisierte Anbieter verweisen.
  • Diese lohnt es sich nun abzugrasen und zu vergleichen - die Perlen stechen meist rasch hervor und bringen mögliche Hotels zu Tage.
  • Preiswert übernachten ist die eine Sache, aber man möchte ja seine Unterkunft nicht noch mit Krabbeltierchen oder sonstigen ungebetenen Gästen teilen. Wenn ich also ein passendes Hotel gefunden habe kommt der Härtetest: Hotelname und den Begriff "Review" in der Suchmaschine eingeben und schauen, was andere Gäste zur Unterkunft meinen.
  • Gold wert ist dafür der Tripadvisor.com, bei Pauschalreisen bietet holidaycheck.de eine gute Hilfestellung. Diese Seiten haben mich schon vor einigen Bruchbuden bewahrt, auch wenn deren Marketingabteilung ganze Arbeit geleistet hat und das Blaue vom Himmel geschrieben hat.

Obiges Prozedere lässt sich natürlich auch auf Produkte und Dienstleistungen übertragen. Deshalb ganz im Vertrauen: wer einen Mietwagen in den USA benötigt ist mit http://www.usa-mietwagen.de/ gut beraten! Was sind Eure Tipps & Tricks?

Sonntag, Februar 26, 2006

USA: Don't get lost - TomTom Navigationsgerät zum Schnäppchenpreis ersteigert

Well, ich verfahre mich ja schon bei uns im beschaulichen Bern – wie kommt das dann Übersee in Städten wie San Francisco, Los Angeles und Las Vegas raus?

Eben… Ein handliches, mobiles Navigationsgerät muss her, was sich für mich mit dem Begriff "TomTom" gleichsetzt. Die Holländer gehen regelmässig aus diversen Tests als Sieger hervor, aber welches ist das passende Gerät für meine Bedürfnisse und wie komme ich nun günstig an ein solches Teil?

Auf der TomTom Homepage habe ich leider keinen direkten Feature Vergleich gefunden, dafür hier, inklusive praktischem FAQ. Conclusio: Die TomTom's 500 oder 700 haben einen schnelleren Prozessor und mehr Memory, aber für mich als Einsteiger sollte es ein auch ein 300er tun. Doch wie komme ich günstig an so ein Teil?

Entweder ein Neugerät kaufen oder eins ersteigern. Die Preise bei http://www.toppreise.ch und Froogle machen den Entscheid leicht - es wird gesteigert! Also habe ich unter AlleAuktionen.de mal verglichen, wo es passable Angebote hat ist. eBay hat viele Auktionen aus Deutschland, deshalb habe ich mir die passenden auf die Watchlist gesetzt und die Verkäufer angefragt, ob Sie auch in die Schweiz liefern. Die meisten machen das für um die 17 Euro Porto.

Und dann kam die Stunde X, für 321 Euro habe ich mir in der letzten Sekunde nach einem harten Kampf mein neues TomTömchen ersteigert - was verglichen mit dem günstigsten Angebot bei toppreise.ch für 660.- eine Ersparnis von rund 180.- Franken mit sich bringt! Hoffen wir dass der Zoll da nicht noch allzu happige Gebühren draufschlägt und sich meine Ersparnis in Schall und Rauch auflöst...

Freitag, Februar 24, 2006

USA: Kalifornien, wir kommen! Optimale Reiseplanung via Internet

Noch 40 mal Schlafen, und dann geht's ab nach Übersee. Wir tauchen ein in das Land der Superlative und starten mit 3 Tagen New York. Danach fliegen wir über den ganzen Kontinent von der Ost- an die Westküste und bereisen 3 Wochen lang Kalifornien. Doch was hat das in einem Blog über eCommunications verloren?

Ich habe mir zum Ziel gesetzt, mit Hilfe des Internet diese Reise zu planen. Das gestaltet sich unglaublich spannend und bringt viel Vorfreude mit sich. In nächster Zeit wird es deshalb in diesem Blog zum Thema "Reiseplanung" einiges an wertvollen Tips und Tricks geben.

Die erste Frage, die mir durch den Kopf schoss: Wie plane ich einen Roadtrip? Natürlich, es gibt Routenplaner zuhauf, aber ich habe auf Anhieb keinen gefunden der auf einfache Weise mehrere Stationen nacheinander raussucht, ohne dass man die Postleitzahl kennen muss. Deshalb musste ein Navigationsgerät her, doch dazu ein andermal mehr.

Wie so oft kam mir Kommissar Zufall zu Hilfe: Im Blog von Flickr bin ich heute auf einen neuen Dienst von Yahoo und Flickr gestossen, den Yahoo! Travel Trip Planner!


Nun geht die Detailplanung los, einen Vorgeschmack auf die Fahrt dem Highway 1 entlang konnte ich mir schon gönnen, mehr Trips gibt's hier.